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Schweizer Buchpreis 2026

Das sind die Nominierten des Schweizer Buchpreises 2026

 

Entdecken Sie hier die fünf nominierten Autorinnen und Autoren des Schweizer Buchpreises 2026. Als Goldsponsor des Schweizer Buchpreises und Förderer von Schweizer Literatur freuen wir uns, Ihnen bei Orell Füssli besondere Erlebnisse rund um die nominierten Bücher präsentieren zu dürfen. Die Gewinnerin oder der Gewinner wird am 15. November 2026 bekanntgegeben.

Produktbild Königin der Nacht

Königin der Nacht

Lukas Bärfuss

Nach "Vaters  Kiste" wendet sich Lukas Bärfuss nun in einem bewegenden autobiografischen Essay dem Leben seiner Mutter zu.

Eine kleine Stadt in der Schweiz. Ein Haushalt mit einer Frau und ihrem Sohn. Es gibt keinen Mann, es gibt Männer. Und an Geld herrscht immer Mangel, an Zärtlichkeit erst recht.

Die Mutter von Lukas Bärfuss war eine Frau ohne Bildung und ohne Perspektiven, dafür mit einem unstillbaren Freiheitsverlangen. Das Kind sah sie als Fessel, sie hatte sich dieses Leben nicht ausgesucht. Eine Rabenmutter, so nannte sie sich selbst; ihr Sohn landete auf der Strasse. Sie hatte nur die Waffe der Ohnmächtigen, das böse Maul. Und im Alter blieb ihr kein anderer Ausweg als die Armutsmigration in die Dominikanische Republik, aus einem der wohlhabendsten Länder der Welt, in dem der Lebensabend unerschwinglich für sie war.

Der Sohn musste sich früh in der Kunst üben, seine Mutter zu überleben. Und in der Rückschau stellt er sich die Frage, wo in einem elenden Leben die persönliche Verantwortung aufhört und die einer ganzen Gesellschaft beginnt. Ein aufrüttelndes Buch, für Leserinnen und Leser von Edouard Louis und Annie Ernaux.

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Buch (Gebundene Ausgabe)

Fr. 33.90

Über den Autor

Lukas Bärfuss (*1971 in Thun) ist Dramatiker, Romancier und Publizist. Seine Stücke werden weltweit gespielt, die Romane sind in 20 Sprachen übersetzt.

 

Er wurde u. a. mit dem Schweizer Buchpreis (2014) und dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.

 

Er lebt in Zürich. Zuletzt erschienen: «Die Krume Brot» (2023).


Produktbild Hauptsache kein Zeitgeist

Hauptsache kein Zeitgeist

Hayat Erdoğan

Ein Mädchen lernt auf einer Trommel den Takt der türkischen Nationalhymne. Jahre später steht ihre Mutter vor der Tür und zieht sie an der Hand zurück nach Deutschland. Noch einmal Jahre später wird sie verlassen von einem Mann, den sie »Niemand« nennt, die Sehnsucht nach Niemand wird sie nicht mehr los. Alles, nur nicht zynisch werden. 

In Hauptsache kein Zeitgeist breitet sich in aufregenden 24 Stunden die Gegenwart vor uns aus wie ein gewebter Teppich. Die Heldin des Romans ist eine Kosmopolitin und eine Migrantin. Sie übt sich in Affirmation und Meditation, bildet sich autodidaktisch in Sozialphilosophie und rollt auf einer Konferenz die Augen über die tristen Tropen der Wissenschaftler. Reist nach Triest und lernt John kennen, reist in die Vergangenheit und lernt sich selbst kennen. Will nicht modern sein und ist es doch. 

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Buch (Gebundene Ausgabe)

Fr. 34.90

Über die Autorin

Hayat Erdoğan (*1981) ist Dramaturgin, Dozentin und Autorin.

 

Von 2019 bis 2025 war sie Co-Direktorin am Theater Neumarkt Zürich, wo sie künstlerische Konzepte, Stücke und Festivals in multidisziplinären und internationalen Teams entwickelte. 

 

Sie lehrt an der Zürcher Hochschule der Künste. Die Autorin lebt in Zürich. «Hauptsache kein Zeitgeist» ist ihr Debütroman.


Produktbild Die Auster

Die Auster

Yael Inokai

Ein Luxuskaufhaus, ein toter Geschäftsführer und eine treue Reinigungskraft, die mehr Geheimnisse hütet, als sie preisgibt: »›Die Auster‹ liest sich wie ein echter Klassiker und ist zugleich auf beunruhigende Weise aktuell.« (Stefanie De Velasco)Der Geschäftsführer eines legendären Kaufhauses wird ermordet aufgefunden. Doch bis die Polizei am Tatort eintrifft, hat Leonora Bloch alle Spuren beseitigt, so diskret und gründlich, wie sie schon seit 45 Jahren als Reinigungskraft bei Dr. Bronstett jeder Form von Unordnung begegnet. Als die Ermittlungen in die Austernbar in der fünften Etage führen, ist man schon mittendrin im Mikrokosmos dieses Kaufhauses, das von der paradoxen Sehnsucht nach vergangener Pracht und erschwinglichem Luxus lebt. Und niemand scheint sich in dieser Welt, wo Glanz und Elend, Armut und Reichtum so entwaffnend aufeinandertreffen, besser auszukennen als die 73-jährige Leonora. Doch kennt sie wirklich alle Geheimnisse und welche hütet sie selbst?Die gefeierte Stilistin Yael Inokai inszeniert eine Kriminalgeschichte, die ein feingefügtes Netz menschlicher Schicksale birgt.
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Buch (Gebundene Ausgabe)

