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Ich habe Freunde mitgebracht

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Henning liebt Martha, seit fast zehn Jahren schon. Wenn sie im Radio von Terroranschlägen und Bankenpleiten berichtet, hat ihn das noch immer beruhigt. Auch an ihre jährlichen Fluchten hat er sich gewöhnt. Doch dann wird Martha schwanger, und damit soll, muss alles anders werden. Plötzlich muss Struktur rein ins Leben, muss das Geld behalten werden und vorher auch noch verdient, man müsste, denkt Henning, eine Lebensversicherung abschliessen, ein Haus kaufen, ein Bett, einen Kinderwagen, man müsste - mal wieder mit Jon einen trinken gehen.

Jon ist Schauspieler, und er fürchtet Betty. So brutal, wie sie schweigen kann, wird er sich niemals prügeln können. Während Jon sich in der Rolle eines deutschen Dichters auf seinen Durchbruch vorbereitet, verliert Betty auf einem anderen Filmset die Beherrschung, ihren Job und ihren nicht mehr ganz so jungen Liebhaber. «Sie hatten einen Nervenzusammenbruch», hört sie, «und zwar nicht von schlechten Eltern.» Genau so sagt es der Arzt, und Betty sieht ihn an, denkt, dass der von schlechten Eltern wahrscheinlich überhaupt keine Ahnung hat und seit wann die Ärzte eigentlich jünger sind als man selbst.

Keinesfalls absichtlich finden sich die vier im selben Fluchtauto wieder, und eine kurze Strecke wird zur grossen Fahrt.
Portrait

Lucy Fricke, 1974 in Hamburg geboren, hat am Deutschen Literaturinstitut Leipzig studiert, lange Jahre beim Film gearbeitet und in den letzten zehn Jahren vier Romane veröffentlicht. Für ihre Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Ihr Buch «Töchter» erhielt den Bayerischen Buchpreis 2018. Seit 2010 veranstaltet Lucy Fricke HAM.LIT, das erste Hamburger Festival für junge Literatur und Musik. Sie lebt in Berlin.

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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 192 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 17.09.2010
Sprache Deutsch
EAN 9783644007710
Verlag Rowohlt Verlag
Dateigröße 2130 KB
Verkaufsrang 24299
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
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Klasse!
von einer Kundin/einem Kunden am 12.07.2012
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Berlin: Martha ist Sprecherin beim Rundfunk. Henning zeichnet Comics und liebt Martha. Martha flüchtet mal gern, kommt aber immer wieder zurück. Martha und Henning lieben sich irgendwie und sind ein Paar. Betty arbeitet beim Film in der Regie, fällt aber eines Tages aus der "Rolle", verliert ihren Job und erleidet einen Nervenzu... Berlin: Martha ist Sprecherin beim Rundfunk. Henning zeichnet Comics und liebt Martha. Martha flüchtet mal gern, kommt aber immer wieder zurück. Martha und Henning lieben sich irgendwie und sind ein Paar. Betty arbeitet beim Film in der Regie, fällt aber eines Tages aus der "Rolle", verliert ihren Job und erleidet einen Nervenzusammenbruch. Jon ist Schauspieler und auf der Suche nach seiner Rolle, die ihm zum Durchbruch verhilft. Alle vier sind auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und finden sich am Ende des Romans in einem alten, tukanfarbenen Mercedes-Bus wieder. In einer glasklaren, mitreißenden Sprache mit vielen lebhaften Dialogen verknüpft Lucy Fricke diese Schicksale auf der Suche nach sich selbst zu einem großen Ganzen. Toll !!! Unbedingt lesen!

Ich habe Freunde mitgebracht!
von Kate am 30.03.2011
Bewertet: Buch (gebunden)

"In einer Krise gibt es nichts Besseres als Freunde, denen es richtig mies geht. Dies ist ihre Geschichte." Dieser Satz sagt eigentlich schon alles. Henning und Martha sind ein Paar, seit 10 Jahren. Nur ist diese Beziehung nicht wie eine normale Beziehung. Betty hatte eine erfolgreiche Karriere, nur irgendwie ist die Luft ... "In einer Krise gibt es nichts Besseres als Freunde, denen es richtig mies geht. Dies ist ihre Geschichte." Dieser Satz sagt eigentlich schon alles. Henning und Martha sind ein Paar, seit 10 Jahren. Nur ist diese Beziehung nicht wie eine normale Beziehung. Betty hatte eine erfolgreiche Karriere, nur irgendwie ist die Luft raus, und Jon - ja, niemand spielt eine Leiche so gut wie Jon. Vier Freunde die an einem Wendepunkt ihre Lebens stehen und auf unterschiedliche Weise versuchen damit klar zukommen. An diesen Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen. Es war manchmal schwer der Handlung zu folgen, da kurz hintereinander zwischen den Charakteren gewechselt wurde. Jedoch je mehr man liest, desto einfacher wird es. Viele Stellen haben mich zum schmunzeln gebracht, andere zum Nachdenken, andere wiederrum waren zu schnell, sodass man das Gefühl hatte man würde in einem Zug sitzen. Aber genau diese Mischung macht dieses Buch so wundervoll und lesenswert. Ein schönes und interessantes Buch, wo man nach dem Lesen das Buch zuschlägt und noch eine ganze Weile über das Buch, seine Freunde und sein Leben nachdenkt. Was würde man an ihrer Stelle tun?

Klein und ausgesprochen fein!
von einer Kundin/einem Kunden aus Bonn am 21.02.2011
Bewertet: Buch (gebunden)

"Ich habe Freunde mitgebracht" ist ein kleines, ausgesprochen feines Buch. Hier stimmt einfach alles: Erzählweise, Wortwahl, die Art, Bilder entstehen und für sich sprechen zu lassen. Kurz, präzise, mitreißend. Lucy Fricke hält unserem Alltag auf kunstvolle Weise den Spiegel vor. Dieses Buch atmet Zeitgeist. Die Figuren berühren... "Ich habe Freunde mitgebracht" ist ein kleines, ausgesprochen feines Buch. Hier stimmt einfach alles: Erzählweise, Wortwahl, die Art, Bilder entstehen und für sich sprechen zu lassen. Kurz, präzise, mitreißend. Lucy Fricke hält unserem Alltag auf kunstvolle Weise den Spiegel vor. Dieses Buch atmet Zeitgeist. Die Figuren berühren, weil sie seltsam vertraut sind, jede auf ihre eigene Art. Ein bisschen wie Freunde, mit denen wir unsere eigene Geschichte teilen können, durch dick und dünn. Jon, Betty, Martha und Henning. Man möchte sie rütteln, mit ihnen lachen, weinen; man findet nicht alles gut, was sie tun, aber man findet sie! Vermutlich gleich um die Ecke. So ist das Leben. Nie ganz schwarz, nicht weiß. Und mit einer Prise trockenem Humor, weil man trotzdem lacht.