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Selbstporträt mit Flusspferd

Roman


Nominiert für den

›Europäischen Preis des Liebesromans‹

Arno Geiger erzählt von Julian, der seine erste Trennung erlebt und erstaunt ist, wie viel Unordnung dabei entsteht. Um die Unordnung ein wenig zu lindern, übernimmt der Student bei Professor Beham die Pflege eines Zwergflusspferds, das bald den Rhythmus des Sommers bestimmt: Es isst, gähnt, taucht und stinkt. Überraschend verliebt sich Julian in Aiko, die Tochter des Professors, beunruhigt aber verfolgt er, wie täglich neue Katastrophen aus der Welt berichtet werden.

Was wird aus seinem Leben werden? Was, wenn dieser schöne Sommer vorbei ist? Ein Roman über die Suche nach einem Platz in der Welt.

Portrait
Arno Geiger, geboren 1968 in Bregenz, wuchs in Wolfurt/Vorarlberg auf. Er studierte Deutsche Philologie, Alte Geschichte und vergleichende Literaturwissenschaft in Innsbruck und Wien.
1997 debütierte Arno Geiger mit dem Roman ›Kleine Schule des Karussellfahrens‹, 1999 folgt ›Irrlichterloh‹. 1998 erhielt er den New Yorker Abraham-Woursell- Award, 2005 für ›Schöne Freunde‹ den Friedrich-Hölderlin-Förderpreis und den Deutschen Buchpreis für ›Es geht uns gut‹. 2008 wurde ihm der Johann Peter Hebel-Preis verliehen, 2011 der Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung. 2007 erschienen Erzählungen mit dem Titel ›Anna nicht vergessen‹, 2010 der Roman ›Alles über Sally‹, 2011 das Buch ›Der alte König in seinem Exil‹, 2015 der Roman ›Selbstporträt mit Flusspferd‹. Für den Roman ›Unter der Drachenwand‹, der auch für den Deutschen Buchpreis nominiert war, erhielt Arno Geiger den Literaturpreis der Stadt Bremen. 2018 wurde Arno Geiger mit dem Joseph-Breitbach-Preis ausgezeichnet.
Arno Geiger lebt in Wolfurt und Wien.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 14.10.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-14526-8
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19/12.1/2.2 cm
Gewicht 274 g
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 23087
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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Übersicht
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Selbstporträt.....
von einer Kundin/einem Kunden am 20.09.2015
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Der junge Tierarzt Julian erinnert sich nach einem zufälligen Zusammentreffen mit seiner Ex- Freundin an ihre Beziehung vor fast 10 Jahren. Damals, erstaunt über das Durcheinander das eine Trennung verursacht, muss er zu Geld kommen. Er übernimmt die Betreuung eines Flusspferdes, bei seinem Professor an der Uni.  Das Gefühlschao... Der junge Tierarzt Julian erinnert sich nach einem zufälligen Zusammentreffen mit seiner Ex- Freundin an ihre Beziehung vor fast 10 Jahren. Damals, erstaunt über das Durcheinander das eine Trennung verursacht, muss er zu Geld kommen. Er übernimmt die Betreuung eines Flusspferdes, bei seinem Professor an der Uni.  Das Gefühlschaos diese liebestraurigen, jammernden Studenten ist einfach herrlich beschrieben. Wie immer schafft es der Autor mit wenig "Theater" punktgenau die Thematik zu treffen. Und alles  rund um die Betreuung eines Flusspferdes anzusiedeln, soll uns vielleicht auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Wie nahe Drama und Alltag doch beisammen liegen.

von einer Kundin/einem Kunden am 22.07.2017
Bewertet: anderes Format

Ein "geschriebenes" Selbstporträt - über den steinigen Weg des Erwachsenwerdens, nachdem man die Jugendzeit doch so genossen hat! Auch als Sommerlektüre sehr empfehlenswert.

Das Leben, die Liebe und andere Banalitäten
von Sandra Matteotti aus Zürich am 31.10.2016

Julian ist 22, Tiermedizin-Student und frisch getrennt von seiner Liebe, von Judith. War die Trennung richtig? Wichtig? Auf alle Fälle bringt sie viele Umtriebe mit sich, unter anderem Geldsorgen, die er durch einen Ferienjob zu beheben sucht: Er übernimmt die Pflege eines Zwergflusspferdes. Während Julian mit dem Leben hader... Julian ist 22, Tiermedizin-Student und frisch getrennt von seiner Liebe, von Judith. War die Trennung richtig? Wichtig? Auf alle Fälle bringt sie viele Umtriebe mit sich, unter anderem Geldsorgen, die er durch einen Ferienjob zu beheben sucht: Er übernimmt die Pflege eines Zwergflusspferdes. Während Julian mit dem Leben hadert, ist das Flusspferd diesem gegenüber mehr als entspannt, es gähnt, frisst, furzt, suhlt sich im Dreck und schläft. Julian mag das Flusspferd. Er mag auch dessen Besitzer, Professor Beham und noch mehr mag er dessen Tochter, Aiko. Trotz dieser doch positiven Gefühle ist die ganze Geschichte alles andere als einfach. Selbstporträt mit Flusspferd ist eine Geschichte vom Erwachsenwerden, von der Liebe und vom Leben. Es ist die Geschichte eines jungen Mannes, der sich und seinen Platz in der Welt sucht und sich dabei vor immer neuen Herausforderungen sieht. Arno Geiger beschreibt auf einfühlsame Weise den Weg eines jungen Mannes auf dem Weg zu sich selber. Die Geschichte ist nicht mit-reissend oder emotional packend, aber immer menschlich, einfühlsam, tiefgründig und ab und an mit einer Prise Humor versehen. Man begleitet Julian gerne beim Erwachsenwerden und erkennt dann und wann auch Fragen, die sich wohl das ganze Leben über wieder stellen. Gegen Ende nehmen (für den Geschichtshergang unnötige) politische Ereignisse aus den Nachrichten zu viel Platz ein. Blendet man diese aus, bleibt eine ruhig fliessende, stilistisch gelungene und schön lesbare Geschichte. Fazit: Ein stilles und einfühlsames Buch. Ein Buch, das einen auf die Reise des Erwachsenwerdens mitnimmt. Sehr empfehlenswert.