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Gezeitenstürme

Roman

Marlies Folkens

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Beschreibung

Im Herbst 1944 findet die 15-jährige Elli auf dem Heuboden des elterlichen Hofs einen völlig entkräfteten Soldaten. Georg ist kaum älter als sie selbst und während eines Bombenangriffs desertiert. Ellis Vater willigt ein, ihn bis Kriegsende zu verstecken. Zwischen Elli und Georg entwickelt sich eine zarte Liebe, doch über seine Vergangenheit schweigt Georg hartnäckig. Lediglich die Musik lässt ihn aufleben. Nach dem Krieg muss er sich zwischen der Liebe zu Elli und der Liebe zur Musik entscheiden ...

Dieser Roman ist in einer früheren Ausgabe unter dem Titel "Von Schwalben und Mauerseglern" erschienen.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 624 (Printausgabe)
Altersempfehlung 16 - 99 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 09.09.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783732523221
Verlag Lübbe
Dateigröße 1529 KB
Verkaufsrang 15345

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Gezeitenstürme
von einer Kundin/einem Kunden aus Altenburg am 27.04.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Mir ist der Einstieg in diesen Teil viel leichter gefallen. Ich weiß selbst nicht woran es lag, vielleicht weil ich den Protagonisten vom Alter näher bin oder weil die Geschichte direkter gestartet ist. Es gibt nicht erst lange Abschnitte, sondern Georg taucht recht schnell in der Geschichte auf und wird ein fester Bestandteil ... Mir ist der Einstieg in diesen Teil viel leichter gefallen. Ich weiß selbst nicht woran es lag, vielleicht weil ich den Protagonisten vom Alter näher bin oder weil die Geschichte direkter gestartet ist. Es gibt nicht erst lange Abschnitte, sondern Georg taucht recht schnell in der Geschichte auf und wird ein fester Bestandteil dessen. Zudem fand ich Elli anfangs sehr interessant, ich mochte ihren Charakter und war besonders von ihrem Fleiß und ihrer Arbeitskraft beeindruckt. Sie schien unermüdliche Energie zu haben und war mir direkt sympathisch. Auch die Schreibweise hat mir gut gefallen. Sie war einfach und leicht verständlich, ich habe das Buch leicht lesen können und hatte besonders an diversen Landschaftsbeschreibungen großes Vergnügen. Auch konnte ich mir die Gebäude richtig gut vorstellen und mochte die Darstellung von Elli und ihrer Familie. Immer mal wieder werden norddeutsche Kosenamen und Bezeichnungen eingebunden, die einen angenehmen Effekt auf die Handlung haben und sehr natürlich wirken. So entsteht eine sehr ansprechende Schreibweise, die sich gut lesen lassen hat und zu der meist lockeren Handlung gepasst haben. Mir hat es richtig gut gefallen, wie viele historische Details eingebunden wurden. Nicht nur die Angst vor dem Krieg, das Leben von Flüchtlingen und das Desertieren von Soldaten, sondern auch der Schwarzmarkthandel und die Nachkriegszeit mit dem Nahrungsmangel finden eine Erwähnung. So ergibt sich ein breitgefächertes Bild, welches viel Wahres in sich birgt und einen soliden Grundstamm für eine gute Geschichte legt. Ich mochte es sehr, dass anhand von anschaulichen Beschreibungen so viel Authentizität in die Geschichte gelegt wird und man so auf eine angenehme und gut vorstellbare Weise die Informationen übermittelt bekommt. Es gibt einen langsamen Spannungsaufbau, man merkt, dass sich langsam aber sich etwas zusammenbraut. Doch dabei entstehen leider ab und an Längen, einige Szenen verlängern das Buch nur unnötig. Sie sind zwar nett zu lesen, es wird das normale Leben von Bauern, einer jungen Liebe und dem Alltag zu und nach Kriegszeiten erzählt. An sich finde ich das auch spannend und ich mag es, wenn nicht dauernd Dramen eingebaut werden. Doch hier waren es mir ein paar zu viele dieser Erzählungen, sie haben nicht zwingend zu dem Weitergang der Geschichte beigetragen und erschienen etwas unnötig. Gerade durch die Einstreuung von Szenen, die im Jahr 1949 spielen und bereits erste Vermutungen zulassen, die ganze Situation aber nicht auflösen und so die Aufmerksamkeit ankurbeln, bin ich immer weiter am Ball geblieben. Teilweise habe ich darauf gewartet, dass es weitere Informationen zu der Situation gibt, in der sich Elli gerade befindet. Doch diese Szenerie wird erst am Ende aufgelöst und so habe ich trotz einiger Längen mit viel Interesse weitergelesen. Fazit: Im Großen und Ganzen ein guter erster Teil der Nordsee-Saga, es gibt eine recht spannende Handlung, mit vielen, ganz wunderbar erklärten Details über historische Zusammenhänge. Zudem mochte ich das Setting gerne, ich habe den Bruns-Hof sehr lebendig vor Augen gehabt und konnte mir viele Protagonisten in diesem Setting richtig gut vorstellen. Und auch die Familie Bruns waren tolle Charaktere, die sehr individuell waren und die ich gerne auf ihrem Lebensweg ein Stück begleitet habe. Es gibt kleine Kritikpunkte, am schwersten wiegt für mich die Länge des Buches, wodurch sich manche Szenen etwas gezogen haben und fast schon zu viel des Guten waren. Einiges hätte durchaus weggelassen werden können und die Handlung wäre immer noch rund gewesen und man hätte nichts wichtiges verpasst.

