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Das erste Gesetz der Magie / Das Schwert der Wahrheit Bd.1

Roman

Das Schwert der Wahrheit Band 1

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Klappenbroschur

Ein atemberaubendes Epos über Verrat und Ehre, Rache und Liebe!

Als der Waldläufer Richard Cypher eine junge Frau vor ihren unheimlichen Verfolgern rettet, kann er noch nicht ahnen, dass sich sein beschauliches Leben tiefgreifend verändern wird. Kahlan stammt aus den Midlands, einem sagenhaften Reich, das durch eine magische Barriere von Westland getrennt ist. Und sie hat den Auftrag, den Tyrannen Darken Rahl aufzuhalten, der die Welt mit seinen dunklen Kräften ins Chaos zu stürzen droht …

Rezension
"Wer einmal mit Terry Goodkinds `Schwert der Wahrheit begonnen hat, kann nicht wieder davon lassen! Pure Magie!" Romantic Times
Portrait
Goodkind, Terry
Terry Goodkind wurde 1948 in Omaha, USA, geboren und war nach seinem Studium zunächst als Rechtsanwalt tätig. 1994 erschien sein Roman 'Das erste Gesetz der Magie', der weltweit zu einem sensationellen Erfolg wurde und den Auftakt zu einer der erfolgreichsten Fantasy-Sagas aller Zeiten bildet. Terry Goodkind lebt in Neuengland.
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  • Rachel dr¿ckte ihre Puppe fest an die Brust und starrte auf das dunkle Etwas, das sie aus dem Geb¿sch heraus beobachtete. Zumindest glaubte sie, da¿es sie beobachtete. Es war schwer zu sagen, denn die Augen waren genauso dunkel wie alles ¿brige - au¿r wenn das Licht genau richtig darauf fiel, dann leuchteten sie golden auf.
    Schon fr¿her hatte sie Tiere im Wald gesehen, Kaninchen, Waschb¿n, Eichh¿rnchen und dergleichen, aber dieses hier war gr¿¿r. Es war so gro¿wie sie selbst, vielleicht sogar noch gr¿¿r. Und dunkel wie ein B¿ Sie ¿berlegte, ob es vielleicht ein B¿war.
    Aber das hier war eigentlich gar kein richtiger Wald, denn er befand sich in einem Haus. Sie war noch nie in einem Wald gewesen, der sich in einem Haus befand. Sie ¿berlegte, ob in W¿ern in H¿ern die gleichen Tiere lebten wie in denen drau¿n.
    W¿ Chase nicht bei ihr gewesen, h¿e sie vielleicht Angst gehabt. Bei ihm war sie jedoch sicher, das wu¿e sie. Chase war der mutigste Mann, den sie je gesehen hatte. Trotzdem, ein bi¿hen Angst hatte sie dennoch. Chase hatte gesagt, sie sei das tapferste kleine M¿hen, das er kannte. Und er sollte nicht glauben, sie h¿e vor einem gro¿n Kaninchen Angst.
    Vielleicht war es tats¿lich nur irgendein gro¿s Kaninchen, das auf einem Stein oder etwas ¿nlichem hockte. Aber Kaninchen hatten lange Ohren. Oder war es vielleicht doch ein B¿ Sie steckte sich den Fu¿ihrer Puppe in den Mund.
    Sie drehte sich um und schaute den Weg entlang, ¿ber die h¿bschen Blumen, die niedrigen, efeu¿berwucherten Mauern und den Rasen hinweg, auf dem Chase sich mit Zedd, dem Zauberer, unterhielt. Sie standen neben einem Tisch aus Stein, betrachteten die K¿chen und sprachen dar¿ber, was sie mit ihnen machen sollten. Rachel war froh, da¿dieser b¿se Darken Rahl sie nicht erwischt hatte und da¿er nie wieder jemand etwas antun konnte.
