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Die Wikinger

Das Zeitalter des Nordens

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Anschaulich und mit grossem Erzähltalent schildert Anders Winroth die Lebenswelt der Wikinger. Zugleich zeichnet er ein umfassendes, farbiges Bild einer der stürmischsten Epochen des Abendlandes, in der die Räuber aus dem Norden das Gesicht Europas veränderten.

Nach wie vor haben die Wikinger einen lebhaften Einfluss auf unsere Phantasie: Sie brandschatzten und trieben Sklavenhandel. Doch es gab auch friedliche Ansiedlungen, und sie entwickelten ein weit ausgreifendes Handelsnetzwerk. In ihren starken, schnellen Schiffen liessen sie ihre Heimatländer weit hinter sich zurück – nicht nur um zu plündern, sondern auch aus reiner Entdeckerlust. Anders Winroth schreibt gegen die gängigen Mythen an, untersucht jeden wichtigen Aspekt dieses aufregenden Zeitalters und stellt so den Innovationsgeist und schieren Wagemut der Wikinger dar, ohne ihr destruktives Erbe zu beschönigen. Zugleich enthüllt er, wie sich Kunst, Literatur und religiöses Denken der Wikinger auf eine Art und Weise entwickelten, die in Europa einzigartig dasteht: eine ebenso unterhaltsame wie umfassende Darstellung einer Gesellschaft, die weitaus modernere Züge trägt, als man vermuten möchte.
Rezension
"Das Buch von Anders Winroth ... ist so wichtig, weil es ein umfassendes objektives Verständnis der Wikinger-Kultur ermöglicht."
Gerhard Beckmann, Passauer Neue Presse, 31.07.2017

"Anders Winroth ... hat nun eine runde und gut lesbare Geschichte der Wikinger geschrieben, die angenehm zu lesende erzählerische Elemente mit profundem historischen Hintergrundwissen zusammenbringt."
Christian Muggenthaler, Landshuter Zeitung, 2.7.2016

"Anders Winroth hat ein anschauliches, populärwissenschaftliches Buch über ein Volk geschrieben, von dem wenig bekannt ist und über das viele Vorurteile verbreitet sind."
Rolf Hürzeler, kulturtipp, Juli 2016

"Der Professor für mittelalterliche Geschichte an der amerikanischen Yale University, Anders Winroth, hat mit "Die Wikinger: Das Zeitalter des Nordens" ein absolut faszinierendes und gut lesbares Panorama dieser Kultur in ihrer Zeit vorgelegt."
Jens Werkmeister, krautjunker.com, 27.7.2016

"Anschaulich und mit grossem Erzähltalent schildert Anders Winroth die Lebenswelt der Wikinger. Zugleich zeichnet er ein umfassendes, farbiges Bild einer der stürmischsten Epochen des Abendlandes"
Oliver Hees, liesmalwieder.de, Juni 2016

"Hervorragende Analyse mit neuen Erkenntnissen."
Dr. Frank Stefan Becker, Amazon, 25,7,2016
Portrait
Anders Winroth studierte Geschichte an der Universität von Stockholm und wurde 1996 an der Columbia University promoviert.
Von 1996 bis 1998 war er »Sir James Knott Research Fellow« an der University of Newcastleupon-Tyne. 2003 wurde er Fellow der McArthur Foundation (Genius Grant). Seit 2004 lehrt er als Professor mittelalterliche Geschichte an der Yale University.
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  • Kapitel 1

    Einleitung

    Der Furor der Nordmänner

    Endlich liess sich der Häuptling auf seinem erhabenen Sitz nieder.
    Die Krieger hatten in gespannter Erwartung auf den Bänken in der
    grossen Halle ausgeharrt, gewärmt vom prasselnden Feuer und gelabt
    mit reichlichen Mengen Met. Die Dienerinnen des Häuptlings
    hatten im Herbst Wochen damit zugebracht, Honig und Wasser
    zu mischen und Fässer zu füllen mit dem Trank für die berühmte
    Yule-Feier, das alte skandinavische Mittwinterfest. Nun war der
    Häuptling eingetroffen - angetan mit seinen besten Gewändern -,
    und verlangte zu wissen, warum man seinen berühmten Kriegern
    nur ein so gewöhnliches Getränk kredenzt hatte. Verdienten sie
    denn nichts Besseres nach all dem, was sie im Frankenland geleistet
    hatten? Hatten sie nicht Fässer voll des besten Weins aus dem
    reich bestückten Keller jenes Klosters im letzten Sommer mitgenommen
    und ihre Beute mit ihrem Blut teuer bezahlt?

