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Golem stiller Bruder

Roman

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gebundene Ausgabe
Prag um 1600: Der weltberühmten Legende nach erschuf Rabbi Löw einen künstlichen Menschen aus Lehm – den Golem, der die Menschen im jüdischen Ghetto schützen soll. Zu diesem Josef-Golem entwickelt der 15-jäh-rige Erzähler Jankel, eine ganz besondere Beziehung, die auf dramatische Weise endet. Ein neuer Roman einer grossen Erzählerin, der von menschlicher Vermessenheit handelt und seine Faszination auch aus der Lust am Unheimlichen bezieht. Zugleich eine Einführung in die jüdische Religion, die so reich an Legenden und Mythen ist. Wer, wenn nicht Mirjam Pressler, könnte solch eine Geschichte erzählen?

Der 15-jährige Jankel lebt nun in der goldenen Stadt Prag bei seinem Grossonkel, dem berühmten Rabbi Löw. Er hat zum ersten Mal Arbeit, bei Mendel, dem Bäcker. Und zum ersten Mal einen Freund, Schmulik. Alles wäre gut, wäre da nicht dieser unheimliche Mitbewohner unter dem Dach: Josef ist Synagogendiener und eine Ausgeburt an Hässlichkeit und Stumpfsinn. Jeder behandelt ihn, als wäre er kein Mensch – obwohl Josef mit seinen Bärenkräften immer wieder zu Hilfe kommt, wenn die Juden von aufgehetzten christlichen Bürgern bedroht werden. Josef, so erfährt Jankel, ist ein Golem, den Rabbi Löw aus Lehm und mit Hilfe kabbalistischer Zauberformeln geschaffen hat. Als nun den Juden ein Mord angehängt werden soll, schickt der Rabbi den Golem los, um das Verbrechen aufzuklären. Jankel soll ihn begleiten… Obwohl Josef kein Mensch ist, schliesst Jankel ihn in sein Herz. Doch als der Golem am Ende Amok läuft, können nur Jankel und Schmulik ihn »ausschalten«. Und einen von beiden wird es das Leben kosten…
Rezension
"Die düsteren und dramatischen Ereignisse beschreibt Mirjam Pressler aus zwei ständig wechselnden Perspektiven: Mal berichtet der Erzähler, eng angelehnt an seinen Protagonisten, vom Geschehen im historischen Prag - dann wieder ist es Jankels Geschichte. Mit kompositorischem Geschick arrangiert Mirjam Pressler beide Erzählebenen zu einem bewegenden, mitreissenden Roman." DIE ZEIT "Ein unheimlicher Roman, der gekonnt die Sitten und Bräuche der damals grössten jüdischen Gemeinde Europas beschreibt." Brigitte "Wir erfahren, wie aus Klischees und Vorurteilen rohe Gewalt werden kann und lesen zugleich einen berührenden Entwicklungsroman." Eselsohr "Golem ist ein atmosphärischer, stimmiger Schauerroman für Historien-Freaks." Bulletin "Was für ein Buch! Mirjam Pressler erfüllt mit diesem meisterlich erzählten Roman alle Wünsche, die man an sinnvolle Lektüre stellen kann: Ihre Sprache ist klar und konzentriert sich an entscheidenden Stellen zu einer eindrucksvollen Schlichtheit. Mirjam Pressler hat ein Buch geschrieben, das beweist, wie notwendig es ist, Sprache mit grösster Sorgfalt zu verwenden." Buchmarkt "Mirjam Pressler mutet ihren jungen Lesern viel zu - zum Beispiel das Schicksal der Juden in Prag um 1600. Dennoch sind ihre Bücher Bestseller - weil Pressler so klug erzählt." bücher "Ein Roman, der viel über das Leben der Juden verrät. Anspruchsvoll und spannend." WAZ "Wie in all ihren Büchern beherzigt Mirjam Pressler Schmuliks Weisheit: "Wie Brot Nahrung für den Körper ist, sind Geschichten Nahrung für Herz und Seele." Frankfurter Neue Presse "Mirjam Presslers Roman ist weit mehr als ein spannendes Geschichtsbuch: Er erzählt, wie Intoleranz und Fanatismus entstehen." Berliner Morgenpost "Eine fesselnde und sehr berührende Geschichte, die auch mit der jüdischen Religion vertraut macht und im Glossar wichtige Infos liefert." Kleine Zeitung, Graz
Portrait
Mirjam Pressler (1940 - 2019) wurde in Darmstadt geboren und wuchs bei Pflegeeltern auf. Sie studierte an der Akademie für Bildende Künste in Frankfurt und Sprachen in München und lebte für ein Jahr in einem Kibbuz in Israel.

