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Das weise Herz

Die universellen Prinzipien buddhistischer Psychologie


Das neue grosse Buch des Erfolgsautors und berühmten buddhistischen Lehrers

Schlägt man ein grundlegendes Buch über den Buddhismus auf, erwartet man als Erstes den Hinweis auf das allem Leben zugrunde liegende Leiden. Nicht so bei Jack Kornfield. Im Ursprung, schreibt er, liegt die Würde, die unser tiefstes Wesen ausmacht. Sie entstammt unserer Verbundenheit mit allem Lebendigen, die die Wurzel jedes wahrhaftigen Mitgefühls ist. Seine Vision des Buddhismus offenbart ein absolut positives und ermutigendes Menschenbild. Kornfield versteht den Buddhismus als grossartiges psychologisches Konzept und nicht als ab- und ausgrenzende Religion. „Das weise Herz“ ist ein machtvolles Buch der Heilung und zugleich eine Laudatio auf Buddha als den grössten Heiler. Es widerlegt überzeugend die Auffassung, dass über den 2500 Jahre alten Buddhismus nichts wirklich Neues und Aufregendes mehr geschrieben werden kann. „Das weise Herz“ ist Kornfields Meisterwerk und dürfte bald nach seinem Erscheinen einen Platz unter den zeitlosen Klassikern des Genres behaupten.

• Jack Kornfield gehört mit dem Dalai Lama und Thich Nhat Hanh zu den ganz grossen buddhistischen Lehrern

• Erstmalige Darstellung des Buddhismus als eines grossartigen Systems positiver Psychologie

