Warenkorb
 

Wissenschaft im Kreuzverhör

Spektakuläre Fälle von Galileo bis Guttenberg

Ob zu Recht oder Unrecht - zu allen Zeiten gerieten Wissenschaftler mit dem Gesetz in Konflikt und mussten sich für ihre Forschung vor Gericht verantworten.
>Wissenschaft im Kreuzverhör< rollt viele dieser Fälle neu auf und erzählt ihre spannende Geschichte. Die Auswahl der Forscher reicht dabei vom Renaissance-Genie über den Nobelpreisträger bis hin zu offenkundigen Scharlatanen, wobei auch die Plagiatsvorwürfe gegen deutsche Politiker nicht unerwähnt bleiben.
Heinrich Zankl zeigt auch diesmal wieder die allzu menschliche Seite der Wissenschaft, die so gern perfekt wäre - es aber so selten ist.
Portrait
Heinrich Zankl, geb. 1941, wurde an der LMU München 1967 zum Dr. med. vet. und 1974 zum Dr. rer. nat. promoviert. Von 1979 bis 2006 war er Professor für Humanbiologie und Humangenetik an der Technischen Universität Kaiserslautern. Er ist Träger der Heinrich-Bechold-Medaille für hervorragenden Wissenschafts-Journalismus.
… weiterlesen
  • Artikelbild-0
eBook kaufen
eBook verschenken

Beschreibung

Produktdetails

Format PDF i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 172 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.06.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783863127923
Verlag Primus
Dateigröße 1155 KB
eBook
eBook
Fr. 9.90
Fr. 9.90
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
Sofort per Download lieferbar
Sie können dieses eBook verschenken  i
eBook kaufen
eBook verschenken
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?

Kundenbewertungen

Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
2
1
0
0
0

Wissenschaftler vor Gericht
von einer Kundin/einem Kunden am 18.03.2012
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Wissenschaftler sind auch nur Menschen - zu diesem Schluß kann man bei der Lektüre des vorliegenden Buches kommen. Geschildert werden 25 Fälle, bei denen Forscher schließlich vor den Schranken des Gerichts landeten. Mal zu recht und mal zu unrecht. Denn Anzeigen sagen manchmal mehr über die Motive der Ankläger aus als über die A... Wissenschaftler sind auch nur Menschen - zu diesem Schluß kann man bei der Lektüre des vorliegenden Buches kommen. Geschildert werden 25 Fälle, bei denen Forscher schließlich vor den Schranken des Gerichts landeten. Mal zu recht und mal zu unrecht. Denn Anzeigen sagen manchmal mehr über die Motive der Ankläger aus als über die Angeklagten. Das Buch spannt einen weiten Bogen von historischen Fällen bis in die heutige Zeit. Geschrieben ist das Buch in einem populärwissenschaftlichen Stil. Die wissenschaftlichen Fragestellungen werden präzise und gut verständlich beschrieben. Auch den juristischen Fragen und Diskussionen kann man gut folgen. Ein Buch, das gleichermaßen informativ und unterhaltend geschrieben ist.

Wissenschaftler vor Gericht
von einer Kundin/einem Kunden am 11.02.2012
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Auch in seinem neuen Sachbuch beschäftigt sich der Humanbiologe Zankl mit "Streitgeschichten" aus der Wissenschaft: Dieses Mal erzählt er aber von Sachverhalten aus den Bereichen Naturwissenschaften, Medizin und Geisteswissenschaften, die vor Gericht geklärt werden mussten. Aktuelle Plagiatsaffären um deutsche Politiker wurden e... Auch in seinem neuen Sachbuch beschäftigt sich der Humanbiologe Zankl mit "Streitgeschichten" aus der Wissenschaft: Dieses Mal erzählt er aber von Sachverhalten aus den Bereichen Naturwissenschaften, Medizin und Geisteswissenschaften, die vor Gericht geklärt werden mussten. Aktuelle Plagiatsaffären um deutsche Politiker wurden ebenso berücksichtigt wie Galilei, der sich im 17. Jahrhundert vor dem Inquisitionsgericht verantworten musste: Er wurde unter Hausarrest gestellt, weil er in einem seiner Bücher das heliozentrische Weltbild vertrat. Aus heutiger Sicht ist dieser Schuldspruch genauso unverständlich wie die Anklage gegen einen Biologie-Lehrer aus Tennessee, der im Unterricht die Evolutionstheorie behandelt hatte. Seine Verurteilung wurde erst vom Obersten Gerichtshof aufgehoben. Höchst ungewöhnlich ist die geschilderte Selbstanzeige eines Arztes, um eine juristisch strittige Frage zur Anwendung eines Diagnoseverfahrens zu klären: Er hatte bei Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch vor der In-vitro-Fertilisation eine PID durchgeführt, um auszuschließen, dass der Embryo an bekannten Erbkrankheiten leidet. Auf dünnes Eis begeben sich Forscher auch, wenn sie Drittmittel nicht ordnungsgemäß verbuchen und sich dann mit dem Vorwurf der Bestechlichkeit und Vorteilsnahme konfrontiert sehen. Klarer zu beurteilen ist die Sachlage allerdings, wenn Daten einer Studie zu Gefahren elektromagnetischer Strahlung für die Gesundheit gefälscht wurden. Aber selbst wenn bekannt wird, dass - wie z.B. im Fall des Medikaments Vioxx geschehen - in Publikationen Nebenwirkungen verschwiegen wurden, kann es für Betroffene und Angehörige schwierig sein, die Zusammenhänge zu beweisen und ihre Schadensersatzansprüche gegenüber dem Pharmakonzern durchzusetzen. Unterschlagung von Schimpansenschädeln, Beleidigungen, der Amoklauf einer Professorin, die Rechtmäßigkeit eines Patents zur Gewinnung von Nervenzellen aus embryonalen Stammzellen, das "Bluebird"-Programm oder die Verurteilung von Ärzten, die während des Nationalsozialismus grausame Versuche an Menschen unternommen haben, sind weitere Straftaten, die der Autor thematisiert. Dabei hat er sich für die Schilderung der rechtlichen Fakten von einem Juristen beraten lassen. Die ausgewählten Kurzgeschichten sind sachlich fundiert geschrieben und trotzdem allgemein verständlich, abwechslungsreich und spannend erzählt. Für weitere Informationen enthält das Buch ein ausführliches Literaturverzeichnis und ein Sach- und Personenregister.