Zurück in Deutschland arbeitete sie unter anderem als Taxifahrerin und führte einen Jeansladen. Sie hat drei inzwischen erwachsene Töchter, die sie nach der Scheidung von ihrem Mann alleine grossgezogen hat. Bis zu ihrem Tod lebt sie als freie Autorin und Übersetzerin in Landshut.

Mirjam Pressler hat mehr als 30 eigene Kinder- und Jugendbücher verfasst, darunter »Bitterschokolade« (Oldenburger Jugendbuchpreis), »Novemberkatzen«, »Wenn das Glück kommt, muss man ihm einen Stuhl hinstellen« (Deutschen Jugendliteraturpreis), »Malka Mai« (Deutscher Bücherpreis) und die Romane »Golem stiller Bruder«, »Shylocks Tochter«, »Nathan und seine Kinder«, »Ein Buch für Hanna«, »Wer morgens lacht« und »Ich bin's Kitty. Aus dem Leben einer Katze« sowie die Lebensgeschichte der Anne Frank »Ich sehne mich so«. Ausserdem hat sie viele Bücher aus dem Niederländischen, Englischen und Hebräischen übersetzt, darunter auch die Romane von Uri Orlev.

Für ihre »Verdienste an der deutschen Sprache« wurde sie 2001 mit der Carl-Zuckmayer-Medaille ausgezeichnet, für ihr Gesamtwerk als Übersetzerin mit dem
Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises und für ihr Gesamtwerk als Autorin und Übersetzerin 2004 mit dem
Deutschen Bücherpreis, der Corine und der Buber-Rosenzweig-Medaille sowie mit dem Friedenspreis der Geschwister Korn und Gerstenmann-Stiftung.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 376
Altersempfehlung 14 - 17
Erscheinungsdatum 15.12.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-407-81021-2
Verlag Beltz
Maße (L/B/H) 21.4/14.6/3.1 cm
Gewicht 611 g
Auflage 3. Auflage
Verkaufsrang 36986
Buch (gebundene Ausgabe)
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Die Geschichte Prags für Kinder
von Stefanie Strachotta aus Berlin am 06.03.2011
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Jantel und Rochele, zwei Geschwister aus Morina, werden in Prag von ihrem Onkel, dem berühmten Rabbi Löw, aufgenommen, da ihre Tante sich nicht mehr um die Beiden kümmern kann und ihr Vater von einer Reise nicht mehr zurückkehrt ist. Rochele, das jüngere Mädchen, kommt zunächst in eine verwandte Pflegefamilie und Jantel, der äl... Jantel und Rochele, zwei Geschwister aus Morina, werden in Prag von ihrem Onkel, dem berühmten Rabbi Löw, aufgenommen, da ihre Tante sich nicht mehr um die Beiden kümmern kann und ihr Vater von einer Reise nicht mehr zurückkehrt ist. Rochele, das jüngere Mädchen, kommt zunächst in eine verwandte Pflegefamilie und Jantel, der ältere Junge, muss sich als Bäckergehilfe verdingen. Dort lernt Jantel Schmulik, den Geschichtenerzähler, kennen. Die Beiden werden beste Freunde. Schmulik ist auch derjenige, der Jantel erzählt, was es mit dem merkwürdigen Mitbewohner Josef in Rabbi Löws Haus auf sich hat. Josef ist gar kein Mensch, sondern ein Golem, der die Judenstadt vor Übergriffen der Christen schützen soll. Kurz nach dieser Erkenntnis brechen die ersten Unruhen in Prag aus und es geschieht ein Drama, das seinesgleichen sucht.... Im Wechsel zwischen auktorialem und Ich- Erzähler beschreibt Miriam Pressler eine bewegende Geschichte über Freundschaft und Verlust. Diese Geschichte ist sehr anrührend und macht nachdenklich.