Ich bin Zlatan

Meine Geschichte

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 09.12.13
Ich bin Zlatan Ibrahimovic ist eines der besten Bücher, das je von einem Fussballer veröffentlicht wurde. Das hat viele Gründe. Wer so geile und unfassbare Tore schiesst, und das am laufenden Band, der darf exzentrisch sein und auch seinen eigenen Kopf haben. Und das hat ZIatan Ibrahimovic. Wer ihn verbiegen will, wie Pep Guardiola, der wird mit ihm nicht viel Freude habe. Das Buch erzählt von der Entwicklung eines Fussballers, vom Strassenkicker zum Weltstar des Fussballs. Der Weg dorthin ist hart und lang. Zlatan Ibrahimovic erzählt in welchen Vereinen er gespielt hat und was da alles mit Spielern, Trainern und Zuschauern vorgefallen ist. Er ist auch ein Fan des Transfermarkts. Er war gierig darauf, in einem immer noch besseren Verein zu spielen, und dass der nächste auch eine weitaus höhere Ablöse zahlt, als der vorherige. Ich bin Zlatan Ibrahimovic ist ein Buch bzw. Hörbuch über die Mechanismen des Fussballs, des Spitzensports, des Lebens und auch der Liebe.
Portrait
Ibrahimovic, Zlatan
Zlatan Ibrahimovic, geboren 1981 in Malmö, spielte u._a. bei Juventus Turin, Inter Mailand und dem FC Barcelona. Derzeit steht er bei dem französischen Erstligisten Paris Saint-Germain unter Vertrag, mit dem er 2013 die Meisterschaft gewann. Seine zuerst in Schweden erschienene Autobiografie zählt mit Übersetzungen u._a. ins Englische, Französische, Spanische schon jetzt zu den erfolgreichsten Sportbüchern aller Zeiten.

Lagercrantz, David
David Lagercrantz, geboren 1962, ist ein anerkannter schwedischer Autor und Journalist, der dokumentargeschichtliche Romane und Biografien über schwedische Erfinder und andere gesellschaftliche Grössen verfasst hat, bevor er sich der Belletristik zugewandt hat. »Der Sündenfall von Wilmslow« wurde von der schwedischen Kritik überschwänglich aufgenommen worden. Deutschen Lesern ist Lagercrantz durch die Biografie "Ich bin Zlatan" ein Begriff. Lagercrantz macht zurzeit als Autor des vierten Teils von Stieg Larssons "Millenium"-Serie Furore.

