Warenkorb
 

Adressat unbekannt

Mit e. Nachw. v. Elke Heidenreich

Der Deutsche Martin Schulse und der amerikanische Jude Max Eisenstein betreiben in den USA eine gut gehende Kunstgalerie. 1932 entscheidet sich Schulse, mit seiner Familie nach Deutschland zurückzukehren. Eisenstein betreibt die gemeinsame Galerie in San Francisco weiter. Die beiden Männer bleiben in Kontakt und tauschen sich in ihren Briefen über Berufliches und Privates aus. Zunächst scheint die Freundschaft nicht unter der räumlichen Trennung zu leiden. Doch Schulse, der die politischen Entwicklungen in Deutschland anfangs noch kritisch betrachtete, entwickelt sich nach und nach zum bekennenden Nationalsozialisten.

Adressat unbekannt, 1938 erstmals veröffentlicht, ist ein Buch von beklemmender Aktualität. Gestaltet als Briefwechsel zwischen einem Deutschen und einem amerikanischen Juden in den Monaten um Hitlers Machtübernahme, schildert dieses Meisterwerk die dramatische Entwicklung einer Freundschaft und die Geschichte einer bitterbösen Rache. »Ich habe nie auf weniger Seiten ein grösseres Drama gelesen. Diese Geschichte ist meisterhaft, sie ist mit unübertrefflicher Spannung gebaut, in irritierender Kürze, kein Wort zuviel, keines fehlt ... Nie wurde das zersetzende Gift des Nationalsozialismus eindringlicher beschrieben«, resümiert Elke Heidenreich in ihrem Nachwort.

Rezension
"eines der Bücher, das genau das
sagt, was es zu sagen hat, in einer Knappheit, in der jedes Wort wichtig ist.
Und es fährt ein." Neue Luzerner Zeitung, 24.01.2013
Portrait
Kressmann Taylor, Kathrine
Kathrine Kressmann Taylor, 1903 in Portland geboren, arbeitete nach dem Studium als Journalistin und Werbetexterin. 1938 veröffentlichte sie den Briefroman Adressat unbekannt, der über sechzig Jahre später auch in Frankreich und Deutschland zum Bestseller wurde. Ihr zweiter Roman Bis zu jenem Tag (1942) mehrte ihren Ruhm, und sie lehrte fortan am Gettysburg College. Später lebte sie abwechselnd in Minneapolis und in Florenz. Sie starb 1996.
… weiterlesen
  • Artikelbild-0
In den Warenkorb

Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 94
Erscheinungsdatum 12.10.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-455-65082-2
Verlag Atlantik Verlag
Maße (L/B/H) 15.5/9.5/1.2 cm
Gewicht 82 g
Auflage 5. Auflage
Übersetzer Dorothee Böhm
Verkaufsrang 67191
Buch (gebundene Ausgabe)
Buch (gebundene Ausgabe)
Fr. 14.90
Fr. 14.90
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
zzgl. Versandkosten
Versandfertig innert 1 - 2 Werktagen,  Kostenlose Lieferung ab Fr.  30 i
Versandfertig innert 1 - 2 Werktagen
Kostenlose Lieferung ab Fr.  30 i
In den Warenkorb
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?

Kundenbewertungen

Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
12
0
0
0
0

Rache wird am besten kalt serviert
von einer Kundin/einem Kunden am 15.09.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Frei nach dem Motto " Rache wird am besten kalt serviert ". Und das tut Max , als sein bester Freund Martin ihn im 3.Reich verleugnet. Ja mehr noch, aus dem einstigen Freund wird ein überzeugter Nazi. Als Martin dann auch noch Max Schwester die Hilfe verwehrt und sie daraufhin umkommt, schmiedet Max einen genialen Plan. Ganz g... Frei nach dem Motto " Rache wird am besten kalt serviert ". Und das tut Max , als sein bester Freund Martin ihn im 3.Reich verleugnet. Ja mehr noch, aus dem einstigen Freund wird ein überzeugter Nazi. Als Martin dann auch noch Max Schwester die Hilfe verwehrt und sie daraufhin umkommt, schmiedet Max einen genialen Plan. Ganz großartig, beklemmend!

erschütternder Briefroman
von einer Kundin/einem Kunden am 15.09.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Dieser nur ca. 60 Seiten zählende Briefroman zwischen einem in Amerika lebenden Juden und einem deutschen Heimkehrer ist bereits 1938 erschienen. Zunächst noch innige Freunde, verfällt der eine zusehends der nationalsozialistischen Propaganda. Er wendet sich ab, kann einen Juden nicht länger Freund nennen und lädt schließlich so... Dieser nur ca. 60 Seiten zählende Briefroman zwischen einem in Amerika lebenden Juden und einem deutschen Heimkehrer ist bereits 1938 erschienen. Zunächst noch innige Freunde, verfällt der eine zusehends der nationalsozialistischen Propaganda. Er wendet sich ab, kann einen Juden nicht länger Freund nennen und lädt schließlich sogar große Schuld auf sich. Doch der jüdische ehemalige Freund ist nicht nur Opfer, nicht in dieser gewaltigen, erschreckenden, faszinierenden Geschichte! Er findet einen Weg, sich zu rächen - ohne Gewalt, nur mit Worten!

Wichtig! Adressiert an DICH!
von einer Kundin/einem Kunden aus Leer am 11.12.2018

Das Büchlein umfasst nur 50 Seiten, bestehend aus einem Briefwechsel zwischen zwei Freunden und Geschäftspartnern. Während Dr. Martin Schulse 1932 aus Amerika nach Deutschland zurückkehrt, führt sein Freund (der zufällig jüdischen Glaubens ist) Max Eisenstein die gemeinsame Galerie weiter. Doch während Max seinen Freund Martin ... Das Büchlein umfasst nur 50 Seiten, bestehend aus einem Briefwechsel zwischen zwei Freunden und Geschäftspartnern. Während Dr. Martin Schulse 1932 aus Amerika nach Deutschland zurückkehrt, führt sein Freund (der zufällig jüdischen Glaubens ist) Max Eisenstein die gemeinsame Galerie weiter. Doch während Max seinen Freund Martin innig vermisst, schliesst dieser sich der NSDAP an und beschreibt den persönlichen, aber auch den Wandel Deutschlands im Jahr 1933. Ich möchte nicht zu viel verraten, denn es kommt zu einer unglaublich tragischen und brutalen Wende. Elke Heidenreich schreibt in ihrem Vorwort: "Ich habe nie auf weniger Seiten ein größeres Drama gelesen." Mir ergeht es genau so! Diese Geschichte ist fiktiv und dennoch so nah an der Realität! Diesem Buch gebührt wieder mehr Aufmerksamkeit. Liebe Lehrer: Es gibt für mich keine bessere Lektüre, als Schülern das Aufstreben Adolf Hitlers und die Beginne der Progrome zu vermitteln.