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Der größte Raubzug der Geschichte

Warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden

Vor unseren Augen findet der grösste Raubzug der Geschichte statt, und wir alle sind seine Opfer. Die Reichen in unserer Gesellschaft werden immer reicher, während alle anderen immer ärmer werden. Die Übeltäter - Banken und Versicherungen - werden geschützt, gedeckt und von den Politikern und Notenbankchefs weltweit unterstützt. Dieses Buch zeigt, wie die Finanzindustrie funktioniert und wie sie Risiken und Schulden auf uns Bürger abwälzt.
Sorgen Sie dafür, dass Sie nicht zu den Verlierern gehören!

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 15.04.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-404-60804-1
Reihe Lübbe Sachbuch
Verlag Lübbe
Maße (L/B/H) 18.7/12.6/3.5 cm
Gewicht 375 g
Auflage 5. Auflage 2014
Verkaufsrang 28960
Buch (Taschenbuch)
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Rettungsschirme und Rettungspakete sind die "größtangelegteste Enteignungsaktion aller Zeiten"
von Dr. M. am 16.05.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Das steht so ähnlich auf Seite 273 dieses Buches, vorsichtshalber mit einem "vielleicht" abgeschwächt und mit einem Fragezeichen bedacht. Aber im Kontext dieses Buches muss man es wohl als seine Kernaussage betrachten. Auf der Rückseite werden wir schließlich noch gewarnt, dass wir alle betroffen sind und sofort richtig handeln ... Das steht so ähnlich auf Seite 273 dieses Buches, vorsichtshalber mit einem "vielleicht" abgeschwächt und mit einem Fragezeichen bedacht. Aber im Kontext dieses Buches muss man es wohl als seine Kernaussage betrachten. Auf der Rückseite werden wir schließlich noch gewarnt, dass wir alle betroffen sind und sofort richtig handeln müssen, um am Ende nicht mit leeren Händen dazustehen. Leider sind die Ratschläge dazu auf knapp 23 Seiten des allerletzten Kapitels etwas dünn und zu allgemein, um wirklich in zielgerichtetes Handeln münden zu können. Sie gehen auch nicht über das hinaus, was man in anderen Büchern zum Teil viel besser vorfindet. Die wirkliche Stärke dieses Buches besteht darin, die Machenschaften eines außer Kontrolle geratenen Finanzsystems zu entlarven, dass die westlichen Gesellschaften inzwischen vollständig beherrscht und sie zu ihrem Niedergang führen wird. Nicht ohne Grund wissen nur die wenigsten Menschen darüber bescheid, wie unser Geld entsteht und wie Banken funktionieren. Und das, obwohl Geld eine zentrale Rolle in unserer Gesellschaft spielt. Es entsteht immer als Schuld. Würden in diesem System alle Schulden bezahlt sein, gäbe es kein Geld mehr. Unser Papiergeld hat keinen inneren Wert wie Gold oder Silber. Es kann deshalb beliebig vermehrt werden. Die Entscheidungen darüber liegen in der Hand von dilettantischen Politikern und von durch Eigeninteressen getriebenen Bankern, die jeweils glauben, ökonomische Gesetze würden sich ihrem Willen unterordnen. Nachdem die Autoren zunächst sehr plastisch die Entstehung unseres Geldes und die Privilegien der Banken in diesem Prozess beschrieben haben, kommen sie zur Erklärung der amerikanischen Subprime-Krise. Auch diese auf den ersten Blick komplizierte Materie meistern sie didaktisch eindrucksvoll. Die Folgen für Deutschland und die Rolle der Politik bei diesen Vorgängen werden ebenfalls hervorragend beschrieben. Insbesondere entlarven sie die Heuchelei bestimmter Politiker, die in den Kontrollgremien der Landesbanken saßen, all die Zockerei munter genehmigten oder sogar dazu aufriefen, um sich dann hinterher öffentlich darüber aufzuregen. In diesem Zusammenhang kommen die Autoren immer wieder auf den ehemaligen NRW-MP Steinbrück und dessen späteren Staatsekretär Asmussen im BFM zu sprechen. Asmussen leitete erst die Deregulierung des deutschen Finanzmarktes ein und spielte später den Retter Deutschlands in der Finanzkrise, für deren deutsche Variante er in vorderster Linie mitverantwortlich war. Nun vertritt er Deutschland in zentraler Funktion in der EZB. Die Autoren zeigen deutlich auf, wie die staatlichen Landesbanken in Steueroasen Zweckgesellschaften gründeten, die zwei ganz klare Ziele besaßen: Sie sollten aus der Bilanz der Bank verschwinden, um kreditfinanziert mit einem extremen Hebel beim Herumzocken mit amerikanischen Subprime-Krediten teilnehmen zu können. Herr