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Die Menschenleserin / Kathryn Dance Bd.1

Roman

Kathryn Dance Band 1


Ein Blinzeln zu viel. Ein Zucken der Mundwinkel. Eine zitternde Hand.

Der erste Fall für Jeffery Deavers neue faszinierende Ermittlerin Kathryn Dance! Vor acht Jahren löschte der hochintelligente Psychopath Daniel Pell auf einen Streich eine ganze Familie aus – zumindest beinahe: Allein die neunjährige Tochter überlebte die Schreckensnacht. Doch nun ist Pell die Flucht aus der Haft gelungen. Und nur Kathryn Dance kann jetzt noch verhindern, dass der Mörder sein Versäumnis von damals wettmacht. Doch dafür muss die geniale Verhörspezialistin ganz tief in Daniel Pells Psyche eintauchen – ein Höllentrip, von dem es vielleicht keine Wiederkehr für sie gibt …

Rezension
Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de: Bestsellerautor Deaver hat eine neue Serienheldin erschaffen, die einen ruhelos zurücklässt. Man wird süchtig nach ihr, ihrem Stil zu ermitteln. Ihr erster Fall ist ein furios erzählter Thriller.
Portrait
Deaver, Jeffery
Jeffery Deaver gilt als einer der weltweit besten Autoren intelligenter psychologischer Thriller. Wie kaum ein anderer beherrscht der von seinen Fans und den Kritikern gleichermassen geliebte Jeffery Deaver den schier unerträglichen Nervenkitzel, verführt mit falschen Fährten, überrascht mit blitzschnellen Wendungen und streut dem Leser auf seine unnachahmliche Art Sand in die Augen. Seit dem ersten grossen Erfolg als Schriftsteller hat er sich aus seinem Beruf als Rechtsanwalt zurückgezogen und lebt nun abwechselnd in Virginia und Kalifornien. Seine Bücher, die in 25 Sprachen übersetzt werden und in 150 Ländern erscheinen, haben ihm bereits zahlreiche renommierte Auszeichnungen eingebracht. Die kongeniale Verfilmung seines Romans Die Assistentin unter dem Titel Der Knochenjäger (mit Denzel Washington und Angelina Jolie in den Hauptrollen) war weltweit ein sensationeller Kinoerfolg und hat dem faszinierenden Ermittler- und Liebespaar Lincoln Rhyme und Amelia Sachs eine riesige Fangemeinde erobert.
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  • Artikelbild-0
  • 13. September 1999

