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Schuldlos tot: Kriminalroman (Ein-Petra-Taler-Krimi, Band 2)

Hamburg-Harburg-Krimi

Ein-Petra-Taler-Krimi Band 2

Angela L. Forster

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Beschreibung

Petra Taler, Kommissarin aus München, erbt von ihrer Grossmutter ein marodes Bauernhausanwesen im Alten Land. Mit der Versetzung nach Hamburg-Harburg gerät sie schlagartig in einen brisanten Fall: Die Ermordung der Tierarztgattin Regine Carlsen aus der Harburger Geldadel-Gemeinde Eissendorf. War sie tatsächlich „ohne Schuld“, wie die Nachricht des Mörders am Tatort lautet? Doch warum musste Regine dann sterben?
Neben Erbstreitigkeiten der Familie, ständigem Stress mit den Handwerkern und weiterem privaten Ärger versucht Taler nun, Licht ins Dunkle zu bringen und die Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen beginnt.

Angela L. Forster lebt und arbeitet im Hamburger Süden, fünf Autominuten vom Alten Land entfernt. Ihre magere Freizeit verbringt sie mit ihrem Mann am Meeresstrand oder in der Genealogie, wo sie nach ihrem eventuellen Urururgrossvater, dem Revolutionär und Schriftsteller Johann Georg Adam Forster, forscht.

Produktdetails

Einband Paperback
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 29.04.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86282-264-5
Verlag Acabus Verlag
Maße (L/B/H) 21.3/13.9/2.7 cm
Gewicht 368 g
Auflage 2. überarbeitete Auflage

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Kundenbewertungen

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Spannung aus dem Alten Land
von einer Kundin/einem Kunden aus Hilchenbach am 17.02.2020

Schuldlos tot von Angela L. Forster Petra Taler, Kommissarin aus München, erbt von ihrer Großmutter ein marodes Bauernhausanwesen im Alten Land. Mit der Versetzung nach Hamburg-Harburg gerät sie schlagartig in einen brisanten Fall: Die Ermordung der Tierarztgattin Regine Carlsen aus der Harburger Geldadel-Gemeinde Eißendorf. Wa... Schuldlos tot von Angela L. Forster Petra Taler, Kommissarin aus München, erbt von ihrer Großmutter ein marodes Bauernhausanwesen im Alten Land. Mit der Versetzung nach Hamburg-Harburg gerät sie schlagartig in einen brisanten Fall: Die Ermordung der Tierarztgattin Regine Carlsen aus der Harburger Geldadel-Gemeinde Eißendorf. War sie tatsächlich ohne Schuld , wie die Nachricht des Mörders am Tatort lautet? Doch warum musste Regine dann sterben? §Neben Erbstreitigkeiten der Familie, ständigem Stress mit den Handwerkern und weiterem privaten Ärger versucht Taler nun, Licht ins Dunkle zu bringen und die Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen beginnt. Meine Bewertung : Ich liebe ja die Romane aus dem alten Land und ich mag die Petra Taler und ihr Team. Wieder wurde ich total überrascht, hatte zwar auch schon überlegt wer der Mörder war, doch da wäre ich im Traum nicht drauf gekommen. Wer es war, was eigentlich passiert ist und was Petra Taler noch an privaten Stress hat, das solltet ihr, liebe Leser, selber lesen. Ich kann euch sagen, ihr werdet nicht enttäuscht sein, Spannend von der ersten bis zur letzten Seite, mit vielen Hintergrundinformationen zum Alten Land und den Einwohnern. Wer mich kennt, weiß das ich nicht der große Romanschreiber bin, was Rezensionen angeht und hoffe dennoch, das sich die Autorin etwas freut. Ich kann das Buch nur jedem nahe legen, der Krimis aus Deutschland mag. Cover : 5/5 ***** Sehr passend zum Roman Autorin : 5/5 ***** Eine tolle Frau und Autorin, mit dem Herz am rechten Fleck Buch : 5/5 ***** Wie immer spannend von der ersten bis zur letzten Seite ~Katari