Steinbrück musste das bei seiner West LB wissen, andere Landespolitiker für ihre Banken ebenfalls. Allein dafür, dass diese Verlogenheit deutlich dargestellt wird, verdient das Buch viel Lob. Die Autoren zeigen immer wieder, dass es keinen politischen Willen zu einer wirklichen Regulierung des Finanzsystems gibt. Ganz im Gegenteil: Wesentliche Gesetzestexte werden inzwischen von externen Kanzleien erstellt, die von den Banken kontrolliert werden. Auf diese Weise können eigentlich sinnvolle Maßnahmen, wie eine Erhöhung der Eigenkapitalquote oder gewisse Bilanzierungsvorschriften geschickt mit Gesetzeslücken umgangen werden. Ein öffentlich als Regulierung verkaufter Schritt läuft entsprechend ins Leere. Stattdessen feiert die Politik (wie auch die Autoren) eine Steuer, die zwar Geld bringen wird, aber nichts am System ändert, sondern von ihm profitiert. Nachdem dem Leser schließlich auch noch erklärt wird, warum der Euro kaum Vorteile für Deutschland brachte und weshalb er scheitern muss, beschreiben die Autoren die komplexen Abhängigkeitsverhältnisse zwischen Politik und Banken sowie das paradoxe Finanzierungssystem der westlichen Staaten. In Europa verleiht die EZB den Großbanken Geld, was vorher nicht existierte, zu einem sehr niedrigen Zins, damit es diese Institute dann zum Aufkauf von Staatsanleihen benutzen können, die einen viel höheren Zins abwerfen, wenn die entsprechenden Staaten nicht gerade pleite gehen. Diese Zinsen zahlen schließlich die Steuerzahler. Und falls das alles dennoch schief geht, stehen sie auch noch für die Rettung dieser Banken ein, notfalls auch auf dem Wege einer wie auch immer gearteten Enteignung, beispielsweise durch eine Währungsreform. Den Weg der Staatsfinanzierung über Banken soll ein direktes Gelddrucken durch Staaten verhindern. Doch inzwischen wird selbst das bereits indirekt von den europäischen Pleitestaaten gefordert. Diesen ganzen absurden Zustand beschreiben die Autoren sehr gut. Neben den vielen guten Erklärungen besitzt der Text leider auch einige Mängel. Natürlich fällt es den Autoren schwer, bei all dem geschilderten Irrsinn kühl zu bleiben. Sie gleiten im Laufe des Buches immer mehr ins Polemisieren ab. Gelegentlich greifen sie allerdings auch etwas daneben. So wird beispielsweise die deutsche Terminbörse EUREX als eine Art Hort des Bösen aufgebauscht. Das hat etwas von geistiger Maschinenstürmerei an sich. Denn erstens haben EUREX-Termingeschäfte einen ökonomischen Sinn. Sie sind ihrem Wesen nach keine Wetten, sondern Absicherungsgeschäfte. Und zweitens machen nicht die EUREX-Termingeschäfte die Gefahr bei den Derivaten aus. An der EUREX werden nämlich standardisierte Geschäfte in einem transparenten und regulierten Markt abgewickelt. Ganz anders sieht dass im Interbankenverkehrs aus. Bis heute sind diese undurchsichtigen Märkte völlig unreguliert. Darüber hinaus bestehen keine befriedigenden Regeln, die das Risiko beim Derivatehandeln von Banken in ein vertretbares Verhältnis zu ihrem faktischen Eigenkapital setzen. Es sind also nicht die standardisierten Derivate der EUREX, sondern der unregulierte Interbankenhandeln und der ungehemmte Einsatz von gehebeltem Fremdkapital, die die wirklichen Gefahren darstellen. Eine differenziertere Betrachtung dieser nicht einfachen Sachlage hätte dem Buch gut getan. Ähnlich diffus sind die Ausführungen zum Zins. Nicht der Zins ist das Problem, sondern die Art, wie unser Geld entsteht. Leider machen die Autoren darauf nur in einem Nebensatz aufmerksam. Der Zins spielt eine wesentliche Rolle im Wirtschaftssystem. Er liefert entscheidende Informationen für die Marktteilnehmer, wenn er wirklich frei an einem regulierten Markt entsteht. Planwirtschaftliche Zinsmanipulationen durch die Zentralbanken oder politische Entscheidungen (wie die Euro-Einführung) führen zu erheblichen ökonomischen Verwerfungen. So sind beispielsweise alle großen Immobilienblasen der letzten Jahre (in den USA, Irland oder Spanien) auf Zinsmanipulationen zurückzuführen, die in der Folge völlig falsche ökonomische Entscheidungen auslösten. Den Zins abschaffen zu wollen, hieße also das Kind mit dem Bade auszuschütten. Alles in allem ein gutes, wenn auch etwas polemisches Buch, das hoffentlich viel gelesen wird, denn es beschreibt das paradoxe Finanzsystem, in dem wir leben, unter aktuellen Gesichtspunkten recht treffend.