Portrait
Jack Kornfield ist promovierter Psychologe und Psychotherapeut, war Mönch in Thailand, Burma und Indien und zählt zu den weltweit anerkannten Vermittlern von buddhistischem Gedankengut für den westlichen Alltag. Er gründete die Insight Meditation Society in Massachusetts und das Spirit Rock Center in Kalifornien, wo er heute lebt.
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  • Letztes Jahr leitete ich zusammen mit dem Zenmeister Thich Nhat Hanh eine Konferenz über Gewahrsein und Psychotherapie an der University of California. Als ich auf dem Podium stand und meinen Blick über die mindestens 2000 Menschen schweifen liess, die sich zu dieser dreitägigen Konferenz eingefunden hatten, fragte ich mich, was sie wohl hergeführt hatte. War es das Bedürfnis nach einer Auszeit, oder suchten sie nach einer intelligenten Möglichkeit, mit Stress, Konflikten, Ängsten und der Erschöpfung umzugehen, die für unseren modernen Lebensstil so charakteristisch sind? War es die Sehnsucht nach einer Form der Psychologie, die spirituelle Aspekte und die Freilegung des höchsten menschlichen Potenzials in ihre Heilungsansätze integrierte? Oder war es eher die Hoffnung auf eine einfache Möglichkeit, den Geist zu beruhigen und das Herz zu öffnen?
    Auf diese Fragen habe ich letztlich nur eine sehr persönliche und praktische Antwort gefunden, die ich Ihnen hier vorstellen möchte. Denn die Konferenzteilnehmer suchten letztlich die gleiche Inspiration und die gleiche Unterstützung wie die Menschen, die als Schüler in das von mir mitbegründete Meditationszentrum Spirit Rock in der Nähe von San Francisco kommen. Wer immer die lichterfüllte Meditationshalle des Zentrums betritt, läuft nicht vor dem Leben weg, sondern sucht einen klugen Weg, damit umzugehen. Jeder bringt seine persönlichen Probleme mit. Jeder strebt auf seine Weise nach Glück. Die meisten sind um das Los unserer Welt mit ihren ständigen Kriegen und den stetig zunehmenden Umweltproblemen besorgt. Sie fragen sich, in welcher Welt ihre Kinder leben werden. Irgendwo haben sie von Meditation gehört und hoffen nun, die Freude und innere Freiheit zu finden, die die buddhistischen Lehren versprechen. Und dazu einen Weg, wie sie sich auf kluge Weise um die Welt kümmern können.
    Vor 40 Jahren kam ich auf meiner persönlichen Suche nach Glück in einem Waldkloster in Thailand an, ein verwirrter, einsamer junger Mann mit einer leidvollen Familiengeschichte. Ich hatte gerade einen ersten akademischen Abschluss in Asian Studies erworben und war ins Peace Corps eingetreten mit dem Wunsch, in einem buddhistisches Land Dienst tun zu dürfen. Wenn ich heute zurückblicke, scheint mir klar, dass ich nicht nur meinen familiären Problemen entkommen wollte, sondern auch dem zur Zeit des Vietnamkrieges unübersehbaren Materialismus und dem spezifischen Leiden unserer Kultur im Allgemeinen. Ich gehörte zu einem der typischen Hilfstrupps, welche die Bauern in den Dörfern entlang des Mekong medizinisch versorgten. Bei dieser Gelegenheit hörte ich von einem Meditationsmeister, Ajahn Chah, der auch westliche Schüler aufnahm. Ich war damals voller Hoffnung und hatte die Vorstellung, dass die buddhistischen Lehren mir helfen, ja mich vielleicht sogar zur Erleuchtung führen würden. Nach einigen Monaten, in denen ich Ajahn Chahs Kloster regelmässig besuchte, legte ich die Mönchsgelübde ab. In den nächsten drei Jahren führte man mich ein in die Übung von Achtsamkeit, Grosszügigkeit, liebender Güte und ethischem Verhalten, welche die Grundlage der buddhistischen Lehren bilden. Dies war der Beginn meiner lebenslangen Beziehung zum Buddhismus.
    Wie nach Spirit Rock heute, so kamen auch damals ins Waldkloster ständig Besucher. Jeden Tag nahm Ajahn Chah seinen Platz auf seiner hölzernen Bank am Rande einer Lichtung ein und begrüsste sie alle: Reisbauern aus der Umgebung, fromme Pilger, Suchende, Soldaten, junge Menschen, Minister aus der
    Hauptstadt und Schüler aus dem Westen. Alle kamen sie mit ihren spirituellen Fragen, ihren Konflikten, ihren Sorgen, Ängsten und Hoffnungen. Ajahn Chah legte einem Mann, der gerade erst seinen Sohn verloren hatte, sanft die Hand auf, um im nächsten Augenblick mit einem desillusionierten Kaufmann über die Arroganz der Menschen zu lachen. Am Morgen unterwies er einen korrupten Regierungsbeamten in der Bedeutung ethischen Handelns, am Nachmittag meditierte er mit einer frommen alten Nonne über die Natur des Bewusstseins. Doch unter all diesen einander völlig fremden Menschen herrschte ein bemerkenswertes Vertrauen und ein enormes Gefühl der Sicherheit. Alle wurden vom Mitgefühl des Meisters gehalten. Und von den Belehrungen, die uns auf unserer menschlichen Reise von Geburt und Tod, Freude und Leid Führung zuteil werden liessen. Wir sassen beisammen als eine einzige menschliche Familie.