    Rachel drehte sich um und wollte sich vergewissern, ob das dunkle Etwas n¿r kam. Aber es war verschwunden. Sie sah sich um, konnte es aber nirgendwo entdecken.
    ¿Was meinst du, Sara, wo es hingelaufen ist?¿ fl¿sterte sie.
    Ihre Puppe wu¿e keine Antwort. Rachel bi¿auf Saras Fu¿und wollte zu Chase hin¿bergehen. Am liebsten w¿ sie gerannt, doch Chase sollte nicht meinen, sie w¿ vielleicht nicht tapfer. Er hatte gesagt, sie sei tapfer, und sie hatte sich dabei gut gef¿hlt. Beim Gehen blickte sie ¿ber die Schulter - zur Sicherheit -, konnte das schwarze Etwas aber nirgendwo entdecken. Vielleicht lebte es in einem Loch und war darin verschwunden. Noch immer w¿ Rachel gern gerannt, beherrschte sich jedoch.
    Bei Chase angekommen, dr¿ckte Rachel sich an ihn und umschlang sein Bein. Er und Zedd unterhielten sich, und sie wu¿e, da¿es unh¿flich w¿ dazwischenzureden, also wartete sie und nuckelte dabei an Saras Fu¿
    ¿Und was k¿nnte passieren, wenn du den Deckel einfach schlie¿?¿ fragte Chase den Zauberer gerade.
    ¿Alles m¿gliche!¿ Zedd reckte seine d¿rren Arme in die Luft. Sein welliges, wei¿s Haar war glatt zur¿ckgestrichen, doch an manchen Stellen b¿te es sich immer noch auf. ¿Woher soll ich das wissen? Da¿ich wei¿ was die K¿chen der Ordnung bedeuten, hei¿ noch lange nicht, da¿ich auch wei¿ was man mit ihnen tun soll, nachdem Darken Rahl eins von ihnen ge¿ffnet hat. Die Magie der Ordnung hat ihn daf¿r get¿tet. Sie h¿e auch die ganze Welt vernichten k¿nnen. Sie k¿nnte mich t¿ten, wenn ich es schlie¿. Oder noch etwas Schlimmeres.¿
    Chase seufzte. ¿Nun, wir k¿nnen sie nicht einfach hier herumstehen lassen, oder? M¿ssen wir nicht irgend etwas unternehmen?¿
    Der Zauberer legte die Stirn in Falten, betrachtete die K¿chen und dachte nach. Nachdem das Schweigen ¿ber eine Minute gedauert hatte, zupfte Rachel Chase am ¿mel. Er schaute zu ihr hinunter.
    ¿Chase ...?¿
    ¿>Chase¿Du bist erst seit ein paar Tagen meine Tochter, und schon brichst du die Regeln. Ich hab's dir schon einmal gesagt, du sollst mich >Vater< nennen. Keines meiner Kinder darf mich Chase nennen. Verstanden?¿
    Rachel nickte und mu¿e grinsen. ¿Ja, Ch ... Vater.¿
    Er verdrehte die Augen und sch¿ttelte den Kopf. Dann strich er ihr durchs Haar. ¿Was gibt's denn?¿
    ¿Da ist ein gro¿s Tier in den B¿en. Ich glaube, es k¿nnte vielleicht ein B¿sein oder noch was Schlimmeres. Ich glaube, du mu¿ dein Schwert rausholen und nachsehen gehen.¿
    Er lachte. ¿Ein B¿ Hier drinnen?¿ Wieder lachte er. ¿Das hier ist ein Garten in einem Haus, Rachel. In solchen G¿en gibt es keinen B¿n. Vielleicht war es ein Schatten. Das Licht kann einen manchmal ziemlich t¿chen.¿
    Sie sch¿ttelte den Kopf. ¿Das glaube ich nicht, Ch ... Vater. Es hat mich angesehen.¿
    L¿elnd strich er ihr erneut durchs Haar, dann legte er ihr seine gro¿ Hand auf die Wange und dr¿ckte ihren Kopf an sein Bein. ¿Dann bleibst du eben bei mir, und das Tier wird dir nichts tun.¿
    Sie nuckelte an Saras Fu¿und nickte, derweil er ihren Kopf an sein Bein dr¿ckte. Jetzt, wo sie seine Hand sp¿rte, hatte sie nicht mehr so viel Angst, deshalb sah sie noch einmal zu den B¿en hin¿ber.
