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Ungläubiges Staunen

Über das Christentum

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Was geschieht, wenn einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller, der selbst ein Muslim ist, sich in die christliche Bildwelt versenkt? Navid Kermani sieht staunend eine Religion voller Opfer und Klage, Liebe und Wunder, unvernünftig und abgründig, zutiefst menschlich und göttlich: ein Christentum, von dem Christen in dieser Ernsthaftigkeit, Kühnheit und auch Begeisterung nur noch selten sprechen.

Es ist ein Wagnis: Offenen Herzens, mit einer geradezu kindlichen Neugier steht Navid Kermani vor den grossen und vor unbekannten Werken der christlichen Kunst. Und es wird zum Geschenk: Denn seine berückend geschriebenen Meditationen geben dem Christentum den Schrecken und die Schönheit zurück. Kermani hadert mit dem Kreuz, verliebt sich in den Blick der Maria, erlebt die orthodoxe Messe und ermisst die Grösse des heiligen Franziskus. Er lehrt uns, in den Bildern alter Meister wie Botticelli, Caravaggio oder Rembrandt auch die Fragen unserer heutigen Existenz zu erkennen – mit klarem Blick für die wesentlichen Details und die untergründigen Bezüge auch zu entfernt scheinenden Welten, zur deutschen Literatur, zum mystischen Islam und selbst zur modernen Heilgymnastik. Seine poetische Schule des Sehens macht süchtig: süchtig nach diesem speziellen Blick auf das Christentum und sehnsüchtig danach, selbst so sehen zu können.

Portrait

Navid Kermani lebt als freier Schriftsteller in Köln. Für seine Romane und Essays erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Kleist-Preis und den Joseph-Breitbach-Preis.

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    I . MUTTER UND SOHN

    Mutter

    Sohn

    Sendung

    Liebe I

    Liebe II

    Erniedrigung

    Schönheit

    Kreuz

    Klage

    Auferstehung

    Verwandlung

    Tod

    Gott I

    Gott II

    II . ZEUGNIS

    Kain

    Hiob

    Judith

    Elisabeth

    Petrus

    Hieronymus

    Ursula I

    Ursula II

    Bernhard

    Franziskus

    Petrus Nolascus

    Simonida

    Paolo Dall'Oglio

    III . ANRUFUNG

    Berufung

    Gebet

    Opfer

    Kirche

    Spiel

    Wissen

    Tradition

    Licht

    Lust I

    Lust II

    Auszug

    Kunst

    Freundschaft

    Dank

    Literatur

    Verzeichnis der Abbildungen
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 303
Erscheinungsdatum 19.12.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-68337-4
Verlag C. H. Beck
Maße (L/B/H) 22.1/14.9/2.7 cm
Gewicht 654 g
Abbildungen mit 49 farbigen Abbildungen
Auflage 13. Auflage
Verkaufsrang 31672
Buch (gebundene Ausgabe)
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Fr. 35.90
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Buchhändler-Empfehlungen

Ein Muslime der die Christliche Religion betrachtet.

Geraldine Chantal Daphne Dettwiler, Buchhandlung Basel

Erfrischen Anders und überaus sympathisch Navid Kermani, Gewinner des Friedenspreises im deutschen Buchhandel. Kermani spricht in seinem Buch darüber, wie es ist, als aussenstehender mit der christlichen Religion und Glaubensrichtung in Kontakt zu kommen. Er beschreibt wie er, mit unverfälschtem Blick, einem Kind gleich, einige der bekanntesten Gemälde des Christentums betrachtet. Die Bilder sind im Farbdruck jeweils dazu gedruckt, sodass der Leser nach Kermanis Berichten den Vergleich machen kann. Er redet über das Thema Mutter und Sohn, die Liebe, Schönheit, die Auferstehung, die Verwandlung, über den Tod und natürlich auch über Gott. Er erzählt von den Zeugnissen von Kain, Hiob, Petrus, Ursula, Franziskus und Anderen und er spricht von der Anrufung, der Berufung, über Gebete, die Kirche, Opfer und Lust, Traditionen und Freundschaft. Mit einer unverkennbaren, bildlichen Schrift lädt Navid Kermani uns ein, die Christliche Religion durch seine Augen zu sehen.

Kundenbewertungen

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Unglaublich schön!
von einer Kundin/einem Kunden am 25.09.2019

Christentum ist auch für mich als "Insiderin" noch immer eine Religion voller Widersprüche, betrachtet man sie hinsichtlich ihrer Geschichte und ihrer ebenso liebevollen wie auch zerstörerischen Auslegungen, die sie in über 2000 Jahren erfahren hat. Hier nähert sich nun ein muslimischer Autor an, und er tut dies in einer wertfr... Christentum ist auch für mich als "Insiderin" noch immer eine Religion voller Widersprüche, betrachtet man sie hinsichtlich ihrer Geschichte und ihrer ebenso liebevollen wie auch zerstörerischen Auslegungen, die sie in über 2000 Jahren erfahren hat. Hier nähert sich nun ein muslimischer Autor an, und er tut dies in einer wertfrei fragenden, respektvollen Sichtweise, in der er scharfzüngige Pointiertheit mit poetischer Zartheit paart. Kermanis Buch wird begleitet von einer Auswahl von großartigen Gemälden biblischer Motive, die genau all diese Widersprüchlichkeiten von Schönheit und Schrecken anschaulich machen. Muss einfach in jeden Bücherschrank!

Sehr interessantes Buch
von Cornelia am 17.12.2015

Kurz und bündig - das Buch ist unterhaltsam, eindrücklich und spannend. Ich kann es nur weiterempfehlen.

Auf nach Florenz!
von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 31.10.2015

Wer will beim Anblick dieses Buches nicht SOFORT in Florenz in der Kirche San Miniato al Monte stehen ??! Und wer ist nicht nach wenigen Seiten von diesem Buch begeistert? Navid Kermani schafft das Kunststück, uns (gläubige oder ungläubige) Leserinnen und Leser (egal welcher Religion wir angehören mögen oder welcher Art von Nich... Wer will beim Anblick dieses Buches nicht SOFORT in Florenz in der Kirche San Miniato al Monte stehen ??! Und wer ist nicht nach wenigen Seiten von diesem Buch begeistert? Navid Kermani schafft das Kunststück, uns (gläubige oder ungläubige) Leserinnen und Leser (egal welcher Religion wir angehören mögen oder welcher Art von Nichtglauben wir zuneigen) von den ersten Seiten an zu fesseln. Und er behält uns wahrhaftig 293 Seiten lang in "ungläubigem Staunen" an seiner Seite. Wir fangen an, Gemeinsamkeiten zwischen dem Islam und dem Christentum zu erkennen (und anzuerkennen !) , die wir nie für möglich gehalten hätten! Wir bestaunen das Domfenster von Gerhard Richter (S. 269) und sind entzückt von "Der Begegnung Joachims und Annas (S. 257). Am liebsten würden wir alle Gemälde aus diesem Buch sofort im Original sehen wollen. Und wir werden erschüttert von der Geschichte von Paolo Dall'Oglio (S. 168 - 186). Für mich ist es das Kernstück des Buches! Ich bin immer wieder verblüfft, wenn plötzlich solche Bücher auftauchen. Das sind kostbarste Geschenke an uns Lesende, mit denen wir gar nicht gerechnet hatten und deren Präsenz uns einfach froh und dankbar macht!