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Der fünfte Mörder / Kripochef Alexander Gerlach Bd.7

Ein Fall für Alexander Gerlach. Originalausgabe

Kripochef Alexander Gerlach Band 7

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Taschenbuch
Beinahe wäre Kriminaloberrat Gerlach Opfer eines Bombenanschlags geworden: Vor seinen Augen explodiert der Geländewagen eines bulgarischen Zuhälters. Wenig später ereignen sich weitere rätselhafte Morde, und Gerlach kommt der Verdacht, es könne sich ein Bandenkrieg anbahnen. Als er zu ermitteln beginnt, wird er von oberster Stelle zurückgepfiffen. Ausgerechnet jetzt hat der Heidelberger Kripochef gute Gründe, sich ernsthafte Sorgen um seine pubertierenden Töchter zu machen, und zu allem Übel nimmt auch sein Liebesleben eine unvorhergesehene Wendung.
Portrait
Burger, Wolfgang
Wolfgang Burger, geboren 1952 im Südschwarzwald, ist promovierter Ingenieur und hat viele Jahre in leitenden Positionen am Karlsruher Institut für Technologie KIT gearbeitet. Er hat drei erwachsene Töchter und lebt heute in Karlsruhe und Regensburg. Seit 1995 ist er schriftstellerisch tätig. Die Alexander-Gerlach-Romane waren bereits zweimal für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert und standen mehrfach auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.
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    Terror!, war mein erster Gedanke in der Stille nach der Explosion. Der Dschihad hat Heidelberg erreicht!
    Ich stand keine zwanzig Schritte von dem soeben in die Luft geflogenen Wagen entfernt und hatte das Atmen vergessen. Noch bevor die letzten Trümmer zu Boden geprasselt waren, ging irgendwo eine Alarmsirene los. In meinen Ohren hallte die Detonation nach.
    Jemand hatte geschrien. Eine Frau. Sie stand unmittelbar neben mir, an einem Zigarettenautomaten. Nicht mehr ganz jung, registrierte mein Polizistenhirn automatisch, zierlich, neckische, weissblonde Strubbelfrisur. Ihre Augen waren gross vor Schreck, und sie war so blass, wie ich mich fühlte. Am linken Nasenflügel blitzte ein Steinchen im Sonnenlicht. Die Rechte hatte sie vor den Mund geschlagen. Handtasche und Portemonnaie lagen am Boden, darum herum ein wenig Kleingeld verstreut.
    Die Alarmsirene jaulte, dass es in den Ohren gellte.
    Gott sei Dank schien niemand verletzt zu sein, oder gar tot, soweit ich es überblicken konnte. Auch mir war offenbar nichts passiert abgesehen von dem mächtigen Schrecken. Ich fühlte keinen Schmerz, entdeckte kein Blut an mir. Da war nur diese Starre, der Druck auf der Lunge, die dumpfe Beklemmung, die mir das Atmen schwer machte. Ich hob einen Fuss, versuchte einen Schritt. Noch einen. Meine Beine funktionierten vorschriftsmässig.
    Als hätte ein unsichtbarer Regisseur das Kommando gegeben, wurden an den umliegenden Häusern plötzlich Fenster aufgerissen, die Menschen auf den Bürgersteigen bewegten sich wieder, Autos bremsten, deren Fahrer sich nicht an dem inzwischen brennenden Wagen vorbei trauten, eine Strassenbahn, die etwa fünfzig Meter stadtauswärts im Verkehr stecken geblieben war, bimmelte vorwurfsvoll.
    Ich musste etwas tun. Schliesslich war ich Polizist und hatte den Überblick zu bewahren, Ruhe zu verbreiten, zu helfen, zu retten. Aber was? Hier gab es ja nichts zu retten. Niemand lag am Boden. Niemand schien in dem explodierten Wagen zu sitzen. Und ich hatte nicht einmal einen Feuerlöscher. Oder doch? Natürlich! In meinem Peugeot, neben dessen offener Fahrertür ich eben noch gestanden hatte, musste einer sein. Irgendwo, seit Ewigkeiten unbenutzt. Unter dem Fahrersitz?
    Ich fand das rote Ding sofort, zerrte es heraus, etwas fiel zu Boden, ich liess es liegen und rannte zu dem dunklen Geländewagen, aus dem die Flammen mit jeder Sekunde höher schlugen. Porsche Cayenne, notierte ich, Farbe: schwarz, dunkel getönte Scheiben.
    Es knisterte und knackte und prasselte. Offenbar konnte ich inzwischen auch wieder hören. Die Geräusche waren in die Welt zurückgekehrt. Und die Gerüche. Es stank nach verbranntem Plastik und verschmortem Gummi.
    Unbegreiflicherweise schien wirklich kein Mensch zu Schaden gekommen zu sein, obwohl die Neuenheimer Brückenstrasse viel befahren, die Gehwege auf beiden Seiten jetzt, am Samstagvormittag, voller Passanten waren.
    Ich zerrte den Sicherungsstift von meinem kleinen, so erbärmlich kleinen Feuerlöscher, drückte die rote Taste. Etwas Weisses zischte heraus. Zu schwach, zu dünn, viel zu wenig. Schon Sekunden später zischte nichts mehr, die Flammen schlugen höher als zuvor, mein Gesicht glühte von der Hitze. Die Bombe schien unter dem hinteren Teil des Wagens gesessen zu haben. Vermutlich genau unter dem Tank.
    Jemand rief mir etwas zu. Ein älterer, stämmiger Mann mit Kugelglatze. Zehn, zwölf Meter von mir entfernt. Näher wagte er sich nicht heran.
    "Weg da!", brüllte er und gestikulierte wild. "Die Kiste kann jeden Moment in die Luft gehen!"
    Er hatte recht. Ich wich zurück. Stiess gegen ein Auto, das hinter dem Cayenne parkte, kam ins Straucheln. Der Feuerlöscher glitt mir aus der Hand, kullerte irgendwohin.
    "Ganz schön mutig", meinte der aufgeregte Mann und hieb mir kräftig auf die Schulter. "Also, ich hätte mich das nicht getraut, mein Gott!"
    Er steckte in einem verschossenen, viel zu bunten Trainingsanzug, war einen Kopf kleiner als ich und hatte
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 314
Erscheinungsdatum 06.06.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-25743-5
Reihe Alexander Gerlach 7
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 19/11.8/3 cm
Gewicht 309 g
Verkaufsrang 50452
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
7 Bewertungen
Übersicht
5
2
0
0
0

