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Warum ich euch nicht in die Augen schauen kann

Ein autistischer Junge erklärt seine Welt

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Warum guckst du uns nicht in die Augen? Warum bist du so gern allein? Warum magst du nicht meine Hand halten? Warum rastest du aus? Dies sind nur einige der vielen Fragen, die Eltern eines autistischen Kindes umtreiben. In diesem Buch finden sie Antworten. Naoki Higashida, ein japanischer Junge und selbst schwer autistisch, nimmt den Leser mit in seine Welt, erklärt, was in ihm vorgeht - und löst mit seinen Antworten das bequeme Klischee auf, Menschen mit Autismus hätten keine Gefühle.
Rezension
Ein lohnenswerter Einblick in eine fremde Welt. Das Buch ist eine erstaunliche und beeindruckende Leistung.
Portrait

Naoki Higashida, geboren 1992 in Kimitsu, Japan, wurde im Alter von fünf Jahren mit schwerem, nonverbalem Autismus diagnostiziert. Er lernte mit einer Alphabettafel zu kommunizieren und schrieb schon früh Gedichte und Kurzgeschichten. Im Alter von 13 Jahren verfasste er «Warum ich euch nicht in die Augen schauen kann», das in Japan 2007 erschien und in mehr als 30 Sprachen übersetzt wurde. Er wurde für seine Texte mehrfach ausgezeichnet und hält Vorträge zum Thema Autismus.

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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 160 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 02.05.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783644524613
Verlag Rowohlt Verlag
Originaltitel The Reason I Jump
Dateigröße 635 KB
Übersetzer Christel Dormagen
Verkaufsrang 2357
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Kundenbewertungen

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Autismus aus der Sicht eines betroffenen Kindes
von einer Kundin/einem Kunden aus Fürth am 07.07.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Einige beschriebene Verhaltensweisen kann ich bei meinem autistischen Kindes nicht erkennen- zum Glück- Autismus hat ja ein breites Spektrum, aber bei den meisten Fragen kann/ muss ich leider nicken und zustimmen und es treibt mir beim Lesen Tränen in die Augen, wenn ich daran denke, wie anstrengend das Leben für meinen Sohn sei... Einige beschriebene Verhaltensweisen kann ich bei meinem autistischen Kindes nicht erkennen- zum Glück- Autismus hat ja ein breites Spektrum, aber bei den meisten Fragen kann/ muss ich leider nicken und zustimmen und es treibt mir beim Lesen Tränen in die Augen, wenn ich daran denke, wie anstrengend das Leben für meinen Sohn sein muss. Ich finde dieses Buch sehr empfehlenswert, va auch für Freunde im Bekanntenkreis und andere Familienmitglieder, die bisher sicherlich dachten: was sind das nur für gestörte und ungezogene Kinder oder unfähige Eltern, die ihren Nachwuchs nicht im Griff haben (betroffene Eltern wissen, was ich meine). Vielleicht hilft dieses Buch auch anderen, die Welt des Autismus und va. Betroffene etwas besser zu verstehen.