Butt, Wolfgang
Wolfgang Butt zählt zu den meistgelesenen Übersetzern aus den nordischen Sprachen, mit Übertragungen von Per Olov Enquist, Henning Mankell, Arne Dahl u._a.
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    Pep Guardiola, mein Trainer in Barcelona, mit seinen grauen Anzügen und seiner ständigen Grübelmiene, kam zu mir und sah gequält aus.
    Ich fand ihn in Ordnung damals, nicht gerade ein Mourinho oder Capello, aber er war okay. Dies war lange bevor wir anfingen, Krieg zu führen. Es war der Herbst 2009, und ich lebte in meinem Jungentraum. Ich spielte in der besten Mannschaft der Welt und war von siebzigtausend Menschen in Camp Nou, dem legendären Stadion von Barça, empfangen worden. Ich schwebte wie auf Wolken, na ja, vielleicht nicht ganz. In den Zeitungen wurde eine Menge Mist geschrieben. Ich war der bad boy, mit mir war nicht gut Kirschen essen, so ein Kram eben. Aber trotz allem, ich war hier. Helena und die Jungen fühlten sich wohl. Wir hatten ein schönes Haus in Esplugues de Llobregat, und ich war hoch motiviert. Was sollte da schiefgehen?
    "Du", sagte Guardiola. "Hier bei Barça stehen wir mit beiden Füssen auf dem Boden."
    "Sure", sagte ich. "Fine!"
    "Und hier kommen wir nicht mit Ferraris oder Porsches zum Training."
    Ich nickte, machte nicht auf dicke Lippe nach dem Motto: Was zum Teufel gehen dich meine Autos an? Aber ich dachte: Was will er? Was für eine Botschaft will er rüberbringen? Ehrlich, ich habe es nicht mehr nötig, mich als krasser Typ aufzuspielen, ein geiles Auto zu fahren und auf dem Bürgersteig zu parken. Aber ich liebe nun mal Autos. Sie sind meine Leidenschaft, und ich ahnte, hinter seinen Worten verbarg sich etwas anderes: Glaub ja nicht, dass du jemand bist.
    Ich hatte schon begriffen, dass Barcelona so etwas wie eine Schule war, eine Anstalt. Die Spieler waren cool, an ihnen lag es nicht, und ausserdem war Maxwell da, mein alter Kumpel von Ajax und Inter. Aber ehrlich gesagt, keiner von den Jungs führte sich auf wie ein Superstar, und das war komisch. Messi, Xavi, Iniesta, die ganze Bande, sie benahmen sich wie Schuljungen. Die besten Fussballspieler der Welt buckelten, und das machte mich stutzig. Es war lächerlich. Wenn die Trainer in Italien sagen: "Springt!", dann fragen die Stars: "Wieso denn das? Warum sollen wir springen?"
    Hier sprangen alle auf den kleinsten Wink. Ich passte nicht hinein, überhaupt nicht. Aber ich dachte: Mach gute Miene zum bösen Spiel. Bestätige nicht ihre Vorurteile! Deshalb spielte ich das Spiel mit. Ich wurde ein Musterknabe. Es war zu blöd. Mino Raiola, mein Agent und Freund, sagte:
    "Was ist denn nur los mit dir, Zlatan? Ich erkenne dich nicht wieder."
    Keiner erkannte mich wieder, die Kumpel nicht, niemand. Ich verkümmerte, und dazu muss man wissen, dass ich seit der Zeit bei Malmö FF eine Philosophie habe: Ich ziehe meinen Stil durch. Mir ist egal, was die Leute sagen, und ich habe mich unter Ordnungsmenschen noch nie wohlgefühlt. Ich habe was übrig für Typen, die bei Rot fahren, um es mal so zu sagen. Aber jetzt ich sagte nicht, was ich wollte.
    Ich sagte das, wovon ich glaubte, man müsste es sagen. Es war völlig krank. Ich fuhr den Audi des Vereins und stand da und nickte wie in der Schule, oder vielleicht eher: wie ich in der Schule hätte stehen und nicken sollen. Ich schimpfte kaum noch auf meine Mannschaftskameraden. Ich wurde langweilig. Zlatan war nicht mehr Zlatan, und das war nicht mehr vorgekommen, seit ich in die Borgarskola gegangen war und zum ersten Mal Mädchen in Ralph- Lauren-Klamotten gesehen und mir beinah in die Hose gemacht hatte, wenn ich mit ihnen ausgehen wollte. Dennoch hatte ich einen glänzenden Saisonstart mit Barça. Ich schoss ein Tor nach dem anderen. Wir gewannen den UEFA Super Cup. Ich glänzte. Ich dominierte. Aber ich war ein anderer. Etwas war geschehen, nichts Ernstes, noch nicht, aber dennoch. Ich verstummte, und das ist lebensgefährlich, glaubt mir. Ich muss schreien und mich ausleben. Jetzt frass ich alles in mich hinein. Vielleicht hatte es mit dem Druck zu tun. Keine Ahnung.
    Ich war der zweitteuerste Transfer überhaupt, und die Zeitungen schrieben, ich sei ein Problemkind und hätte Charakt
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 01.10.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-89029-773-6
Verlag MALIK
Maße (L/B/H) 22.1/14.1/3.8 cm
Gewicht 630 g
Originaltitel Jag är Zlatan
Abbildungen mit 44 Schwarz-Weiß- Fotos, schwarz-weiss Illustrationen, mit 44 Schwarz-Weiß Fotoss
Übersetzer Wolfgang Butt
Verkaufsrang 34816
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
11 Bewertungen
Übersicht
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Beeindruckend ... anders.
von einer Kundin/einem Kunden aus Einbeck am 28.06.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ja, ich gestehe: Ich bin ein wirklich großer Fan dieses Mannes. Ich bin mir durchaus bewusst, welches Image er in der Öffentlichkeit pflegt, aber dennoch musste ich dieses Buch einfach haben. In der Welt des Fußball kennt ihn vermutlich jeder. Zlatan Ibrahomivic. Er ist einer der besten und bekannesten Stürmer, die der Fußba... Ja, ich gestehe: Ich bin ein wirklich großer Fan dieses Mannes. Ich bin mir durchaus bewusst, welches Image er in der Öffentlichkeit pflegt, aber dennoch musste ich dieses Buch einfach haben. In der Welt des Fußball kennt ihn vermutlich jeder. Zlatan Ibrahomivic. Er ist einer der besten und bekannesten Stürmer, die der Fußball zu bieten hat und... er weiß es.Oft hat man das Gefühl, dass er genau diesen Status lebt. Nicht nur einmal hat er lästige Fragen seitens der Presse mit einem einfachen "Weil ich Zlatan bin", beantwortet. Der Titel des Buches spielt genau diesen Satz wieder. Kaum jemand weiß von dem Weg, den der Schwede gegangen ist. Kaum jemand weiß von dem Weg ganz nach oben, zwischen Öffentlichkeit, Privatleben und der Presse. Ich will nicht sagen, dass ich mich in das Buch hineinversetzt gefühlt habe, denn ich glaube, niemand kann sich wirklich in Zlatan Ibrahimovic hinein versetzen, aber von der ersten Seite an, habe ich mich in die Geschichte des Schweden hineinversetzt gefühlt. Er beschreibt sein Leben in Kinder - und Jugendzeiten. Die Zeit in Malmö, in dem Ort, in dem er aufgewachsen ist. Zwischen Fussballspielen und Fahrraddiebstählen wächst ein Mann heran, der ... ein Ego entwickelt, wie es heutzutage kaum noch zu finden ist. Natürlich kommt gerade dieses, verdammt große Ego und das Selbstbewusstsein, dass Zlatan hat auch in diesem Buch wirklich oft zum Vorschein, aber es zeigt auch die verletztliche Seite des Weltklassestürmers. Seine Familie ist sein größter Rückhalt, seine spätere Frau Helena, die Kinder Maximilian und Vincent. Gerade, was die Passagen zu diesem Thema angeht, hat man Zlatan als verletztlich empfunden. Ich wollte ihn nicht nur einmal in die Arme nehmen und ihn einfach nur drücken. Seine Frau Helena ist sein größter Rückhalt. "Ohne sie wäre ich für meine Mitmenschen vermutlich eine Zumutung. Sie hat den Löwen in mir gezähmt", so Ibra." - Eine Tatsache, die ihn nur noch um einiges menschlicher macht, als es im Bild, dass die Presse von ihm hat und vor allem auch macht, vorgegeben ist. Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen, der ebenso viel Sympathie für den Schweden empfindet, wie ich. Jedem, der den steinigen Weg eines Mannes gehen will, der seine Verletztlichkeit oftmals in der Öffentlichkeit zu verstecken scheint. Getreu dem Motto: Harte Schale, weicher Kern.

