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Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern

Roman

Katrin Burseg

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Beschreibung

Ein Liebesroman, der eine lange vergessene Künstlerin der Hamburger Sezession wiederentdeckt Carla bereitet eine Ausstellung über den Hamburger Jugendstil vor. Eine willkommene Ablenkung für sie, denn ihr wesentlich älterer, sehr geliebter Mann Willem ist schwer erkrankt. Ihr Leben gerät in Aufruhr, als sie eine besondere Entdeckung macht: Ein Gemälde von Alma Reed, die während der NS-Zeit verfolgt wurde. Von der Künstlerin und ihren Bildern fehlt jede Spur. Willem scheint sich in seinen lichten Momenten an etwas zu erinnern ...
Eine Roman über die Liebe und über die dramatische Geschichte der Hamburger Malerin Anita Rée.
"Ein hervorragend recherchierter Roman, der aktuelle Themen wie Alzheimer und Raubkunst beinhaltet und am Ende zu einem kleinen Thriller verwebt." Angela Wittmann, Brigitte Bücher Spezial, Die besten Bücher des Jahres
"Dieser Roman hat es verdient, ganz viele Leser zu bekommen." G. Pütz, Büchereule
"Ein schöner, unterhaltsamer Roman, der federleicht zu lesen ist, sich aber durchaus mit einem ernsthaften Thema befasst." Gabrielle Scheller, Scheller Boyens Buchhandlungen
"Ein gut geflochtener, gut konstruierter Roman" Rainer Moritz, Das gemischte Doppel: Die besten Bücher für den Frühling, NDR Kultur
Ausgezeichnet mit dem DELIA-Literaturpreis 2016
"Ein Stück relativ unbekannte Hamburger Kunstgeschichte, die dem Leser auf spannende Weise näher gebracht wird. Ein vielschichtiges Buch, das man gelesen haben muss." Jury-Begründung, Delia Literaturpreis 2016

Ein hervorragend recherchierter Roman, der aktuelle Themen wie Alzheimer und Raubkunst beinhaltet und am Ende zu einem kleinen Thriller verwebt., Brigitte spezial, Angela Wittmann, 01.11.2016

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 352 (Printausgabe)
Altersempfehlung 30 - 80 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 07.08.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783843711623
Verlag Ullstein Verlag
Dateigröße 3002 KB

Kundenbewertungen

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„Wenn ich nicht mehr ich selbst bin, musst du gehen.“
von einer Kundin/einem Kunden am 14.10.2015

