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Der Antichrist

Fluch auf das Christentum

Große Klassiker zum kleinen Preis Band 73

Friedrich Nietzsche

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Beschreibung

'Diese ewige Anklage des Christentums will ich an alle Wände schreiben, wo es nur Wände gibt – ich habe Buchstaben, um auch Blinde sehend zu machen …', so Friedrich Nietzsche (1844–1900) am Ende dieses Buches. Polemisch, streitbar und sprachgewaltig formuliert er in 62 Abschnitten die Kernthesen seiner fundamentalen Kritik des Christentums. Auf unnachahmliche Weise bündelt der grosse Philosoph hier die Argumente seiner früheren Werke zu einer letzten vehementen Abrechnung mit der mächtigsten Wurzel europäischer Kultur. 'Der Antichrist' erschien erstmals 1895, entstand jedoch schon 1888. Nur wenige Monate nach dessen Fertigstellung fiel Nietzsche in die geistige Umnachtung.

Friedrich Nietzsche (1844–1900) stammt aus einer pietistischen Pfarrersfamilie. Nach dem frühen Tod des Vaters wurden ihm Mutter und Schwester zu Hauptadressaten daheim in Naumburg. So sehr er sich in Denken und Fühlen auch von allen Ursprüngen entfernte, bis zu seiner geistigen Umnachtung 1888 und der damit einhergehenden Heimkehr in den Schoss der Familie hielt er den Briefverkehr mit Franziska Nietzsche aufrecht.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 96
Erscheinungsdatum 01.07.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86647-309-6
Verlag Anaconda Verlag
Maße (L/B/H) 19.5/12.8/1.5 cm
Gewicht 166 g
Verkaufsrang 10129

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
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Polemisch aber unglaublich geistreich!
von einer Kundin/einem Kunden am 20.01.2016
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Der Antichrist von Nietzsche muss man gelesen haben. Zwar könnten einige Passagen missverstanden werden, aber seine starke Polemik und Wut in diesem Büchlein, sind für mich pure intellektuelle Bereicherung. Schlussendlich ist es nicht nur eine Kritik am Christentum, es ist eigentlich eine Kritik an der Menschheit. Der gute al... Der Antichrist von Nietzsche muss man gelesen haben. Zwar könnten einige Passagen missverstanden werden, aber seine starke Polemik und Wut in diesem Büchlein, sind für mich pure intellektuelle Bereicherung. Schlussendlich ist es nicht nur eine Kritik am Christentum, es ist eigentlich eine Kritik an der Menschheit. Der gute alte Nietzsche spricht mir teilweise so sehr aus der Seele! Auch wenn ich mir immer wieder selber sagen muss, dass die Menschen eigentlich gut sind, überkommen mich auch manchmal ganz schwarze Tage an denen ich keine Hoffnung für die Menschheit sehe, in denen ich zum Zyniker werde. Zum Beispiel in folgendem Abschnitt spricht mir Nitzsche wirklich aus der Seele: »Ich unterdrücke an dieser Stelle einen Seufzer nicht. Es gibt Tage, wo mich ein Gefühl heimsucht, schwärzer als die schwärzeste Melancholie - die ›Menschen-Verachtung‹. Und damit ich keinen Zweifle darüber lasse, was ich verachte, wen ich verachte: der Mensch von heute ist es, der Mensch, mit dem ich verhängnisvoll gleichzeitig bin. Der Mensch von heute - ich ersticke an seinem unreinen Atem . . . Gegen das Vergangene bin ich, gleich allen Erkennenden, von einer grossen Toleranz, das heisst grossmütigen Selbstbezwingung: ich gehe durch die Irrenhaus-Welt ganzer Jahrtausende, heisse sie nun ›Christentum‹, ›christlicher Glaube‹, ›christliche Kirche‹, mit einer düsteren Vorsicht hindurch, - ich hüte mich, die Menschheit für ihre Geisteskrankheiten verantwortlich zu machen. Aber mein Gefühl schlägt um, bricht heraus, sobald ich in die neuere Zeit, in unsre (sic!) eintrete. Unsre (sic!) Zeit ist wissend . . . Was ehemals bloss krank war, heute ward es unanständig, - es ist unanständig, heute Christ zu sein. Und hier beginnt mein Ekel. - Ich sehe mich um: es ist kein Wort von dem mehr übrig geblieben, was ehemals ›Wahrheit‹ hiess, wir halten es nicht mehr aus, wenn ein Priester das Wort ›Wahrheit‹ auch nur in den Mund nimmt. Selbst bei dem bescheidensten Anspruch auf Rechtschaffenheit muss man heute wissen, dass ein Theologe, ein Priester, ein Paps mit jedem Satz, den er spricht, nicht nur irrt, sondern lügt, - dass es ihm nicht mehr freisteht, aus ›Unschuld‹, aus ›Unwissenheit‹ zu lügen.« (S. 66 & 67) Und sogar, dass Nietzsche gegen Anarchisten schimpft, lasse ich diesem grossen Denker durchgehen - man kann ja schliesslich nicht überall der Selben Meinung sein . . . Für jeden Menschen, der sich mit Religionen, Religionskritik, Philosophie oder der Menschheit auseinandersetzt (also eigentlich für alle Menschen), ist das eine Pflichtlektüre!

Antichrist
von einer Kundin/einem Kunden am 03.05.2011

Wenn man sich erst einmal in die Sprache eingelesen hat, ist der Antichrist mehr als lesenswert. Nietzsches Thesen sind nachvollziehbar, logisch und begründet, stets begleitet von einer Portion Biss und Provokation. Dieses Buch ist auf jeden Fall zu empfehlen.

Absolut super...
von Alex am 25.03.2011

Nietzsche kritisiert das Christentum aufs schärfste. Er erklärt sehr schön das Gott nur eine Einbildung ist, eine Erfindung des Menschen. Er bezeichnet Christen als Lügner und Geisteskranke und vergleicht das Christentum auch mit anderen Religionen. Schön das es einen großen Denker und Schreiber gibt der meine Ansichten teilt.


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