von einer Kundin/einem Kunden am 03.08.2018
Bewertet: anderes Format

Burger lesen ist wie nach Hause kommen. Spannende Erzählweise, ein sympathischer Kommissar- so ermittle ich mich gerne durch unsere Stadt! Prima!

Sehr temporeich!
von Igelmanu66 aus Mülheim am 19.05.2017

»Terror!, war mein erster Gedanke in der Stille nach der Explosion. Der Dschihad hat Heidelberg erreicht! Ich stand keine zwanzig Schritte vor dem soeben in die Luft geflogenen Wagen entfernt und hatte das Atmen vergessen. Noch bevor die letzten Trümmer zu Boden geprasselt waren, ging irgendwo eine Alarmsirene los. In meinen Oh... »Terror!, war mein erster Gedanke in der Stille nach der Explosion. Der Dschihad hat Heidelberg erreicht! Ich stand keine zwanzig Schritte vor dem soeben in die Luft geflogenen Wagen entfernt und hatte das Atmen vergessen. Noch bevor die letzten Trümmer zu Boden geprasselt waren, ging irgendwo eine Alarmsirene los. In meinen Ohren hallte die Detonation nach.« In diesem Krimi ist es mit der Ruhe in Heidelberg endgültig vorbei. Ein Auto fliegt in die Luft, eine Wasserleiche mit Kopfschuss wird geborgen und scheinbar ist ein Bandenkrieg inmitten mafiöser Strukturen im Gange. Als wenn das noch nicht reichen würde, wird Kriminaloberrat Alexander Gerlach mitten in seinen Ermittlungen von oberster Stelle zurückgepfiffen. Wer ihn kennt, der weiß, dass er nun erst recht keine Ruhe geben wird… Hier ist Tempo angesagt, das merkt man schon auf der ersten Seite. Die Spannung bleibt durchgehend hoch und der Leser kann sich auf einige überraschende Wendungen und Ereignisse freuen. Ohnehin ist die Thematik sehr interessant und wird hier – wie gewohnt bei den Krimis aus dieser Reihe – gut umgesetzt. Wieso Alexander bei seinen Ermittlungen ausgebremst werden soll, macht natürlich neugierig. Und ich hatte regelmäßig großen Spaß, wenn er mal wieder einen Weg gefunden hatte, diese Anweisung zu umgehen. Natürlich wie immer unterstützt von seinem großartigen Team voller interessanter und grundverschiedener Charaktere. Privat ist er mal wieder im emotionalen Dauerstress, verursacht durch seine 15jährigen Zwillingstöchter und eine überraschende Entwicklung in der Beziehung zu seiner Geliebten. Fazit: Sehr temporeich, spannend und wie immer gut umgesetzt. Ich nehme mir gleich den nächsten Band vor.