Grandiose Ermittlerin
von Bucheule Stenzel Determann aus Greven am 06.11.2018

Meine Meinung: Der Schreibstil ist sehr flüssig und deshalb sehr angenehm zu lesen, mit einer gehörigen Portion plattdeutsch und Witz. Die Charaktere, allen voran Petra Taler sympathisch. Gerade Petra hat immer den passenden Spruch auf Lager, den sie aber in der Männerdomäne auch dringend braucht, absolut herrlich. Der Kri... Meine Meinung: Der Schreibstil ist sehr flüssig und deshalb sehr angenehm zu lesen, mit einer gehörigen Portion plattdeutsch und Witz. Die Charaktere, allen voran Petra Taler sympathisch. Gerade Petra hat immer den passenden Spruch auf Lager, den sie aber in der Männerdomäne auch dringend braucht, absolut herrlich. Der Krimi ist gut durchdacht, mit einer guten Portion Spannung. Ab und an schweift die Autorin vielleicht etwas zu weit aus, allerdings stört das nicht weiter. Die Umgebung wird so toll beschrieben, das man sich alles bildlich vorstellen kann. Die Story an sich kommt ohne detailreiche und vor allem blutrünstige Schilderungen aus, so etwas ist ja mittlerweile eher selten noch anzutreffen. Das Cover ist schlicht in schwarz/grau gehalten, lediglich auf den Titel wird in Signale aufmerksam gemacht. Mein Fazit: Ein toller, spannender und teils lustiger Krimi für angenehme Lesestunden, mit einer Kommissarin die sich ganz sicher nicht die Butter vom Brot klauen lässt.

Allein das Cover ist mehr als anpreschend
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 15.09.2018
Bewertet: Format: eBook (PDF)

Schuldlos Tod allein das Cover ist genau so fenomenal wie die Geschichte. Ich liebe die Autorin und frage mich an was sie denkt wenn sie die Bücher schreibt. Danke Danke


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  • Kapitel 1

    Am Mittwoch, den 10. März 2010, Viertel vor sieben am Morgen, riss das Telefonklingeln Hauptkommissar Richard Winter aus dem Schlaf. Er richtete sich auf, warf einen Blick auf seine Frau und schlurfte die Treppen nach unten in die Diele.
    ›Das Revier ruft an‹, blinkte im Display. Selber schuld, dachte er. Warum musste er auch freiwillig den Bereitschaftsdienst übernehmen? Aber Ingeborg war mit ihrer Schwester in der Stadt verabredet, und Lisa, seine Tochter, tobte bis Ende nächster Woche als kunstbesessene Touristin mit ihrem Freund durch Florenz. Wobei sie selbst bei Anwesenheit mit ihren zweiundzwanzig Jahren nicht erpicht gewesen wäre, mit ihrem Vater den Tag zu vertrödeln. Was sollte er also den ganzen Tag alleine anstellen? Er würde nur grübeln. Und dafür gab es in sechs Tagen mehr Gelegenheit, als er vertragen konnte.
    »Ja«, warf er müde ins Telefon.
    »Richard, ich bin es, Axel. Tut mir leid, dass ich so früh anrufe.«
    Axel Berger war Oberkommissar der Wache 45 in Harburg-Wilstorf und wie sein Chef Richard Winter zuständig für Gewaltkriminalität. »Schneider hat mich informiert. Eine Leiche. Tierarztpraxis Carlsen. Eissendorf. Bin vor Ort. Nils ist im Bilde«, erklärte der, wie es seine Art war, im gewohnten Telegrammstil.
    »Wo?«
    »Eissendorf. Tierarztpraxis. Das ist oben …«
    »Ich weiss, wo das ist«, raunte Richard. Schweiss trieb ihm auf die Stirn. »Ich komme.«
    »War das Lisa?« Ingeborg war Richard die Treppen nach unten gefolgt. Schlief ihre Tochter auswärts, klebten ihre Ohren ständig am Telefon. Obwohl Lisa erwachsen und in Begleitung ihres Freundes Alexander war, beschlich sie diese mütterliche Unruhe, die sie immer überfiel, flog Unausweichliches ins Haus. Dreimal rief sie die letzten Tage auf Lisas Handy an, immer bekam sie zu hören: »Alles in Ordnung, Mutsch.« Doch ihr mulmiges Gefühl blieb.
    »Nein«, sagte Richard, »das war das Revier. Eine Leiche liegt bei Carlsen in der Praxis.«
    »Du meinst …?«
    »Genau da«, sagte er und küsste Ingeborg auf die erröteten Wangen.
    Eine Viertelstunde später quetschte er sich hinter das Steuer von Ingeborgs Golf und rief seine neue Kollegin Petra Taler auf ihrem Handy an. Er liess durchklingeln. Die Mailbox sprang an. Er legte auf und wählte erneut.

