Warenkorb
 

Hildebrandt, D: Ich kann doch auch nichts dafür/2 CDs

Live aus der Lach- und Schiessgesellschaft

Weitere Formate


Hellsichtig, schlagfertig und unbestechlich!

"Kann ich was dafür, wenn Leute, die regieren, nicht wissen, ob Krieg ist, wenn es schiesst? Ich kann doch auch nichts dafür, dass die, die ich wähle, nicht gewinnen. Und nie komme ich an den heran, der etwas dafür kann, dass ein Schwachsinnsbeschleunigungsgesetz beschlossen werden soll." Scharfzüngig nimmt sich Hildebrandt aktuelle politische und gesellschaftliche Widrigkeiten vor, für die wir alle nichts können.

(2 CDs, Laufzeit: 2h 20)

Portrait
Dieter Hildebrandt, geboren 1927 in Bunzlau, Niederschlesien, studierte in München Theaterwissenschaften. Zusammen mit Sammy Drechsel gründete er die Münchner Lach- und Schiessgesellschaft, deren Ensemble er bis 1972 angehörte. Von 1974 bis 1982 arbeitete er mit dem Kabarettisten Werner Schneyder zusammen. Seine TV-Serien Notizen aus der Provinz und Scheibenwischer wurden grosse Erfolge. Berühmtheit erlangte er auch durch seine Rollen in Kinoproduktionen wie Kir Royal und Kehraus. Hildebrandt erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Grimme-Preis in Gold, Silber und Bronze. Viele erfolgreiche Bücher bei Blessing, darunter Nie wieder achtzig! (2007) und Letzte Zugabe (2014). Bis zu seinem Tod im November 2013 lebte Dieter Hildebrandt mit seiner zweiten Frau, der Kabarettistin Renate Küster-Hildebrandt, in München.
Zitat
"So oder so - Dieter Hildebrandt liefert mit diesem Programm mehr als den Gegenwert an angriffslustigem, politischen Kabarett mit hohem Spassfaktor."
… weiterlesen
  • Artikelbild-0
In den Warenkorb

Beschreibung

Produktdetails

Medium CD
Sprecher Dieter Hildebrandt
Anzahl 2
Erscheinungsdatum 11.07.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783837109054
Verlag Random House Audio
Spieldauer 140 Minuten
Hörbuch (CD)
Hörbuch (CD)
Fr. 28.90
Fr. 28.90
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
zzgl. Versandkosten
Versandfertig innert 4 - 7 Werktagen,  Kostenlose Lieferung ab Fr.  30 i
Versandfertig innert 4 - 7 Werktagen
Kostenlose Lieferung ab Fr.  30 i
In den Warenkorb
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?

Kundenbewertungen

Durchschnitt
1 Bewertungen
Übersicht
1
0
0
0
0

Der Altmeister frisch wie eh und je
von Michael Lehmann-Pape am 15.07.2011

Das Alter kann Dieter Hildebrandt in seiner Sprache, seiner bekannten Pointensetzung durch ein Ende des Satzes, das beim Anfang des Satzes noch nicht zu ahnen war, in seiner Bissigkeit gegenüber den handelnden Politikern und seiner nun bereits Jahrzehnte andauernden kritischen Begleitung des deutschen politischen Alltages rein g... Das Alter kann Dieter Hildebrandt in seiner Sprache, seiner bekannten Pointensetzung durch ein Ende des Satzes, das beim Anfang des Satzes noch nicht zu ahnen war, in seiner Bissigkeit gegenüber den handelnden Politikern und seiner nun bereits Jahrzehnte andauernden kritischen Begleitung des deutschen politischen Alltages rein gar nicht anhaben. In Bestform präsentiert Hildebrandt sein, man mag es kaum glauben, erstes reines Soloprogramm. Bis dato in all seinen Jahren als politischer Kabarettist war Hildebrandt entweder Teil eines Ensembles (wie schon zu Beginn seiner Karriere) , zumindest aber jeweils von einem Mitstreiter umgeben. Nun also „Hildebrandt pur“ 2010. Auf der Höhe der Zeit. Aktuell. Mit genau dem Blick für das Wesentliche eines Landes, in dem, wenn es darauf ankommt, nicht nur er, sondern keiner was für irgendwas kann. „Ich war es nicht“ ist wohl eine der beliebtesten Ausreden kleiner Kinder und hält sich, folgt man Hildebrandts teils fast süffisanten Ausführungen, bis ins hohe Alter hinein gerade bei der Gattung des homo politicus eine profunde Überlebensstrategie. Keiner kann letztlich für irgendwas. Nichts für die Beutelung der großen Finanzpolitik, nichts zu den Kriegsschauplätzen dieser Welt (und deren politischer Bewertung), nichts zu abdankenden Bundespräsidenten und nichts zu berufsunfähigen Politikern, die das einzige Biotop gefunden zu haben scheinen, in denen es ihnen zumindest gelingt, sich irgendwie zu gerieren. Und keiner jener, die Verantwortung tragen in diesem Land, wird von den kritischen Augen Hildebrandts verschont. Kaum ein Kabarettist versteht es wie Hildebrandt, in solch entlarvender, oft mit einer naiven und wörtlich nehmenden Betrachtung der inhaltslosen, politischen Sätze (Mit seiner Frau stundenlang nach vorne schauen, wie es seine Kanzlerin ihm auferlegt hat), den Kern des Problems zu treffen. Da, wo das Handeln und die Worte der Politiker selber schon als Persiflage gelten können, setzt Hildebrandt pointiert sein Messer an. Eine Entwicklung der Verdummung, die durchaus beginnt, sich im Alltag allüberall widerzuspiegeln, wie Hildebrandt ebenfalls feststellt. Konzentriert und dennoch im sprachlich versierten Plauderton verfolgt Hildebrandt unbarmherzig all die offenen Löcher im wichtigtuerischen Gewusel der Gegenwart und seziert mit Freude, woran es hapert. Ob es eine Lösung gibt? Das kann auch Hildebrandt letztendlich nicht aus dem Hut zaubern. Zumindest nicht in diesem Programm. Wohl aber all jenes zu Gemüte bringen, was auf keinen Fall eine Lösung bereit hält. Ein sprachlich hervorragendes Programm, inhaltlich auf der Höhe der Zeit und in gewohnter Hildebrandt-Qualität vorgetragen.