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Robert Seethaler

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Beschreibung

Wenn die Toten auf ihr Leben zurückblicken könnten, wovon würden sie erzählen?
Was bleibt von einem Leben? Eine Geschichte? Die Erinnerung an einen Moment, an ein bestimmtes Gefühl? Einer wurde geboren, verfiel dem Glücksspiel und starb. Eine denkt daran, dass ihr Mann das ganze Leben lang ihre Hand in seiner gehalten hat. Einer hat nun verstanden, in welchem Moment sich sein Leben entschied. Und eine hatte viele Männer, doch nur einen hat sie geliebt. Dabei war er gar nichts Besonderes, aber sie hat ihn geliebt, sie weiss nicht, warum – und gerade das ist ihr grösstes Glück.
Ein Hörbuch der Menschenleben, jedes ganz anders, jedes mit anderen verbunden. Sie fügen sich zur Geschichte einer kleinen Stadt und zu einem Bild menschlicher Koexistenz.

Robert Seethaler, 1966 in Wien geboren, gehört zu den erfolgreichsten deutschen Autoren. Zuletzt erschien "Ein ganzes Leben" (2014), ausgezeichnet mit dem Grimmelshausen-Preis und auf der Shortlist für den Man Booker International Prize. Zahlreiche weitere Stipendien und Preise, auch für seine Drehbücher.

Robert Seethaler, 1966 in Wien geboren, gehört zu den erfolgreichsten deutschen Autoren. Zuletzt erschien "Ein ganzes Leben" (2014), ausgezeichnet mit dem Grimmelshausen-Preis und auf der Shortlist für den Man Booker International Prize. Zahlreiche weitere Stipendien und Preise, auch für seine Drehbücher.

Produktdetails

Medium CD
Sprecher Robert Seethaler
Spieldauer 322 Minuten
Erscheinungsdatum 08.06.2018
Verlag Tacheles!
Sprache Deutsch
EAN 9783864845031

Kundenbewertungen

Durchschnitt
78 Bewertungen
Übersicht
56
12
8
2
0

von einer Kundin/einem Kunden am 21.06.2020
Bewertet: anderes Format

Klug komponierter Erzählungsband, bei dem die Verstorbenen einer Kleinstadt nacheinander ihre Lebensgeschichte erzählen. Natürlich sind die Lebensläufe miteinander verwoben. Originelle Art, kleinstädtisches Leben zu porträtieren!

Ein komplexes, schwer greifbares Buch
von das_lese_wesen am 19.04.2020
Bewertet: Einband: Klappenbroschur

Es ist das Porträt einer Kleinstadt, das sich aus der Sicht der verstorbenen Bewohner nach und nach zusammensetzt. In 29 Erzählungen lässt Seethaler verschiedene Personen zu Wort kommen. Ein Bürgermeister, der durch krumme Geschäfte versucht, seiner Stadt etwas Gutes zu tun. Ein Pfarrer, der aus lauter Verzweiflung die Kirche ab... Es ist das Porträt einer Kleinstadt, das sich aus der Sicht der verstorbenen Bewohner nach und nach zusammensetzt. In 29 Erzählungen lässt Seethaler verschiedene Personen zu Wort kommen. Ein Bürgermeister, der durch krumme Geschäfte versucht, seiner Stadt etwas Gutes zu tun. Ein Pfarrer, der aus lauter Verzweiflung die Kirche abfackelt. Um zwei Beispiele zu nennen. Der Leser wird zum Zuhörer. Dieser Lebensgeschichten, Beichten, Erfahrungen. Dieser einzelnen Schicksale. Sie sind zum Teil beiläufig, skurril und dramatisch. Wir werden Zeugen unterschiedlicher Todesarten: Suizid, Unfalltod, schwere Krankheiten. Wir lernen diese kleine Stadt in ihren unterschiedlichen Facetten kennen. Ob es am Ende ein schlüssiges Gesamtbild gibt? Eher nicht. Aber das scheint auch nicht die Intention dieses Romans gewesen zu sein. Für mich bleibt Paulstadt blass. Der Roman extrem komplex und sehr herausfordernd. Sprachlich kann Robert Seethaler voll überzeugend. Und auch die Idee des Buches ist beeindruckend. Über die Umsetzung lässt sich streiten. Mich hat es nicht gepackt. Vielleicht auch deshalb, weil meine Erwartungen zu hoch waren. Einzelne Geschichten sind berührend, verleiten zum Nachdenken. Andere sind überflüssig und schwer nachvollziehbar. Zumindest für mich. Schaut doch gerne mal auf unserem Instagram-Blog (das_lese_wesen ) vorbei

