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Der begrabene Riese

Kazuo Ishiguro

(9)
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Beschreibung

Britannien im 5. Jahrhundert: Nach erbitterten Kriegen zwischen den Volksstämmen der Briten und Angelsachsen ist das Land verwüstet. Axl und Beatrice sind seit vielen Jahren ein Paar. In ihrem Dorf gelten sie als Aussenseiter, und man gibt ihnen deutlich zu verstehen, dass sie eine Belastung für die Gemeinschaft sind. Also verlassen sie ihre Heimat, in der Hoffnung, ihren Sohn zu finden, den sie seit langer Zeit nicht mehr gesehen haben. Ihre Reise ist voller überraschender Begegnungen und Gefahren, und bald ahnen sie, dass in ihrem Land eine Veränderung heraufzieht, die alles aus dem Gleichgewicht bringen wird, sogar ihre Beziehung.

"... der Roman ist reich, vieldeutig und so rätselhaft wie ein Traum, und seine Figuren sind keine Marionetten, sondern psychologisch komplex und widersprüchlich."

Kazuo Ishiguro, 1954 in Nagasaki geboren, kam 1960 nach London, wo er später Englisch und Philosophie studierte. 1989 erhielt er für seinen Weltbestseller »Was vom Tage übrigblieb«, der von James Ivory verfilmt wurde, den Booker Prize. Kazuo Ishiguros Werk wurde bisher in 50 Sprachen übersetzt. Er erhielt 2017 den Nobelpreis für Literatur. Der Autor lebt in London.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 416 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 31.08.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783641153267
Verlag Random House ebook
Originaltitel The Buried Giant
Dateigröße 2743 KB
Übersetzer Barbara Schaden

Buchhändler-Empfehlungen

Phänomenal!

Geraldine Chantal Daphne Dettwiler, Buchhandlung Basel

Wochenlang habe ich jeden Freitag in der Berufsschule das Plakat des englischen Covers angestarrt und auf einmal sah ich in unserer Buchhandlung die deutsche Ausgabe- nicht ganz so schön wie die englische, aber immer noch sehr majestätisch mit dem geschwungenen Baum, der an den keltischen Lebensbaum erinnert, in blauer Leinen gebunden, sodass es schon von aussen einen ruhigen Eindruck erweckt- ich musste es einfach kaufen! Und Gott sei Dank, tat ich dies. Denn das Buch macht nicht nur im Regal einen super Eindruck, nein, es ist auch Inhaltlich absolut phänomenal. Kazuo Ishiguro verzaubert mit seiner Wortgewandtheit und einem unglaublichen, intensiven Schreibstil. Gemächlich erzählt er uns die Geschichte von Axl und Beatrice, welche im fünften Jahrhundert nach Christus in Britannien leben. Ein seltsamer Nebel des Vergessens scheint sich über die Bewohner der Insel zu legen, doch das alte Ehepaar erinnert sich nach und nach daran, dass es einen Sohn hat und macht sich auf die nicht ungefährliche Suche nach ihm. Ihre Reise ist voller Überraschungen, faszinierenden Begegnungen und bald schon merken sie, dass eine Veränderung über das Land kommt, welche alles aus dem Gleichgewicht bringen wird, auch ihre Beziehung…. Ein magisches Buch, wunderschön und faszinierend. Für Alle die gerne abtauchen und dem hektischen Alltag entfliehen wollen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
6
2
1
0
0

