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Abteil Nr. 6

Roman. Ausgezeichnet mit Finlandia Preis 2011


Mit Wodka, Knoblauch und einem Ex-Knacki durch die Weiten Sibiriens

Draussen vor dem Zugfenster ziehen die unendlichen Weiten Sibiriens vorbei, drinnen im Abteil Nr. 6 ist es beklemmend eng. Die finnische Archäologiestudentin sitzt nur eine Armeslänge entfernt von einem mit allen schmutzigen Wassern gewaschenen Russen, und aus der erhofften beschaulichen Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn wird ein Höllentrip. Eine Woche, in der sie notgedrungen schweigt, denn er reisst vulgäre Witze und erzählt von Vergewaltigungen, Schlägereien und dem Mord, für den er im Gefängnis sass. Je mehr Wodka er trinkt, desto krasser werden die Geschichten, denen die junge Frau ausgeliefert ist. Und doch entwickelt er echte Fürsorge für seine Mitreisende, teilt mit ihr Salzgurken, Zwiebeln und Schwarzbrot – bis er ihr das Wertvollste schenkt, das er besitzt: das Messer, mit dem er einen Menschen erstochen hat. Rosa Liksom erzählt in diesem Kammerspiel die Geschichte einer schonungslosen Freundschaft – ein preisgekrönter Roman, der wie russische Spezialitäten das Süsse, Saure und Salzige kombiniert.

Rezension
Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 27.05.13
Die Finnin Rosa Liksom wurde in ihrem Heimatland für diesen Roman mit dem angesehensten Literaturpreis ausgezeichnet. Da fragt man sich, was die Jury dieses Preises gelesen hat. Das Buch verspricht nämlich sehr viel, hält aber nur sehr wenig davon. Die Geschichte kommt nie richtig voran. Man denkt immer, wann geht es nun eigentlich los. Man wartet geduldig. Erfährt derweil wie Rosa Liksom sich so dermassen in Nebensätzen und Handlungen, die für die eigentliche Geschichte keine Rolle spielen, verfängt. Auch sind die Figuren wenig sympathisch, so dass es einem egal ist was er wieder macht und sie dabei denkt. Zudem sind viele Dialoge unglaubwürdig. Und dann ist das Buch zu Ende und man fragt sich, wo ist hier nun die eigentliche Geschichte?
Portrait
Liksom, Rosa
Rosa Liksom, 1958 in Nordfinnland geboren, lebt heute in Helsinki und hat lange Zeit im Ausland verbracht (u.a. in der Sowjetunion, Dänemark und den USA). Sie studierte Anthropologie, arbeitete in den unterschiedlichsten Jobs und debütierte 1985 mit Kurzgeschichten, die in viele Sprachen übersetzt wurden. Ihr erster Roman ist 1999 unter dem Titel "Crazeland" auch auf Deutsch erschienen. "Abteil Nr. 6" ist ihr dritter Roman, er wurde 2011 mit dem wichtigsten finnischen Literaturpreis ausgezeichnet, dem Finlandia-Preis, und ist mit 100.000 verkauften Exemplaren in ihrem Heimatland ein Bestseller. Neben dem literarischen Schreiben verfolgt Rosa Liksom eine künstlerische Karriere und malt, macht Comics und Kurzfilme.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Klappenbroschur
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 04.03.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-421-04583-6
Verlag DVA
Maße (L/B/H) 21.6/13.8/2.2 cm
Gewicht 345 g
Originaltitel Hytti NRO. 6
Übersetzer Stefan Moster
Buch (Klappenbroschur)
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Kundenbewertungen

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Überraschung
von einer Kundin/einem Kunden am 11.11.2013

Das Buch überrascht. Nicht nur wegen seines Plots, sondern auch wegen der Ausdruckskraft der Autorin. Sie erhielt den Finlandia-Preis dafür, was immer der auch ist, auf jeden Fall zu Recht. Die Geschichte einer Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn. Für viele ein Traum. Für die in Abteil 6 sitzende finnische Archäologiestuden... Das Buch überrascht. Nicht nur wegen seines Plots, sondern auch wegen der Ausdruckskraft der Autorin. Sie erhielt den Finlandia-Preis dafür, was immer der auch ist, auf jeden Fall zu Recht. Die Geschichte einer Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn. Für viele ein Traum. Für die in Abteil 6 sitzende finnische Archäologiestudentin aber nicht. Eine Woche, prall gefüllt mit Wodka, Knoblauch und einem Exknacki, das har was, aber nichts Feines.

Durch die Sowjetunion
von einer Kundin/einem Kunden am 16.02.2013

Die Geschichte ist eine Zugfahrt durch die Sowjetunion der 1980er. Eine junge finnische Studentin nimmt die Transsibirische Eisenbahn nach Ulan Bator um Felsenzeichnungen zu studieren. Sie muss ihr Abteil mit einem riesigen schmutzigen Wodka trinkenden Russen teilen, der auf dem Weg zu einer Baustelle ist. Sie schweigt zuerst... Die Geschichte ist eine Zugfahrt durch die Sowjetunion der 1980er. Eine junge finnische Studentin nimmt die Transsibirische Eisenbahn nach Ulan Bator um Felsenzeichnungen zu studieren. Sie muss ihr Abteil mit einem riesigen schmutzigen Wodka trinkenden Russen teilen, der auf dem Weg zu einer Baustelle ist. Sie schweigt zuerst und plötzlich erzählt er vulgäre Witze, spricht von Vergewaltigungen und Morde, groteske Geschichten über sich und seinem Land, und je mehr er trinkt, desto ärger werden die Geschichten. Draußen ziehen die Weiten von Sibirien vorbei und langsam fangen sie an, sich aneinander zu gewöhnen. Der Russe kümmert sich um das Mädchen und teilt sogar sein Essen mit ihr. Es entsteht ein seltsamer schonungsloser Humor bei der Geschichte. Trotz der gewaltigen Ereignisse und der rauen Landschaft sind es gut geschilderte Einzelschicksale gepackt in die Historie eines Landes.