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Väter und Söhne

Edition Anaconda

Auf Kirsanows Gut herrscht dicke Luft. Nach dem Studium ist sein Sohn Arkadi heimgekehrt und bringt neben seinem Freund Basarow allerhand neumodische Ideen mit: dass alle Künste nichts als Romantik seien und man sämtliche Autoritäten und moralischen Werte ablehnen müsse. 'Nihilismus' ist das in den Augen des Alten - und Anlass zu einem heftigen Generationenkonflikt. Grau jedoch wird alle Theorie, als Basarow sich in die schöne Anna verliebt. 'Väter und Söhne' spielt zur Zeit der Aufhebung der Leibeigenschaft in Russland und ist Turgenjews bedeutendster Roman.
Portrait
Iwan S. Turgenjew, geb. 1818 in Orel, gest. 883 in Bougival bei Paris gestorben, stammt aus altem Adelsgeschlecht. Nach dem Studium der Literatur und der Philosophie in Moskau, St. Petersburg und Berlin war er für zwei Jahre im Staatsdienst tätig. Danach lebte er als freier Schriftsteller und verfasste Erzählungen, Lyrik, Dramen, Komödien und Romane. Turgenjew gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des russischen Realismus und zählt zu den grossen europäischen Novellendichtern. Seine Novellistik bedeutet einen Höhepunkt der Gattung in der russischen Literatur.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 31.03.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7306-0225-6
Verlag Anaconda Verlag
Maße (L/B/H) 19.4/13.4/2.8 cm
Gewicht 331 g
Buch (gebundene Ausgabe)
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Die Nihilisten um 1850 verachten das Leben der Väter....
von einer Kundin/einem Kunden aus Olten am 13.03.2014
Bewertet: Einband: Taschenbuch

....den Liberalismus der keine revolutionären Veränderungen zu Wege gebracht hat. Aber sie müssen erkennen, dass ihre eigenen Weltanschauungen oft mit der Realität des Lebens nicht übereinstimmen und dass Liebe und Gefühle zeitlose Empfindungen bleiben. Es geht um nicht weniger als um Leben, Tod und gesellschaftliche Veränderun... ....den Liberalismus der keine revolutionären Veränderungen zu Wege gebracht hat. Aber sie müssen erkennen, dass ihre eigenen Weltanschauungen oft mit der Realität des Lebens nicht übereinstimmen und dass Liebe und Gefühle zeitlose Empfindungen bleiben. Es geht um nicht weniger als um Leben, Tod und gesellschaftliche Veränderungen. Um die Idole der Jugend, Licht, Freiheit, Wissen, den Mut ins volle Menschenleben einzutauchen der sie geleiten soll. Sind's Väter und Söhne die die Zivilisation vorantreiben oder sind's weder Väter noch Söhne die die Welt bewegen? Sind es letztendlich Individuen voller enthusiastischer Überzeugung für ihre Lebensaufgabe. Turgenjeff schwebte vor einen Roman gegen den Adel als führende Klasse zu schreiben in dem der junge Arzt Basaroff als Bürgerlicher eine tragische, düstere, wilde grosse Gestalt, "halb erst herausgewachsen aus dem Boden", kräftig, erbost, ehrlich, aber zum Untergang verurteilt sei da er erst in der Vorhalle der Zukunft weile. Sein Werk wurde heftig kritisiert weil für die Konservativen die Nihilisten in der Gestalt Basaroffs nicht abschreckend genug geschildert waren und von den Linken weil Letzterer nicht heldisch und grossartig genug dargestellt sei. Einzig die Monatsschrift "Die Zeit" - Herausgeber: Fjodor und Michail Dostojewski - trat für das Buch ein. Russland 1859: eine rebellierende Jugend verneint die tradierten Werte, anerkennt keine Autorität, lehnt Gefühle ab......bis jene Frau in ihr Leben tritt die alles in verändertem Licht erscheinen lässt. Es war schon immer das Privileg kommender Generationen die Gesellschaft ein wenig durchzurütteln. Ein Muss zu lesen, da nach wie vor aktuell wie eh und je.

– …nicht nur etwas für Klassik-Fans…
von einer Kundin/einem Kunden am 20.02.2012
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Turgenjew´s fantastische Erzählungen sind genau die richtige Einführung in die klassische russische Erzählkunst. In den Geschichten wie „Visionen“ oder „Die triumphierende Liebe“ beweist Turgenjew, dass russische Autoren sich nicht nur mit Landschaftsbeschreibungen auskennen. Tauchen Sie ein, in eine „triumphierende Liebe“, d... Turgenjew´s fantastische Erzählungen sind genau die richtige Einführung in die klassische russische Erzählkunst. In den Geschichten wie „Visionen“ oder „Die triumphierende Liebe“ beweist Turgenjew, dass russische Autoren sich nicht nur mit Landschaftsbeschreibungen auskennen. Tauchen Sie ein, in eine „triumphierende Liebe“, die aus Menschen Zombies macht. Reisen Sie in „Visionen“ an der Seite eines Vampires durch Raum und Zeit – auch nach Mannheim – und erleben Sie an der Seite eines Jungen mit, dass „Träume“ wahr werden können, wenn auch auf die eher gespenstische Art und Weise. Wer sich schon immer mal gerne an russischer Literatur versuchen wollte, sich aber bisher von den eher ausschweifenden Landschaftsdarstellungen abschrecken ließ, dem lege ich Turgenjew´s wirklich fantastische Erzählungen ans Herz. Übrigens auch etwas für Liebhaber des feinen Grusels...