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Die Bücherdiebin

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2009

Eine unvergessliche Geschichte: lebensfreudig und tragisch, wütend und tröstend

Sie hielt immer noch das Buch in der Hand. Verzweifelt klammerte
sie sich an die Worte, die ihr das Leben gerettet hatten.

1939, Nazideutschland. Der Tod hat viel zu tun und eine Schwäche für Liesel Meminger.

Am Grab ihres kleinen Bruders stiehlt Liesel ihr erstes Buch. Mit dem „Handbuch für Totengräber“ lernt sie lesen und stiehlt fortan Bücher, überall, wo sie zu finden sind: aus dem Schnee, den Flammen der Nazis und der Bibliothek des Bürgermeisters. Eine tiefe Liebe zu Büchern und Worten ist geweckt, die sie auch nicht verlässt, als die Welt um sie herum in Schutt und Asche versinkt. Liesel sieht die Juden nach Dachau ziehen, sie erlebt die Bombennächte über München – und sie überlebt, weil der Tod sie in sein Herz geschlossen hat.

Tragisch und witzig, wütend und zutiefst lebensbejahend – vom dunkelsten und doch brillantesten aller Erzähler: dem Tod.
Rezension
"Ein grosses Buch." Deutschlandfunk / Ute Wegmann
Portrait
Der Bestsellerautor Markus Zusak hat sechs Romane geschrieben, darunter »Die Bücherdiebin« und »Der Joker«. Seine von Publikum und Presse gleichermassen gefeierten Bücher sind in mehr als vierzig Sprachen übersetzt. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Sydney.
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  • Tod und Schokolade

    Zuerst die Farben. Dann die Menschen. So sehe ich die Welt normalerweise. Ich versuche es zumindest.

    Eine kurze Bemerkung am Rande
    Ihr werdet sterben.

    Ich bin nach Kr en bem ht, dieser ganzen Angelegenheit eine fr hliche Seite zu verleihen, aber die meisten Menschen haben einen tief sitzenden Widerwillen, der es ihnen unm glich macht, mir zu glauben, so sehr ich auch versuche, sie davon zu berzeugen. Bitte glaubt mir: Ich kann wirklich fr hlich sein. Ich kann angenehm sein. Am sant. Achtsam. And tig. Und das sind nur die Eigenschaften mit dem Buchstaben A . Nur bitte verlangt nicht von mir, nett zu sein. Nett zu sein ist mir v llig fremd.

    Reaktionen auf die oben genannte Tatsache

    Mache ich euch Angst? Ich bitte euch inst ig - keine Sorge. Man kann mir alles nachsagen, nur nicht, dass ich ungerecht bin.

    Was fehlt?
    Nat rlich - eine Bekanntmachung. Ein Beginn.
    Wo ist nur mein gutes Benehmen geblieben?
    Ich k nnte mich ganz f rmlich vorstellen, aber das ist gar nicht n tig. Ihr werdet mich schon bald recht gut kennen; wie bald - das h t von einer Reihe von Umst en ab. Nur so viel sei gesagt: Irgendwann einmal werde ich ber euch allen stehen, so freundlich, wie es mir m glich ist. Eure Seelen werden in meinen Armen liegen. Auf meiner Schulter wird eine Farbe ruhen. Sanft werde ich euch davontragen.
    Ihr werdet vor mir liegen. (Es passiert nur selten, dass ich Menschen stehend antreffe.) Ihr werdet in der Kruste eurer eigenen K rper gefangen sein. Vielleicht gibt es ein Erkennen; ein Schrei tr pfelt zu Boden. Die einzigen Ger che, die ich danach h ren werde, sind mein eigener Atem und der Klang des Geruchs, meine eigenen Schritte.
    Die Frage ist, welche Farbe die Welt angenommen haben wird, wenn ich euch holen komme. Was wird der Himmel uns erz en?
    Ich pers nlich mag einen schokoladenfarbenen Himmel. Dunkle Bitterschokolade. Die Leute behaupten, das passt zu mir. Ich versuche trotzdem, mich an jeder Farbe zu erfreuen, die ich sehe, an dem ganzen Spektrum. Etwa eine Milliarde Schattierungen, keine wie die andere, und ein Himmel, der sie langsam in sich aufsaugt. Das nimmt dem Stress die Sch e. Und es hilft mir, mich zu entspannen.

    Eine kurze Zwischenbemerkung

    Die Menschen beachten die Farben eines Tages lediglich an seinem Anfang und an seinem Ende. Dabei wandert ein Tag durch eine Vielzahl von Farbt nen und Schattierungen, und zwar in jedem Augenblick. Eine einzige Stunde kann aus Tausenden von unterschiedlichen Farben bestehen. Wachsgelb, regenbespr htes Blau. Schlammige Dunkelheit. In meinem Gesch habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, darauf zu achten.

