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Perla

(gekürzte Lesung)

Als einziges Kind gut situierter Eltern wächst Perla in Buenos Aires auf: Ihre Mutter ist schön, aber unnahbar, ihr strenger Vater ein Marineoffizier, über dessen Beruf man nicht spricht. Obwohl Perla ahnt, dass über der Vergangenheit ihrer Eltern ein Schatten liegt, ist ihre Liebe zu ihnen bedingungslos. Doch eines Tages kommt ein ungebetener Besucher in ihr Wohnzimmer, und nichts ist mehr wie zuvor.Mit ihrem bewegenden Roman beleuchtet Carolina De Robertis das Schicksal der Verschwundenen und damit eines der dunkelsten Kapitel der Geschichte Argentiniens. Sie zeichnet das Porträt einer jungen Frau auf der schmerzhaften Suche nach ihren Wurzeln und nach sich selbst.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3
Sprecher Sascha Icks, Sebastian Rudolph, Walter Kreye
Erscheinungsdatum 08.03.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783844907407
Verlag Hörbuch Hamburg
Spieldauer 390 Minuten
Format & Qualität MP3, 390 Minuten
Übersetzer Cornelia Holfelder-von der Tann
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
19 Bewertungen
Übersicht
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4
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von Karin Bilka aus Aschaffenburg am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Argentinien zur Diktaturzeit. Große Erzählkunst im Stil von Allende und Márquez. Gänsehaut garantiert.

von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Fällt leider gegen den Vorgänger ab, dennoch atmosphärisch schön und literarisch wertvoll. Für Allende-Liebhaber.

Eine Frau auf der Suche nach ihrer Identität
von einer Kundin/einem Kunden am 19.07.2014
Bewertet: Einband: Taschenbuch

2009 erschien der erste Roman „Die unsichtbaren Stimmen“ (Fischer Taschenbuch) von der Autorin Carolina de Robertis und wurde gleich weltweit ein Überraschungserfolg. Obwohl einigen Kritikern dieses Buch dem Buch „Das Geisterhaus“ von Isabel Allende zu ähnlich war, konnte sie doch auch damals schon mit ihrer unglaublich schönen ... 2009 erschien der erste Roman „Die unsichtbaren Stimmen“ (Fischer Taschenbuch) von der Autorin Carolina de Robertis und wurde gleich weltweit ein Überraschungserfolg. Obwohl einigen Kritikern dieses Buch dem Buch „Das Geisterhaus“ von Isabel Allende zu ähnlich war, konnte sie doch auch damals schon mit ihrer unglaublich schönen und poetischen Sprache überzeugen. Doch „Die unsichtbaren Stimmen“ war ein Buch für Einsteiger. Ihr neues Buch „Perla“ ist jetzt etwas für Profis, denn es fordert den Leser heraus. Es ist nicht einfach sich in dieses Buch hineinzulesen, aber wenn man es denn geschafft hat, ist es sehr beeindruckend, erschütternd und doch auch gleichzeitig wunderschön! Carolina de Robertis lässt Perla ihre eigene Geschichte erzählen. Sie ist die Tochter eines Marineoffiziers und wurde während der Militärdiktatur unter Jorge Rafael Videla in Argentinien geboren. Sie wuchs überaus behütet auf. Über Politik wurde auch nach dem Ende der Militärdiktatur nicht gesprochen. Als sie allerdings eines Tages von einer Freundin von den „Verschwundenen“ erfährt, fängt sie an über ihre eigene Geschichte nachzudenken und gerät dadurch in eine tiefe psychische Krise. Wer ist sie wirklich? Und was hat ihr Vater, der zu ihr doch immer so liebevoll war, während dieser Zeit gemacht? Die Autorin lässt Perla ihre Geschichte nicht stringent erzählen. „Jetzt bin ich selbst in ihrer Kreisbahn gefangen, außerstande, irgendetwas anderes zu tun, als weiterzukreisen. Es ist für mich die einzige Möglichkeit, sie zu erzählen: immer um das Zentrum herumzuwirbeln, mich in einer Spirale allmählich dem Kern zu nähern.“ (S. 65 e-book) Immer wieder eingeflochten werden auch die Erinnerungen des „Gasts“, die sehr erschütternd sind, denn dieser „Gast“ ist einer der „Verschwundenen“ Ähnlich wie Isabel Allende sind die Bücher von Carolina de Robertis immer auch etwas mystisch. Wer ist dieser „Gast“? Die Autorin erzählt die Geschichte von Perla sehr spannend. Durch ihre poetische Sprache und ihre vielen klugen Gedanken bietet sie viel Platz für eigene Interpretationen. Mich hat dieses Buch sehr nachhaltig beeindruckt. Neben der sehr ergreifenden Geschichte enthält dieses Buch auch sehr viele kluge, philosophische Gedanken, die zum Nachdenken anregen. Hier ein Beispiel: „Wir gehen Bindungen ein, wir entwickeln Vertrauen, wir erzählen Geschichten, wir bemühen uns, in Worte zu fassen, was uns zu dem gemacht hat, was wir sind. Manchmal, wenn wir großes Glück haben, sieht unser Gegenüber winzige Stückchen dessen, was wir meinen, wie Funken in einem dunklen Raum, aber nie das Ganze auf einmal, nicht mal, wenn es die beste Freundin oder der vertraute Geliebte ist, denn das Ganze ist jenseits der Sprache. Es existiert nirgends, absolut nirgends, außer in dir selbst, innerhalb deiner Haut. Dort loht es, riesig, gefährlich, ganz und gar dein.“ (S. 202 e-book) Und noch ein Lob am Rande: Dieses Buch muss eine Herausforderung für jeden Übersetzer sein. Cornelia Holfelder-von der Tann hat dies hervorragend hinbekommen! Ein wunderbares Buch für Leser, die Pascal Merciers „Nachtzug nach Lissabon“ (btb Taschenbuch) und Wolfram Fleischhauers „3 Minuten mit der Wirklichkeit“ (Knaur Taschenbuch) geliebt haben.