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Extrem laut und unglaublich nah

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Der elfjährige Oskar Schell ist mit seinen jungen Jahren ein kleines Multitalent: Erfinder, Astrophysiker, Goldschmied und vieles mehr. Und er hat gerade seinen Vater bei den Anschlägen des 11. Septembers verloren. In dem Nachlass des Vaters findet Oskar einen Schlüssel, der einfach nirgendwo passen will. Also macht er sich auf die Suche durch ganz New York und das Leben seines Vaters, um die Antwort auf das Rätsel seines Todes zu finden. Dabei kommt auch die traumatische Vergangenheit seines Grossvaters ans Licht, der im Zweiten Weltkrieg bei einem Bombenangriff in Dresden seine Verlobte verloren hat.
RezensionBild
Warner präsentiert uns hier einen wunderschön scharfen und detailreichen 1080p/AVC MPEG-4 Transfer im Seitenverhältnis von 2.40:1, was dem Original entspricht. Das Bild bietet sowohl in Totalen als auch Weitwinkel-Aufnahmen durchgehend nahezu perfekte Schärfewerte sowie eine tolle Farbreproduktion, die das Gezeigte sehr natürlich und lebendig wirken lassen. Kleine Patzer leistet sich der Transfer nur in dunklen Sequenzen, wo die Kantendarstellung sowie die Auflösung der Graustufen feiner sein könnten, sowie minimales Aliasing, das man aber nur durch fast schon krampfhafte Observation an einigen Stellen des Filmes beobachten kann. Ansonsten bleibt die Kompression unauffällig und sorgt für eine tadellose Reproduktion des Filmes auf der Leinwand.
RezensionBonus
Die Extras sind mit einer Gesamtlaufzeit von über 80 Minuten recht umfangreich aber auch inhaltlich gelungen ausgefallen. Zunächst sticht einem das 20-minütige „Making of“ ins Auge, das sehr detailliert auf die Adaptions-Arbeit des Romanes, aber auch auf die Auswahl der Darsteller sowie das Film-Design eingeht, ohne dabei auf allzu viele Filmsequenzen als Füllmenge zurückzugreifen. In „Auf der Suche nach Oskar“ erfahren wir, wie der zuvor völlig unbekannte Jung-Schauspieler Thomas Horn die Rolle des Protagonisten ergatterte und wie er sich darauf vorbereiten musste. Das gut 11 Minuten dauernde Feature „Zehn Jahre später“ erzählt, wie ein Bild eines Opfers des 11. September, das im Film zu sehen ist, von Familienangehörigen aufgenommen wurde und welche Reaktionen es hervorrief. Zuletzt gibt es noch einen gut 45 Minuten dauernden Beitrag „Max von Sydow: Dialoge mit dem Untermieter“, bei dem erstaunlich wenig von Max von Sydow zu sehen und zu hören ist. Das Feature ist vielmehr ein B-Roll-Beitrag mit gelegentlichen Interview-Einlagen des Regisseurs und anderer Crew-Mitglieder und über die Laufzeit von knapp einer Dreivertelstunde doch etwas langatmig und wenig abwechslungsreich.
RezensionTon
Im Gegensatz zur verlustfrei enkodierten DTS HD 5.1 Master Audio Tonspur des englischen Originals müssen Zuschauer, die auf die deutsche Synchronisation angewiesen sind, wieder einmal mit verlustbehaftetem Dolby Digital 5.1 – Sound vorlieb nehmen, was in diesem Falle zwar keine gravierenden qualitativen Unterschiede zu Tage fördert, aber dennoch leicht herauszuhören ist. Die meiste Zeit spielt sich das Geschehen auf dem Center beziehungsweise den vorderen Stereo-Kanälen ab. Dabei bleibt der Sound stets unangestrengt und leichtfüssig, mit nur wenigen \'offensiven\' direktionalen Effekten. Vielmehr wird das Schauspiel durch permanent zum Einsatz kommende leise Umgebungsgeräusche und Score-Elemente am Leben gehalten und dadurch ein sehr unaufdringliches, aber durchaus weiträumiges Surround-Panorama geschaffen.
Zitat
Filme, welche die Anschläge des 11. September 2001 thematisieren, gibt es inzwischen viele – nicht jeder geht direkt auf die traumatischen Ereignisse ein, sondern befasst sich mit den Folgen des Attentats. So auch das hier vorliegende Werk des Regisseurs Stephen Daldry (\'The Hours\', \'Der Vorleser\') \'Extrem laut und unglaublich nah\' (USA, 2011), das jedoch etwas kreativer mit der Materie umzugehen weiss. Die Geschichte ist über weite Strecken glaubhaft und ansprechend inszeniert, wenn auch die Grenze zwischen rührenden und rührseligen Szenen oftmals fliessend ist. Neben Sandra Bullock, die hier leider nur viel zu kurz zeigen kann, dass sie sich spätestens seit \'The Blind Side\' zu einer ernst zu nehmenden Schauspielerin entwickelt hat, ist es vor allem Jungschauspieler Thomas Horn, der hier in Szene gesetzt wird und seine Sache durchaus gut macht. Dennoch gibt es einige Szenen, welche die Glaubwürdigkeit seines Charakters in Frage stellen und durch stellenweise übertriebenes Overacting noch verstärkt wird. Heimlicher Star des Filmes ist aber Max von Sydow, der alleine durch seine Mimik mehr zu vermitteln vermag als der gesamte Rest des Casts, einschliesslich dem blass bleibenden Tom Hanks.

