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Mein sanfter Zwilling

Die Geschichte einer Liebe zwischen zwei Menschen, die sich unmöglich lieben können - wegen des Schicksalsschlags, der sie zusammen gebracht hat. Eine fatale Liebe zwischen zwei Menschen die sich nur übereinander definieren können und doch immer wieder versuchen, ihren eigenen Weg zu gehen.

Ivo und Stella, Wahlverwandte und Schicksalsgenossen seit frühester Kindheit, sind in leidenschaftlicher und destruktiver Liebe miteinander verbunden. Jeder Versuch ohne einander zu leben, sich dem Reigen wilder erotischer Begegnungen und hasserfüllter Streits zu entziehen, scheitert. Es ist eine namenlose Gier, die die beiden immer wieder zueinander treibt und ein tief verborgener Groll, der sie hindert, je miteinander glücklich zu sein. Haratischwilis Roman erzählt die Geschichte dieser grossen Liebe und fatalen Leidenschaft und enthüllt dabei, Schritt für Schritt, Schicht für Schicht ein Familiendrama, das Stella und Ivo wie Zwillinge für immer aneinander kettet. In Rückblenden erzählt Stella die Geschichte ihrer Familie, ab dem Moment, in dem Ivo in ihr Leben tritt. Von der Affäre ihres Vaters Frank mit Ivos Mutter. Von den Nachmittagen in dem abgeschiedenen Haus am Hafen, wo sich das Paar trifft und die Kinder zusammen spielen und die Erwachsenen beim Liebesspiel beobachten. Über ihre Eltern kommen sich Ivo und Stella näher und versuchen deren Geheimnis, so gut es geht, vor der Aussenwelt zu hüten, in der es Ivos Vater und Stellas Mutter und Schwester gibt. Die Affäre endet mit einem Schlag, als Ivos Vater eines Nachmittags überraschend von einer Geschäftsreise nach Hause kommt.

Mein sanfter Zwilling erzählt sprachgewaltig, melancholisch, gravitätisch wie die herbstliche See und mit scharfem Blick für die Abgründe und Unwägbarkeiten der menschlichen Natur von einem erschütternden Familiendrama, einer verlorenen Kindheit, und einer grossen Liebe, die in dieser Welt keinen Ort findet.
Portrait
Nino Haratischwili, geboren 1983 in Tiflis, ist preisgekrönte Theaterautorin und -regisseurin (mit bislang 14 Uraufführungen, u.a. im Thalia-Theater, Kampnagel in Hamburg, Heidelberger Stückemarkt, Deutsches Theater Göttingen). 2008 gewann sie für Agonie den Rolf-Mares-Preis in der Kategorie "Aussergewöhnliche Inszenierung". 2010 wurde ihr der Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis verliehen. Ihr schriftstellerisches Debüt, der Roman Juja, erschien im Frühjahr 2010 und war für die Longlist des Deutschen Buchpreises, die Shortlist des ZDF-aspekte-Literaturpreises und die Hotlist der unabhängigen Verlage nominiert. Nino Haratischwili lebt heute in Hamburg.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 380 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.09.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783627021757
Verlag Frankfurter Verlags-Anstalt
Dateigröße 1294 KB
Verkaufsrang 8413
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"In der Welt der toten Träume gibt es keine Türen, keine Kinder, es gibt keinen Alltag und keine Normalität" (89)
von Miri am 10.08.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Stella lebt auf den ersten Blick ein perfektes Leben: liebender Mann, finanziell gut situiert, ihr Sohn Theo, gesellschaftlich integriert, doch ein Gefühl lässt sie nicht los: ein schwarzer Fleck (113) mitten in der gesellschaftlichen Musterhaftigkeit zu sein. Sie passt nicht rein, rein in sämtliche Muster, rein in ihr eigenes L... Stella lebt auf den ersten Blick ein perfektes Leben: liebender Mann, finanziell gut situiert, ihr Sohn Theo, gesellschaftlich integriert, doch ein Gefühl lässt sie nicht los: ein schwarzer Fleck (113) mitten in der gesellschaftlichen Musterhaftigkeit zu sein. Sie passt nicht rein, rein in sämtliche Muster, rein in ihr eigenes Leben. Wenn Ivo wieder in ihr Leben reinplatzt, brechen alle unterdrückten Gefühle aus ihr heraus und sie stellt ihr bisheriges Leben ans Spiel. Es scheint, dass sie alles verlieren wird ihren Sohn inbegriffen. Was sie sucht: SICH SELBST. Die Liebe zu Ivo ist fatal und an manchen Stellen kam mir vor, dass ich Stella wegen ihrer blinden Unterwerfung und Abhängigkeit von diesem Mann wirklich verabscheue. Ihre Begegnungen gleichen einer krankhaften Beziehung voller Sucht, Leidenschaft, Schmerz und Illusionen und das alles hat ihren Ursprung bei ihrem betrügenden, verantwortungslosen Vater (Ich hätte mir wirklich gewünscht, sie würde ihm ihre Meinung in die Augen geigen). Was mich auch entsetzt hat, ist Stellas Feststellung, dass die Wahrheit nicht immer heilt, dass sie auch tötet. Jain, wenn man von Anfang an ehrlich gewesen wäre, würde zu so viel verstörten und zerstörten Schicksalen resp. Akten nicht kommen, aber dann hätten wir diese einzigartige Geschichte nicht lesen können, die einen zum Nachdenken bringt: wer ist man wirklich und welches Leben lebt man: das unsere oder jemandes anderen. Sehr starkes Buch, das viele Abgründe ans Licht bringt, Gefühle toll umschreibt, Charaktere nicht Schwarz-Weiß darstellt und graue Zonen zulässt. Noch dazu entführt uns die Autorin in ein Land, das für viele komplett unbekannt ist: Georgien und lässt uns in die Kriegszeit und deren Folgen blicken. Meine Leseempfehlung hat das Buch auf jeden Fall, allerdings nicht für diejenigen, die nach sanften Liebesgeschichten suchen, das Buch hier behandelt in erster Reihe "Scheißsehnsucht" (203) und wie man sie mal erfolgreich und mal weniger stillt.

von einer Kundin/einem Kunden am 28.07.2019
Bewertet: anderes Format

Gefühlvoll akzentuierte, meisterlich geschriebene Geschichte über Liebe, eine lang verborgene Schuld und Vergebung. Diese Autorin muss man kennen, man muss sie gelesen haben.

von einer Kundin/einem Kunden am 12.10.2018
Bewertet: anderes Format

Haratischwili hier mit einem etwas kürzeren Buch, welches dennoch, genau wie ihre Epen, absolut überzeugt! Sprachlich hervorragend und literarisch anspruchsvoll. Toll!