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1Q84 (Roman)

Band 1&2

1Q84 Band 1

1984. Aomame hat zwei verschieden grosse Ohren. Beim Rendezvous mit einem reichen Ölhändler zückt sie eine Nadel und ersticht ihn – ein Auftragsmord, um altes Unrecht zu sühnen. Tengo ist Hobby-Schriftsteller. Er soll einen Roman der exzentrischen 17-jährigen Fukaeri überarbeiten, damit sie einen Literaturpreis bekommt. Der Text ist äusserst originell, aber schlecht geschrieben – ein riskanter Auftrag. Aomame wundert sich, warum die Nachrichten ihren Mord nicht melden. Ist sie in eine Parallelwelt geraten? Um diese Sphäre vom gewöhnlichen Leben im Jahr 1984 zu unterscheiden, gibt Aomame der neuen, unheimlichen Welt den Namen 1Q84.
Rezension
Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 01.11.10
Weltbestsellerautor Haruki Murakami hat sein grösstes und definitiv bestes Werk geschrieben. In 1Q84 ist jeder Satz eine Besonderheit. Murakamis Stil scheint so einfach, er schreibt schlicht und klar, aber welch enorme Kunst dahinter steckt, das ist schon sagenhaft. Ein Buch, das einen immer wieder überrascht. Man weiss nie, was auf der nächsten Seite passiert. Murakami zeichnet ein Bild der Gesellschaft mit seinem ganz eigenen Blickwinkel. Mit Aomame und Tengo hat Murakami elegante und verstörende Figuren erschaffen, die einen berauschen, und er gibt ihnen Dialoge, die nur so sprudeln vor Einfallsreichtum. 1Q84 ist Extraklasse! Murakami schreibt in 1Q84, dass ?ein Buch das gewisse Etwas haben muss, das beinhaltet, dass man nicht mehr aufhören kann zu lesen. An Büchern, die ich gleich wieder aus der Hand legen kann, habe ich nicht das geringste Interesse. Das ist doch eine klare Sache.? Dieses Buch ist eines von dieser Sorte, mit dem grossen gewissen Etwas, dass Sie dazu zwingt, immer weiterzulesen. 1Q84 ist auf drei Bände angelegt. Dieses Buch enthält die in Japan getrennt erschienen Band 1 und 2. Band 3 wird bei uns im Herbst 2011 erscheinen.
Portrait
Haruki Murakami, 1949 in Kyoto geboren, lebte über längere Zeit in den USA und in Europa und ist der gefeierte und mit höchsten Literaturpreisen ausgezeichnete Autor zahlreicher Romane und Erzählungen. Sein Werk erscheint in deutscher Übersetzung im DuMont Buchverlag.

Ursula Gräfe, geboren 1956, hat in Frankfurt am Main Japanologie und Anglistik studiert. Aus dem Japanischen übersetzte sie u. a. den Nobelpreisträger Kenzaburō Ōe, ausserdem Yoko Ogawa und Hiromi Kawakami. Für DuMont überträgt sie die Romane Haruki Murakamis ins Deutsche.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 1024
Erscheinungsdatum 03.08.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-9587-8
Verlag DUMONT Buchverlag
Maße (L/B/H) 21.3/14.8/4.5 cm
Gewicht 992 g
Originaltitel 1Q84
Auflage 6. Auflage
Übersetzer Ursula Gräfe
Verkaufsrang 22526
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
35 Bewertungen
Übersicht
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Grandios!
von einer Kundin/einem Kunden am 26.08.2019

Obwohl ich wahrlich kein Fan von Fantasy-Romanen und Parallelwelten bin, zählt 1Q84 zu den großartigsten, klügsten und spannendsten Büchern, die ich je gelesen habe! Murakamis unvergleichbarer Schreibstil gibt den Lesern das Gefühl, die Charaktere bereits nach kürzester Zeit zu kennen und ermöglicht es, sich auf eine Art und We... Obwohl ich wahrlich kein Fan von Fantasy-Romanen und Parallelwelten bin, zählt 1Q84 zu den großartigsten, klügsten und spannendsten Büchern, die ich je gelesen habe! Murakamis unvergleichbarer Schreibstil gibt den Lesern das Gefühl, die Charaktere bereits nach kürzester Zeit zu kennen und ermöglicht es, sich auf eine Art und Weise mit ihnen zu identifizieren, wie es kein anderer Autor schafft. Meisterhafte Erzählkunst!