\'Extrem laut und unglaublich nah\' ist einer der Filme der vergangenen zwei Jahre, welcher die Kritiker mit am meisten polarisierte. Die Rezensionen ragen von \'unanschaubar\' bis zu \'weltklasse\', doch die Wahrheit liegt – wie so oft – irgendwo dazwischen. Stephen Daldry schuf sicherlich kein Meisterwerk, dennoch versteht er es, den Zuschauer über die gesamte Spielzeit am Schicksal der Protagonisten Teil haben zu lassen und durch einige schön fotografierte sowie inszenierte Momente durchaus Gefühle zu transportieren. Letztendlich fehlt es dem Werk ein wenig an Authentizität, da doch zu viel der Geschichte zu stark konstruiert wirkt.

Technisch ist die vorliegende Blu-ray Disc absolut auf dem Stand der Zeit angekommen. Die Bildqualität ist durch ihre Brillanz und natürlichen Farben bestechend gut. Der Sound überzeugt vor allem im englischen Original mit sauber aufgelösten Stimmen und gut eingebundenen Umgebungsgeräuschen. Die Extras sind einigermassen umfangreich und zum Teil auch wirklich spannend anzusehen.

Subjektive Filmwertung: 6.75 von 10 Trauma-Bewältigungs-Strategien der etwas anderen Art
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Beschreibung

Produktdetails

Medium Blu-ray
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 12 Jahren
Erscheinungsdatum 22.06.2012
Regisseur Stephen Daldry
Sprache Deutsch, Dänisch, Englisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch (Untertitel: Schwedisch, Spanisch, Norwegisch, Finnisch, Griechisch, Französisch, Holländisch, Dänisch)
EAN 5051890098887
Genre Drama
Studio Warner Home Video
Originaltitel Extremely Loud and Incredibly Close
Spieldauer 129 Minuten
Bildformat HD (1080p), Widescreen (2,40:1)
Tonformat Deutsch: DD 5.1, Französisch: DD 5.1, Italienisch: DD 5.1, Spanisch: DD 5.1, Englisch: DTS HD 5.1
Verkaufsrang 807
Produktionsjahr 2011
Film (Blu-ray)
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Fr. 19.90
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
14 Bewertungen
Übersicht
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Daumen hoch!
von Daniela P. am 24.02.2014

