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Sonnenfinsternis

Roman. Nach dem deutschen Originalmanuskript

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Rubaschow, Mitglied der "alten Garde" eines revolutionären Staates, wird eines Nachts im eigenen Land und im Auftrag der eigenen Partei verhaftet. Der einstige Volkskommissar bleibt zwar auch in der Gefängniszelle seinen politischen Grundsätzen treu, allmählich wird ihm aber bewusst, welche Schuld er im Dienste der Weltrevolution auf sich geladen haben könnte und dass der Zweck womöglich nicht jedes Mittel heiligt. Um moralische Kategorien geht es seinen innerparteilichen Gegnern allerdings nicht: Angeklagt wegen oppositioneller Gesinnung und Verschwörung, widersetzt Rubaschow sich zunächst den haltlosen Vorwürfen, bis sein Widerstand in unbarmherzigen Verhören gebrochen wird. - "Sonnenfinsternis", Koestlers Abrechnung mit dem Stalinismus und jeder Form von politischem Totalitarismus, wurde in über dreissig Sprachen übersetzt und gilt als einer der bedeutendsten politischen Romane des 20. Jahrhunderts. Die bisher bekannte Fasung war eine - von Koestler selbst durchgeführte - Rückübersetzung aus dem Englischen, da das deutsche Originalmanuskript im Zweiten Weltkrieg verloren gegangen war. 2015 wurde das verschollene Original in einer Bibliothek in der Schweiz entdeckt; diese Ausgabe präsentiert erstmals Koestlers deutsche Originalfassung.
Portrait
Arthur Koestler, geboren am 5. September 1905 in Budapest, gestorben am 3. März 1983 in London. Schulbesuch in Budapest und Baden bei Wien, 1922 Beginn eines Maschinenbaustudiums. 1927 Ullstein-Korrespondent in Palästina, anschliessend als Journalist in Paris und Berlin. 1931 Eintritt in die Kommunistische Partei und einjährige Reise durch die Sowjetunion; im Spanischen Bürgerkrieg 1937 festgenommen und zum Tode verurteilt. 1938 unter dem Eindruck der Moskauer Prozesse Austritt aus der KP. 1939 in Frankreich interniert; Flucht nach England. In den fünfziger Jahren Rückzug aus dem politischen Journalismus und Beschränkung auf literarische Arbeiten und wissenschaftliche Publizistik. Suizid angesichts einer unheilbaren Erkrankung. - Arthur Koestler zählte zu den politisch einflussreichsten europäischen Journalisten seiner Zeit. Seinen internationalen Rang als Schriftsteller begründete der Roman "Sonnenfinsternis", eine Abrechnung mit dem totalitären Kommunismus und nach wie vor eines der grundlegenden Werke der politischen Literatur des 20. Jahrhunderts.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 254 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 20.06.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783939483441
Verlag Elsinor Verlag
Dateigröße 906 KB
Verkaufsrang 24733
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Kundenbewertungen

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von einer Kundin/einem Kunden am 29.09.2018
Bewertet: anderes Format

Die Ausgabe ist eine sprachliche Sensation - der Klassiker liegt hier erstmals im deutschen Originalmanuskript vor (davor stets als Rückübersetzung aus dem Französischen). Lesen!

von einer Kundin/einem Kunden am 10.09.2018
Bewertet: anderes Format

Ein Roman über eine finstere Zeit. Hier sieht man, wie Menschen, die vorher noch felsenfest in ihrer Ideologie verhaftet waren, an sich zweifeln und schließlich gebrochen werden.

Abrechnung mit Stalin
von einer Kundin/einem Kunden am 21.02.2012
Bewertet: Kunststoff-Einband

Mit diesem Roman rechnet Koestler in einer sehr deutlichen Sprache mit dem Stalinismus und damit verbunden mit jeglicher Form vonTotalitarismus ab Seine Hauptperson, Rubaschow, hohes Mitglied in einem bestimmten revolutionären Staat, wird verhaftet. Und das im Namen der eigenen Partei, sogar von seinen ehemaligen Genossen wegen... Mit diesem Roman rechnet Koestler in einer sehr deutlichen Sprache mit dem Stalinismus und damit verbunden mit jeglicher Form vonTotalitarismus ab Seine Hauptperson, Rubaschow, hohes Mitglied in einem bestimmten revolutionären Staat, wird verhaftet. Und das im Namen der eigenen Partei, sogar von seinen ehemaligen Genossen wegen angeblicher oppositioneller Verschwörung. In den inzwischen bei uns bekannten Verhörmethoden versucht sich Rubaschow zuerst noch zu wehren, doch nach mehrmaliger Vorführung zu diesen bricht sein Widerstand. Koestlers Roman über diese Zeiten und Methoden Menschen unter ärgsten Bedingungen zu Geständnissen zu zwingen, die von vornherein haltlos waren, ist ein grosses Zeitzeugnis. Mit einem kommentarlosen Auszug aus Rubaschows Tagebuch möchte ich das untermauern; Es muss ein grosses Gelächter unter den Affen gegeben haben, als der Neandertaler das erste Mal auf der Erde erschien. Die hochzivilisierten Affen schwangen sich graziös von Ast zu Ast; der Neandertaler war plump und klebte am Boden. Die Affen, satt und zufrieden, lebten in raffinierter Verspieltheit;sie fingen Flöhe und gaben sich philosophischen Betrachtungen hin; der Neandertaler trampelte düster durch die Welt und schlug mit Keulen um sich: Die Affen blickten interessiert von ihren Wipfeln herab und warfen Nüsse nach ihm.Manchmal wurden sie von Panik erfasst; sie aßen Früchte und zarte Pflanzen mit feinen Manieren; der Neandertaler verschlang rohes Fleisch, er schlachtete Tiere und seinesgleichen. Er fällte Bäume, die immer dagestanden hatten, rückte Felsen von ihren geheiligten Plätzen, versündigte sich gegen jedes Gesetz und gegen jede Tradition des Dschungels. Er war plump, grausam, ohne jede tierische Würde - vom Standpunkt der hochkultivierten Affen ein barbarischer Rückfall der Geschichte. Die letzten überlebenden Schimpansen rümpfen immer noch die Nase, wenn sie enen Menschen sehen....