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Die Hauptstadt

Roman. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2017


In seinem grossen europäischen Roman spannt Robert Menasse einen weiten Bogen zwischen den Zeiten, den Nationen, dem Unausweichlichen und der Ironie des Schicksals, zwischen kleinlicher Bürokratie und grossen Gefühlen.

Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europäischen Kommission, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der Kommission aufpolieren. Aber wie? Sie beauftragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln. Die Idee nimmt Gestalt an – die Gestalt eines Gespensts aus der Geschichte, das für Unruhe in den EU-Institutionen sorgt. David de Vriend dämmert in einem Altenheim gegenüber dem Brüsseler Friedhof seinem Tod entgegen. Als Kind ist er von einem Deportationszug gesprungen, der seine Eltern in den Tod führte. Nun soll er bezeugen, was er im Begriff ist zu vergessen. Auch Kommissar Brunfaut steht vor einer schwierigen Aufgabe. Er muss aus politischen Gründen einen Mordfall auf sich beruhen lassen - »zu den Akten legen« wäre zu viel gesagt, denn die sind unauffindbar.

Rezension
"Das ist ein elegant geschriebener, fabelhaft gebauter, pointen- und gedankenreicher Roman."
Andreas Isenschmid, DIE ZEIT 07.09.2017
Portrait
Menasse, Robert
Robert Menasse wurde 1954 in Wien geboren und ist auch dort aufgewachsen. Er studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina und promovierte im Jahr 1980 mit einer Arbeit über den »Typus des Aussenseiters im Literaturbetrieb«. Menasse lehrte anschliessend sechs Jahre - zunächst als Lektor für österreichische Literatur, dann als Gastdozent am Institut für Literaturtheorie - an der Universität São Paulo. Dort hielt er vor allem Lehrveranstaltungen über philosophische und ästhetische Theorien ab, u.a. über: Hegel, Lukács, Benjamin und Adorno. Seit seiner Rückkehr aus Brasilien 1988 lebt Robert Menasse als Literat und kulturkritischer Essayist hauptsächlich in Wien.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 459
Erscheinungsdatum 02.10.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-46920-0
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 18.8/11.6/3.8 cm
Gewicht 425 g
Auflage 1
Verkaufsrang 3330
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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Die EU. Institution voller Gegensätze - und trotzdem unglaublich wichtig.
von einer Kundin/einem Kunden am 19.06.2019

Die EU. Wir hassen sie und wir schätzen sie. Wir wollen sie nicht und können doch nicht ohne sie. Genau dieser Gegensätze bedient sich Robert Menasse in seinem prämierten Roman und liefert dem Leser ein unterhaltsames Sittengemälde unserer Zeit. Eine absurde Story voller Witz, kleiner Bosheiten und einer wichtigen Erkenntnis: ... Die EU. Wir hassen sie und wir schätzen sie. Wir wollen sie nicht und können doch nicht ohne sie. Genau dieser Gegensätze bedient sich Robert Menasse in seinem prämierten Roman und liefert dem Leser ein unterhaltsames Sittengemälde unserer Zeit. Eine absurde Story voller Witz, kleiner Bosheiten und einer wichtigen Erkenntnis: aller Schwächen zum Trotz ist es gut, dass es das gemeinsame Europa gibt.

Ein Schwein durch die Straßen
von einer Kundin/einem Kunden aus Bonn am 18.03.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Dieses Werk liefert ein mosaikartiges Gesamtbild der europäischen "Hauptstadt" Brüssel im Jahre von 2015 mit Episoden verschiedener Personen, das einerseits die Arbeitsweisen und die Intrigen der Brüsseler Bürokratie erhellt, andererseits von verschiedenen Ereignissen der Stadt wie Mord, Terroranschlag etc, in den persönlichen E... Dieses Werk liefert ein mosaikartiges Gesamtbild der europäischen "Hauptstadt" Brüssel im Jahre von 2015 mit Episoden verschiedener Personen, das einerseits die Arbeitsweisen und die Intrigen der Brüsseler Bürokratie erhellt, andererseits von verschiedenen Ereignissen der Stadt wie Mord, Terroranschlag etc, in den persönlichen Episoden integriert berichtet. Es gibt auch einen Denkanstoß über das Grundideal des Projekts "Europa" und dessen Zukunft. Hier werden durchaus ernste Themen aufgegriffen, jedoch werden sie mit einem durch die Brüsseler Innenstadt herumlaufenden unbekannten Schweins gelockert, um eine humorvolle Note ergänzt.

Absurd und doch entlarvend
von einer Kundin/einem Kunden am 14.01.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Angepriesen als "der große europäische Roman" hat "Die Hauptstadt" von Robert Menasse einiges zu erfüllen, und im Wesentlichen tut es das. Die politische Landschaft in Brüssel ist multikulturell geprägt, und hinter den politischen Fassaden verstecken sich Menschen wider Willen. Vielleicht mag der Panorama-Blick manchmal den Foc... Angepriesen als "der große europäische Roman" hat "Die Hauptstadt" von Robert Menasse einiges zu erfüllen, und im Wesentlichen tut es das. Die politische Landschaft in Brüssel ist multikulturell geprägt, und hinter den politischen Fassaden verstecken sich Menschen wider Willen. Vielleicht mag der Panorama-Blick manchmal den Focus vermissen lassen, da es ein beständiges Jonglieren mit Handlungsbällen ist und der Leser aufpassen muss, keinen davon aus den Augen zu verlieren. Auch erfährt nicht jede der zentralen Figuren genug menschlichen Tiefgang, um sich mit wirklichem Interesse auf sie einzulassen - ganz vorn dabei Fenia Xenopoulou - und wenn allgemein die männlichen Figuren ausgefeilter wirken als die weiblichen, ist das nicht unbedingt lobenswert. Dafür zeigt das Schwein (oder Plural?), wie weit sich die Gesellschaft entfernt hat von Eugene Ionesco bahnbrechendem Theaterstück "Die Nashörner", in dem die titelgebenden Tiere Auswuchs eines existenziellen Problems sind, während "Die Hauptstadt" das Tierproblem eher bürokratisiert. Generell ist die Nähe zum Absurden der große Pluspunkt des Romans. Eine schlechte Idee wird einander so lang als gute Idee verkauft, dass sie irgendwann einfach nicht mehr aufhaltbar ist, und keiner will die Verantwortung übernehmen. Es ist leicht, das auf der politischen Ebene durchzuspielen - aber war nicht jeder im Privatleben auch schon einmal in solch einer Situation? Die EU also als Metapher für das wirkliche Leben? Vermutlich ist es nicht so gemeint - aber einer der lesenswertesten Gewinner des Deutschen Buchpreises ist "Die Hauptstadt" fraglos!