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In Küstennähe

Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Kunststoff-Einband
Seitenzahl 368
Erscheinungsdatum 29.03.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-905980-13-4
Verlag Landverlag
Maße (L/B/H) 19.6/13.2/2.9 cm
Gewicht 412 g
Buch (Kunststoff-Einband)
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Fr. 33.90
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Lustig und berührend
von einer Kundin/einem Kunden am 16.10.2018

Das Buch beschreibt das Leben in den Westfjorden Islands, genauer gesagt das Leben von Lárus, einem 23-jährigen Drogendealer. Er arbeitet in einem Altersheim als Hauswartsgehilfe und kommt so in Kontakt mit Grímur, einem Heimbewohner. Dieser ist in den Westfjorden gefürchtet, da er gemeinhin unter dem Verdacht steht, seine Schwe... Das Buch beschreibt das Leben in den Westfjorden Islands, genauer gesagt das Leben von Lárus, einem 23-jährigen Drogendealer. Er arbeitet in einem Altersheim als Hauswartsgehilfe und kommt so in Kontakt mit Grímur, einem Heimbewohner. Dieser ist in den Westfjorden gefürchtet, da er gemeinhin unter dem Verdacht steht, seine Schwester ermordet zu haben, was jedoch niemals bewiesen wurde und deshalb nur als Gerücht in den Köpfen der Leute Bestand hat. Lárus kennt Grímur aus Kindstagen, als er und andere Kinder ihn mit Streichen geärgert haben. Als die Heizung im Zimmer von Grímur nicht mehr funktioniert, muss Lárus als Hauswartsgehilfe anpacken. Er kommt ins Gespräch mit Grímur, die beiden nähern sich an und werden so etwas wie Freunde, bei denen der jeweils andere Zuflucht sucht, jeder auf seine Art. Im Roman ist das Leben in den Westfjorden Islands sehr authentisch beschrieben. Man kann laut lachen und wird trotzdem berührt durch die Ehrlichkeit und Menschlichkeit der Protagonisten. Eine absolute Empfehlung!

Ein grandioses Erstlingswerk
von einer Kundin/einem Kunden am 18.05.2013

„In Küstennähe“ ist die Geschichte eines jungen Mannes der durch die zufällige, unerklärliche Freundschaft zu einem sagenumwobenen Greis herausfindet, wer er ist. Es ist ebenso die Geschichte dieses Greises, der kurz vor seinem Tod doch noch jemandem begegnet, dem er seine Geschichte anvertrauen kann. Larus Leben als Hilfshau... „In Küstennähe“ ist die Geschichte eines jungen Mannes der durch die zufällige, unerklärliche Freundschaft zu einem sagenumwobenen Greis herausfindet, wer er ist. Es ist ebenso die Geschichte dieses Greises, der kurz vor seinem Tod doch noch jemandem begegnet, dem er seine Geschichte anvertrauen kann. Larus Leben als Hilfshausmeister in einem Altersheim dient als Tarnung für das andere, in dem er mit Drogen dealt. Er besäuft sich jedes Wochenende, um der eigenen Leere zu entkommen, schlägt die restliche Freizeit vor dem Computer tot und übertüncht seine Unsicherheit gegenüber dem weiblichen Geschlecht mit Fiesheit. Aber hinter dem Tagedieb Larus steckt nicht einfach ein Fiesling, der sein Leben sinnlos dahinverschwendet, sondern eigentlich ein ganz netter Kerl. Aber das erfährt der Leser derart beiläufig, als wäre es bloss eine Nebensache. Überhaupt weiss man zunächst gar nicht so richtig, warum einem die Geschichte nicht mehr loslässt. Vielleicht deshalb, weil Larus im Altersheim wegen eines kaputten Heizkörpers in Zimmer 37-A landet, und weil in diesem Zimmer Grímur, genannt „Der Schlächter“, haust. An diesen Grímur hat Larus eine nicht gerade salonfähige Kindheitserinnerung. Ausserdem will er wissen, was es mit dem “Schlächter” auf sich hat. Blöd ist nur, dass Grímur nicht mehr spricht. Zumindest nicht am Anfang. Larus trödelt deshalb mit der Reparatur des Heizkörpers so lange wie möglich herum, und schliesslich kommt es zum ersten Wortwechsel zwischen den beiden. Während Larus von seinen Eltern erfährt, dass Grímur auf See seine Halbschwester umgebracht haben soll, lenkt ihn sein eigenes Leben mit allerlei Erfahrungen, die nicht mehr in sein altes Ich passen wollen, immer wieder von Grímurs Geschichte ab. Er entdeckt, dass er gar nicht so fies ist mit Frauen, wie er gerne sein möchte. Er erkennt, dass das Dealen nicht nur einsam macht sondern auch gefährlich werden kann, und dass er damit Schluss machen und der engen Welt der Fjorde entkommen möchte. Und als er sich in einem Moment der Verzweiflung nicht nachhause, sondern in Grímurs Zimmer flüchtet, nimmt die kratzbürstige Freundschaft ihren Lauf. Die Geschichte, die Schmidt in „In Küstennähe“ erzählt, hat er von einem waschechten Schafbauer aus dem Nordwesten Islands erfahren. Schmidt erzählt sie, der Ich-Stimme der Hauptfigur entsprechend, streckenweise lakonisch, vorwärtsdrängend und erstaunlich berührend. Und wie es sich für eine gut erzählte Geschichte gehört, nimmt sie immer mehr Tempo und Spannung auf, je mehr sie sich dem Ende nähert. Der Höhepunkt ist eine grossartige Szene in einer derart überzeugenden Kulisse, dass man beim Lesen das eiskalte Wasser am eigenen Leib zu spüren glaubt und froh ist, sich nicht selber in Küstennähe zu befinden. Ein grosses Plus gibt es für einen Schluss, der alle Handlungsstränge zu Ende führt und den Leser befriedigt zurücklässt. Zwar kein eindeutiges Happy End, aber irgendwie eben doch. Unprätentiös erzählt, frei von jeglichem Kitsch und Pathos, ist „In Küstennähe“ ein Island-Roman, ein Krimi, und ein klein wenig auch eine Liebesgeschichte. Vor allem aber ist der Roman ein beeindruckend gelungenes Debüt.