    Das dunkle Etwas, gr¿¿enteils von einer der efeubewachsenen Mauern verborgen, huschte n¿r herbei. Rachel bi¿fester auf Saras Fu¿und stie¿ein leises Winseln aus, w¿end sie zu Chase aufsah. Er zeigte gerade auf die K¿chen.
    ¿Und was war dieses Ding, dieser Stein oder Schmuckstein, oder was das war? Stammte der aus dem K¿chen?¿
    Zedd nickte. ¿Allerdings. Aber solange ich mir nicht ganz sicher bin, m¿chte ich mich nicht dazu ¿ern. Jedenfalls nicht laut.¿
    ¿Vater¿, jammerte Rachel. ¿Es kommt n¿r.¿
    Er blickte nach unten. ¿Gut. Behalte es f¿r mich im Auge.¿ Er sah den Zauberer wieder an. ¿Was soll das hei¿n, du willst dich nicht dazu ¿ern? Hat es deiner Ansicht nach etwas damit zu tun, da¿der Schleier vor der Unterwelt einen Ri¿bekommen haben k¿nnte?¿
    Zedd runzelte die Stirn, rieb sich das glattrasierte Kinn mit den d¿rren Fingern und betrachtete den schwarzen Edelstein, der vor dem offenen K¿chen lag. ¿Genau das bef¿rchte ich.¿
    Rachel blickte zur Mauer hin¿ber, um nachzusehen, wo dieses schwarze Etwas steckte. Sie zuckte zusammen, als sie sah, wie H¿e ¿ber die Mauerkante griffen. Es war noch n¿r gekommen.
    Aber das waren gar keine H¿e. Es waren Krallen. Lange, gebogene Krallen.
    Sie schaute hoch zu Chase, betrachtete seine Waffen, um sich zu vergewissern, ob er genug davon hatte. Er hatte Messer, eine Menge Messer rings um seine H¿fte, trug ein Schwert ¿ber seine Schulter geschnallt, in seinem G¿rtel steckte eine gro¿ Axt, und ein paar andere Dinge, die wie Keulen mit spitzen Dornen aussahen, hingen zus¿lich noch daran. Und auf dem R¿cken trug er eine Armbrust. Hoffentlich reichte das.
    Anderen M¿ern jagten diese Waffen Angst ein, doch das dunkle Etwas, das immer n¿r kam, schienen sie nicht abzuschrecken. Und der Zauberer hatte nicht mal ein Messer. Er trug nur diesen einfachen, dunkelbraunen Umhang. Und war auch noch d¿nn. Nicht so stark wie Chase. Aber Zauberer besa¿n magische Kr¿e. Vielleicht konnte er das Ding mit seinen magischen Kr¿en verscheuchen.
    Magie! Rachel fiel der magische Feuerstab ein, den ihr der Zauberer Giller geschenkt hatte. Sie griff in ihre Tasche und umfa¿e ihn.
    Vielleicht brauchte Chase ihre Hilfe. Sie w¿rde niemals zulassen, da¿dieses Etwas ihrem neuen Vater weh tat. Sie wollte tapfer sein. ¿Ist er gef¿lich?¿
    Zedd lugte unter seinen Brauen hervor zu Chase hinauf. ¿Wenn er das ist, wof¿r ich ihn halte, und er in die falschen H¿e f¿t, dann w¿ >gef¿lich< eine ma¿ose Untertreibung.¿
    ¿Dann sollten wir ihn in ein tiefes Loch schmei¿n oder ihn zerst¿ren.¿
    ¿Ausgeschlossen. Vielleicht brauchen wir ihn noch.¿ ¿Und wenn wir ihn verstecken?¿
    ¿Dar¿ber denke ich gerade nach. Die Frage ist nur: wo? Denn dabei mu¿man verschiedene Dinge ber¿cksichtigen. Zuerst mu¿ich Adie nach Aydindril bringen und mit ihr zusammen die Prophezeiungen durchgehen, ehe ich mit Gewi¿eit sagen kann, was mit dem Stein zu tun ist - oder mit den K¿chen.¿
    ¿Und bis dahin? Bis du es wei¿?¿
