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Der neue Chef

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Jede Organisation, und sei sie noch so behäbig, erfährt eine gewisse Erschütterung durch die Nachricht, dass ein neuer Chef oder eine neue Chefin ins Haus steht. Flurgespräche häufen sich, mit Wissensvorsprüngen wird gepunktet, Ungewissheit liegt in der Luft. Aber auch nach vollzogenem Wechsel gibt es Probleme, etwa wenn der, der »von oben« überwachen soll, »von unten« angelernt werden muss. Kurzum: Die Beziehung zwischen Vorgesetzten und Untergebenen ist kompliziert.

Niklas Luhmann hat sie unter die soziologische Lupe genommen und zeigt, wodurch sie strapaziert wird: durch Kommunikationsschwierigkeiten und Selbstdarstellungsinteressen, Rollenfindungsprobleme und Wertvorstellungsdissonanzen. Der Schatten des Vorgängers kann lang, der Einfluss innerbetrieblicher Cliquen schwer zu durchbrechen sein. Und über allem schwebt die Frage: Wer hat die Macht? Es ist, soviel ist sicher, nicht per se der Chef – vorausgesetzt, so Luhmann, die Untergebenen beherrschen die Kunst, ihren Vorgesetzten zu lenken. »Unterwachung« ist sein Stichwort und Takt das wichtigste Mittel zum Zweck. Aber Vorsicht: Wer es darin zur Meisterschaft bringt, der wird nicht selten – der neue Chef.
Portrait
Luhmann, Niklas
Niklas Luhmann wurde am 8. Dezember 1927 als Sohn eines Brauereibesitzers in Lüneburg geboren und starb am 6. November 1998 in Oerlinghausen bei Bielefeld. Im Alter von 17 Jahren wurde er als Luftwaffenhelfer eingezogen und war 1945 in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Von 1946 bis 1949 studierte er Rechtswissenschaften in Freiburg und absolvierte seine Referendarausbildung. 1952 begann er mit dem Aufbau seiner berühmten Zettelkästen. Von 1954 bis1962 war er Verwaltungsbeamter in Lüneburg, zunächst am Oberverwaltungsgericht Lüneburg, danach als Landtagsreferent im niedersächsischen Kultusministerium. 1960 heiratete er Ursula von Walter. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Seine Ehefrau verstarb 1977. Luhmann erhielt 1960/1961 ein Fortbildungs-Stipendium für die Harvard-Universität. Dort kam er in Kontakt mit Talcott Parsons und dessen strukturfunktionaler Systemtheorie. 1964 veröffentlichte er sein erstes Buch Funktionen und Folgen formaler Organisation. 1965 wird Luhmann von Helmut Schelsky als Abteilungsleiter an die Sozialforschungsstelle Dortmund geholt. 1966 wurden Funktionen und Folgen formaler Organisation sowie Recht und Automation in der öffentlichen Verwaltung als Dissertation und Habilitation an der Universität Münster angenommen. Von 1968 bis 1993 lehrte er als Professor für Soziologie an der Universität Bielefeld. 1997 erschien sein Hauptwerk, das Resultat dreissigjähriger Forschung: Die Gesellschaft der Gesellschaft.

Kaube, Jürgen
Jürgen Kaube, geboren 1962, ist Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Für seine publizistische Arbeit wurde er 2012 mit dem Swift-Preis für Wirtschaftssatire und 2015 mit dem Ludwig-Börne-Preis ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Jürgen Kaube
Seitenzahl 120
Erscheinungsdatum 07.03.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-58682-2
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 15.5/10.6/1.5 cm
Gewicht 134 g
Auflage 2. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
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Der neue Chef aus wissenschaftlicher Sicht
von denise am 20.02.2018

Das Buch „Der neue Chef“ stammt von Niklas Luhmann. Er war Professor für Soziologie an der Universität in Bielefeld und ist im Jahr 1998 verstorben. Daher wurde das Buch von Jürgen Kaube herausgegeben. Von ihm stammt auch das Nachwort. Das wissenschaftliche Buch unterteilt sich in folgende Abschnitte, die ihrerseits meist nochma... Das Buch „Der neue Chef“ stammt von Niklas Luhmann. Er war Professor für Soziologie an der Universität in Bielefeld und ist im Jahr 1998 verstorben. Daher wurde das Buch von Jürgen Kaube herausgegeben. Von ihm stammt auch das Nachwort. Das wissenschaftliche Buch unterteilt sich in folgende Abschnitte, die ihrerseits meist nochmals untergliedert sind: - Der neue Chef - Spontane Ordnungsbildung - Unterwachung oder Die Kunst, Vorgesetzte zu lenken - Anmerkungen - Nachweise - Nachwort. Jeder hat wahrscheinlich die Situation, wenn eine Organisationseinheit einen neuen Chef oder eine neue Chefin erhält, selbst erlebt. Dieses führt in der Regel bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu einer großen Unruhe. Die dazugehörigen Vorgänge einschließlich der Strukturen wie z. B. Rollenzusammenhänge, Rollenkonflikte, formelle und informelle Ordnung oder auch Arbeitsgruppen und Cliquen werden von Herrn Luhmann vorgestellt und erläutert. Auch die Frage, ob es besser ist durch eine interne oder externe Person den Chefposten besetzen zu lassen, wird von Herrn Luhmann wissenschaftlich beleuchtet. Es wird sehr deutlich, dass die Beziehung zwischen dem Chef / der Chefin und seinen / ihren Mitarbeitern schwierig ist. Diese wird noch erschwert, wenn die neue Führungskraft von den Mitarbeitern angelernt wird. Die umfangreichen Quellenangaben ermöglichen es dem Leser sein Wissen in den speziellen Themen problemlos zu vertiefen. Leider liegt vom Umfang der Abschnitte der Schwerpunkt des Buchs eher auf der Struktur und Funktionsweise von Verwaltungen als das es tatsächlich um das Thema neuer Chef geht. Selbstverständlich ist ein gewisser Hintergrund notwendig, um das Verhalten der handelnden Personen in Bezug auf einen neuen Chef zu verstehen. Allerdings waren mir diese Informationen auf Grund des Buchtitels zu umfangreich und die in Bezug auf das Thema neuer Chef zu wenig. Auf Grund der wissenschaftlichen Betrachtung und dem dazugehörigen Schreibstil ist das Buch nicht ganz einfach zu lesen. Wer einen einfach zu lesenden Ratgeber sucht, wie er mit einem neuen Chef umgehen soll bzw. wie er ein guter neuer Chef wird, findet in diesem Buch nicht das, was er sucht. Aber für alle, die sich wissenschaftlich mit diesem Thema beschäftigen möchten, ist es genau das richtige Buch und daher sehr zu empfehlen.