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Das Wiegenlied vom Totschlag

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Dieser Film zeigt ungeschönt einen der dunkelsten Abschnitte der amerikanischen Geschichte: Der junge Rekrut Honus entkommt nach einem Überfall der Indianer. Mit ihm hat auch die weisse Ex-Squaw Cresta überlebt. Für beide beginnt ein langer Marsch durch die Prärie. Blind glaubt Honus an die Blauröcke und hält vorerst die Indianer für blutrünstige Bestien. Auch Cresta kann ihn nicht vom Gegenteil überzeugen. Erst als 700 Mann der Colorado-Kavallerie ein friedliches Cheyenne-Dorf überfallen und über 500 Indianer - zur Hälfte Frauen und Kinder- niedermetzelt, wird Honus mit der brutalen Realität konfrontiert. Mit fassungslosem Entsetzen irrt der brave Soldat in einem sinnlos blutigen Massaker umher...
RezensionBild
Technische Daten:

Codec: MPEG-4 AVC Video (High Profile 4.1)
Bitrate: 31960 kbps
Auflösung: 1080p / 23,976 fps / 16:9

Diese Blu-ray Disc von DAS WIEGENLIED VOM TOTSCHLAG besitzt das Bildformat 2,35:1. Die Bildqualität kann dabei sicherlich keine HD-Massstäbe setzen, aber in Anbetracht des Alters und Genres durchaus überzeugen. Das Bild wirkt klar und mit guten Schärfewerten versehen, wenngleich man keine modernen Massstäbe an die Feinzeichnung anlegen kann. Naheinstellungen zeigen jedoch einiges an Detail und auch Konturen wirken angenehm klar und nur leicht nachgeschärft. Analoges Rauschen in Form von Filmkorn zieht sich in milden Ausmassen durch den gesamten Film und ist auch durchgehend sichtbar. Man hat jedoch zum Glück keinen Weichzeichner darüber gejagt. Die Kompression arbeitet sauber und zeigt dank sehr hoher Bitrate keine Artefaktbildung. Die Farben erscheinen satt und natürlich. Auf Grund der hohen Sonneneinstrahlung am Set in der Wüste wirkt das Bild phasenweise etwas grell, so dass helle Flächen bisweilen etwas überstrahlen. An und für sich ist die Kontrastbalance aber durchaus gelungen und wartet mit einem guten Schwarzwert auf. Dieser ist auch dafür mitverantwortlich, dass der Film für dessen Alter eine überzeugende Plastizität aufweist. Schmutzpartikel sowie analoge Defekte finden sich nur selten und stören den Filmgenuss keineswegs.
RezensionBonus
Untertitel gibt es zwar in diversen Sprachen wie Deutsch und Englisch, dafür aber überhaupt kein Bonusmaterial.
RezensionTon
Verfügbare Tonspuren:

Englisch: DTS-HD Master Audio / 2.0 / 48 kHz / 1614 kbps / 16-bit (DTS Core: 2.0 / 48 kHz / 1509 kbps / 16-bit)
Deutsch: DTS-HD Master Audio / 2.0 / 48 kHz / 1622 kbps / 16-bit (DTS Core: 2.0 / 48 kHz / 1509 kbps / 16-bit)
Italienisch: DTS-HD Master Audio / 2.0 / 48 kHz / 1585 kbps / 16-bit (DTS Core: 2.0 / 48 kHz / 1509 kbps / 16-bit)
Spanisch: DTS-HD Master Audio / 2.0 / 48 kHz / 1593 kbps / 16-bit (DTS Core: 2.0 / 48 kHz / 1509 kbps / 16-bit)