Nicht ich bin verrückt, die Welt ist es.
von einer Kundin/einem Kunden am 25.02.2019

Mit seinem Meisterwerk 1Q84 gelingt es Murakami, seine Leserschaft völlig in den Bann zu ziehen und eine fantastisch sowie dystopisch angelegte Geschichte zu erzählen, in deren Welt man sich komplett verliert. Obwohl das 3-bändige Gesamtwerk mit weit über 1000 Seiten keine kurzweilige Kost ist und mit vielen Erzähldetails und gr... Mit seinem Meisterwerk 1Q84 gelingt es Murakami, seine Leserschaft völlig in den Bann zu ziehen und eine fantastisch sowie dystopisch angelegte Geschichte zu erzählen, in deren Welt man sich komplett verliert. Obwohl das 3-bändige Gesamtwerk mit weit über 1000 Seiten keine kurzweilige Kost ist und mit vielen Erzähldetails und grandiosen Ausschmückungen aufwartet, scheinen die Seiten gerade so dahin zu fliegen. Nach den ersten 100 Seiten ist man regelrecht erstaunt, wie schnell und flüssig sich dieser großartige Roman liest und genau darin liegt Murakamis großes Talent. Seine unvergleichliche Liebe zum Detail und zum Innenleben seiner Protagonisten ermöglicht es dem Leser, sich mit jedem weiteren Kapitel immer mehr mit Aomame und Tengo zu identifizieren und gemeinsam mit ihnen immer tiefer in die nervenaufreibende Welt von 1Q84 einzutauchen. Am Ende von Band 1 und 2 bleibt gar nichts anderes übrig, als sofort zu Band 3 zu greifen, um das Rätsel dieser Parallelwelt zu lösen.

Und wenn die zwei Monde am Himmel stehen
von einer Kundin/einem Kunden am 18.10.2017