Eine bewegende Geschichte mit tollen Figuren!
von einer Kundin/einem Kunden am 14.05.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

"Von Schwalben und Mauerseglern" ist ein mitreißender Roman über die Zeit um das Kriegsende herum an der Nordsee. Marlies Folkens hat in ihre Geschichte viel Lokalkolorit eingebaut, was die Figuren, die ohnehin toll gezeichnet sind, noch lebhafter wirken lässt. Für jeden zu empfehlen, der gerne dramatische Liebesgeschichten mit ... "Von Schwalben und Mauerseglern" ist ein mitreißender Roman über die Zeit um das Kriegsende herum an der Nordsee. Marlies Folkens hat in ihre Geschichte viel Lokalkolorit eingebaut, was die Figuren, die ohnehin toll gezeichnet sind, noch lebhafter wirken lässt. Für jeden zu empfehlen, der gerne dramatische Liebesgeschichten mit Hintergrund liest!

Großartig!
von einer Kundin/einem Kunden aus Jever am 22.09.2016
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Wenn eine Autorin in einer Szene beschreibt, wie frisch gemolkene Milch durch ein Sieb in die große Milchkanne gegossen wird und mir dabei die Kindheitserinnerung an den Geruch eben dieser Milch so präsent ist, dass ich glaube im Stall zu stehen, dann ist das die hohe Kunst des Schreibens! Und wenn mich schon diese kleine, unbed... Wenn eine Autorin in einer Szene beschreibt, wie frisch gemolkene Milch durch ein Sieb in die große Milchkanne gegossen wird und mir dabei die Kindheitserinnerung an den Geruch eben dieser Milch so präsent ist, dass ich glaube im Stall zu stehen, dann ist das die hohe Kunst des Schreibens! Und wenn mich schon diese kleine, unbedeutende Szene in den Bann geschlagen hat, ist es wohl nicht überraschend, dass mich der Rest dieser Nachkriegs-Liebesgeschichte nicht mehr losgelassen hat. Ich bin Jahrgang ´72, die Heldin der Geschichte ist in den späten 20er Jahren geboren. Doch was ihre Lebensbedingungen waren, die gesellschaftlichen Konventionen, die vielen ungeschriebenen Gesetze der dörflichen Gemeinschaft, das hat auch mein Aufwachsen noch enorm geprägt. Ein Buch, um Großmütter und Mütter in einem anderen, vielleicht milderen Licht sehen zu können. Ein Buch über lieben und geliebt werden, das Hoffen auf Erfüllung und Anerkennung. Ein Buch voller fein gezeichnerter Charaktere. Es war mir ein Genuss und Vergnügen!


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