    Rachel sah hin¿ber zu dem dunklen Etwas. Das legte die Krallen auf die Oberkante der Mauer, hob den Kopf und blickte ihr genau in die Augen.
    Das Etwas grinste sie an und zeigte dabei seine langen, spitzen Z¿e. Ihr stockte der Atem. Seine Schultern sch¿ttelten sich. Es lachte. Rachel ri¿die Augen weit auf, so weit es eben ging. Ihr Herzschlag erzeugte ein dumpfes Rauschen in ihren Ohren.
    ¿Vater ...¿, jammerte sie mit leiser Stimme.
    Er blickte nicht nach unten. Er brachte sie lediglich zum Schweigen. Das Wesen setzte ein Bein ¿ber die Mauer und lie¿sich, noch immer lachend, vor ihr herunterfallen. Es betrachtete Chase und Zedd mit gl¿enden Augen, zischte, dann lachte es und ging in die Hocke.
    Rachel zupfte an Chase' Hosenbein und hatte M¿he, da¿ihr die Stimme nicht versagte. ¿Vater ... es kommt.¿
    ¿Schon gut, Rachel. Zedd, ich wei¿noch immer nicht ...¿
    Das Wesen brach mit Geheul ins Freie. Es lief wie der Blitz, nur ein verschwommener schwarzer Fleck. Rachel kreischte. Chase wirbelte im selben Augenblick herum, als es gegen ihn stie¿ Krallen blitzten auf. Chase st¿rzte, w¿end das Etwas Zedd ansprang.
    Der Zauberer schlug mit den Armen um sich. Lichtblitze schossen aus Zedds Fingern, prallten von dem dunklen Wesen ab und schleuderten beim Aufprall auf dem Boden Dreck und Steine in die H¿he. Das Wesen stie¿Zedd nieder.
    Mit lautem, heulendem Lachen sprang es zur¿ck zu Chase, als er gerade seine Axt aus seinem G¿rtel zog. Rachel kreischte erneut, als es die Krallen in Chase hineinschlug. Das Bist war schneller als jedes andere Tier, das sie je gesehen hatte. Die Krallen waren kaum zu erkennen.
    Rachel hatte f¿rchterliche Angst, Chase k¿nnte etwas geschehen. Das Wesen schlug Chase die Axt aus der Hand und lachte furchterregend. Es tat Chase weh. Rachel hielt den Feuerstab in der Hand.
    Sie sprang nach vorn und ber¿hrte den R¿cken des Wesens mit dem Feuerstab. Dann schrie sie die magischen Worte, die den Zauber des Feuerstabs ausl¿sten. ¿Brenne f¿r mich!¿
    Das Etwas brach in Flammen aus. Mit entsetzlichem Gebr¿ll wirbelte es zu ihr herum. Sein Maul klaffte auf, w¿end ¿berall auf seinem K¿rper Flammen brannten. Dann lachte es wieder, aber nicht so wie Menschen, wenn sie etwas komisch finden. Dieses Lachen rief bei ihr eine G¿ehaut hervor. Das Etwas beugte sich vor und kam, immer noch brennend, auf sie zu. Rachel wich zur¿ck.
    Mit einem ¿hzen schleuderte Chase eine der Keulen, aus denen die spitzen Dornen hervorlugten. Die Keule traf das Wesen in den R¿cken und blieb in seiner Schulter stecken. Es drehte sich zu Chase um, griff lachend hinter sich und ri¿die Keule aus seinem R¿cken. Dann wollte es erneut auf Chase losgehen.
    Zedd war inzwischen wieder auf den Beinen. Feuer scho¿aus seinen Fingern und ¿berzog das Wesen mit noch mehr Flammen. Das Etwas lachte Zedd aus. S¿liche Feuer erloschen. Rauch stieg von ihm auf. Sein K¿rper sah immer noch so aus wie vorher von Zedds magischen Flammen. Tats¿lich hatte es schon dunkel und verbrannt ausgesehen, bevor Rachel es in Brand gesteckt hatte. Und jetzt sah es genauso aus.