    Kapitel 2:

    7 Uhr 10 Minuten.
    »Herrschaftszeiten!«, fluchte Petra. Sie ging in die Küche und öffnete den Kühlschrank. Leer. Sie hatte vergessen einzukaufen. In München hatte sich Klaus um diese und andere unliebsamen Aufgaben gekümmert. Aber Klaus gab es nicht mehr, hier nicht mehr. Sie griff nach dem Glas Johannisbeermarmelade und der Erdnussbuttercreme, rutschte hinter den Küchentisch und schmierte sich einen Toast. Wieder sah sie auf die Uhr und fluchte. Sie griff nach dem Handy. Als sie die ersten zwei Ziffern der Tischlerei eintippte, leuchtete das Display auf. ›Chef ruft an‹.
    »Morgen, Richard«, murmelte sie, ging auf die Knie und angelte mit der freien Hand unter dem Kommodenschränkchen, »was gibt’s?«
    »Morgen, Petra. Wo stecken Sie? Das ist das dritte Mal, dass ich versuche, Sie zu erreichen.« Richard fuhr den Golf aus seiner Garage am Langenberg in Marmstorf und lenkte links in die Bremer Strasse. Auf der zweispurigen Zufahrtsstrasse staute sich der Verkehr. Er bremste. Stop and go. Der Rauch der kleinen Aalräucherbude auf dem Gelände des griechischen Restaurants ›La Granja‹ zwängte sich beissend durch den Spalt der Fensteröffnung, verfolgte ihn. Er klemmte das Handy zwischen Ohr und Schulter, hielt eine Hand am Lenkrad und kuppelte mit der anderen vom ersten in den zweiten Gang.
    »Ich stecke nicht, ich suche«, erwiderte Petra.
    »Was sagten Sie? Das rauscht.« Für zwei Sekunden überliess er das Lenkrad göttlicher Führung, setzte den Blinker und fuhr links auf die Abbiegespur hinter die Autoschlange, die in die Friedhofstrasse einbiegen wollte.
    »Unwichtig. Was gibt’s, dass Sie mich an meinem freien Tag anrufen?«
    »Arbeit.« Richard warf einen Blick nach rechts zur ›Bruzzelhütte‹ auf der anderen Strassenseite: ›Donnerstag After-work-Wurst bis 22 Uhr. Handwerkerfrühstück ab 6 Uhr‹. Er sah in den Rückspiegel. Noch wäre Zeit, die Spur zu wechseln. Ein Becher Kaffee, ein Schinkenbrötchen, den Tag in Ruhe beginnen.
    »Oh nein! Wir haben den Dienst getauscht, schon vergessen?«, sagte Petra, während sie weiter auf Knien rutschend mit der freien Hand ein paar Turnschuhe unter dem Schränkchen hervorzottelte.
    »Aber wir …«
    »Warten Sie, Richard. Es klingelt an der Tür, ich muss kurz …«
    Barfuss rannte Petra in die Diele. Die kalten Fliesen verwandelten ihre Füsse in Eisklumpen. Einen Fuss über den anderen reibend, eisige Kälte und spitze Krümel beseitigend, polterte sie los: »Es wird auch Zeit, dass Sie …« Sie brach ab, als sie Elli Finkemann vor der Haustür stehen sah. »Entschuldigung, ich dachte, Sie sind der Tischler.«
    »Heute ist Mittwoch, Frau Taler. Das Wohnzimmer ist dran.«