    Ajahn Chah und andere buddhistische Meister wie er praktizieren lebendige Psychologie: eines der ältesten und bestentwickelten Systeme zu Heilung und Verständnis, die es auf der Welt gibt. In dieser Art der Psychologie gibt es keinen Unterschied zwischen weltlichen und spirituellen Problemen. Für Ajahn Chah waren Ängste, Traumata, finanzielle Probleme, Krankheiten, Schwierigkeiten beim Meditieren, komplizierte ethische Entscheidungen oder Streitigkeiten in der Mönchsgemeinde nichts weiter als Formen des Leidens, die man mit dem Heilmittel der buddhistischen Lehren behandeln konnte. Er antwortete auf diese ungeheure Bandbreite menschlicher Probleme aus der Tiefe seiner Meditation heraus und brachte dabei die geschickten Methoden zum Einsatz, die er von seinen Lehrern übernommen hatte. Ob es nun um komplexe Meditationspraktiken ging, um Heiltechniken, Übungsprogramme auf kognitiver oder emotionaler Basis oder einfach um Methoden zur Konfliktlösung -er benutzte sie alle, um seine Besucher zu ihren tiefinnersten Qualitäten der Redlichkeit, Gleichmut, Dankbarkeit und Vergebung erwachen zu lassen.
    Die heilende Weisheit, die Ajahn Chah verkörperte, existiert auch in schriftlicher Form, festgehalten zunächst als Niederschrift der Lehren Buddhas, die danach von mehr als hundert Generationen von Mönchen in Studium, Kommentar und Praxis verfeinert wurde. Diese schriftliche Tradition ist eine Schatzkammer der Weisheit, in der der menschliche Geist eingehend untersucht wurde. Bedauerlicherweise ist sie westlichen Schülern nicht unbedingt auf Anhieb zugänglich.
    In diesem Augenblick peitscht ein winterlicher Sturmregen meine einfache »Schreibhütte« in den Wäldern über Spirit Rock. Auf meinem Schreibtisch liegen klassische Texte aus jeder der drei grossen historischen Schulen des Buddhismus: das Vollständige Handbuch des Abhidhamma, die 8000 Verse lange Version des Herzsutras mit seinen Lehren über Form und Leerheit sowie ein tibetischer Text über das Bewusstsein von Longchenpa. Mit der Zeit habe ich all diese Texte schätzen gelernt. Ich weiss, dass sie wahre Perlen der Weisheit enthalten. Doch der Abhidhamma (oder in Sanskrit Abhidharma), der als Meisterwerk der frühen Theravada-Tradition und unübertreffliches Kompendium buddhistischer Psychologie gilt, ist leider auch eines der unzugänglichsten Bücher, die je geschrieben wurden. Was sollen wir mit Sätzen wie diesem anfangen?: »Die unteilbaren materiellen Erscheinungen sind die reine Achtheit, die zur Zwölfheit körperlicher Hindeutung und der Dreiheit der Lichthaftigkeit führen; alle sind zu verstehen als Anhäufungen des Materiellen, die aus dem Bewusstsein entstehen.« Das Herzsutra wiederum, das als heiliger Text des Mahayana-Buddhismus in Indien, China und Japan verehrt wird, kann dem Leser leicht wie eine Mischung fantastischer Mythen und nahezu unlösbarer Zenrätsel erscheinen. Und Longchenpas Lehren über die selbst-existierende ursprüngliche
    Natur des Bewusstseins mögen für manche Leser in etwa denselben Schwierigkeitsgrad bieten wie eine biochemische Formel.
    Was wir alle suchen ist die Erfahrung, die diesen Texten zugrunde liegt. Eine Erfahrung, die voller Fülle, Tiefe und überschäumender Freude ist. Wenn Laura, die gerade erst erfahren hat, dass sie Krebs hat, nach Spirit Rock kommt oder Sharon, die Richterin ist, etwas über Vergebung lernt, dann wollen sie die Essenz, den Kern, der hinter den Worten liegt. Doch wie können wir diesen finden?
    Wie mein Lehrer Ajahn Chah habe ich stets versucht, die Essenz dieser Texte als lebendige, unmittelbare und praktische Psychologie zu vermitteln.

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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 575
Erscheinungsdatum 03.11.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-33812-2
Verlag Arkana Verlag
Maße (L/B/H) 22.1/14.7/4.5 cm
Gewicht 776 g
Originaltitel The Wise Heart
Auflage 7. Auflage
Übersetzer Elisabeth Liebl
Verkaufsrang 16059
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
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Lesenswert und bereichernd
von Timo Funken am 17.05.2019

Ein interessantes Buch, welches psychologische Themen durch eine "spirituelle" Sicht bereichert. Für mich vereint es auf verständliche Weise die Konzepte und Weisheiten westlicher und östlicher Psychologie. Empfehlenswert! Liebe Grüße, Timo Funken

Tolles Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Ammersbek am 29.01.2019

Ein tolles Buch. Kann ich jedem empfehlen der sich mit diesem Thema beschäftigt. Es ist sehr gut geschrieben und dadurch gut zu lesen.

Bin enttäuscht, aber nicht über das Buch.
von einer Kundin/einem Kunden aus Hemer am 28.11.2018
Bewertet: Medium: H?rbuch-Download

Das Buch gefällt mir sehr gut, die Stimme des Sprechers ist angenehm. Leider bin ich noch nicht weit gekommen, weil der Web-Reader ständig abstürzt. Schade!