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Tumult

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Wie konnte in tausend Tagen so viel passieren?

Wer sich nach einem halben Jahrhundert wiederbegegnet, muss auf Überraschungen gefasst sein. Hans Magnus Enzensberger hat sich auf dieses Abenteuer eingelassen: Ein zufälliger Kellerfund gab den Anlass für eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.

1963 führt den Autor eine erste Reise nach Russland, und unverhofft wird er zum Gast auf Chruschtschows Datscha in Gagra. Das Ergebnis ist ein genaues Porträt des Mannes und der sowjetischen »Tauwetter«-Politik dieser Zeit. Drei Jahre später durchreist Enzensberger die UdSSR vom äussersten Süden bis nach Sibirien. Auf diesem Parforceritt nehmen die Verwicklungen des »russische Romans«, der konfliktreichen Beziehung zu seiner zweiten, russischen Frau, ihren Anfang. 1968/1969 gerät der Dichter dann in eine Phase des politischen und privaten Tumults. Mitten im Vietnamkrieg folgt er einer Einladung an die Wesleyan University, aber schon nach wenigen Monaten lockt das Kuba der Revolution. Doch sind die Fraktionskämpfe der ausserparlamentarischen Opposition in Berlin nicht so weit entfernt, als dass der Dichter nicht auch auf diesem Schauplatz zum Akteur würde ...
Rezension
"[Enzensberger] bewegte sich abseits vom Zentrum, auf das alle Leute starrten. Dennoch wurde er zu einer Art Autorität. Es hat ihn nie interessiert, Und das macht ihn und seine 'Erinnerungen' so einzigartig."
Klaus Bittermann, taz. die tageszeitung 07.10.2014
Portrait
Enzensberger, Hans Magnus
Hans Magnus Enzensberger wurde 1929 in Kaufbeuren geboren. Als Lyriker, Essayist, Biograph, Herausgeber und Übersetzer ist er einer der einflussreichsten und weltweit bekanntesten deutschen Intellektuellen.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 286
Erscheinungsdatum 07.11.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-46636-0
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 19/11.8/2 cm
Gewicht 265 g
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
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Fr. 16.90
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Zeitgeschichte vom Besten
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 18.10.2016

Sehr informative Beschreibung einer Epoche. Wie immer bei Hans Magnus Enzensberger eine Mischung aus persönlicher (privater) Sicht und geschichtlicher Beschreibung.

von Henrik Nobis aus Dresden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Eine unterhaltsame und spannende Zeitreise durch die komplizierten 1960er Jahre! Entdecken Sie Hans Magnus Enzensberger, wie Sie ihn vermutlich noch nicht kennen!

Aufzeichnungen von 1963 bis 1970
von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 28.11.2014
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Hans Magnus Enzensberger findet im Keller Tagebücher und Aufzeichnungen aus der Zeit von 1963 - 1970. In diesen Jahren war er mehrmals in Russland und der Sowjetunion, lässt sich von seiner ersten Frau scheiden, heiratet seine Zweite, lebt mit ihr (unter anderem) eine Zeitlang in Cuba. Ist immer als Dichter, Schriftsteller ein B... Hans Magnus Enzensberger findet im Keller Tagebücher und Aufzeichnungen aus der Zeit von 1963 - 1970. In diesen Jahren war er mehrmals in Russland und der Sowjetunion, lässt sich von seiner ersten Frau scheiden, heiratet seine Zweite, lebt mit ihr (unter anderem) eine Zeitlang in Cuba. Ist immer als Dichter, Schriftsteller ein Begleiter der linken Bewegungen in Europa, lässt sich aber offensichtlich nie vereinnahmen. Sein Leben in diesen Jahren kann ich gut in diesem Buch nachvollziehen. Wunderbar finde ich das Kapitel "Erinnerungen an einen Tumult", in dem er den alten Enzensberger auf sein junges Ich treffen lässt. (S.109 - 237). In dem Gespräch der Beiden: "Kannst du mir erklären, was du damals getrieben hast?" bis zu "so wie du wollte ich nie werden. Zum Glück sind wir einander ziemlich unähnlich.", schält sich die ganze 1968er Zeit heraus. Wenden Sie den Kunstgriff einmal bei sich an, befragen Sie mal Ihr jüngeres Ich und lassen Sie sich überraschen, wie viel oder wie wenig Sie mit dieser Person gemein haben! Danach werden Sie sicherlich Gedichte und Essays von diesem Autor lesen wollen!