Toll! Einfühlsam! Verständlich! Unbedingt lesen!
von einer Kundin/einem Kunden am 05.01.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Der japanische Junge Naoki Higashida war 13 Jahre alt, als er dieses Büchlein verfasste. Naoki ist Autist - gefangen in einem uns ›normalen‹ Menschen unverständlichen Universum - und auch oft unverständlich für Autisten selbst. Naoki konnte weder sprechen noch sich sonst wie artikulieren. Er erlernte in mühseliger Arbeit das Alp... Der japanische Junge Naoki Higashida war 13 Jahre alt, als er dieses Büchlein verfasste. Naoki ist Autist - gefangen in einem uns ›normalen‹ Menschen unverständlichen Universum - und auch oft unverständlich für Autisten selbst. Naoki konnte weder sprechen noch sich sonst wie artikulieren. Er erlernte in mühseliger Arbeit das Alphabet und schrieb dieses Buch, indem er auf eine Papp-Tastatur Buchstabe für Buchstabe tippte, und sein Therapeut dies am Computer aufschrieb - wieso auf Pappe und nicht gleich selbst auf dem Computer? Weil es für Naoki weniger anstrengend war, einfach auf die Buchstaben zu zeigen, anstatt alles selbst auf dem Computer zu tippen. »Der dreizehnjährige Autor lädt Sie ein, sich vorzustellen, Ihnen sei plötzlich Ihre Sprachfähigkeit abhandengekommen. Weder können Sie mitteilen, dass Sie müde sind, Hunger oder Schmerzen haben, noch nett mit einem Freund plaudern. Stellen Sie sich also vor, dass nach dem Verlust Ihrer Kommunikationsfähigkeit auch noch der Redakteur, der für das Ordnen Ihrer Gedanken zuständig ist, einfach ohne Vorankündigung verschwindet. Höchstwahrscheinlich wussten Sie gar nichts von der Existenz dieses Gedankenredakteurs, aber, jetzt, wo er nicht mehr da ist, geht Ihnen auf, dass er all die Jahre für das Funktionieren Ihres Gehirns gesorgt hat. Eine Flut von Ideen, Erinnerungen, Anregungen und Gedanken stürmt ununterbrochen auf Sie ein, und bisher hatte Ihr Redakteur diese Flut reguliert, sie zum allergrössten Teil weggeleitet und nur eine winzige Auswahl zu Ihnen durchgelassen. Doch jetzt sind Sie ganz und gar auf sich gestellt.« (S.5) Der Autor David Mitchell hat dieses Büchlein aus dem japanischen übersetzt und in Amerika und Europa vertrieben. Mitchell hat selbst einen autistischen Sohn und fühlte sich von Therapeuten, Ärzten und der Fachliteratur so unverstanden und alleine gelassen, dass er auf die Suche nach anderen Möglichkeiten ging, die Gedankenwelt seines Sohnes besser zu verstehen. Dabei stiess er auf das Buch des japanischen Naoki Higashida, der, selbst noch in der ›Findungsphase‹ eines autistischen Jungens war, und ihm, Mitchell, so das erste Mal die Möglichkeit gab, sich in seinen Sohn hineinzuversetzen, ihn besser zu verstehen und auch seine Handlungen dahingehend zu verändern, dass die Familie und auch sein Sohn besser leben konnten. Denn er hatte, wie viele Ärzte, Mütter und Väter, seinen Sohn oft ›falsch‹ behandelt, da er einfach nicht verstehen konnte, was in dessen Verstand vor sich ging. »Zu euren grössten Missverständnissen gehört, dass ihr glaubt, wir hätten nicht genauso tiefgehende, komplizierte Gefühle wie ihr. Weil unser Verhalten von aussen manchmal so kindisch wirkt, haltet ihr uns auch innerlich für kindisch. Aber natürlich empfinden wir genauso wie ihr. Und dass wir Autisten nicht so gewandt reden können, macht uns vielleicht manchmal sogar noch empfindsamer. Eingesperrt in einen Körper, der nicht tut, was wir sollen, sitzen wir da mit Gefühlen, die wir nicht ausdrücken können. Deshalb ist unser Alltag ein ständiger Überlebenskampf.« Naoki Higashida Verständlich, berührend, informativ. Ich denke nicht nur betroffene können von diesem Buch lernen, die Gesellschaft allgemein könnte von diesem Buch und von autistischen Menschen sehr viel lernen - zum Beispiel wenn er fragt, wieso wir ›normalen‹ Menschen immer gewinnen ›müssen‹ . . . Er - wie auch viele andere autistische Menschen - rennen zum Beispiel auch gerne, aber nicht, um zu zeigen, dass man schneller und besser ist, als der andere, sondern um zu sehen, wie schnell man selbst ist und ob man sich vielleicht im Vergleich zum letzten Mal rennen, verbessert habe. Oder wenn er Sachen beschreibt, die uns - gefangen im Hamsterrad der Arbeitswelt, des Konsums und der Schnelllebigkeit - nicht in den Sinn kommen würden . . . Er beschreibt auch Sachverhalte, die einem richtiggehend die Tränen in die Augen treiben. Naoki sagt, dass autistische Menschen sich oft in die Ecken der Zimmer zurückziehen und wir ›Normalos‹ dann oft Dinge sagen wie: ›Dem gefällt es dort, er will seine Ruhe, wir können ruhig etwas anderes machen.‹ Dies ist keinesfalls so. Autistische Menschen, so Naoki, ziehen sich oft zurück, um uns ›normalen‹ Menschen nicht zur Last zu fallen. Sie finden es keineswegs toll, stundenlang alleine in einer Ecke zu sitzen und nicht beachtet zu werden. Da sie aber in ›ihrem Universum‹ gefangen sind - und ihnen dies sehr gut bewusst ist - ziehen sie sich zurück, da sie sehr gut wissen, wie anstrengend es für andere Menschen sein kann, mit autistischen Menschen zu leben - sie ziehen sich zurück, um uns vor ihnen zu ›schützen‹ - und wir bemerken das nicht einmal. In solchen Momenten frage ich mich, was mit den ›normalen‹ Menschen nicht stimmt, was mit uns falsch gelaufen ist während der Evolution, wo unser Einfühlungsvermögen geblieben ist, ob diese Welt nicht vielleicht besser aussehen würde, wenn sie (die Autisten), die ›Normalen wären und wir (die ›Normalen‹) in der Minderheit . . . »Es gibt tatsächlich etwas, das uns glücklich macht und das ihr wahrscheinlich nicht erratet: die Freundschaft mit der Natur. Im Umgang mit Menschen sind wir ja nicht besonders gut, was daran liegt, dass wir ständig darüber nachdenken, welchen Eindruck wir gerade machen und wie wir in einer Situation reagieren sollen. Aber die Natur ist immer für uns da und heisst uns freundlich willkommen: Sie funkelt und wiegt sich und sprudelt und raschelt. Ich muss nur in die Natur schauen, und schon fühle ich mich von ihr aufgenommen. Ich habe dann das Gefühl, dass mein Körper ein Pünktchen ist, ein Pünktchen aus der Vergangenheit, aus einer Zeit, lange bevor ich geboren wurde, ein Pünktchen, das mit der Natur verschmilzt. Dieses Gefühl ist so unglaublich, dass ich vergesse, dass ich ein menschliches Wesen bin und dazu noch behindert. Die Natur beruhigt mich, wenn ich wütend bin, und sie lacht mit mir, wenn ich glücklich bin. Ihr glaubt vielleicht, die Natur kann gar kein richtiger Freund sein. Aber die Menschen sind auch Teil des Königreichs der Tiere, und vielleicht haben wir Autisten die Erinnerung daran irgendwo tief in unserem Herzen bewahrt. Ich werde diesen Teil in mir, für den die Natur etwas sehr Vertrautes ist, jedenfalls stets in Ehren halten.« (S.. 106) Dies ist eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe!

Wahnsinnig gut!
von einer Kundin/einem Kunden aus Bordesholm am 03.09.2015
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Habe mir dieses Buch gekauft und innerhalb zwei Stunden regelrecht"verschlungen"selten so ein tolles und informatives Buch gelesen :) Es hilft mir und meiner Familie und meinen Freunden meine beiden Jungs besser zu verstehen in manchen Situationen