Das Gesicht des Bösen
von Carmen Vicari aus Dossenheim am 12.04.2013

Der siebte Band um Alexander Gerlach widmet sich dem organisierten Verbrechen. Dabei stehen nebst Ungarn auch Russen im Visier des Ermittlers. Die Hauptprotagonisten sind sehr farblich. Alexander Gerlach, die Zwillinge und auch verschiedene Kollegen von ihm kennt man natürlich schon aus den vorangegangenen Bänden. Alle andere... Der siebte Band um Alexander Gerlach widmet sich dem organisierten Verbrechen. Dabei stehen nebst Ungarn auch Russen im Visier des Ermittlers. Die Hauptprotagonisten sind sehr farblich. Alexander Gerlach, die Zwillinge und auch verschiedene Kollegen von ihm kennt man natürlich schon aus den vorangegangenen Bänden. Alle anderen Personen bleiben meist sehr verworren und schleierhaft. Aber genauso nimmt auch Alexander Gerlach sie wahr und rätselt herum, was für eine Rolle sie in diesem Fall spielen. Durch diese blasse Beschreibung kann der Leser die Situation von Gerlach sehr gut nachvollziehen und steckt ebenfalls in dem Dilemma, dass er die Verdächtigen nicht richtig greifen kann. Die Geschichte spielt natürlich in Heidelberg und den Vororten davon. So finden die Ermittlungen nicht nur in Heidelberg, sondern z.B. auch in Handschuhsheim und Schriesheim statt. Eine Verfolgungsjagd wird so detailliert beschrieben, dass man sie sich als Einheimischer gut vorstellen kann und als Außenstehender auf der Landkarte nachverfolgen. Nur bei diversen Einkaufscentern bzw. -geschäften, sind Ortskenntnisse eindeutig von Vorteil. Im Vordergrund der Geschichte stehen natürlich die Ermittlungen. Alexander Gerlach und seine Kollegen tragen hier wirklich jeden Schnipsel zusammen und versuchen ein Gesamtbild daraus zu basteln. Dabei beschreiten sie nicht immer legale Wege. Es kommen aber auch menschliche Aspekte zur Sprache. So sieht Alexander Gerlach seine Kollegen nicht einfach als selbstverständlich an, sondern nimmt auch die persönlichen Bedürfnisse seiner Mitarbeiter wahr. Gerade seine Sekretärin kommt ihm immer wieder menschlich entgegen, aber auch andere Mitarbeiter seines Teams, was den Ermittler mir sehr sympathisch macht. In diesem Buch steht vor allem eine größere Veränderung in seinem Liebesleben an. Die Beziehung zu seinen Zwillingstöchtern dagegen, kam mir in diesem Buch etwas zu kurz und war ziemlich blass. Was dagegen wieder sehr schön war, war seine Freundschaft zu Lorenzo. Bei abendlichen kulinarischen Genüssen und einem gepflegten Schachspiel besprechen die beiden alle Themen, die Alexander Gerlach so beschäftigen und so manches Mal fand Alexander Gerlach nach einem solchen Gespräch das nächste Puzzleteil zu seinem aktuellen Fall. Die Handlungen sind für den Leser nachvollziehbar, auch wenn man selbst manches Mal anders reagiert oder gehandelt hätte. Das Ende ist schlüssig, auch wenn der ein oder andere Punkt bewusst offen gelassen wird. Im Gegensatz zu den anderen Büchern, ist der Spannungsbogen durch die Explosion sofort da und steigt immer weiter an. Gegen Ende des Buches nimmt er dann rapide ab, bleibt aber noch leicht vorhanden, da einige Punkte offen sind, die der Vollständigkeit wegen noch geklärt werden. Die Geschichte ist flüssig geschrieben und lässt den Leser an mancher Stelle sogar schmunzeln. Die Dialoge reichen von tiefgründig bis humorvoll. Das Ermittlerleben ist nicht immer einfach und der Autor stellt das glaubhaft dar. Eine Vorkenntnis der vorangegangenen Bände ist hilfreich, aber nicht zwangsläufig erforderlich. Die Personen werden noch einmal im Kurzabriss vorgestellt bzw. ihre Beziehungen zueinander erklärt. Fazit: Spannend, tiefgründig, stilsicher und souverän entführt der Autor den Leser nach Heidelberg und lässt ihn nur schwer wieder los.