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Roter Lavendel

Ralf Nestmeyer

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Beschreibung

Ein Fotograf und der Wunsch nach einer Auszeit in der traumhaft schönen Provence. Doch die Lavendelmotive rücken schnell in den Hintergrund, als er in Avignon von einem Hotelgast einige historische Dokumente anvertraut bekommt. Kurz darauf ist der Mann verschwunden und der Fotograf gerät bei seinen Nachforschungen immer mehr in den Sog einer mysteriösen Geschichte, deren Schatten bis in die Vergangenheit reicht. Detail für Detail, Schicht für Schicht deckt er ein ungeheuerliches Geheimnis auf.

Ralf Nestmeyer ist Historiker und lebt in Nürnberg. Er gehört zu den renommiertesten deutschen Reisejournalisten. Nach zahlreichen Reiseführern und Sachbüchern liefert er nun sein Krimidebüt.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Seitenzahl 224 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 12.03.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783863587956
Verlag Emons Verlag
Dateigröße 3624 KB
Verkaufsrang 15510

Kundenbewertungen

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Provence ja, Krimi nein
von peedee am 27.02.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ein Fotograf übernimmt für einen Berufskollegen kurzfristig einen Auftrag, bei dem er in der Provence Lavendel für einen Kalender fotografieren soll. In Avignon erhält er von einem ihm unbekannten Mann historische Dokumente anvertraut. Jener Mann wollte die Unterlagen später wieder übernehmen, doch da war er plötzlich verschwund... Ein Fotograf übernimmt für einen Berufskollegen kurzfristig einen Auftrag, bei dem er in der Provence Lavendel für einen Kalender fotografieren soll. In Avignon erhält er von einem ihm unbekannten Mann historische Dokumente anvertraut. Jener Mann wollte die Unterlagen später wieder übernehmen, doch da war er plötzlich verschwunden… Erster Eindruck: Das Cover mit dem Lavendel vor einer roten Sonne gefällt mir sehr gut. Ein Fotograf, der bis zum Schluss ohne Namen bleibt, hat also alte Dokumente von einem ihm fremden Mann, der zufällig mit ihm in der gleichen Bahn sass, zur Aufbewahrung angenommen. Hm… Ich würde keine solchen Unterlagen für einen mir Unbekannten aufbewahren, auch nicht kurzfristig. Nun gut. Nachdem der Besitzer, der sich als Monsieur Perras vorgestellt hatte, am nächsten Tag nicht mehr im Hotel weilt, nimmt der Fotograf die Unterlagen mit sich. Er versucht, den Besitzer ausfindig zu machen und studiert dazu die Dokumente: alte Fotos und Briefe, Tagebucheinträge von 1940 – 1944. Von einem Paul, der in Frankreich in einem Lager einsitzen musste. Er hat an eine Céline geschrieben. Wer waren diese Personen? Was ist aus ihnen geworden? Und vor allem: wieso ist Monsieur Perras spur- und kommentarlos verschwunden? Eine Reise durch die Provence beginnt und ein Stück Kriegsgeschichte (Résistance) wird aufgerollt… Dies war für mich das erste Buch von Ralf Nestmeyer, der Reisejournalist, Historiker und Autor ist. Die Parts Reise und Historie sind für mich sehr gut abgedeckt: Die Beschreibungen von Land und Leuten haben mir gut gefallen und auch die Ausflüge in die deutsch-französische Kriegsgeschichte sind gut wiedergegeben. Nur fehlte mir für einen Krimi Spannung – für mich war sie nicht existent. Am meisten störte mich jedoch, dass der Hauptprotagonist, der Fotograf, einfach namenlos blieb (falls sein Name jedoch tatsächlich erwähnt worden wäre, hätte ich es schlicht überlesen). Fazit: Provence ja, Krimi nein. Mich hat die Geschichte leider nicht überzeugt, schade.

Im Bann der Geschichte
von solveig am 28.03.2015
Bewertet: Taschenbuch

Hochsommer in Südfrankreich: ein deutscher Modefotograf besucht die Provence, um Lavendelmotive für einen Kalender zu fotografieren. In Avignon zieht ihn ein Mitreisender, Monsieur Perras, ins Vertrauen und bittet ihn, ein Päckchen mit historischen Briefen und Fotos für ihn aufzubewahren, da er einen Bekannten treffen wolle. A... Hochsommer in Südfrankreich: ein deutscher Modefotograf besucht die Provence, um Lavendelmotive für einen Kalender zu fotografieren. In Avignon zieht ihn ein Mitreisender, Monsieur Perras, ins Vertrauen und bittet ihn, ein Päckchen mit historischen Briefen und Fotos für ihn aufzubewahren, da er einen Bekannten treffen wolle. Als der Fotograf am nächsten Tag abreisen will, ist Monsieur Perras, der Besitzer der Dokumente, verschwunden. Daher fährt er weiter nach Raboux und widmet sich seiner Arbeit. Doch der Gedanke an Monsieur Perras und seine geheimnisvollen Briefe lassen ihm keine Ruhe, und er begibt sich auf Spurensuche … Ruhig und langsam entwickelt Nestmayer seine Erzählung. Aus dem Blickwinkel des Fotografen entdeckt der Leser das Besondere an provenzalischen Landschaften und Städten; er wird gewissermaßen durch die Umgebung geführt und genießt die sommerlich-entspannte Atmosphäre. Doch die Reise in die Provence zur Zeit der Lavendelblüte erweist sich nicht nur als eine Exkursion in einen provenzalischen Mythos. Sie wird für den Protagonisten zugleich eine Reise in die Vergangenheit. Nicht so sehr das aktuelle Verbrechen steht im Vordergrund; der Schwerpunkt liegt eher auf der Recherche: Monsieur Perras´ alte Briefe enthüllen private Schicksale während des Zweiten Weltkriegs. In einem gepflegten Stil und präziser Sprache schildert der Ich-Erzähler historische Fakten; die politische Situation der 40er Jahre während der deutschen Besatzungszeit in Frankreich wird lebendig, Aktionen von Kämpfern der Résistance, deutsche Vergeltungsmaßnahmen - Ereignisse, deren Folgen bis in die Gegenwart reichen und Monsieur Perras zum Verhängnis werden. Mit seinem ersten Kriminalroman legt Ralf Nestmeyer ein anspruchsvolles und unterhaltendes Werk vor.


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