Manchmal spielt einem das Leben schon merkwürdige Streiche! Gerade erst habe ich Ihnen das Buch „Charlotte“ von David Foenkinos über die von den Nazis ermordete Malerin Charlotte Salomon vorgestellt, da greife ich zielsicher und unbewusst zu einem Buch, in welchem es ebenfalls zum Teil um eine jüdische Malerin, die 1939 spurlos ... Manchmal spielt einem das Leben schon merkwürdige Streiche! Gerade erst habe ich Ihnen das Buch „Charlotte“ von David Foenkinos über die von den Nazis ermordete Malerin Charlotte Salomon vorgestellt, da greife ich zielsicher und unbewusst zu einem Buch, in welchem es ebenfalls zum Teil um eine jüdische Malerin, die 1939 spurlos verschwunden ist, geht. Allerdings ist diese Malerin eine fiktive Gestalt, wobei es ein reales Vorbild gibt, und die Geschichte um sie Teil einer zweigleisigen Handlung. Das Buch „Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern“ hat mich zuerst durch das Cover angesprochen – eine wunderschöne, weiße Villa im impressionistischen Stil. Dann machte es bei mir Klick, woher ich den Namen der Autorin kannte – ich habe vor einiger Zeit zwei sehr gute historische Romane („Die Rebellin des Papstes“ und „Das Königsmal“) von ihr gelesen. Und zum dritten hat mich die Handlung angesprochen – die Geschichte einer großen Liebe, die plötzlich an der Krankheit Alzheimer zu zerbrechen droht. Katrin Burseg erzählt die Geschichte von Carla und Willem. Carla und Willem sind Kunsthistoriker. Allerdings ist Willem deutlich älter als sie. Doch sie lieben sich und sie heiraten. Und bei der Eheschließung verlangt Willem von Carla, dass sie ein Dokument unterschreibt, worin sie ihm verspricht, ihn zu verlassen, wenn er nicht mehr er selbst ist. So etwas verspricht man natürlich gerne, weil man am Anfang einer großen Liebe nie damit rechnet, dass es einmal Wirklichkeit werden kann. Dies alles geschah in der Vergangenheit. In der Gegenwart steht Carla nämlich genau jetzt vor dieser schwierigen Entscheidung. Vor drei Jahren wurde die Diagnose Alzheimer bei ihrem Mann gestellt. Und jetzt hat er sich fast komplett in sich selbst zurückgezogen. Aber Carla liebt ihn nach wie vor und will ihn nicht verlassen. Und so versucht sie sich ihr Leben jetzt entsprechend einzurichten. Ihr Mann ist sehr wohlhabend. Sie leben in einer Villa an der Außenalster und haben eine Haushälterin, die auf Willem achtet, wenn Carla ihrer Arbeit nachgeht. Carla ist in einem Museum die Leiterin der Gemäldeabteilung und bereitet gerade die große Herbstausstellung über die Künstlergruppe der Hamburger Sezession vor. Nach Feierabend kümmert sie sich hingebungsvoll um ihren Mann. Doch plötzlich gerät ihr wohlgeordnetes Leben komplett durcheinander. Per Zufall entdecken sie, eine Restauratorin und der junge Praktikant während einer Kunstsprechstunde ein unbekanntes Gemälde, welches von einer verschollenen Künstlerin der Hamburger Sezession zu stammen scheint. Sie forschen nach und geraten dadurch immer tiefer in die Geschichte der verfolgten Maler und der NS-Zeit hinein. Und während der Recherchen erscheint es immer wahrscheinlicher, dass Willems Vater etwas mit dieser Malerin und ihrem Verschwinden zu tun hat. Weiß auch Willem davon? Warum hat er ihr nie etwas darüber erzählt? Und wer ist dieser Mann, der das Bild geerbt hat? Herausgekommen ist ein ausgesprochen sensibler und zugleich spannender Roman, der sich mit zwei sehr interessanten Themen auseinandersetzt. Da ist zum Einen das Thema Alzheimer. Wie geht man als liebender Mensch damit um, wenn der eigene Partner daran erkrankt ist? Wann zieht man für beide Seiten den Schlussstrich und sorgt dafür, dass sie geliebte Person in professionelle Hilfe kommt? Und wie beugt man vor, damit man selbst nicht an dieser Diagnose zerbricht? Auf all diese Fragen gibt die Autorin zwar keine Antwort, aber sie geht sehr gefühlvoll mit diesem Thema um. Und so kann man sich als Leser durchaus ein Bild machen. Das andere Thema – der Fund und die Geschichte um das Bild „Das Apfelmädchen“ – liest sich dagegen fast wie ein Krimi. Haben die Protagonisten per Zufall ein unbekanntes Bild aus einer schlimmen Zeit gefunden? Ist es Beutekunst? Gibt es einen ursprünglichen Besitzer und muss es deshalb zurückgegeben werden? Und was ist eigentlich mit der Malerin passiert? Ausgesprochen spannend erzählt Katrin Burseg diesen Teil der Geschichte und gibt dabei gleich auch einen Einblick in die Arbeit von Kunsthistorikern, von den Schwierigkeiten der Museen und über die Zeit während des 3. Reichs, in der Bilder vernichtet und Künstler verfolgt wurden, Mich hat dieser Roman sehr fasziniert und auch gleich Lust darauf gemacht die Hamburger Kunsthalle zu besuchen und die Maler der Hamburger Sezession anzusehen. Da sehe ich dann auch großzügig über wenige kleine Details hinweg, wo die Autorin sich in Bezug auf Hamburg künstlerische Freiheiten genommen hat. Ich habe mein Hamburg trotzdem wiedererkannt!


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