    ¿Mansons Sohn¿ des Mordes an der Familie Croyton f¿r schuldig befunden

    SALINAS, KALIFORNIEN - Daniel Raymond Pell, 35, wurde heute wegen vierfachen Mordes sowie Totschlags verurteilt. Die Geschworenen in Monterey County berieten sich nur f¿nf Stunden lang.
    ¿Der Gerechtigkeit wurde Gen¿ge getan¿, lie¿der leitende Anklagevertreter James J. Reynolds nach dem Schuldspruch gegen¿ber der Presse verlauten. ¿Dies ist ein ¿erst gef¿licher T¿r, der entsetzliche Verbrechen begangen hat.¿
    Pell wurde als ¿Mansons Sohn¿ bekannt, weil es Parallelen zwischen seinem Leben und dem des verurteilten M¿rders Charles Manson gibt. Manson war 1969 in S¿dkalifornien daf¿r verantwortlich gewesen, dass die Schauspielerin Sharon Tate und mehrere andere Personen zu Opfern von Ritualmorden wurden. Im Anschluss an Pells Verhaftung fand die Polizei in seinem Haus eine Vielzahl von B¿chern und Artikeln ¿ber Manson.
    Das heute gef¿te Urteil bezieht sich auf die am 7. Mai ver¿bten Morde an William Croyton, seiner Frau und zwei ihrer drei Kinder in Carmel, Kalifornien, knapp zweihundert Kilometer s¿dlich von San Francisco. Die Anklage wegen Totschlags ergab sich aus dem Tod von James Newberg, 24, der mit Pell zusammengewohnt und ihn am Tatabend zum Haus der Croytons begleitet hat. Die Staatsanwaltschaft erkl¿e, Newberg habe sich anfangs an den Morden beteiligen wollen, sich dann aber geweigert, woraufhin Pell ihn get¿tet habe.
    Croyton, 56, war ein wohlhabender Elektroingenieur und Computer-Trendsetter aus dem Silicon Valley. Seine im kalifornischen
    Cupertino ans¿ige Firma stellt hochmoderne Software her, die sich in den meisten der weltweit beliebtesten PC-Programme wiederfindet.
    Aufgrund von Pells Interesse an Manson kamen Spekulationen auf, die Morde k¿nnten - wie seinerzeit bei Manson - ideologisch motiviert sein, aber laut Staatsanwalt Reynolds hatte der T¿r es h¿chstwahrscheinlich auf das Eigentum der Familie Croyton abgesehen. Pells Strafregister reicht zwanzig Jahre zur¿ck und umfasst Dutzende von Laden- und Einbruchdiebst¿en sowie zahlreiche Raub¿berf¿e.
    Ein Kind der Croytons, die neunj¿ige Tochter Theresa, hat ¿berlebt. Sie lag schlafend im Bett und wurde von Pell ¿bersehen, weil sie durch ihre Spielzeuge und Stofftiere verdeckt war. Dieser Umstand hat ihr sp¿r den Beinamen Schlafpuppe eingebracht.
    Genau wie der von ihm bewunderte Charles Manson besa¿auch Pell eine d¿stere Ausstrahlung und konnte eine Gruppe ergebener und fanatischer Anh¿er um sich scharen, die er seine Familie nannte - ein ebenfalls dem Manson-Clan entlehnter Begriff - und ¿ber die er absolute Kontrolle aus¿bte. Zur Zeit der Croyton-Morde bestand diese Gruppe aus Newberg und drei Frauen, die alle gemeinsam in einem ¿lichen Haus in Seaside wohnten, n¿rdlich von Monterey, Kalifornien. Im Einzelnen handelt es sich um Rebecca Sheffield, 26, Linda Whitfield, 20, und Samantha McCoy, 19. Whitfield ist die Tochter von Lyman Whitfield, Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender der Santa Clara Bank and Trust, der viertgr¿¿en Bankgesellschaft des Staates, mit Hauptsitz in Cupertino.
    Die Frauen wurden zwar nicht in der Strafsache Croyton/Newberg angeklagt, aber ihnen konnten zahlreiche F¿e von Diebstahl, Hausfriedensbruch, Betrug und Hehlerei nachgewiesen werden. Whitfield hatte sich zudem der Behinderung der Ermittlungen, des Meineides und der Zerst¿rung von Beweismitteln schuldig gemacht. Infolge einer Absprache zwischen Verteidigung und Staatsanwaltschaft wurden Sheffield und McCoy zu je drei Jahren Haft verurteilt, Whitfield zu viereinhalb.
    Sogar Pells Verhalten vor Gericht glich dem von Charles Manson. Er sa¿reglos am Tisch der Verteidigung und starrte die Geschworenen und Zeugen an, um sie offenbar einzusch¿chtern. Ger¿chten zufolge glaubte er, ¿bersinnliche Kr¿e zu besitzen. Einmal wurde der Angeklagte aus dem Gerichtssaal entfernt, nachdem eine Zeugin unter seinem Blick zusammengebrochen war.
    Vom morgigen Tag an beraten die Geschworenen ¿ber das Strafma¿ Pell k¿nnte zum Tode verurteilt werden.