Hier reden die Toten: mit sich selbst, miteinander, mit uns
von einer Kundin/einem Kunden am 11.04.2020
Bewertet: Einband: Klappenbroschur

Mal angenommen die Toten könnten reden, könnten eine Verbindung mit uns aufnehmen und sich uns mitteilen, was hätten sie uns wohl zu sagen? Würden sie sich beschweren? Würden sie uns Ratschläge für unser Leben geben? Oder würden sie die Dinge wieder gerade rücken, die zu ihren Lebzeiten schief gelaufen sind? Theoretisch ist die ... Mal angenommen die Toten könnten reden, könnten eine Verbindung mit uns aufnehmen und sich uns mitteilen, was hätten sie uns wohl zu sagen? Würden sie sich beschweren? Würden sie uns Ratschläge für unser Leben geben? Oder würden sie die Dinge wieder gerade rücken, die zu ihren Lebzeiten schief gelaufen sind? Theoretisch ist die Beantwortung dieser Fragen natürlich unmöglich, denn wer tot ist, ist tot, der hat keine Stimme. Und dennoch ist diese Vorstellung dass es möglich wäre, eine reizvolle und äußerst spannende Vision. In seinem Roman ‘Das Feld‘ hat Robert Seethaler genau das versucht. Er gab den auf einem kleinstädtischen Friedhof Begrabenen eine Stimme, hat die Toten kommunikativ auferstehen lassen. Er lässt sie ihre Lebensgeschichten erzählen, lässt sie reden: mit uns, mit sich selbst und miteinander. Dabei beichten sie Verfehlungen und Fehltritte, sagen das, was zu Lebzeiten unsagbar war und bringen endlich all ihre Geheimnisse ans Licht, die sie mit ins Grab genommen haben. Und diese sind unendlich zahlreich. Wie die Frau, die unzählige Männer hatte und doch nur einen wirklich geliebt hat. Oder der Mann, der Leben und Geld dem Glücksspiel widmete, alles verloren hat und mutterseelenallein starb. Doch niemand ist alleine tot, alle sind sie miteinander verbunden. Die Idee die Toten reden zu lassen, verspricht eine sehr tiefgründige Lektüre, die Umsetzung entpuppt sich jedoch als Enttäuschung. ‘Das Feld‘ mangelt es an vielem, was Seethalers Erzählkunst sonst auszeichnet. So fehlt dem Buch eine zusammenhängende Handlung, es ist mehr eine Kurzgeschichten(an)sammlung als Roman. Und so reiht sich eine Lebensgeschichte an die andere, ohne dass dabei etwas großes Ganzes entsteht. Zwar stehen die zu Wort kommenden fast ausnahmslos in Verbindungen zueinander, doch die Mehrzahl der Zusammenhänge wirkt konstruiert – was wiederum dazu führt, dass die vielen Protagonist*innen für Seethalers Verhältnisse seltsam charakterschwach bleiben, ja geradezu oberflächlich und hölzern anmuten. Zweifellos gehört Robert Seethaler zu den größten und talentiertesten Erzählern der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Er lässt selbst die einfachsten Leben groß und sinnerfüllt erscheinen, man denke nur an seine faszinierenden Werke ‘Ein ganzes Leben‘ und ‘Der Trafikant‘. In diesem Roman gelingt ihm das nicht, trotz einer immens fruchtbaren Idee. Und so ist ‘Das Feld‘ Seethalers bisher schwächstes Werk, dessen Lektüre trotzdem keine vergeudete Zeit ist.

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