    Wie schon angedeutet, ist Ablenkung meine einzige Rettung. Sie allein hilft mir, bei Verstand zu bleiben. Sie hilft mir, mit meiner Arbeit klarzukommen, was nicht so einfach ist, wenn man bedenkt, wie lange ich diese T gkeit schon aus be. Das Problem ist: Wer k nnte mich ersetzen? Wer k nnte f r mich einspringen, w end ich in einem Vier-Sterne-Hotel irgendwo am Meer Urlaub mache oder in den Bergen Ski fahre? Die Antwort ist: Niemand. Genau dieser Umstand hat mich dazu veranlasst, die Ablenkung zu meiner Erholung zu machen, mich damit zu zerstreuen. Also mache ich Urlaub in Farben, in Schattierungen.
    Dennoch fragt ihr euch m glicherweise, warum ich berhaupt Urlaub brauche. Ihr wollt wissen, wovon ich mich ablenken muss?
    Was mich zum n sten Punkt bringt.
    Es sind die brig gebliebenen Menschen.
    Die erlebenden.
    Sie sind es, deren Anblick ich nicht ertrage, und in meinem Bem hen, sie nicht anzusehen, versage ich h ig. Ich konzentriere mich absichtlich auf die Farben, um die erlebenden aus meinen Gedanken zu verbannen, aber hin und wieder werde ich Zeuge, wie die Zur ckbleibenden zwischen den Puzzlest cken der Erkenntnis, erraschung und Verzweiflung zusammenbrechen. Sie haben zerstochene Herzen. Sie haben
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 587
Altersempfehlung 12 - 99
Erscheinungsdatum 27.02.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-570-13274-6
Verlag Cbt
Maße (L/B/H) 23.3/16.1/5 cm
Gewicht 935 g
Originaltitel The Book Thief
Übersetzer Alexandra Ernst
Verkaufsrang 4402
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Genial!!

Désirée Hasler, Buchhandlung Schönbühl

Als Liesels Bruder stirbt, stiehlt sie ihr erstes Buch, sodass sie eine letztes Erinnerungsstück an ihn hat. Liesel wird in der Nazizeit in eine Pflegefamilie gegeben. Die Pflegemutter nennt sie dauernd "Saumensch" was Anfangs seltsam klingen mag. Mit der Zeit merkt man aber wie sehr Liesel geliebt wird. Später versteckt die Familie einen Juden im Keller. Es ist eine megaspannende Geschichte die Sie nicht aus der legen können! Es ist anrührend, komisch, spannend und traurig zugleich. Mein Tipp? Dieses Buch müssen Sie gelesen haben! Weiterer Clou: Das Buch wird vom Tod persönlich erzählt...

Einfach überwältigend!

Denny Engel, Buchhandlung Bern

Ich weiss ehrlich gesagt gar nicht was ich gross sagen soll :) Dieses Buch hat mich zum Lachen gebracht, tief berührt, verstört und gleichzeitig unterhalten. Die Geschichte der jungen Liesel während des 2. Weltkrieges zeigt eindrücklich und berührend die Grauen des Krieges, aber gleichzeitig auch die Schönheit die das Leben bereithalten kann, in den ungewöhnlichsten Momenten. Und das alles noch sehr poetisch und auf neuartige Weise erzählt. Der Erzähler dieser Geschichte ist der Tod selbst, der als mitfühlendes, trauriges Wesen beschrieben wird und der immer mal wieder seine Gedanken oder Erfahrungen einstreut. Der Schreibstil und der Aufbau haben mir sehr gefallen, da ich es so wie hier wirklich noch nirgends gelesen habe. Ein sehr spezielles, berührendes Buch dass bis jetzte jedem den ich kenne gefallen hat und ich würde es jedem weiterempfehlen! :)

Kundenbewertungen

Durchschnitt
175 Bewertungen
Übersicht
151
21
3
0
0

von einer Kundin/einem Kunden am 28.04.2020
Bewertet: anderes Format

Eine unglaubliche tolle Geschichte über ein richtig tolles Mädchen. Markus Zusaks Buch die Bücherdiebin ist ein einziger Schatz. Sein Schreibstil reist einen direkt mit und man will sein Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ein fantastisches Buch über eine dunkle Zeit.

Bewegend.
von einer Kundin/einem Kunden am 15.04.2020
Bewertet: Einband: Klappenbroschur

Lesen rettet Leben. Liesel erlebt viel Unglück und verlust, aber ihr Freund der Tod und die Bücher helfen ihr in einer dunklen Zeit. Markus Zusak erzählt eine Geschichte, die für immer im Herzen bleibt.

Eine Geschichte über Hoffnung und Leid im zweiten Weltkrieg
von einer Kundin/einem Kunden am 09.04.2020
Bewertet: Einband: Klappenbroschur

Die Geschichte wird vom Tod persönlich erzählt. Am Grab des kleinen Bruders stiehlt Liesel ihr erstes Buch. Mit dem „Handbuch für Totengräber“ lernt sie lesen. Der Beginn einer gefährlichen Leidenschaft. Sie stiehlt Bücher, aus dem Schnee, den Flammen der Nazis und aus der Bibliothek des Bürgermeisters. Ihre tiefe Liebe zu Büch... Die Geschichte wird vom Tod persönlich erzählt. Am Grab des kleinen Bruders stiehlt Liesel ihr erstes Buch. Mit dem „Handbuch für Totengräber“ lernt sie lesen. Der Beginn einer gefährlichen Leidenschaft. Sie stiehlt Bücher, aus dem Schnee, den Flammen der Nazis und aus der Bibliothek des Bürgermeisters. Ihre tiefe Liebe zu Büchern und Worten ist entfacht, die sie auch behält, als die Welt um sie herum in Schutt und Asche versinkt. Liesel sieht das Elend und die Gefahr des Krieges – und sie überlebt, weil der Tod sie in sein Herz geschlossen hat.