Revolutionär anders, erfrischend und für jeden wertvoll
von einer Kundin/einem Kunden aus Augsburg am 10.06.2014

Dies ist das nachdrücklichste Sachbuch das ich jemals gelesen habe. Wieso? Weil es so anders ist. Hier wird einem das Geldsystem und die Finanzkrise beinahe schon mit einem Augenzwinkern und mit einer beeindruckenden spielerischen Leichtigkeit erklärt. Hervorragend! Die Datenfülle und die akribische Recherearbeit der beiden Auto... Dies ist das nachdrücklichste Sachbuch das ich jemals gelesen habe. Wieso? Weil es so anders ist. Hier wird einem das Geldsystem und die Finanzkrise beinahe schon mit einem Augenzwinkern und mit einer beeindruckenden spielerischen Leichtigkeit erklärt. Hervorragend! Die Datenfülle und die akribische Recherearbeit der beiden Autoren ist herausragend und ihre klugen Schlüsse zeugen von Tiefsinn und Expertenwissen. Selbst die Tips für den Schutz des Vernögens sind dermaßen breit gestreut, daß für jeden Geldbeutel was dabei ist. Ich bin voller Lob weil es ein durch und durch gelungenes und erfrischend anderes Buch ist. Cartoons, Zitate und immer wieder Humor runden das Bild ab.

Für jedermann ein MUSS
von thomas ramseyer am 14.04.2014
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Jene, welche unterschwellig wissen, dass die EU - und nicht nur die EU - ein schwarzes Loch ist, macht sich ein Bild: ISBN: 978-3-8288-2949-7 Der grösste Raubzug der Geschichte... Warum die Fleissigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden. Von Matthias Weik & Marc Friedrich. Hinter dem reisserischen Titel v... Jene, welche unterschwellig wissen, dass die EU - und nicht nur die EU - ein schwarzes Loch ist, macht sich ein Bild: ISBN: 978-3-8288-2949-7 Der grösste Raubzug der Geschichte... Warum die Fleissigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden. Von Matthias Weik & Marc Friedrich. Hinter dem reisserischen Titel verbirgt sich ein weites Feld von sauber recherchierten Zahlen aus aller Welt. Der grösste Schuldner aller Zeiten - die US-Administration - und die Dümmste Nation aller Zeiten - die Einwohner der Bundesrepublik, Nettozahler wegen eines Kunstgebildes, sowie als auch China und die einzelnen Staaten der EU werden besprochen. Ein Muss für alle Interessierten. Ein Muss für alle Studenten. Ein Muss für alle Professoren. Ein Muss für alle Politiker. Ein Muss für alle Bankangestellten. Ein Muss für alle Banker. Ein Muss für jeden Einzelnen. Ein Muss für Pensionskassenverantwortliche. Ein Muss für Bondportfoliomanager. 1000 Gründe, das Konzept der Diversifikation zu überdenken. 1000 Gründe, der EU, dem Klub der Verlierer, NICHT beizutreten. Bemerkung Die ersten 183 Seiten ohne Pause. Die Rest des 338 Seiten umfassenden Buches las ich einen Tag später. thomas ramseyer