Zwar liegen sowohl das englische Original als auch die deutsche Synchronisation in DTS-HD Master Audio 2.0 (Mono) vor, allerdings handelt es sich dabei nicht um dieselbe Abmischung. Es ergeben sich nämlich eklatante Unterschiede zwischen den beiden Tracks. Die deutsche Tonspur klingt allgemein ziemlich höhenbetont, kratzig und schrill. Verzerrungen sind nicht eben selten und die Dialogwiedergabe wirkt ziemlich blechern, wenngleich die Stimmen trotzdem noch problemlos zu verstehen sind. Bass und sogar ausgeprägte Mitten findet man hier kaum. Das englische Original ist wesentlich angenehmer anzuhören. Zwar wirkt der Sound hier etwas zu mittenbetont und in der Höhenwiedergabe zu dumpf, dafür wirkt er deutlich runder und satter. Es gibt keine Verzerrungen und die Dialogwiedergabe ist in Anbetracht der Umstände nahezu ideal. Effekte oder Tiefenbass sucht man bei den Mono-Mixen aber natürlich vergebens.
Zitat
DAS WIEGENLIED VOM TOTSCHLAG ist ein Spätwestern aus dem Jahr 1970 von Regisseur Ralph Nelson. Der Film sorgte bei seinem Erscheinen für einen mittelschweren Skandal, weil er mit doch recht blutrünstigen Bildern einer der wenigen Filme war, welche den Völkermord an den nordamerikanischen Indianern schonungslos anklagte. Dabei war Regisseur Ralph Nelson seit Werken wie LILIEN AUF DEM FELDE aus dem Jahr 1962 kein Unbekannter, was das schonungslose Aufdecken von Missständen und Rassismus in der amerikanischen Geschichte anging. In DAS WIEGENLIED VOM TOTSCHLAG erzählt der Regisseur die Geschichte des jungen Kavallerie-Soldaten Honus (Peter Strauss; xXx 2 - THE NEXT LEVEL), dessen zu bewachender Geldtransport von den Cheyenne überfallen und die Eskorte massakriert wird. Nur er und eine junge Frau überleben. Cresta (Candice Bergen; BOSTON LEGAL) wurde einst selbst von den Cheyenne entführt und lebte als Gefangene bei den Indianern, wo der Häuptling sie zur Frau nahm. Im Laufe der Zeit hat sie sich aber das Wissen der Indianer angeeignet, was sich als nützlich erweist, denn sie und Honus müssen sich durch die Wüste zum rettenden Fort Reunion durchschlagen. Und der Weg ist voller Gefahren...

Auf geschickte Weise versucht DAS WIEGENLIED VOM TOTSCHLAG die Lebensweise der Indianer dem Zuschauer näherzubringen. Zuerst werden die amerikanischen Ureinwohner in der Eingangsszene als das dargestellt, was wir aus unzähligen Western kennen: Mordlustige Wilde. Die Figur der Cresta jedoch vermittelt dem skeptischen Honus im Laufe der Reise durch die Wüste eine gänzlich neue Sicht. Er begreift, dass die Ureinwohner nur ihr seit Ewigkeiten bestehendes Territorium verteidigen und sich selber schützen wollen. Fremde, primitiv anmutende Bräuche, vor denen Honus Angst hatte, entpuppen sich als nützliches Mittel zum Überleben in der Wüste. Gegen Ende wird die Wandlung dann vollkommen und Honus muss mit ansehen, dass nicht die Indianer die Täter, sondern die Opfer sind. Diese Szenen wirken auf Grund ihrer rohen, brutalen aber eben auch realistisch anmutenden Gewalt dermassen verstörend auf den Zuschauer, dass man nach Ende des Films im Sessel erst einmal tief durchatmen und schlucken muss. Die Darsteller spielen dabei ihre Charaktere absolut hervorragend. Neben den beiden genannten Mimen in den Hauptrollen geben sich noch weitere prominente Darsteller wie Donald Pleasance (HALLOWEEN) in Nebenrollen die Ehre. Insgesamt ist DAS WIEGENLIED VOM TOTSCHLAG auch nach nunmehr 40 Jahren noch ein aussergewöhnlicher, schockierender Spätwestern, der in keiner guten Genresammlung fehlen sollte.

Die Blu-ray Disc von Kinowelt zeigt den Film in sehr guter Bildqualität. Der deutsche Ton könnte aber etwas besser sein und Extras gibt es ebenfalls nicht.
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Beschreibung

Produktdetails

Medium Blu-ray
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 16 Jahren
Erscheinungsdatum 23.06.2011
Regisseur Ralph Nelson
Sprache Deutsch, Dänisch, Englisch, Finnisch, Isländisch, Italienisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch (Untertitel: Deutsch, Dänisch, Finnisch, Italienisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch)
EAN 4006680059488
Genre Western
Studio KINOWELT Home Entertainment
Originaltitel Soldier Blue
Spieldauer 115 Minuten
Bildformat HD (1080p), Widescreen (2,35:1)
Tonformat Deutsch: DTS HD, Englisch: DTS HD, Italienisch: DTS HD, Spanisch: DTS HD
Produktionsjahr 1969
Film (Blu-ray)
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Fr. 22.90
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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... eine barbarische Vergeltungsaktion im Namen Gottes, der Gerechtigkeit und der Zivilisation
von Don Alegre aus Bayern am 05.01.2010
Bewertet: Medium: DVD