    Mit Boxermädchen Bonny an kurzer Leine drückte sich Elli in die Diele. Elli Finkemann trug Bluejeans, Turnschuhe und Windblouson. Das kurze aschblonde Haar lockte sich in frischer Welle und grüngraue Augen vermittelten Elan und Tatkraft. Ihre dreiundsechzig Jahre nahm man der agilen Rentnerin nur schwer ab. »Und wenn Sie auf den Tischler warten …«
    Stirnrunzelnd fuhr Elli mit dem Zeigefinger in der Luft vor Petras grünblau gestreiften Männer-Boxershorts bis zum Büstenhalter auf- und abwärts. An ihrem Tattoo hielt sie inne. Eine fünfzehn Jahre alte Mutprobe, mit Nähnadel und Füllertinte, oberhalb des linken Schulterblattes, im Koksrausch gestochen, die langsam verblasste. Die Trotzphase und Zeit der Ringelstrümpfe war vorbei. »Dann ziehen Sie sich was an. Das ist keine Aufmachung, um Handwerkern die Tür zu öffnen«, bemerkte sie tadelnd. Ihr Blick klebte an Petras Schulter, dem zerrissenen Herzen und dem durchgezogenen Schriftzug ›Love kills‹. Ihre Gehirnzellen ratterten.
    »Ja, das wollte …«, begann Petra, als ihr einfiel, dass der Chef noch in der Leitung hing. »Hallo, Richard. Sind Sie noch da?«
    »Ja.« Sein Magen warnte lauter. Er hasste es, ohne Frühstück aus dem Haus zu gehen.
    »Also, was ist los?«
    »Eine Leiche in der Tierarztpraxis Carlsen in Eissendorf. Finden Sie den Weg?«
    »Nein. Ja. Herrschaftszeiten!« Petra fluchte leiser. »Und was mache ich bei dem Regen mit meinen Fenstern? Wissen Sie, wie schwer es ist, hier auf dem Dorf Handwerker an Land zu kriegen?«
    »Versuchen Sie’s mit beten.« Richard grinste, trat das Gas durch und rutschte bei Gelb hinter einem fetten BMW über die Ampel in die Friedhofstrasse.
    »Hilft nicht. Der da oben hat letzte Nacht zu viel Tequila gesoffen und kotzt sich die Seele aus dem Leib.« Auf einem Bein hüpfte Petra zurück in die Küche, pulte ein halb getrocknetes und hartnäckig klebendes Stück Spaghetti von der Unterseite ihres grossen Zehs, schleuderte es mit spitzen Fingern in die Spüle und schlüpfte in Jeans, Socken, Bluse und Schuhe.
    »Wer hat gesoffen?«
    »Unwichtig«, murmelte Petra. »Bin unterwegs.« Sie klappte das Handy zusammen und schnappte sich den Toast, der noch auf dem Holz des Küchentisches neben Marmeladen- und Erdnussbutterglas lag, wo sie ihn geschmiert hatte.
    »Vor Jahren hat ein Herr Böttger das Porzellan erfunden. Wie kann jemand wie Sie, mit dem Hang zum Perfektionismus, so schluderig sein? Wo soll ich denn nun anfangen zu putzen?«
    Ellis gängi-ges Gewetter tönte noch, als Petra über die regennasse Rasenfläche zu ihrem Käfer, den sie ›den Blauen‹ nannte, glitschte. Die Höflichkeitsblume kam später.