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Lea

Novelle. Ausgezeichnet mit dem Prix Michel Tournier 2011

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gebundene Ausgabe

Mit einem Nachwort des Autors.

Die achtjährige Lea hat sich nach dem Tod der Mutter in eine eigene Welt zurückgezogen, zu der auch der Vater keinen Zutritt hat. Erst der Klang einer Geige holt sie ins Leben zurück. Lea erweist sich als ausserordentliche musikalische Begabung, und schon bald liegen ihr Publikum und Musikwelt zu Füssen. Doch während Lea von Erfolg zu Erfolg eilt, treibt es ihren anfangs überglücklichen Vater Martijn van Vliet immer tiefer in die Einsamkeit. Bei dem verzweifelten Versuch, die Liebe und Nähe seiner Tochter zurückzugewinnen, verstrickt er sich in ein Verbrechen, das alles verändert …

Portrait
Mercier, Pascal
Pascal Mercier, geboren 1944 in Bern, heisst im richtigen Leben Peter Bieri und ist Professor für Philosophie an der Freien Universität Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 255
Erscheinungsdatum 06.07.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-73746-8
Verlag btb
Maße (L/B/H) 18.8/12/2.2 cm
Gewicht 245 g
Verkaufsrang 17808
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Ein weiteres Meisterwerk vom Schweizer Pascal Mercier (eigentlich Peter Bieri)

Désirée Hasler, Buchhandlung Schönbühl

Es isit die traurig-schöne Vater Tochter Beziehung eines Vaters einer berühmten Geigenspielerin Frankreichs. Die Geschichte spielt in Frankreich der heutigen Zeit. Der Vater erzählt einem für ihn fremden die Lebensgeschichte seiner Tochter. Tragisch, schön, und liebevoll.

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Pascal Mercier - Lea
von einer Kundin/einem Kunden am 19.10.2010

In einem kleinen Café lernen sich Adrian Herzog und Marjin van Vliet kennen. Beide wollen nach Bern. Martjin bietet Adrian an ihn mitzunehmen. Unterwegs erzählt er dann seinem neuen Reisegefährten, die Geschichte seiner Tochter Lea. Das kleine Mädchen, dessen Mutter früh an Krebs stirbt, lauscht auf einem Bahnhof, dem Geigenspie... In einem kleinen Café lernen sich Adrian Herzog und Marjin van Vliet kennen. Beide wollen nach Bern. Martjin bietet Adrian an ihn mitzunehmen. Unterwegs erzählt er dann seinem neuen Reisegefährten, die Geschichte seiner Tochter Lea. Das kleine Mädchen, dessen Mutter früh an Krebs stirbt, lauscht auf einem Bahnhof, dem Geigenspiel einer Straßenmusikerin. In ihr wird der Wunsch wach, ebenso virtuos dieses Musikinstrument zu beherrschen. Martjin bestrebt danach seiner Tochter den Wunsch zu erfüllen, kauft ihr eine Geige und schon bald stellt er sein ganzes Leben auf Leas Spiel ein. Er vernachlässigt in den nächsten Jahren seine Arbeit und lebt nur für ihre Karriere. Für sie wird er sogar straffällig: er veruntreut Gelder des Instituts, um Lea eine Guarneri del Gesu zu kaufen, eine dieser besonders wertvollen und seltenen Instrumente aus dem 17. Jahrhundert. Die ersten Anzeichen einer geistigen Entrückung kann oder will er einfach nicht sehen, bis es zu spät ist und er sie in ein Sanatorium einweisen muss. Adrian Herzog lernt durch die Geschichte und deren mehr als tragischem Ende einen anderen Blickwinkel auf sein eigenes Leben zu werfen und die Beziehung zu seiner eigenen Tochter zu hinterfragen. Für ihn wird das Treffen mit diesem Fremden zu Welt erschütternden Erfahrung. Klein, aber fein kommt die Novelle "Lea" daher und hatte es nach dem großen Erfolg des "Nachtzug nach Lissabon" nicht einfach, weil die vorherrschenden Themen keine einfachen sind: Fremdheit und Entfremdung von Menschen, hier speziell Vater und Tochter; das Abgleiten eines Menschen in einen Wahn, der Verlust der Bodenhaftung; das Aufstauen von Ungesagtem und Missverständnissen bis zur Explosion. Kein "gewichtiges", aber ein "richtiges" Buch, nämlich richtig, um diese Thematik zu bearbeiten. Ein Buch, auf welches man sich einlassen muss... und dafür belohnt wird. Ganz große Klasse - Danke Herr Mercier!

