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Der Hund aus Terracotta

Commissario Montalbano löst seinen zweiten Fall

Commissario Montalbano Band 2

Andrea Camilleri

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Beschreibung

Commissario Montalbano ist schon ein bisschen überrascht, als der flüchtige Mehrfachmörder Tano u Grecu um seine Verhaftung bittet. Schliesslich ist der Commissario, was diese Dinge betrifft, eher an Widerstand gewöhnt. Die Erklärung indes
ist einleuchtend: Tano fürchtet seine Feinde in der Mafia mehr als die Polizei ? mit Recht, wie sich herausstellt, denn wenig später wird er ermordet.Was zunächst aussieht wie ein typisches Verbrechen der Mafia, entwickelt sich zu einem
komplizierten Fall, als Montalbano bei seinen Nachforschungen auf ein weiteres, bereits fünfzig Jahre zurückliegendes Verbrechen stösst. In einer Höhle entdeckt er die skelettierten Leichen eines Mannes und einer Frau in inniger Umarmung,
bewacht von einem lebensgrossen Schäferhund aus Terracotta ... Commissario Montalbano löst seinen zweiten Fall.

Andrea Camilleri wurde 1925 in Porto Empedocle, Sizilien, geboren und lebt heute in Rom. Seine historischen Romane und Krimis lösten in den vergangenen Jahren ein regelrechtes Camilleri-Fieber aus und stürmten sämtliche vorderen Pätze auf den italienischen Bestseller-Listen. Camilleris Hauptfigur, Commissario Salvo Montalbano, gilt inzwischen weltweit als Inbegriff sizilianischer Lebensart und einfallsreicher Kriminalistik.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 351 (Printausgabe)
Altersempfehlung 16 - 99 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 21.06.2010
Sprache Deutsch
EAN 9783838703244
Verlag Lübbe
Originaltitel Il cane di terracotta
Dateigröße 1547 KB
Übersetzer Christiane von Bechtolsheim
Verkaufsrang 2376

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Waffenschieberei und Mord
von Eva Lang aus Schwerin am 23.08.2011

Der Mafiaboss und mehrfache Mörder Tano u Grecu bittet Commissario Salvo Montalbano um ein geheimes Treffen. Dieser hat eine ungewöhnliche Bitte. Er will sich verhaften lassen, um jedoch nicht sein Gesicht zu verlieren, soll Montalbano ihm dabei helfen die Verhaftung zu inszenieren. Schließlich willigt Montalbano ein. Alles verl... Der Mafiaboss und mehrfache Mörder Tano u Grecu bittet Commissario Salvo Montalbano um ein geheimes Treffen. Dieser hat eine ungewöhnliche Bitte. Er will sich verhaften lassen, um jedoch nicht sein Gesicht zu verlieren, soll Montalbano ihm dabei helfen die Verhaftung zu inszenieren. Schließlich willigt Montalbano ein. Alles verläuft nach Plan, Tano u Grecu wird verhaftet und Montalbano steht als Held da. Für Gewissensbisse bleibt ihm keine Zeit, denn kurz darauf wird Tano u Grecu Opfer eines Überfalls, dabei wird er tödlich verletzt. Vor seinem Tod will er Montalbano noch einmal sehen. Er nennt ihm ein Geheimversteck in dem illegale Waffen lagern. Doch dort findet Montalbano nicht nur Waffen, in einer weiteren Höhle liegen zwei Leichen, ein Mann und eine Frau in inniger Umarmung. Wer hat sie ermordet und was hat es mit dem Hund aus Terracotta auf sich, der das Paar scheinbar bewacht. Auch Commissario Salvo Montalbanos zweiter Fall bietet viel Spannung, Witz und gutes Essen.

Literarischer Kurztrip ins sonnig, karge Sizilien
von Stefan Heidsiek aus Darmstadt am 07.09.2008
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Im zweiten Band um den eigenwilligen Commissario Montalbano aus dem kleinen (fiktiven) sizilianischen Nest Vigàta, knüpft Autor Andrea Camilleri nahtlos an das Erfolgsrezept des Debütromans „Die Form des Wassers an“. Auch in „Der Hund aus Terracotta“ ist der Leser dank der gelungenen Fabulierungen schon nach wenigen Seiten geist... Im zweiten Band um den eigenwilligen Commissario Montalbano aus dem kleinen (fiktiven) sizilianischen Nest Vigàta, knüpft Autor Andrea Camilleri nahtlos an das Erfolgsrezept des Debütromans „Die Form des Wassers an“. Auch in „Der Hund aus Terracotta“ ist der Leser dank der gelungenen Fabulierungen schon nach wenigen Seiten geistig im sonnigen Süden gelandet und folgt genüsslich der wieder sehr kurzweiligen, amüsanten Story. Diese ist schnell erzählt: Tano u Greco, flüchtiger Mehrfachmörder und hohes Mitglied in den Reihen der Mafia, stellt sich freiwillig und bittet Montalbano um seine Verhaftung. Feinde innerhalb der Organisation wollen seinen Tod und da erscheint ein Gefängnis noch am sichersten. Diese Vorsichtsmaßnahme erweist sich schnell als berechtigt, als er wenig später von Unbekannten ermordet wird. Bevor er auf dem Sterbebett das Zeitliche segnet, kann er dem Commissario noch einige Informationen mitteilen, welche diesen auf die Spur eines weiteren, weit zurückliegenden Verbrechens bringt: Die Skelette eines vor etwa fünfzig Jahren ermordeten Pärchens. Versteckt in einer eingemauerten Höhle. Montalbano, völlig gefangen von dem mysteriösen Fall, stürzt sich, entgegen anders lautender Anweisungen seiner Vorgesetzten, in die Ermittlungen. Stürzen sollte man in diesem Zusammenhang jedoch nicht allzu wörtlich nehmen, denn wie auch sein Vorgänger behält „Der Hund aus Terracotta“ seine ruhige Erzählweise bei. Geschickt verbindet Camilleri nach und nach scheinbar zusammenhangslose Handlungsstränge miteinander, so dass diese nur langsam ein Gesamtbild ergeben. Spannung vermag also wieder wenig aufzukommen. Dafür überzeugt der Roman aber erneut durch perfekt pointierten Witz, der sowohl trocken als auch derb ausfällt, und den, aufgrund seiner vielen Schrullen, liebenswürdigen Hauptprotagonisten. Wenn sich dieser mal wieder nervös stammelnd auf einer Pressekonferenz zum Affen macht oder sich, trotz wichtiger anderer Termine, lieber den kulinarischen Genüssen seiner Haushälterin hingibt, muss man sich desöfteren ein Schmunzeln verkneifen. Überhaupt sprüht auch der zweite Band voll wunderbar sizilianischem Flair. Die Übersetzerin hat hier den Ton wieder perfekt getroffen, auch wenn stellenweise deutlich wird, dass wohl einiges an Sprachwitz verloren gegangen ist. Auch die vielen italienischen Begriffe machen einem den Einstieg in den Plot anfangs schwer. Insgesamt ein sehr atmosphärischer, vielschichtiger Kriminalroman, der den vorherigen Band noch übertrifft und insbesondere gegen Ende zu fesseln weiß. Ein literarischer Kurztrip in das karge, sonnige Sizilien, der blendend unterhält, jedoch eher Lesern zu empfehlen ist, die sich auch an der Schönheit der Sprache erfreuen und von der Erzählung treiben lassen können. Wer knisternde Spannung sucht, sollte von diesem Camilleri die Finger lassen.


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