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Das Kind, das nicht fragte

Roman

Autobiografische Romane Hanns-Josef Ortheil Band 3

Hanns-Josef Ortheil

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Beschreibung

An einem Frühlingstag im April landet Benjamin Merz mit dem Flugzeug in Catania. Merz ist Ethnologe, und er möchte die Lebensgewohnheiten der Menschen in Mandlica, einer kleinen Stadt an der Südküste Siziliens, erkunden. Er freut sich auf das Frage- und Antwortspiel, auf das er sich gründlich vorbereitet, damit er mit den Einheimischen ins Gespräch kommt. Allerdings muss er grosse Hemmungen überwinden, um diese Gespräche auch tatsächlich zu führen. Denn Benjamin Merz ist zwar ein kluger Ethnologe, aber ihm fällt es ungeheuer schwer, das zu tun, worauf seine ganze Arbeit aufbaut: Fragen zu stellen. Und das hat seinen Grund.
Aufgewachsen ist Benjamin Merz mit vier weitaus älteren Brüdern. Seine Kinderjahre verbrachte er in einer aufgezwungenen Spracharmut. Seine älteren Brüder gaben in der Familie den Ton an, und er als Nachkömmling war schon häufig alleine damit überfordert, zu verstehen, worüber gesprochen wurde. Selbst einfachste Verständnisfragen traute er sich dann nicht zu stellen, und später musste er sich das Fragen mühsam antrainieren. Dafür kann er aber ausgezeichnet zuhören. Und diese Fähigkeit macht ihn in Mandlica, der Stadt der Dolci, zu einem begehrten Gesprächspartner - insbesondere bei den Frauen. Sie beginnen ihm Familiengeheimnisse und verborgenste Liebeswünsche anzuvertrauen ...
Mit dem Roman »Das Kind, das nicht fragte« schreibt Hanns-Josef Ortheil an dem grossen autobiographischen Selbsterforschungsprojekt seiner Kinder- und Jugendjahre weiter. Nach »Die Erfindung des Lebens« und »Die Moselreise« setzt sich der Autor auch in diesem Roman mit dem grossen Themenkomplex des Zusammenhangs von Verstummen und Sprechen, Fragen und Selbstfindung auseinander.

"Ein italienischer Liebestraum und ein wunderbares Mittel gegen deutsche Winterdepressionen."

Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln geboren. Er ist Schriftsteller, Pianist und Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Seit vielen Jahren gehört er zu den beliebtesten und meistgelesenen deutschen Autoren der Gegenwart. Sein Werk wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Thomas-Mann-Preis, dem Nicolas-Born-Preis, dem Stefan-Andres-Preis und dem Hannelore-Greve-Literaturpreis. Seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt.

"Eine liebevoll erzählte Geschichte über Familienhierarchien und falsch gestellte Lebensgleise, aber auch ein Roman über Neubeginn und Lebensfreude. Das macht das Buch sympathisch und lesenswert."

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 432 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 21.12.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783641104733
Verlag Random House ebook
Dateigröße 2468 KB
Verkaufsrang 27899

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 05.06.2020
Bewertet: anderes Format

Rührender Roman über einen Ethnologen, der die Sprachlosigkeit der Kindheit überwindet und in Sizilien regelrecht aufblüht. Seine Gabe, anderen zuzuhören, wird dort gefeiert. Etwas kitschig, aber schön. Eine Liebeserklärung an Süditalien!

von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Großartiger Roman, schöne Sprache.

von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Auch hier verarbeitete Ortheil seine Kindheit. Denn erst mit 7 Jahren sprach er, bis dahin war er stumm. Warmherzig und mit großer Sinnlichkeit beschreibt es die spätere Wortgewalt

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