Eindrucksvoller Vater-Tochter-Roman
von Sylvi Hörtz aus Berlin am 17.09.2010

Pascal Mercier erzählt die bewegende Geschichte eines talentierten Mädchens, das in jungen Jahren mit dem Tod der Mutter konfrontiert wird und daraufhin Freude und Erfüllung in der Musik sucht. Doch Lea's anfängliche Euphorie im Umgang mit der Geige schlägt mit zunehmendem Erfolg in Perfektionsmus und Obsession um. Obwohl ihr Va... Pascal Mercier erzählt die bewegende Geschichte eines talentierten Mädchens, das in jungen Jahren mit dem Tod der Mutter konfrontiert wird und daraufhin Freude und Erfüllung in der Musik sucht. Doch Lea's anfängliche Euphorie im Umgang mit der Geige schlägt mit zunehmendem Erfolg in Perfektionsmus und Obsession um. Obwohl ihr Vater die Gefahr zu sehen scheint, gelingt es ihm nicht, die Notbremse zu ziehen. Aus Angst sich seiner Tochter weiter zu entfremden, fördert er stattdessen mit allen Mitteln ihre musikalische Begabung. Doch das scheint genau der falsche Weg zu sein ... Der Autor beschreibt auf sehr eindrucksvolle Weise, wie ein Vater um jeden Preis versucht, seine Tochter gücklich zu machen und sie nicht zu verlieren. Ein sehr emotionaler und stilistisch gut geschriebener Roman, der den Leser voll und ganz in den Bann zieht. Sehr empfehlenswert.

Besser als "Nachtzug nach Lissabon"
von Eberhard Landes am 29.08.2010
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Zwei Männer treffen sich zufällig in der Provence. Verbindendes ist zunächst nur, dass sie beide aus Bern kommen. Der Eine von Ihnen, der gebürtige Holländer Martijn van Vliet, erzählt - nachdem bei Beiden die ansonsten zwischen Fremden zunächst zu erwartenden Distanz schnell verfliegt - dabei dem Anderen, Adrian Herzog, seine t... Zwei Männer treffen sich zufällig in der Provence. Verbindendes ist zunächst nur, dass sie beide aus Bern kommen. Der Eine von Ihnen, der gebürtige Holländer Martijn van Vliet, erzählt - nachdem bei Beiden die ansonsten zwischen Fremden zunächst zu erwartenden Distanz schnell verfliegt - dabei dem Anderen, Adrian Herzog, seine tragische Lebensgeschichte. Herzog hört zu; geduldig, interessiert, teilnehmend, gepackt. Der Bericht erstreckt sich über Tage! Van Vliet kommt ihm dabei immer näher. Herzog nimmt im Buch ausschließlich die Rolle des Erzählers ein. Er erzählt van Vliets Geschichte; er ist nicht der Redner gegenüber van Vliet. Nur hie und da entlässt ihn Pascal Mercier aus dieser Rolle; dann darf er kurz von sich selbst erzählen und der Leser bemerkt, dass auch Herzog eine Biographie, ein Leben vor diesen Gesprächen mit van Vliet hat und dass auch er seine Problemsituationen durchlebt hat und es nicht immer einfach hatte. Aber im Mittelpunkt stehen van Vliet und dessen Verzweiflung über das Schicksal seiner Tochter Lea und das damit so eng verbundene Eigene. Die Tochter, die er nicht wollte, weil er die Verantwortung scheute, die mit dem Vatersein verbunden ist, weil er sich dieser Verantwortung nicht gewachsen fühlte. Lea, deren Mutter früh starb, wird Violinistin, zunächst begeistert, dann besessen; sie erreicht Berühmtheit und dann zerbricht sie, an sich und an ihrer unerfüllten Liebe zu ihrem Lehrer, nach van Vliets Meinung möglicherweise auch an ihm, an ihrem sie so liebenden Vater, der alles für sie tut, der seine Existenz für sie ruiniert. Und doch muss er erkennen, dass er ihr nicht helfen kann. Und Adrian Herzog? Wird er zumindest van Vliet noch helfen können? Das Ende ist zwangsläufig. Und das Buch ist .. brillant erzählt. Für meinen Geschmack: eindeutig fesselnder und damit besser als "Nachtzug nach Lissabon".