Fr. 34.90

Über die Autorin

Yael Inokai (*1989 in Basel) ist Autorin mehrerer Romane und war Redaktionsmitglied der Zeitschrift «PS: Politisch Schreiben» und Co-Leiterin der Prosawerkstatt am Literarischen Colloquium Berlin.

 

Sie wurde u. a. mit dem Schweizer Literaturpreis und dem Clemens-Brentano-Preis ausgezeichnet.

 

Sie lebt in Berlin. Zuletzt erschienen: «Ein simpler Eingriff» (2022).


Produktbild Das große Eis

Das große Eis

Sonja Sophie Kreis

Annas Bruder lebt zurückgezogen auf Grönland, und schon immer haben den älteren Alex nur Eis und Einsamkeit fasziniert. Nach dem Tod der Eltern will Anna ihm ein Gemälde bringen, das einzige aus dem Familienhaus am Rebberg, das Alex liebte. Während Anna in der Arktis mit ihren tausend Arten von Weiss nach ihm sucht, brechen alle Geheimnisse der Familie ans Licht, einer fast normalen deutsch-schweizer Familie, die am Bodensee wie fern von den Zeitläuften lebte. Und trotzdem griffen Kriege und Verwerfungen heftig in ihr Leben.

Da ist die Geschichte des befreundeten Malers Otto Marquard, der Verfolgten zur Flucht verhalf und selbst verhaftet wurde. Der Grossvater Josef, der «Wunderdoktor», der das Eisbaden übertrieb. Und nicht zuletzt die Liebesheirat von Annas deutscher Mutter mit dem schönen Schweizer Paul – aus der ein grosses, stilles Drama der Fremdheit wurde. Während Anna alles erzählt, die guten und schlimmen Stunden, die Wunden und Schmerzen, entdeckt sie aber auch die heilende Kraft von Schönheit und Nähe, die trotz allem immer da waren. Und kann das zersplitterte Familienbild neu zusammensetzen.

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Buch (Gebundene Ausgabe)

Fr. 36.90

Über die Autorin

Sonja Sophie Kreis (*1963 am Bodensee) arbeitet als bildende Künstlerin und lehrt Kunst und Kunstgeschichte.

 

Ihre Arbeit führte sie u. a. nach Skagaströnd (Island) und Ilulissat (Grönland).

 

Sie hat Erzählungen und Kurzgeschichten veröffentlicht. «Das grosse Eis» ist ihr erster Roman. Sonja Sophie Kreis lebt in Zürich.


Produktbild Unwucht

Unwucht

Sarah Elena Müller

Alice wartet. Sie wartet auf Rio, einen Anruf, eine Erklärung, wo er ist, mal geht sie ihn suchen, mal setzt sie sich in ihr rostiges Auto, um selbst zu verschwinden. Das Kunststudium, in dem sie sich kennengelernt haben, ist lange her, der Erfolg ausgeblieben. Rio verliert sich in kleinkriminellen Machenschaften rund um seine Drogensucht, Deal um Deal hält ihn der Stoff auf Trab. Alice jobbt als Kellnerin, klammert sich an unfertige Liebeslieder und verteidigt mit ihrem schwächelnden Fiat den letzten Rest Fassade zwischen Bruchbuden und Raves, Gefängnis und Sozialamt. Die Wende wird erst möglich, als Freundinnen einschreiten.
Sieben Jahre später steht Alice vor Rios Tür, um mit ihm über damals zu reden. Sie arbeitet an einem Roman, will ihre Geschichte verstehen. Aber die Erinnerung bleibt unzuverlässig, und Rio hadert mit der Deutungsmacht der Erzählerin. Alice weicht in die Erfindung aus, doch auch dort lauern die alten Untiefen ihrer Beziehung.
Erstaunlich leicht und mit hintersinnigem Humor erzählt Sarah Elena Müller von dieser heillosen Liebe und der Macht und Ohnmacht des Erzählens.
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eBook (ePUB 3)

Fr. 25.00

Über die Autorin

Sarah Elena Müller (*1990 in Amden SG) ist seit ihrem Abschluss in Fine Arts an der Hochschule der Künste Bern spartenübergreifend in den Bereichen Literatur, Musik, Virtual Reality, Hörspiel und Theater tätig.

 

2023 wurde sie mit dem Literaturpreis des Kantons Bern ausgezeichnet. Zuletzt erschienen: «Bild ohne Mädchen» (2023).