Fälle für den Staatsanwalt
von einer Kundin/einem Kunden am 22.01.2012
Bewertet: Buch (gebunden)

Sex für gute Noten, Veruntreuung von Forschungsgeldern oder abgekupferte Qualifikationsarbeiten sind mit großer Sicherheit keine Kavaliersdelikte, bei denen man ein Auge zudrücken könnte. Durch die gesetzlich garantierte Freiheit von Forschung und Lehre sind sie jedenfalls nicht gedeckt. Und diese Freiheit lässt schon so manches... Sex für gute Noten, Veruntreuung von Forschungsgeldern oder abgekupferte Qualifikationsarbeiten sind mit großer Sicherheit keine Kavaliersdelikte, bei denen man ein Auge zudrücken könnte. Durch die gesetzlich garantierte Freiheit von Forschung und Lehre sind sie jedenfalls nicht gedeckt. Und diese Freiheit lässt schon so manches zu, was mancher Zeitgenosse bloß als Kuriosität empfindet. In seinem neuen Buch „Wissenschaft im Kreuzverhör“ hat Heinrich Zankl 25 Fälle ausfindig gemacht, in denen Wissenschaftler bzw. die wissenschaftliche Erkenntnis selbst mit dem Gesetz in Konflikt gerieten und die Grenzen des Erlaubten reichlich überschritten wurden. In den Fällen geht es u.a. um die Gefährlichkeit von Handystrahlungen, dreiste Geschichtsfälschungen, Versuche an Primaten, die immer wieder Tierschützer auf den Plan rufen, Klonen, Doping oder unterschlagene Schädel. Zankl berichtet aber auch über den Fall Du-Yul Song, der als Friedensforscher in seiner Heimat Südkorea zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Besonders eindrucksvoll ist seine Beschreibung der während der braunen Herrschaft in Deutschland vorgenommen Versuche an Menschen durch Mediziner. Soweit man ihrer habhaft werden konnte, wurde sie vor Gericht gestellt und verurteilt. Passiert ist das allerdings nicht bei denen, die für atomare Versuche verantwortlich waren, bei den Menschen ohne jeden Schutz radioaktiver Strahlung ausgesetzt wurden und den Testern der CIA, die an Ahnungslosen Bewusstseins verändernde Drogen ausprobierten. An den juristisch relevanten Fällen wird einerseits deutlich, dass Wissenschaftler auch keine besseren Menschen sind, nur weil sie sich der Wissenschaft als Beruf verschreiben haben. Zankl liefert mit seinen Fällen aber auch ein Stück Aufklärungs- bzw. Erinnerungsarbeit, in dem er ins Gedächtnis ruft, was aus der tagesaktuellen Presse längst verschwunden ist. Besonders an dem Fall Galilei lässt sich auch erkennen, dass das Gesetz nicht immer nur die Freiheit der Wissenschaft schützt, sondern auch dazu missbraucht werden kann, sie in unzulässiger Weise einzuschränken. Zankl hat in seinem Buch besonders spektakuläre -man könnte auch sagen pikante Fälle aufgespießt. Es ist davon auszugehen, dass es sicherlich noch weit mehr davon gibt, über die sich schreiben und berichten ließe. Auch ist die Sammlung eine eher subjektive Auswahl, gefärbt durch die Brille des Autors. Das alles tut dem Buch allerdings keinen Abbruch. Die Geschichten sind lebendig erzählt und mit Spannung vorgetragen. Besonders beeindruckend ist, wie kenntnisreich er die von ihm recherchierten Fälle vorträgt. Es hat fast den Anschein, als wäre hier ein Gerichtsreporter am Werk gewesen.