von einer Kundin/einem Kunden am 14.11.2016
Bewertet: anderes Format

Kurzweilige, spannende und nicht immer ganz ernst zu nehmende Lektüre über einen der polarisierendsten Fußballer unserer Zeit.

Ich bin
von Gudrun Wolf aus Lindenberg am 03.06.2016
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Zlatan Ibrahimovic erzählt aus seinem Leben voller Kampf, Kraft, Schmerzen, Lieblosigkeiten und immer wieder Siegen. Unglaublich. Mir flößt diese Lebensschilderung großen Respekt ein. Das Leben so zu erzählen, wie man es wahrgenommen hat. Darum bemüht , oft im Nachhinein, auch Motive der anderen zu verstehen, ihre Lebenssituatio... Zlatan Ibrahimovic erzählt aus seinem Leben voller Kampf, Kraft, Schmerzen, Lieblosigkeiten und immer wieder Siegen. Unglaublich. Mir flößt diese Lebensschilderung großen Respekt ein. Das Leben so zu erzählen, wie man es wahrgenommen hat. Darum bemüht , oft im Nachhinein, auch Motive der anderen zu verstehen, ihre Lebenssituation, ihre Handlungsmöglichkeiten. Ich glaube, wir könnten nur schwer Freunde werden. Aber meinen uneingeschränkten Respekt hat er. Das wenige Fußballfachsimpeln in diesem Buch habe ich kaum verstanden, seine Tore habe ich leider nicht bewusst wahrgenommen, wenn ich mal Fußball geschaut habe. Aber riesigen Respekt für sein Fazit: Lass jeden Menschen seinen eigenen Weg finden! Schreibt ihm nicht so viel vor! Danke!