Es sind zwei Monde, oben am tiefblauen Himmel. Zwei Monde, die daraufhin weisen, dass es nicht das Jahr 1984 ist, in dem wir uns befinden. Zumindest nicht das "normale" 1984. Das 1984, das wir kennen. Wir sind falsch abgebogen, in einen falschen Zug gestiegen, bei dessen Schienen eine Weiche umgestellt wurde, so dass wir jetzt ... Es sind zwei Monde, oben am tiefblauen Himmel. Zwei Monde, die daraufhin weisen, dass es nicht das Jahr 1984 ist, in dem wir uns befinden. Zumindest nicht das "normale" 1984. Das 1984, das wir kennen. Wir sind falsch abgebogen, in einen falschen Zug gestiegen, bei dessen Schienen eine Weiche umgestellt wurde, so dass wir jetzt woanders sind, in einer anderen Welt. In 1Q84. Doch wir sind nicht alleine. Wir sind nicht die einzigen, deren Welt, deren Leben, sich in einem einzigen Moment völlig verändert. Auch Tengo findet sich in 1Q84 wieder. Tengo, Mathematiklehrer und aufstrebender Autor, der sich dazu bereit erklärt hat, das Manuskript der 17-jähiren Fukaeri so zu überarbeiten, dass der Jury gar nichts anderes übrig bleibt, als ihr den begehrten Literaturpreis eines renommierten Magazins zu verleihen. Und auch Aomame muss sich mit dem Leben in 1Q84 arrangieren. Eigentlich ist sie Fitnesstrainerin, doch nebenbei empfiehlt sie sich als Auftragskillerin, die die Männer misshandelter Frauen für ihre begangenen Taten bestraft. Ihr nächster Auftrag wird dabei auch ihr Letzter sein, denn die Gefahr, in die sie sich dafür begibt, kann größer kaum sein. Weder Tengo, noch Aomame ahnen, welche gravierenden Folgen ihre Entscheidungen und Handlungen in 1Q84 nach sich ziehen und in welchem unglaublichen Kosmos sie sich befinden. Denn nicht nur die veränderte Realität stellt eine Herausforderung für die beiden dar, sondern eine Reihe weiterer Gefahren wartet auf sie. Bereit zuzuschlagen. Da sind die Vorreiter, eine anfangs politische Gruppe, die sich, völlig radikalisiert, zu einer fanatischen religiösen Sekte entwickelt hat. Da ist ein alt eingesessener Professor, der insgeheim seine eigenen Ziele verfolgt. Und da sind die „Little People“, eine unbekannte Macht, kraftvoll und undurchsichtig, die scheinbar überall ihre Fäden zieht und mysteriöse Puppen aus Luft spinnt. Es ist schwer in Worte zu fassen, dieses 1Q84, dieses unglaubliche Universum, in das Murakami den Leser rückhaltlos zieht. Dabei handelt es sich bei 1Q84, anders als vielerorts vermutet, nicht etwa um eine Parallelwelt zu der unseren, sondern schlichtweg um eine Veränderung der Realität, einer Weiche, die umgestellt wurde. Die Frage, welche Entscheidungen und Handlungen zu der Umstellung der Weiche führen, ist eine der spannendsten des gesamten Romans. Ist eine Art Strafe für moralische Vergehen, ganz im Sinne von Kafka’s Prozess? Ist es purer Zufall, dass sowohl Tengo, als auch Aomame in dieser Welt gelandet sind ? Oder ist es vielmehr ihre Liebe, die die beiden, obwohl sie sich Jahre lang nicht mehr gesehen haben, gemeinsam hineinwirft in diese gefährliche, undurchsichtige Welt? Die Sprache ist typisch Murakami – bildhaft, metaphorisch, geladen. In alt üblicher Manier schildert der Autor diese Welt so detailreich, so fantastisch, dass man gar nicht in der Lage ist, die Existenz von Dingen wie den „Little People“ in Frage zu stellen. Dass man niemals anzweifeln würde, dass durch das Spinnen einer Puppe aus Luft eine gewaltige Explosion entstehen kann. Dabei spannt Murakami den Bogen weit über aktuelle Themen wie Politik, Religion, die Rolle von Sekten, Literatur und Musik – alles taucht auf im Kosmos von 1Q84. Da wird sich auf von Wittgenstein berufen, auf Jung, Platon und Aristoteles. Es wird Proust gelesen und Schallplatten der 50er gehört. Und es wird Orwell zitiert. Immer wieder rückt dessen Dystopie "1984" in den Fokus, so dass die Parallelen unvermeidbar werden. Der "Big Brother" und die "Little People" - beide kontrollieren sie, beide bewachen sie. Doch im Gegensatz zu dem "Big Brother", der alles von oben in seinem alles überschauenden Blick hat, agieren die "Little People" in kleineren Dimensionen, bewachen von innen, direkt aus der Gesellschaft heraus. Es ist keine Frage: 1Q84 ist ein unglaubliches, ein mitreißendes Buch. Es ist eine Art Dystopie und gleichzeitig eine Geschichte über Mut, Freundschaft und bedingungsloses Vertrauen. Und es ist eine Geschichte über Liebe. Über grenzenlose, Jahre überdauernde Liebe. Über zwei Menschen, die sich durch nur einen einzigen Moment ein Leben lang verbunden fühlen und einander nicht aufgeben. Zugegeben, Sie müssen sich darauf einlassen, auf die Reise in die Welt von 1Q84. Doch haben Sie dies getan, werden Sie dieser Welt nicht mehr so schnell entfliehen können. Die gut 1000 Seiten lesen sich dabei wie im Flug und der unglaubliche (unglaublich böse) Cliffhänger am Ende von Buch 2 wird sie direkt zu Buch 3 greifen lassen. Neben "Hard boiled wonderland und das Ende der Welt" für mich der beste Murakami!