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Hector und das Wunder der Freundschaft

Hector und das Wunder der Freundschaft

Hector Abenteuer Band 5

Hector ist Psychiater in Paris. Oft kommen Menschen in seine Praxis, weil sie keine Freunde mehr haben. Was ist bloss aus der Freundschaft geworden, fragt Hector sich gerade, als er erfährt, dass sein allerbester Freund unvorstellbar viel Geld gestohlen haben soll. Und weil Hector nicht nur ein ziemlich guter Psychiater ist, sondern auch ein erstklassiger Freund, steckt er schon kurz darauf mittendrin in einem grossen Abenteuer. Das führt ihn durch zahlreiche Länder Südostasiens, aber auch zu der Frage, was Freundschaft ihm eigentlich bedeutet – und warum sie für alle so überaus wichtig ist.
Rezension
"Immer findet er ebenso überzeugende wie verblüffende Antworten.", Dolomiten Tagblatt, 28.01.2011 20151120
Portrait
Lelord, François
François Lelord, geboren 1953, studierte Medizin und Psychologie und wurde Psychiater, schloss jedoch seine Praxis, um sich und seinen Lesern die wirklich grossen Fragen des Lebens zu beantworten. Er lebt in Paris und Bangkok.

Pannowitsch, Ralf
Ralf Pannowitsch, geboren 1965 in Greifswald, studierte Germanistik und Romanistik. Neben den Büchern von François Lelord übersetzte er u.a. Werke von Jean-Christophe Rufin, Karine Tuil und Randall Munroe. Heute lebt er als Lehrer, Übersetzer und Gärtner in Leipzig.
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  • Der Oberkörper des Leibdieners war in einen weissen Spencer gezwängt, seine Beine jedoch umhüllte ein traditionelles Seidengewand. Er gab ihr ein Zeichen, und die junge Frau trat in das Halbdunkel.
    Am anderen Ende des Saales konnte sie die Umrisse einer Person erkennen, die unter einem Baldachin sass. Der Raum war fast leer, ganz nach den alten Gebräuchen, denn selbst bei den Königen hatten zum Sitzen, Essen und Schlafen stets Matten ausgereicht bis die britischen Invasoren den Geschmack an Möbeln mitgebracht hatten.
    Nachdem sie einige Schritte getan hatte, kniete sie auf dem Rosenholzboden nieder, denn sie wusste, dass es sich nicht schickte, wenn sie auf ihren Gastgeber herabschauen konnte. Er war zwar kein König, verfügte aber über genügend Macht, um diese Geste der Unterordnung einfordern zu können, und ausserdem war er zu alt, um noch zu merken, dass die Welt sich wandelte.
    Er machte ihr kein Zeichen, dass sie sich erheben durfte.
    Sie grüsste ihn, indem sie die Hände faltete und den Kopf senkte.
    "Und?", fragte er.
    Sein Gesicht konnte sie nicht erkennen, nur seine goldgerahmte Brille blitzte im Schein der einzigen, bei der Tür aufgehängten Lampe schwach auf. Es hiess, dass seine kranken Augen das Licht nicht mehr vertrugen.
    "Wir arbeiten daran, mein Gebieter. Wir folgen der Spur des Geldes."
    Sie vernahm einen verächtlichen Seufzer. Dann fuhr sie fort: "Wir haben einen Informatiker von der Harvard University eingestellt, der auch für die amerikanische Regierung arbeitet."
    "Was soll das nützen? Dafür ist er zu clever."
    Die junge Frau verspürte Genugtuung. Auch sie hielt das für unnütz. Wer imstande war, einer Bank solche Summen zu stehlen, wusste auch, wie man die Spuren hinter sich verwischt.
    "Ich verfolge aber noch einen anderen Weg, mein Gebieter."
    Er schwieg. Schliesslich sprach sie weiter.
    "Dieser Mann hat Freunde. Ich werde der Spur der Freunde folgen."
    Diesmal konnte sie sein Lächeln ausmachen, das ebenfalls golden aufblitzte.
    "Freunde", sagte er, "Freunde sind eine Schwäche."
    Sie dachte daran, wie viele seiner alten Freunde der General ins Gefängnis hatte werfen lassen, und sagte sich, dass ihm bestimmt kaum noch Schwächen blieben.
    Ausser seinem Alter natürlich und dem unbändigen Gefallen, den er an Gold fand.