Oskar Schell ist 11 Jahre alt als sein Vater am Tag des 11. September 2001 im World Trade Center ums Leben kommt. In den Sachen seines Vaters findet Oskar einen Schlüssel, versteckt in einem Umschlag, auf dem das Wort "Black" notiert ist. Um das passende Schloss zum Schlüssel zu finden, sucht Oskar alle Anwohner New Yorks mit de... Oskar Schell ist 11 Jahre alt als sein Vater am Tag des 11. September 2001 im World Trade Center ums Leben kommt. In den Sachen seines Vaters findet Oskar einen Schlüssel, versteckt in einem Umschlag, auf dem das Wort "Black" notiert ist. Um das passende Schloss zum Schlüssel zu finden, sucht Oskar alle Anwohner New Yorks mit dem Namen "Black" auf. Für ihn beginnt die Reise seines Lebens. Eine wunderschöne, berührende Geschichte nach dem Roman von Jonathan Safran Foer. Der hochintelligente Oskar wird überzeugend von Thomas Horn dargestellt, einem bis dahin unbekannten Schauspieltalent. Komplettiert wird das Ensemble noch von Tom Hanks (Oskars Vater) und Sandra Bullock (Oskars Mutter). Ein ruhiger Film, der einen nachdenklich stimmt. Daumen hoch!

Extrem beeindruckend gemacht und unglaublich gut gespielt
von Selma Wattendorf aus Darmstadt am 01.09.2013
Bewertet: Medium: DVD

Der 11 Jährige Oskar hat Anzeichen des Asperger-Syndroms: hoch intelligent, aber große Schwierigkeiten mit anderen Menschen zu kommunizieren. Deshalb trifft es ihn doppelt hart, als sein Vater, der den besten Zugang zu ihm hatte, bei den Terroranschlägen am 11.09.2001 ums Leben kommt. Zum Glück hat sein Vater ihm anscheinend ein... Der 11 Jährige Oskar hat Anzeichen des Asperger-Syndroms: hoch intelligent, aber große Schwierigkeiten mit anderen Menschen zu kommunizieren. Deshalb trifft es ihn doppelt hart, als sein Vater, der den besten Zugang zu ihm hatte, bei den Terroranschlägen am 11.09.2001 ums Leben kommt. Zum Glück hat sein Vater ihm anscheinend eine Aufgabe hinterlassen. Oskar, der Rätsel liebt, findet einen Schlüssel im Zimmer seines Vaters, der zu einer Person namens Black gehören muss. Und Oskar macht sich gut organisiert auf die Suche. Der Schlüssel führt zwar nicht zum erwarteten Ergebnis, wird aber zum Schlüssel für Oskars Überleben. Der Film wird neben den großartigen Schauspielern auch durch die raffiniert geschnittene Szenenabfolge zu einem außergeöhnlichen Ereignis, das einem sehr nahe geht.

Thomas Horn brilliert in einer nervig amerikanischen Merkwürdigkeit
von Dirk N. aus Borken am 05.03.2013
Bewertet: Medium: DVD

Der Vater war jüdischer Juwelier. Der Opa aus Deutschland. Bilder von 9/11 und Bilder aus Dresden 45. Und natürlich hat der Junge (evtl., er wurde getestet, das Ergebnis war uneindeutig) Asperger. Das reicht an Klischees für ein ganzes Jahr. Sechs Anrufbeantwortertexte seines Vaters vom elften September dokumentieren die Ablä... Der Vater war jüdischer Juwelier. Der Opa aus Deutschland. Bilder von 9/11 und Bilder aus Dresden 45. Und natürlich hat der Junge (evtl., er wurde getestet, das Ergebnis war uneindeutig) Asperger. Das reicht an Klischees für ein ganzes Jahr. Sechs Anrufbeantwortertexte seines Vaters vom elften September dokumentieren die Abläufe vom "schlimmsten Tag", Amerikas jüngstem Terrorismus-Trauma. Der Film lässt keine Möglichkeit aus, die Tränendrüse des Zuschauers zu massieren. In der Vorlage noch gut verankert, hätte im Film auch (beinahe) jede andere Katastrophe, jeder andere Unfall ausgereicht um Oskar (Thomas Horn) zum Waisen zu machen und seine bemerkenswerte und beeindruckend gespielte Suche auszulösen. Der Film lebt von seinem Spiel. Und vom Schauspiel Max von Sydows. Sandra Bullock bleibt blass, Tom Hanks ist ganz nett. Große Namen, die aber vom Schauspiel der beiden anderen in den Schatten gestellt werden. Mal was anderes. Und trotz klebrigem Nationalethos eine sehenswerte Geschichte über die Schnitzeljagd eines Jungen und seines schweigenden Großvaters.