The Man Who Wasn't There

s/w Als ein Kunde dem Friseur Ed Crane anbietet, mit 10.000 Dollar Geschäftspartner seines Unternehmens zu werden, wittert er eine Chance, sein Leben zu ändern. Er will das Geld von einem Kaufhausbesitzer erpressen, der mit seiner Frau ein Verhältnis hat. Doch der erfährt, wer der anonyme Erpresser ist.
RezensionBild
Das Bild (1,85:1, anamorph) kommt ausgesprochen gut daher. Die Schärfe ist zumeist exzellent und präsentiert ein detailreiches Bild. Nur Totalen wirken ein wenig weicher. Es gibt ein leichtes Rauschen, was allerdings eher in dunklen Flächen oder Szenen mehr ins Auge fällt. Allerdings ist es auch nie störend. Der Kontrast ist hervorragend, der Schwarzwert sehr gut. Die Kompression macht gelegentlich auf sich aufmerksam.
RezensionBonus
Die Extras bestehen aus Interviews (ca. 13 min), fünf Deleted Scenes, einem Blick hinter die Kulissen (ca. 4 min) und Darsteller-Infos.

Die Extras liegen leider alle nur in Englisch OHNE optionale Untertitel vor. Der Audiokommentar von Billy Bob Thornton, Joel und Ethan Coen und das hochinteressante Interview mit Kameramann Roger Deakins über die Bildgestaltung des Filmes der Erstauflage fehlen leider.
RezensionTon
Beide Tonspuren (Englisch und Deutsch) liegen in Dolby Digital 5.1 vor. Angesichts der Natur des Filmes bekommt man einen zurückhaltenden Sound, der zudem noch ein bisschen zu frontlastig erscheint. Zu wenig kommt aus den hinteren Lautsprechern, um für einen besseren Raumklang zu sorgen. Die Musik wird von der Front dominiert. Die Dialoge sind klar und sauber in der Abmischung eingefügt. Es gibt keine Untertitel.
Zitat
Die Ausnahme-Talente Hollywoods, die gefeierten Autorenfilmer Ethan & Joel Coen, lieferten mit THE MAN WHO WASN’T THERE (USA, 2000) eine ganz eigene Film Noir-Hommage ab. Inspiriert vom Werk von James M. Cain (u. a. die Romane „The Postman Always Rings Twice“, „Double Indemnity in Three of a Kind“) wird vom Einbruch des Dunklen und Bösen in die heile Welt der kalifornischen Kleinstadt Santa Rosa erzählt (die auch schon 1943 Schauplatz von Hitchcocks SHADOW OF A DOUBT war). Bald macht sich eine düstere Atmosphäre von Schuld und Sehnsucht, Hoffnung und Unabhängigkeit breit.

Eigentlich ist Ed Crane ein friedlicher Mensch, er schluckt vieles, nimmt vieles hin, bis es ihm reicht. Doch seine Wandlung, sein Schritt vom passiven zum aktiven Mann, der seine Probleme lösen, seine Umstände ändern will, löst eine Kette von Ereignissen los, die ihn überfordert. Billy Bob Thornton, in der Rolle des Ed Crane, liefert dabei eine unglaubliche subtile und dennoch oder gerade deshalb grandiose, wortkarge Performance ab, für die er nicht zu Unrecht für diverse Preise nominiert wurde.

Der langjährige Wegbegleiter und Director of Photography Roger Deakins schuf mit seiner Arbeit einen der visuell schönsten und interessantesten Coen-Filme. Sein Spiel mit Licht und Schatten, die erlesenen Schwarzweiss-Kompositionen, alles sieht grandios aus und verlangt danach als Foto an die Wand gehängt zu werden. Der Film selbst, seine Story und das Erzähltempo, sind dazu wunderbar entschleunigt und lakonisch angelegt. Zusammen mit der eleganten Inszenierung, die wie so oft bei den Coens mit Lust am Spiel, Zitaten und Verweisen an den Film Noir daherkommt, ergibt das ein in jeder Hinsicht gelungenes Werk. Es gibt sowieso keine schlechten Coen-Filme. Jeder ist anders, jeder neu, jeder auf seine Art gelungen. THE MAN WHO WASN’T THERE ist da keine Ausnahme. Ganz grosses Kino.
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Beschreibung

Produktdetails

Medium DVD
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 12 Jahren
Erscheinungsdatum 07.10.2010
Regisseur Joel Coen
Sprache Deutsch, Englisch
EAN 4011976875987
Genre Komödie
Studio Constantin Film AG
Originaltitel (2001)
Spieldauer 112 Minuten
Bildformat 16:9 (1,85:1)
Tonformat Deutsch: DD 5.1, Englisch: DD 5.1
Verkaufsrang 2901
Verpackung DVD Softbox Standard
Film (DVD)
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Sehenswerter Film Noir
von Nadine Meußdoerffer aus Bad Zwischenahn am 08.10.2011

Schon nach den ersten Szenen dieses Schwarzweißfilms wird man als Zuschauer an den Fernseher gefesselt. Obwohl die Handlung mit einer tödlichen Ruhe dargestellt wird, kann man sich der Intensität einfach nicht entziehen. Eins ist dabei klar: Es wird böse enden. Aber wie genau? Und für wen? Die Geschichte des Ed Crane ist überr... Schon nach den ersten Szenen dieses Schwarzweißfilms wird man als Zuschauer an den Fernseher gefesselt. Obwohl die Handlung mit einer tödlichen Ruhe dargestellt wird, kann man sich der Intensität einfach nicht entziehen. Eins ist dabei klar: Es wird böse enden. Aber wie genau? Und für wen? Die Geschichte des Ed Crane ist überraschend und spannend, und auch das Ende ist nicht vorhersehbar. Ebenso macht die hochkarätige Besetzung diesen Streifen zu einem absoluten Erlebnis für Filmliebhaber. Sehenswert!