    __________________
    Hector hat keine Zeit für seine Freunde

    Ohne Freunde möchte niemand leben, auch wenn er alle übrigen Güter besässe.
    Aristoteles

    Es war einmal ein junger Psychiater namens Hector, der keine Zeit mehr hatte, seine Freunde zu sehen.
    Dass Hector keine Zeit für seine Freunde hatte, lag zunächst mal daran, dass er viel arbeitete und abends oft zu müde zum Ausgehen war. Ausserdem war er inzwischen verheiratet und Vater eines kleinen Jungen, und da hat man nur noch selten die Gelegenheit, jemanden einfach so anzurufen und zu fragen: "Wollen wir nicht einen trinken gehen?" Ganz davon abgesehen, dass unglücklicherweise auch die meisten seiner Freunde verheiratet waren und manchmal waren ihre Frauen bezüglich Männerabenden, die bis tief in die Nacht gingen, nicht so verständnisvoll wie seine wunderbare Clara.
    Und ausserdem war Hector noch eines aufgefallen: Je weiter man im Leben vorankommt, desto häufiger muss man zu Abendeinladungen mit Leuten gehen, die man nicht unbedingt zu seinen Freunden zählt. Solange man jung ist, kann man es so einrichten, dass man nur seine besten Freunde trifft und jede Menge Zeit mit ihnen verbringt ein Glück, über das man sich übrigens genauso wenig im Klaren ist wie über das Glück, jung zu sein!
    Hector hatte auch festgestellt, dass das Thema Freundschaft, das für ihn eine Quelle des Glücks war, vielen seiner Patienten Kummer bereitete.
    So beispielsweise auch Julie. Julie war eine sympathische und aufgeschlossene junge Frau, die Freunde und vor allem Freundinnen hatte. Weshalb kam sie also zu Hector in die Sprechstunde? Julie war einfach ein bisschen zu sensibel. Sie war gross gewachsen und ha
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 250
Erscheinungsdatum 01.10.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-27340-4
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 19/12/2.2 cm
Gewicht 245 g
Originaltitel (kein Originaltitel)
Übersetzer Ralf Pannowitsch
Verkaufsrang 41210
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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Übersicht
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schönes Buch über die Freundschaft
von MarTina am 26.08.2015

Das Buch beginnt damit, dass der Psychiater Hector verschiedene Personen vorstellt, die auch verschiedene Einstellungen zur Freundschaft bzw. Probleme damit haben. Mit der Art, wie dies geschieht, konnte ich mich nicht ganz anfreunden und hoffte daher, dass das Buch nicht immer so weitergeht. Richtig ging für mich das Buch los, ... Das Buch beginnt damit, dass der Psychiater Hector verschiedene Personen vorstellt, die auch verschiedene Einstellungen zur Freundschaft bzw. Probleme damit haben. Mit der Art, wie dies geschieht, konnte ich mich nicht ganz anfreunden und hoffte daher, dass das Buch nicht immer so weitergeht. Richtig ging für mich das Buch los, als Leutnant Ardanarinja bei Hector auftauchte und seinen Freund Èdouard suchte, der Geld gestohlen haben soll. Hector war im Besitz einer alten Postkarte von Èdouard, was er aber nicht erzählte. Bald macht er sich dann auch auf die Reise, um seinen Freund selbst zu suchen. Die Reise ist interessant und wirklich gut geschrieben und es kommt dabei auch noch richtig Spannung auf, als dann auch noch seine Frau und sein Sohn in Gefahr geraten. Was mir sehr gut gefallen hat, waren die 22 Beobachtungen über die Freundschaft, die Hector während seiner Suche machte, und dann auch aufschrieb. Diese fingen immer mit „Ein wahrer Freund ist….“ an und zeigen am Schluss auf, wie vielfältig und wunderbar eine richtige Freundschaft doch ist und was manche Menschen auch dafür riskieren. Aber es zeigt auch auf, dass die Menschen eine unterschiedliche Meinung davon haben, was Freundschaft bedeutet und zu was sie „verpflichtet“ (oder auch nicht). Fazit: Im Endeffekt handelt es sich um ein schönes Buch, das leicht zu lesen ist und viel Wahres über die Freundschaft erzählt. Man fühlt sich beim Lesen wohl und ich konnte bei einigen Aussagen zustimmend nicken, andere machten mich nachdenklich. Aber es ist kein Buch, das ich unbedingt wieder einmal lesen muss. Daher habe ich es auch verschenkt.

