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Alle, außer mir

Kennen Sie Ihren Vater? Wissen Sie, wer er wirklich ist? Kennen Sie seine Vergangenheit? Die vierzigjährige Lehrerin Ilaria hätte diese Fragen wohl mit »ja« beantwortet, und auch ihre Angehörigen glaubte sie zu kennen – bis eines Tages ein junger Afrikaner auf dem Treppenabsatz vor ihrer Wohnung in Rom sitzt und behauptet, mit ihr verwandt zu sein. In seinem Ausweis steht: Attilio Profeti, das ist der Name ihres Vaters … Der aber ist zu alt, um noch Auskunft zu geben.
Hier beginnt Ilarias Entdeckungsreise, von hier aus entfaltet Francesca Melandri eine schier unglaubliche Familiengeschichte über drei Generationen und ein schonungsloses Porträt der italienischen Gesellschaft. Und sie holt die bisher verdrängte italienische Kolonialgeschichte des 20. Jahrhunderts in die Literatur: die Verbindungen Italiens nach Äthiopien und Eritrea bis hin zu den gegenwärtigen politischen Konflikten verknüpft Melandri mit dem Schicksal der heutigen Geflüchteten – und stellt die Schlüsselfragen unserer Zeit: Was bedeutet es, zufällig im »richtigen« Land geboren zu sein, und wie entstehen Nähe und das Gefühl von Zugehörigkeit?
Portrait
Francesca Melandri, geboren in Rom, hat sich in Italien zunächst als Autorin von Drehbüchern wichtiger Kino- und Fernsehfilme einen Namen gemacht (u. a. »Prinzessin Fantaghirò«). Mit ihrem ersten Roman »Eva schläft« wurde sie auch einem breiten deutschsprachigen Lesepublikum bekannt. Ihr zweiter Roman »Über Meereshöhe« wurde von der italienischen Kritik als Meisterwerk gefeiert. Ihr drittes Buch »Alle, ausser mir« wurde für den Premio Strega nominiert.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 608
Erscheinungsdatum 21.06.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8031-3296-3
Reihe Quartbuch
Verlag Wagenbach, K
Maße (L/B/H) 22.1/14.7/4.1 cm
Gewicht 804 g
Originaltitel Sangue giusto
Übersetzer Esther Hansen
Verkaufsrang 1095
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Wenn die Vergangenheit in die Gegenwart ragt
von einer Kundin/einem Kunden am 29.11.2019

Man kann nicht alles von seinen Eltern wissen. Und gewöhnlich will man es auch nicht. Mitunter passiert es jedoch, dass man keine andere Wahl mehr hat. Attilio Profeti, der ins demenzbedingte Vergessen absinkende Familienpatriarch, hatte zeit seines Lebens ein Mantra in petto, das ihn in schwierigen Situationen davor bewahrte, d... Man kann nicht alles von seinen Eltern wissen. Und gewöhnlich will man es auch nicht. Mitunter passiert es jedoch, dass man keine andere Wahl mehr hat. Attilio Profeti, der ins demenzbedingte Vergessen absinkende Familienpatriarch, hatte zeit seines Lebens ein Mantra in petto, das ihn in schwierigen Situationen davor bewahrte, der Wirklichkeit ins Auge zu sehen. Ob als Kind am offenen Sarg seiner Großmutter oder in der Zeit des faschistischen Kolonialismus bei grausamen Massakern in Äthiopien: Alle, außer mir. Aufgewachsen in der Selbstgewissheit eines vom Glück gesegneten Schönlings, ist er sich sicher, dass es die anderen trifft und niemals ihn. Vor der Tür seiner Tochter Ilaria steht im Jahr 2010 ein junger Mann aus Äthiopien, der behauptet, Profetis Enkel zu sein. Er trägt sogar in Teilen dessen Namen: Shimeta Ietmgeta Attilaprofeti. Die Ankunft des Flüchtlings in Rom bildet den Ausgangspunkt von Melandris groß angelegtem Panorama nicht nur der Familie Profeti, sondern auch der italienischen Geschichte und Gesellschaft. In beeindruckender Genauigkeit und kompromissloser Schärfe entfaltet der Roman die Entwicklung des faschistischen Kolonialismus in Italien unter der Regie Mussolinis. Alle, außer mir ist brillant geschrieben und streckenweise in der Beschreibung von Massakern, Gewalt, Doppelmoral und Flucht fast schmerzhaft explizit. "Alle außer mir" ist ein Hybrid aus Familiengeschichte, Historienroman und scharfer Gegenwartsanalyse eines Landes, das die koloniale Vergangenheit und den Faschismus als Fremdkörper betrachtet, die von Einzelnen in ein Volk der Helden und Widerstandskämpfer eingeschleppt wurden.

Neue Einblicke
von einer Kundin/einem Kunden aus Rütihof am 15.09.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Melandri bringt romanhaft sehr wichtige Ereignise näher, die von der hiesigen Geschichtsschreibung mehr als kümmerlich behandelt werden. Sie hat sehr gut recherchiert und Historisches sehr gut mit dem Romanhaften verbunden. Durch die Einbettung der historischen Ereignisse in die Unmittelbarkeit einer zerrissenen und vom Geschehe... Melandri bringt romanhaft sehr wichtige Ereignise näher, die von der hiesigen Geschichtsschreibung mehr als kümmerlich behandelt werden. Sie hat sehr gut recherchiert und Historisches sehr gut mit dem Romanhaften verbunden. Durch die Einbettung der historischen Ereignisse in die Unmittelbarkeit einer zerrissenen und vom Geschehenen geprägten Familie gelingt es ihr, das, was sie sagen will, anschaulich und nacherlebbar den Lesenden näherzubringen. Gelegentlich wirkt der Text etwas ausufernd. Je weiter hinten im Buch, desto weniger hat man diesen Eindruck.

Einfach großartig!
von einer Kundin/einem Kunden am 29.06.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

"Alle außer mir" ist eine literarisch wunderschön erzählte Geschichte einer römischen Familie, die ihren Anfang zur Zeit der Italienischen Kolonialzeit in Äthiopien hat. Ich muss gestehen, ich war einfach nur über mich selbst und mein Unwissen verblüfft und auch verärgert, welche Gräueltaten unter Benito Mussolini in Äthiopien ... "Alle außer mir" ist eine literarisch wunderschön erzählte Geschichte einer römischen Familie, die ihren Anfang zur Zeit der Italienischen Kolonialzeit in Äthiopien hat. Ich muss gestehen, ich war einfach nur über mich selbst und mein Unwissen verblüfft und auch verärgert, welche Gräueltaten unter Benito Mussolini in Äthiopien angerichtet wurden. Ich konnte das Buch einfach kaum aus er Hand legen! Der Roman ist einfach großartig und meine absolute Empfehlung für alle geschichtlich interessierten Leser!