    Chase war aufgestanden, doch war er blut¿berstr¿mt. Rachel kamen die Tr¿n, als sie das sah. Chase ri¿die Armbrust vom R¿cken und feuerte blitzschnell einen Pfeil ab. Er blieb dem Wesen in der Brust stecken. Es ri¿den Pfeil heraus und lachte dabei sein entsetzliches Lachen.
    Chase schleuderte die Armbrust fort, ri¿das Schwert von seiner Schulter, rannte auf das Wesen zu, sprang dar¿ber hinweg und stach dabei mit dem Schwert zu. Das Wesen wich so flink aus, da¿Chase es verfehlte. Zedd tat irgend etwas, wodurch das Wesen ¿ber den Rasen geschleudert wurde. Chase baute sich vor Rachel auf und stie¿sie mit einer Hand zur¿ck, w¿end er in der anderen das Schwert hielt.
    Das Wesen sprang wieder auf die Beine und sah sie einen nach dem anderen an.
    ¿Geht!¿ schrie Zedd sie an. ¿Rennt nicht, und bleibt nicht stehen!¿
    Chase packte Rachel am Handgelenk und fing an, r¿ckw¿s zu gehen. Auch Zedd begann, r¿ckw¿s zu gehen. Das dunkle Wesen h¿rte auf zu lachen und sah sie fassungslos an. Chase' Atem ging schwer. Sein Kettenhemdpanzer und die dunkelbraune Lederbluse darunter waren von den Krallen zerfetzt. Beim Anblick des Blutes mu¿e Rachel noch heftiger weinen. Es lief seinen Arm hinunter bis an ihre Hand. Sie wollte nicht, da¿ihm jemand weh tat. Sie liebte ihn so sehr. Sie dr¿ckte Sara und den Feuerstab noch fester an sich.
    Zedd blieb stehen. ¿Geht weiter¿, wies er Chase an.
    Das dunkle Wesen starrte den stehengebliebenen Zedd an, und das gro¿ Grinsen mit den spitzen Z¿en huschte wieder ¿ber sein Gesicht. Es lachte abermals f¿rchterlich und w¿hlte den Boden mit den F¿¿n auf, als es sich erneut blitzschnell auf den Zauberer st¿rzte.
    Zedd hob die H¿e. Rings um das Wesen wurden Dreck und Gras aufgewirbelt. Es wurde in die Luft gehoben. Blaue Lichtblitze trafen es von allen Seiten, bevor es auf den Boden schlug. Es heulte vor Lachen, derweil es mit dumpfem Schlag rauchend landete.
    Dann geschah noch etwas anderes, Rachel konnte nicht genau erkennen, was, aber das Wesen blieb mit ausgestreckten Armen stecken, so als wollte es losrennen, doch seine F¿¿ klebten fest. Heulend wand es sich, kam allerdings nicht von der Stelle. Zedds Arme wirbelten im Kreis herum, dann reckte er sich noch einmal nach vorn. Der Boden bebte wie nach einem Donnerschlag, und Lichtblitze schlugen in das Wesen ein. Es lachte, dann gab es ein Ger¿ch, als w¿rde Holz brechen, und das Etwas st¿rzte sich auf
    Zedd.
    Zedd ging weiter. Das Wesen blieb stehen und legte die Stirn in Falten. Dann blieb der Zauberer stehen und streckte die Arme noch einmal nach vorn. Ein entsetzlicher Feuerball wirbelte durch die Luft auf das Wesen zu, welches auf Zedd zugerannt kam. Der Feuerball erzeugte ein lautes Kreischen und wurde auf seinem Weg zu dem dunklen Wesen immer gr¿¿r.
    Der Aufprall war so heftig, da¿der Boden bebte, das blaugelbe Licht so grell, da¿Rachel die Augen zusammenkneifen mu¿e. Der Feuerball verbrannte an Ort und Stelle und rief ein lautes Donnern hervor.
    Qualmend trat das Wesen aus dem Feuer. Vor Lachen sch¿ttelten sich seine Schultern. Die Flammen erloschen, als w¿n es nur Funken gewesen.