Blick auf die Backlist: Ishiguro
von einer Kundin/einem Kunden am 11.08.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Es erscheint mir allzu schnöde, Ishiguros Roman als “Fantasy” zu bezeichnen. Zumal er vielleicht doch etwas zu langatmig ist, um als Fantasy-Roman durchzugehen. Es ist schließlich ein Ishiguro, es steckt natürlich viel mehr dahinter. Auch hier schlägt wieder seine kafkaeske Seite durch. /// Für mich ist der Roman reinste Mytho... Es erscheint mir allzu schnöde, Ishiguros Roman als “Fantasy” zu bezeichnen. Zumal er vielleicht doch etwas zu langatmig ist, um als Fantasy-Roman durchzugehen. Es ist schließlich ein Ishiguro, es steckt natürlich viel mehr dahinter. Auch hier schlägt wieder seine kafkaeske Seite durch. /// Für mich ist der Roman reinste Mythologie, die Wurzeln der Identität eines Volkes. Schließlich hat sich Ishiguro schon mit “Was vom Tage übrigblieb” an einen britischen Mythos angelehnt, wenn auch viel jüngeren Datums. /// Die Artus-Sage, die mit einem quijottischen Sir Gawain ihren Schatten aufs Geschehen wirft, ist britischer Urmythos schlechthin. Bezüge auf die Gegenwart? Sicher, zumal Geschichte sich ohnehin ständig wiederholt, vom Politischen - den Kriegen, der Gewalt und Unterdrückung - bis hin zum Privaten - den Familien, der Liebe. Auf dem ursprünglichen Cover ist ein Baum, genauer ein Weißdorn, dessen Wurzelausläufer einen Kreis rings um das ganze Buch beschreiben. Es ist als blieben die Mythen die gleichen und wechselten nur die Form, vom Drachen zum schlafenden Riesen. Man muss es noch nicht einmal Allegorie nennen. Hybris, Schuld, Gewissen, Verlust und immer wieder Schmerz. Geschichte wird verdrängt, Erinnerungen werden verdrängt, und Mythen erzählen wir uns oft genug selbst und glauben sie auch noch. Den Drachen zu erschlagen mag vielleicht das Symptom beseitigen, nicht aber die Ursache. /// Diese trügerischen Erinnerungen, die uns so sehr prägen und doch immer rätselhaft bleiben. Viele sind kollektive Erinnerungen, über denen ein mythologischer Nebel liegt. Die meisten Besprechungen vermuten geschichtliche Amnesie, doch manchmal erinnerte gerade Beatrices Verhalten viel eher an Demenz. /// Interessant ist in dem Zusammenhang, dass ein hierzulande völlig unbekannter Autor, Paul Kingsnorth, 2014 eine Art mythologischen Roman, “The Wake”, veröffenlichte, der durchgehend in einem fingierten Altenglisch verfasst und deshalb wohl unübersetzbar ist. Er spielt in den Jahren nach 1066, nach der Eroberung durch den Normannen William, dem Verlust wiederum der bis dahin geltenden nationalen Identität der Angelsachsen. Es gibt dort eine Fülle von ähnlichen Bildern wie im “Riesen”, Dinge und Menschen, die tief im Wasser begraben liegen. In einer zeitgenössischen Fortsetzung, “Beast” von 2016, legt sich ein mythischer Nebel über alles, der Protagonist gerät geradezu in ein mythologisches Delirium. /// “Und im Schlummer wechsle ich in den Halbschlaf und sehe die Sonne im Wasser versinken, und das Ufer entfernt sich immer mehr, und ich lasse mich in den Traum zurückgleiten, bis die Stimme des Fährmanns mich sanft wieder weckt”, heißt es im “Riesen”. Das Leben ist der Traum, dann wachen wir auf. /// Man braucht schon etwas Geduld mit dem getragenen, weihevollen Ton des Romans, dem gemächlichen, gleichmäßigen Voranschreiten, das manchmal ein bißchen naiv daherkommt. Aber auch Naivität kann gespielt sein. ///

Märchen für Erwachsene
von MVR aus Fulda am 03.03.2018

ob Fantasy, Märchen, Erzählung, Novelle, Gabel, Roman etc ist eigentlich egal wie man es sehen möchte. Die Geschichte an sich und die Erzählweise hat mich überzeugt und mich auch nachdenklich zurückgelassen ( besonders das Ende). Werde ich wahrscheinlich hin und wieder nach einiger Zeit nochmal lesen Zur Geschichte möchte ich ... ob Fantasy, Märchen, Erzählung, Novelle, Gabel, Roman etc ist eigentlich egal wie man es sehen möchte. Die Geschichte an sich und die Erzählweise hat mich überzeugt und mich auch nachdenklich zurückgelassen ( besonders das Ende). Werde ich wahrscheinlich hin und wieder nach einiger Zeit nochmal lesen Zur Geschichte möchte ich nicht viel sagen nur das man die zwei alten Eheleute Axl und Beatrix auf eine Reise begleitet, zusieht wen und was sie allen begegnen, wie sie an manchen hadern und auch nicht und weiterreisen. Auch die Nebenfiguren haben mich überzeugt...für mich auch eine Sage die gut nach der Artussage so erzählt hätte können vor langer Zeit ( und hier erzählt worden ist) auf jeden Fall sehr lesenswert.

Historisch, mystisch und einfach nur fantastisch!
von einer Kundin/einem Kunden am 12.01.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ein atemberaubender Roman über die mutige Reise zweier Menschen ins Ungewisse! Tiefgründig und bewegend erzählt. Kazuo Ishiguro ist ein Meistererzähler und verdienter Träger des Nobelpreises 2017!!!

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