    Das Erscheinen des Krugs, seine perfekte Ebenmässigkeit, die
    im Vergleich mit den gewohnten plump-irdenen Gefässen so ganz
    anders wirkte, liess die ungehobelten Krieger in der riesigen Halle
    verstummen. Mehrere horizontale Reihen aus Zinnfolie und dazwischen
    Gruppen von Rhomben schmückten den Krug, ein wundervolles
    Gefäss für ein exotisches Getränk. Der Häuptling wurde
    als Erster bedient, er nahm einen Becher mit kunstvollem Dekor
    aus blauem Glas in zarten Streifen entgegen; danach wurde dem
    Mann auf dem Ehrenplatz ein ebensolches Glas überreicht. Die
    anderen Männer tranken aus Hörnern oder einfachen Bechern,
    jetzt aber tranken alle Wein statt Met, um ihrer aller Tapferkeit und ihren Erfolg bei ihren Raubzügen im Sommer zu feiern. Einige
    der Krieger erkannten die Glasgefässe wieder: Der Häuptling
    hatte sie gekauft, als die Kriegerbande auf dem Heimweg der Stadt
    Hedeby einen Besuch abstattete. Man munkelte, die blau schimmernden
    Gläser stammten aus einem weit entfernten Königreich
    namens Ägypten; und der Häuptling hätte für das, was er nach zähen
    Verhandlungen dafür bezahlte, ein gutes Langschiff erwerben
    können.

    Einige der Krieger, gewöhnt an schlichtere Getränke, kannten
    den Geschmack von Wein noch nicht. Welch ein herrlicher Anführer,
    der solchen Luxus so grosszügig zu teilen verstand! Und
    er sah ja auch ganz wie ein Führer aus. Auf den Umhang, den er trug, waren Leoparden und silberne Pailletten gestickt, und der
    Stoff war üppig mit Fuchspelz verbrämt. Auf dem Kopf trug der
    Häuptling eine seidene Mütze. Ein mit Eiderdaunen gefülltes Kissen
    in einem herrlich bestickten Überzug, auf dem eine Prozession
    von Menschen, Pferden und Wagen zu sehen war, polsterte seinen
    Sitz, und neben ihm lehnte eine Zeremonialaxt: Sie war dekoriert
    mit der aus Silberdraht gefertigten Darstellung eines Phantasietiers.
    Wahrhaftig ein echter Häuptling! Woher nahm er all diese
    herrlichen Dinge? Nur wenige Krieger waren vergleichbaren Luxusgütern
    je so nahe gekommen. Nie hatten sie so dunkel-schimmernde
    Füchse gesehen, nie waren sie mit Stoff in Berührung gekommen,
    der so glänzte und leuchtete.

    Nicht jeder in der Halle war im letzten Sommer mit dem Häuptling
    ausgefahren, um in Frankenland Beute zu machen; zur Feier
    waren auch viele Neulinge erschienen. Man konnte sie prahlen hören:
    Wie sie selbst im nächsten Sommer mit diesem Häuptling
    ziehen würden, um ihre Schwerter zu röten mit dem Blut der Franken
    und der Englischen - und vielleicht sogar, warum nicht, mit
    dem der Mauren in Spanien? Und sie würden unerhörte Reichtümer
    anhäufen.

    Im vergangenen Sommer hatten sie nicht so viel Glück gehabt.
    Von den drei Schiffen, die unter dem Befehl eines anderen Häuptlings ausgefahren waren, kam nur eines zurück, und dieses kam
    ohne den Führer, der, so hiess es, gefallen war, als sich die Friesen
    völlig überraschend zur Wehr gesetzt hatten. Keiner wusste genau,
    was passiert war, denn diejenigen, die zurückgekommen wa
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 368
Erscheinungsdatum 10.02.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-608-94927-8
Verlag Klett Cotta
Maße (L/B/H) 22.1/13.9/3.5 cm
Gewicht 595 g
Originaltitel The Age of the Vikings
Abbildungen farbige r Tafelteil, Karten, schwarzweisse -Abbildungen
Auflage 4. Auflage
Übersetzer Susanne Held
Verkaufsrang 49884
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 18.07.2019
Bewertet: anderes Format

Eine historisch korrekte und keine romantisch verklärte Abhandlung über die Blütezeit der Wikinger. Hochspannende und überaus informative Lektüre, die auch für Laien geeignet ist.

Die Wikinger
von einer Kundin/einem Kunden aus Delmenhorst am 05.01.2019

Das Buch ist so interessant, das man es nicht wieder aus der Hand legen möchte. Man sieht mal wieder, wie es zu dieser Zeit war. Von machen Sachen kann man noch lernen.

Ein sehr gut historisch erarbeitetes Buch!
von Christoph Dahlitz am 06.07.2018

Anders Winroth zeichnet sehr gut die einzelnen Bestandteile der Wikingerkultur und ihre Lebensweise historisch nach. Da es wenig bis keine chronistischen Aufzeichnungen zu den Wikingern gibt, ist eine historische Darstellung sehr schwierig. Herrn Winroth gelingt dies fantastisch! Er bringt Glaube, Kultur, Technologie (vor allem ... Anders Winroth zeichnet sehr gut die einzelnen Bestandteile der Wikingerkultur und ihre Lebensweise historisch nach. Da es wenig bis keine chronistischen Aufzeichnungen zu den Wikingern gibt, ist eine historische Darstellung sehr schwierig. Herrn Winroth gelingt dies fantastisch! Er bringt Glaube, Kultur, Technologie (vor allem den Schiffbau) und vieles mehr in einzelnen Kapiteln dem Leser sehr nahe. Kaufempfehlung für Interessenten, die sich mehr faktisches über die Wikinger erfahren möchten!