Dieser heute, in den USA immer noch zensierte Film (Soldier Blue) beruht auf dem und erinnert mit drastischen, schonungslosen und schockierenden Bildern an das 1864 stattgefundene Sand-Creek-Massaker, bei dem 700 Yankees einer bestens ausgerüsteten Abteilung von Coloradomilizen unter der Leitung von Colonel John M. Chivington in... Dieser heute, in den USA immer noch zensierte Film (Soldier Blue) beruht auf dem und erinnert mit drastischen, schonungslosen und schockierenden Bildern an das 1864 stattgefundene Sand-Creek-Massaker, bei dem 700 Yankees einer bestens ausgerüsteten Abteilung von Coloradomilizen unter der Leitung von Colonel John M. Chivington in einem unbefestigten Dorf in den High Plains circa 500 friedlich lagernde Cheyenne und Arapaho-Indianer, davon die Hälfte Frauen und Kinder, brutalst vergewaltigten, niedermetzelten und verstümmelten. 1970 als FSK 18 eingestuft, erhielt die [hinsichtlich der Bild-/Farbqualität hervorragend] remasterte Version von 2004 FSK 16 mit der Begründung, dass die Intention dieses Filmes allein bzw. in erster Linie der Abschreckung vor den unfassbaren und bestialischen Gewalttaten eines Krieges gilt und nicht ihrer immer wieder diskutierten Faszination bzw. Verherrlichung. Somit erhält der Film letztendlich das Prädikat eines Antikriegsfilms, sicher auch sehr befürwortet von Buffy Sainte Marie, indianischer Abstammung, die den Titelsong "Soldier Blue" einspielte. ... eingebettet in eine fantasievoll ausgeschmückte Fiktion steuert dieser Ausnahmefilm, gedreht zu Zeiten des Massakers von My Lai in Vietnam, unaufhaltsam auf die nackte und unverblümte Darstellung des militärischen und menschlichen Wahnsinns und seiner Rechtfertigung. Besetzung * Candice Bergen : Kathy Maribel Lee * Peter Strauss : Honus Gent * Donald Pleasence : Isaac Q. Cumber * John Anderson : Colonel Iverson * Jorge Rivero : Spotted Wolf * Dana Elcar : Captain Battles * Bob Carraway : Lieutenant McNair * Martin West : Lieutenant Spingarn ... und andere Anm.: Bei diesem Massaker starben 10 Yankees und über 140 Indianer, darunter die Häuptlinge 'White Antelope', 'Standing in the Water' und 'War Bonnet' und circa 80 Frauen und Kinder. Silas Soule, der sich mit seiner Kompanie dem Befehl Chivingtons widersetzte, wurde später, nach seiner belastenden Aussage vor Gericht, ermordet. Der Untersuchungsausschuss erklärte zuletzt, dass Chivington diese militärische Aktion korrekt durchführte. Lassen Sie mich weiter anmerken, dass es sich hier um einen Film (den deutschen Titel erachte ich hier als einen Affront!) handelt, gedreht Ende der !60er! im Zeichen der Greueltaten in Vietnam, des gnadenlos praktizierten Patriotismus Amerikas, all der Erklärungen für die alles und in jeglicher Hinsicht vernichtende Kriegsführung in Asien mit all den Toten und Verletzten und des grauenhaften My Lai Massakers vom 16. März 1968 in Vietnam mit eben den gleichen Schandtaten und über 500 getöteten Zivilisten, davon 182 Frauen, 172 Kinder, 89 Männer unter 60 Jahren und 60 Greise. Die 60er sind Jahre des Aufstands der Jugend, der vielschichtigen und vielseitigen Revolten und Revolutionen für den Frieden und die Gerechtigkeit, und die nachträgliche, von mir auch bezeichnete Einstufung auf FSK16 erklärt die Situation und somit auch Intention des Filmes bestens. "Soldier Blue" ist keine Erklärung und keine cineastische Dokumentation im heutigen Sinne, dieser Film ist ein gewagter AUFSCHREI - schwer nachzuvollziehen für diejenigen, die diese Zeit nicht miterlebt haben.