    ¿Verdammt¿, meinte der Zauberer und ging weiter r¿ckw¿s.
    Rachel hatte keine Ahnung, was damit gemeint war, Chase hatte Zedd jedoch gebeten, es vor >kleinen Ohren< nicht zu sagen. Wieso, wu¿e sie ebensowenig. Das wellige, wei¿ Haar des Zauberers war v¿llig zerzaust und stand b¿schelweise in alle m¿glichen Richtungen ab.
    Rachel und Chase befanden sich jetzt auf dem Weg zwischen den B¿en, hatten fast die T¿r erreicht. Zedd kam unter den Blicken des Wesens r¿ckw¿s auf sie zu. Als Zedd stehenblieb, griff das Wesen erneut an.
    Eine Feuerwand scho¿vor ihm in die H¿he. Die Luft stank nach Rauch und war von tosendem L¿ erf¿llt. Das Wesen trat durch die Feuerwand hindurch. Zedd erzeugte noch eine weitere, und auch durch die trat es hindurch.
    Als der Zauberer sich wieder in Bewegung setzte, blieb es bei einer niedrigen, efeubewachsenen Mauer stehen und beobachtete ihn. Dicke Schlingpflanzen l¿sten sich aus eigener Kraft von der Mauer und begannen pl¿tzlich, immens schnell zu wachsen. Sie umschlangen das dunkle Wesen und wickelten es v¿llig ein. Zedd hatte Rachel und Chase fast erreicht.
    ¿Wohin?¿ fragte ihn Chase.
    Zedd drehte sich um. Er wirkte ersch¿pft. ¿Mal sehen, ob wir es hier einschlie¿n k¿nnen.¿
    Das Wesen zerrte an den Schlingpflanzen, die es zu Boden rissen, und w¿end es sich damit besch¿igte, sie mit seinen Krallen zu durchtrennen, traten die drei durch das gro¿ Tor hinaus. Chase und Zedd packten jeweils eine der gro¿n goldenen Metallt¿ren und knallten sie zu.
    Von der anderen Seite erscholl ein Heulen, dann schepperte es laut. Eine riesige Beule dr¿ckte sich durch die T¿r und stie¿Zedd zu Boden. Chase stemmte sich, eine Hand auf jedem Fl¿gel, mit seinem ganzen Gewicht gegen die T¿r, derweil das Wesen von der anderen Seite dagegentrommelte.
    Ein entsetzliches Kreischen drang durch das Metall, w¿end das Vieh sich in der T¿r verkrallte. Chase war schwei¿ und blut¿berstr¿mt. Zedd war mit einem Satz auf den Beinen und half Chase, die T¿r zuzuhalten.
    Eine Kralle steckte in der Ritze zwischen den beiden Fl¿geln und glitt nach unten. Dann kam eine weitere von unten herauf. Rachel konnte das Wesen durch die T¿r hindurch lachen h¿ren. Chase st¿hnte und dr¿ckte. Die T¿ren ¿zten.
    Der Zauberer trat zur¿ck und streckte beide Arme aus, als wolle er sich gegen die Luft stemmen. Das ¿hzen h¿rte auf. Das Geheul des Wesens wurde lauter.
    Zedd packte Chase am ¿mel. ¿Nichts wie weg hier.¿ Chase trat von der Fl¿gelt¿r zur¿ck. ¿Wird die T¿r es zur¿ckhalten?¿
    ¿Vermutlich nicht. Wenn es auf dich losgeht, geh langsam. Mit Laufen oder Stehenbleiben erregst du seine Aufmerksamkeit. Erz¿ das jedem, den du triffst.¿
    ¿Zedd, was ist das f¿r ein Monster?¿
    Dann krachte es erneut, und in der T¿r zeigte sich eine weitere Riesendelle. Die Krallenspitzen durchstie¿n das Metall und fetzten Risse in die T¿r. Der tosende L¿ lie¿Rachels Ohren schmerzen.
    ¿Verschwindet! Sofort!¿
    Chase legte Rachel eine Hand um die H¿fte, hob sie hoch und st¿rzte den Korridor entlang.