ein wundervolles Buch
von einer Kundin/einem Kunden am 04.07.2013

Der Psychiater Hector bekommt Besuch einer Polizistin, die in darüber in Kenntnis setzt, dass einer seiner besten Freunde, Édouard, sehr viel Geld gestohlen haben soll. Édouard ist in Asien untergetaucht und es stellt sich heraus, dass nicht die Polizei ihn sucht, sondern die Bestohlenen. Mit Unterstützung von einer Freundin, ei... Der Psychiater Hector bekommt Besuch einer Polizistin, die in darüber in Kenntnis setzt, dass einer seiner besten Freunde, Édouard, sehr viel Geld gestohlen haben soll. Édouard ist in Asien untergetaucht und es stellt sich heraus, dass nicht die Polizei ihn sucht, sondern die Bestohlenen. Mit Unterstützung von einer Freundin, einem ehemaligen Freund (Ist er noch ein Freund? Und wenn ja, warum?) sowie einer Patientin macht Hector sich auf den Weg, Édouard zuerst aufzuspüren. Neben der, aus der Rahmengeschichte resultierende Spannung, treibt einen auch der Wunsch, man möge nun endlich genauer wissen, was Freundschaft ist, zum Weiterlesen. Hinzu kommen sehr verschiedene Protagonisten und Antagonisten, die jeder für sich sehr interessant sind und von denen man dank Lelords ausgezeichneten Beschreibungen ein genaues Bild bekommt. Ein Genuss! Auch die Philosophen Aristoteles und Thomas von Aquin kommen zu Wort und dem Autor gelingt es, ihre Positionen verständlich zu erläutern. Der Autor verfügt über ein unglaubliches Talent, Philosophie, Spannung und Freundschaft miteinander zu verweben. Ein wunderschönes und facettenreiches Buch also.

Auf der suche nach der essenz der freundschaft
von Nina Marlene Gollmann aus Graz am 12.09.2012

François Lelord schafft mit seiner Hector-Reihe entspannende, amüsante Bücher voll von Einsichten und Wertschätzung. Hector ist Psychiater. Er hört viel von seinen Patienten und macht sich Gedanken im vorliegenden Band zu der Freundschaft, unkonventionell verpackt. Das Buch ist keine Auflistung von Eigenschaften die ein Freun... François Lelord schafft mit seiner Hector-Reihe entspannende, amüsante Bücher voll von Einsichten und Wertschätzung. Hector ist Psychiater. Er hört viel von seinen Patienten und macht sich Gedanken im vorliegenden Band zu der Freundschaft, unkonventionell verpackt. Das Buch ist keine Auflistung von Eigenschaften die ein Freund hat, sondern eine Hommage an die Freundschaft an sich. Hectors alter Freund Édouard ist verschollen in Asien. Es wäre keine Freundschaft würde Hector sich nicht auf die Suche begeben. Erinnerungen an Erfahrungen, Ereignisse und gemeinsam Erlebtes, aber auch Weiterentwicklung der Freunde und das Loslassen werden thematisiert. Besonders gefallen hat mir die Liste, also die Einsichten, welche nach Hector, einen Freund klassifizieren. Zum Weiterschenken für gute Freunde oder bei denen es kriselt!