    ... Montag

    Die Vernehmung begann wie jede andere.
    Kathryn Dance betrat das Verh¿rzimmer. An einem Metalltisch sa¿in Ketten ein dreiundvierzigj¿iger Mann und blickte ihr aufmerksam entgegen. Das taten die Verd¿tigen nat¿rlich immer, aber bisher noch nie mit so erstaunlichen Augen. Ihr Blau ¿elte weder dem Himmel noch dem Meer oder gar kostbaren Edelsteinen.
    ¿Guten Morgen¿, sagte Dance und nahm auf der anderen Seite des Tisches Platz.
    ¿Ihnen auch¿, erwiderte Daniel Pell, der vor acht Jahren vier Mitglieder einer Familie erstochen und den Grund daf¿r niemals preisgegeben hatte. Seine Stimme war sanft.
    Der klein gewachsene, sehnige Mann verzog das Gesicht zu einem leichten L¿eln und lehnte sich entspannt zur¿ck. Sein Kopf mit dem langen grauschwarzen Haar war zur Seite geneigt. Die meisten Verh¿re im Gef¿nis wurden von einem stetigen Klirren der Ketten begleitet, weil die Verd¿tigen mit ausholenden, berechenbaren Gesten ihre Unschuld beteuerten. Daniel Pell hingegen sa¿vollkommen still.
    F¿r Dance, spezialisiert auf Vernehmungen und Kinesik - K¿rpersprache -, signalisierte Pell durch sein Verhalten und seine Pose vorsichtige Zur¿ckhaltung, aber auch Selbstbewusstsein und sogar Belustigung. Er trug einen orangefarbenen Overall, auf dessen Brust ¿Strafanstalt Capitola¿ geschrieben stand. Auf dem R¿cken prangte ¿berfl¿ssigerweise das Wort ¿H¿ling¿.
    Gegenw¿ig befanden Pell und Dance sich jedoch nicht in Capitola, sondern sechzig Kilometer entfernt in einem gesicherten Verh¿rraum des Bezirksgerichts von Salinas.
    Pell setzte seine Begutachtung fort. Zuerst nahm er sich nunmehr Dances Augen vor - ein Gr¿n, das gut zu seinem Blau passte, eingerahmt durch eine Brille mit rechteckigem schwarzem Gestell. Dann widmete er sich ihrem dunkelblonden, zu einem festen Zopf geflochtenen Haar, dem schwarzen Jackett und darunter der dicken, blickdichten wei¿n Bluse. Auch das leere Holster am G¿rtel entging ihm nicht. Er war gewissenhaft und lie¿sich Zeit. (Bei einer Vernehmung sind beide Beteiligten aufeinander neugierig. ¿Der Verd¿tige nimmt Sie genauso gr¿ndlich in Augenschein wie Sie ihn¿, ermahnte Dance die Teilnehmer ihrer Seminare. ¿F¿r gew¿hnlich sogar noch gr¿ndlicher, denn er hat mehr zu verlieren.¿)
    Dance suchte in ihrer blauen Handtasche nach ihrem Dienstausweis und lie¿sich nichts anmerken, als sie eine kleine Spielzeugfledermaus vom letztj¿igen Halloween entdeckte. Der zw¿lfj¿ige Wes oder seine j¿ngere Schwester Maggie, vermutlich aber beide gemeinsam, hatten sich mal wieder einen Streich f¿r sie ausgedacht. Ist das nicht ein herrlicher Kontrast?, dachte Dance. Noch vor einer Stunde hatte sie mit ihren Kindern in der K¿che ihres gem¿tlichen viktorianischen Hauses im idyllischen Pacific Grove gefr¿hst¿ckt, w¿end zu ihren F¿¿n zwei ¿berm¿tige Hunde um Speck bettelten, und nun sa¿sie hier, an einem ganz anderen Tisch, einem verurteilten M¿rder gegen¿ber.

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 541
Erscheinungsdatum 09.11.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-37212-6
Verlag Blanvalet
Maße (L/B/H) 18.4/11.7/4.2 cm
Gewicht 416 g
Originaltitel The Sleeping Doll
Übersetzer Thomas Haufschild
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Vor acht Jahren löscht Daniel Pell auf einen Streich eine ganze Familie aus -zumindest beinahe: Nur die neunjährige Tochter hat überlebt, verborgen in zwischen den Kuscheltieren in ihrem Bett. Doch der hochintelligente Psychopath Pell, konnte damals gerichtlich überführt und zu lebenslanger Haft verurteilt werden. Daniel Pell selbst hat jedoch bis heute zu allen Vorwürfen geschwiegen. Nun erhält die Körpersprache Expertin Kathryn Dance die einmalige Gelegenheit ein umfassendes Geständnis zu entlocken. Doch während des Verhörs kommt es zur Katastrophe: Daniel Pell gelingt die Flucht aus dem Hochsicherheitsgefängnis! Und nur Kathryn Dance kann jetzt noch verhindern, dass seine grausige Leidenschaft neue Opfer fordert. Dafür muss die brillante Ermittlerin jedoch ganz tief in Daniel Pells Psyche eintauchen - ein Höllentrip, von dem es vielleicht keine Wiederkehr für sie gibt.... Psychologisch und sehr tiefgründig!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
22 Bewertungen
Übersicht
15
5
1
0
1

von einer Kundin/einem Kunden am 06.09.2017
Bewertet: anderes Format

Endlich mal keine Pathologin als "Heldin" - sondern eine Verhörspezialistin, die hier im 1. Teil der Reihe einen ausgebrochenen Serienmörder jagt. Hochspannung garantiert!

von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Den fand ich richtig gut. Spannung pur und nicht so bekannte Dinge zum Thema Profiling.

von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Typischer Deaver mit den Kehrtwendungen am Kapitelende..Sympath.Hauptperson,durchaus spannend,aber sterben wird sie wohl nicht:-) neue Reihe