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Klappenbroschur
Herausgeber Andreas Helweg
Seitenzahl 1008
Erscheinungsdatum 07.04.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-36967-6
Verlag Blanvalet
Maße (L/B/H) 18.4/13.1/6 cm
Gewicht 639 g
Originaltitel Sword of Truth, Vol 1 Wizard's First Rule
Übersetzer Caspar Holz
Verkaufsrang 22535
Buch (Klappenbroschur)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Fantastisch!

Désirée Hasler, Buchhandlung Schönbühl

Der erste Teil einer fantastischen FantasySaga!! Der junge Richard kommt unverhofft zu dem magischen Schwert der Wahrheit. Durch seinen besten Freund, den Zauber Zedd, erfährt er, dass er der "Sucher" ist, der den machtgierigen bösen Zauberer Darken Rahl vor der Weltherrschaft abringen muss. Dann ist da noch die schöne Kahlan.... Ein wunderbares Fantasy Epos dass sich zu lesen lohnt! Ich werde mich sofort in den zweiten Band stürzen.....

Ein wahrer Erbe Tolkiens

Sandra Fuchs, Buchhandlung Bern

Achtung diese Reihe macht süchtig! "Das Schwert der Wahrheit" ist eine der wenigen Fantasyreihen, die man auch als Nicht-Fantasyfan gelesen haben muss. Von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Man hat sofort das Verlangen alle 11 Bände lesen zu müssen. Tolle Helden, viele fremdartige fantastische Wesen und eine Handlung, die immer wieder überrascht. Unbedingt lesen!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
35 Bewertungen
Übersicht
25
10
0
0
0

Hat Längen
von einer Kundin/einem Kunden aus Wetzlar am 30.07.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Generell eine gute Geschichte, doch leider mit vielen Längen. An manchen Stellen ist die Beschreibung/ Erzählung einfach zu ausführlich und zu lang. Ich lese gerade den zweiten Teil und auch hier sieht es genauso aus. Spannende Bücher kann ich kaum weglegen. Hier brauche ich Erholungspausen. Trotzdem ist das Buch lesenswert.

Der Hammer!!!!
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 22.04.2019

Meine bisher absolute Lieblings-Fantasy-Serie!!! Habe diese bereits zweimal durchgelesen und bin immer wieder gefesselt. Ich liebe diese Serie und kann sie nur wärmstens weiterempfehlen!!!!!

von einer Kundin/einem Kunden am 18.04.2019
Bewertet: anderes Format

Eine tolle, groß angelegte Fantasy Saga, die meiner Meinung nach schon zu den Klassikern zählt und absolut lesens- und empfehlenswert ist!