Nehmen Sie an Leserunden zu den nominierten Büchern teil

Wir laden Sie ein, die nominierten Bücher auf ganz besondere Art und Weise zu entdecken. In unserer Lese-Community Book Circle finden digitale Leserunden zu allen fünf nominierten Büchern statt. Seien Sie mit dabei – das geht ganz einfach. Wählen Sie im Book Circle einen der nominierten Titel, erhalten Sie mit etwas Glück ein kostenfreies Exemplar zugeschickt, und lesen Sie das Buch gemeinsam mit anderen Lesebegeisterten aus der ganzen Schweiz. Während einem Zeitraum von 3 Wochen können Sie sich mit anderen Leserinnen und Lesern schriftlich über das Buch austauschen – eine spannende und aussergewöhnliche Lese-Erfahrung!  

Die erste exklusive Veranstaltung bei Orell Füssli

Die Preisverleihung des Schweizer Buchpreises findet am Sonntag, 15. November 2026 statt. Am 17. November 2026 dürfen wir die frisch gekürte Gewinnerin oder den frisch gekürten Gewinner zur ersten offiziellen Lesung bei Orell Füssli Winterthur begrüssen. Sichern Sie sich bereits jetzt Tickets für die Veranstaltung.

Was ist der Schweizer Buchpreis?

Der Schweizer Buchpreis ist einer der bedeutendsten Literaturpreise der Schweiz. Er wird seit 2008 jährlich für das beste deutschsprachige erzählerische oder essayistische Werk von Schweizer Autor:innen oder in der Schweiz lebenden Autor:innen vergeben. Träger des Preises sind der Verein LiteraturBasel und der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband (SBVV).

Wer hat den Schweizer Buchpreis 2025 gewonnen?

Den Schweizer Buchpreis 2025 gewann Dorothee Elmiger für ihren Roman «Die Holländerinnen», erschienen im Carl Hanser Verlag.

Wie hoch ist das Preisgeld für den Schweizer Buchpreis?

Der Schweizer Buchpreis ist mit insgesamt CHF 42'000 dotiert. Die Gewinnerin oder der Gewinner erhält CHF 30'000, die vier weiteren nominierten Autor:innen je CHF 3'000.

Wann wird der Schweizer Buchpreis vergeben?

Der Schweizer Buchpreis wird jedes Jahr im November im Rahmen des Literaturfestivals BuchBasel verliehen. Die Verleihung 2026 findet am Sonntag, 15. November 2026, im Theater Basel statt.

Wer ist für den Schweizer Buchpreis 2026 nominiert?

Für den Schweizer Buchpreis 2026 sind fünf Autor:innen nominiert: Lukas Bärfuss («Königin der Nacht»), Hayat Erdoğan («Hauptsache kein Zeitgeist»), Yael Inokai («Die Auster»), Sonja Sophie Kreis («Das grosse Eis») und Sarah Elena Müller («Unwucht»).

Gibt es eine Longlist für den Schweizer Buchpreis?

Im Gegensatz zum Deutschen Buchpreis gibt es beim Schweizer Buchpreis keine separate Longlist. Stattdessen wählt eine Fachjury direkt aus allen eingereichten Titeln die fünf Nominierten für die Shortlist aus.

Wer entscheidet über den Schweizer Buchpreis?

Über die Vergabe des Schweizer Buchpreises entscheidet eine unabhängige Fachjury, die sich aus Literaturkritiker:innen und -expert:innen zusammensetzt und jedes Jahr neu besetzt wird.

Schweizer Buchpreis: Hintergrund und Tradition

Der Schweizer Buchpreis zählt seit seiner ersten Vergabe im Jahr 2008 zu den wichtigsten literarischen Auszeichnungen der Schweiz. Getragen wird er vom Verein LiteraturBasel und dem Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband (SBVV). Verliehen wird er jährlich im Rahmen des Literaturfestivals BuchBasel.

 

Das Auswahlverfahren 

Anders als beim Deutschen Buchpreis gibt es beim Schweizer Buchpreis keine öffentlich bekannte Longlist. Eine unabhängige Fachjury sichtet alle eingereichten Werke – zuletzt waren es über 90 Titel verschiedener Verlage – und wählt direkt die fünf Nominierten für die Shortlist aus.

 

Schweizer Literatur im internationalen Vergleich

Mehrfach haben Schweizer Autorinnen sowohl den Deutschen als auch den Schweizer Buchpreis in ein und demselben Jahr gewonnen – zuletzt Dorothee Elmiger (2025), davor Kim de l'Horizon (2022) und Melinda Nadj Abonji (2010). Dies unterstreicht die internationale Anerkennung der Literaturszene der Deutschschweiz.

 

Bisherige Preisträger:innen 

Zu den bisherigen Gewinnerinnen und Gewinnern, die bisher am bekanntesten sind, zählen Kim de l'Horizon („Blutbuch”, 2022), Lukas Bärfuss („Koala”, 2014) und Christian Kracht („Die Toten”, 2016). Dies ist ein Zeichen für die literarische Bandbreite, die der Preis über die Jahre ausgezeichnet hat.

 

Orell Füssli als Goldsponsor 

Als Goldsponsor unterstützt Orell Füssli den Schweizer Buchpreis seit Jahren und engagiert sich damit aktiv für die Förderung der Schweizer Literatur.