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Türkei verstehen

Von Atatürk bis Erdogan

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Jahrelang haben sich die AKP und Präsident Erdogan zurückgehalten und religiöse sowie ideologische Distanz gewahrt. Der Islam erhält als Religion und Kultur in der Türkei mehr und mehr Einfluss. Die Trennung von Religion und Staat, das Kennzeichen des einzigen säkularen Staates im islamischen Kulturkreis, scheint nicht mehr strikt zu gelten.

Dass die Türkei vielfach ganz anders und ungewöhnlich vielschichtig ist, ahnen viele, aber kaum jemand weiss es. Doch gerade die Entwicklungen der letzten Jahre belegen, wie dramatisch Erdogans Präsidialdemokratie den lebendigen türkischen Pluralismus verengt. Die Situation zwischen Erdogan und seinen Gegnern spitzt sich gefährlich zu. Kurden, Anhänger des IS, die Konflikte mit Europa, der fast schon militärische Dissens zu Russland, das gescheiterte Verhältnis zu seinen nächsten Nachbarn haben die politische Stimmung am Bosporus auf einen Siedepunkt getrieben.

Der türkische Islam befindet sich derzeit in einem tiefgreifenden Umbruch. Gerhard Schweizer betrachtet anhand zahlreicher persönlicher Erfahrungen und Begegnungen in der Türkei, weshalb es zu einem derartigen, für europäische Betrachter so irritierenden Wandel gekommen ist. Zugleich greift er im historischen Rückblick bis auf die osmanische Zeit zurück, um die politischen und kulturellen Ursachen der heutigen Probleme deutlich zu machen.
Portrait
Gerhard Schweizer, geboren 1940 in Stuttgart, promovierte an der Universität Tübingen in Empirischer Kulturwissenschaft und lebt als freier Schriftsteller in Wien. Er ist einer der führenden Experten für die Analyse der Kulturkonflikte zwischen Abendland und Orient und gilt als ausgewiesener Kenner der islamischen Welt.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 547
Erscheinungsdatum 25.11.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-608-96201-7
Verlag Klett Cotta
Maße (L/B/H) 18.8/11.9/3.8 cm
Gewicht 380 g
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 61254
Buch (Taschenbuch)
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Ein toll geschriebenes, informatives und überzeugendes Sachbuch.
von Wedma am 05.02.2017
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Klappentext beschreibt das Buch sehr treffend: „Jahrelang haben sich die AKP und Präsident Erdogan zurückgehalten und religiöse sowie ideologische Distanz gewahrt. Der Islam erhält als Religion und Kultur in der Türkei mehr und mehr Einfluss. Die Trennung von Religion und Staat, das Kennzeichen des einzigen säkularen Staates im ... Klappentext beschreibt das Buch sehr treffend: „Jahrelang haben sich die AKP und Präsident Erdogan zurückgehalten und religiöse sowie ideologische Distanz gewahrt. Der Islam erhält als Religion und Kultur in der Türkei mehr und mehr Einfluss. Die Trennung von Religion und Staat, das Kennzeichen des einzigen säkularen Staates im islamischen Kulturkreis, scheint nicht mehr strikt zu gelten. Dass die Türkei vielfach ganz anders und ungewöhnlich vielschichtig ist, ahnen viele, aber kaum jemand weiß es. Doch gerade die Entwicklungen der letzten Jahre belegen, wie dramatisch Erdogans Präsidialdemokratie den lebendigen türkischen Pluralismus verengt. Die Situation zwischen Erdogan und seinen Gegnern spitzt sich gefährlich zu. Kurden, Anhänger des IS, die Konflikte mit Europa, der fast schon militärische Dissens zu Russland, das gescheiterte Verhältnis zu seinen nächsten Nachbarn haben die politische Stimmung am Bosporus auf einen Siedepunkt getrieben. Der türkische Islam befindet sich derzeit in einem tiefgreifenden Umbruch. Gerhard Schweizer betrachtet anhand zahlreicher persönlicher Erfahrungen und Begegnungen in der Türkei, weshalb es zu einem derartigen, für europäische Betrachter so irritierenden Wandel gekommen ist. Zugleich greift er im historischen Rückblick bis auf die osmanische Zeit zurück, um die politischen und kulturellen Ursachen der heutigen Probleme deutlich zu machen.“ Meine Meinung: Sehr zugänglich, anschaulich und unterhaltsam geschrieben. Alle im Inhaltsverzeichnis aufgeführten Punkte wurden detailliert und mit viel Sachkenntnis beleuchtet. Anfangs, insb. wenn es um die historischen Ereignisse ging, z.B. um die Entstehung der Türkei, las es sich schon fast wie ein historischer Roman. Es war spannend und blieb es bis zum Ende. Die innenpolitischen Konflikte, ihre Wurzeln und Auswirkungen wurden logisch und nachvollziehbar erklärt. Man bekommt besseres Verständnis der Spannungen z.B. zwischen Shiiten, Sunniten, Aleviten und weiteren Glaubensgemeinschaften, die in der Türkei Minderheiten darstellen wie z.B. Christen, Juden, auch warum Koran vorzugsweise auf Arabisch gelesen werden muss, obwohl kaum jemand von den Gläubigern diese Sprache versteht, Kopftuch, ja oder nein, und vieles mehr. Es wurde auch oftmals brisant, u.a. im letzen Viertel, als es um Erdogan und seine gegenwärtige Politik ging, seine ehem. Weggefährten wie Fethullah Gülen, der erst in den letzten Jahren zum Feind erklärt wurde. Es gibt kaum einen Punkt, der ausgelassen wurde, der wichtig wäre, um Türkei, ihre Geschichte und Gegenwart zu verstehen und den Blick in die Zukunft mit dem Autor zu wagen. Mir ist, als ob ich einen sehr guten politischen Thriller gelesen habe. Das Leben selbst schreibt die besten Thriller und Gerhard Schweizer versteht es, die Leser damit zu fesseln, u.a. auch dadurch, dass er viele Gespräche mit Türken diverser Gesellschaftschichten zu Wort kommen lässt, dass er mit viel Sachkenntnis und Können dabei ist, den Stoff unterhaltsam und informativ zu präsentieren. Fazit: Ein sehr gut gelungenes, überzeugendes Sachbuch, das dem Titel vollauf gerecht wird. Nach der Lektüre versteht man viel mehr von der türk. Innen- und Außenpolitik. Ein Muss für alle, die sich fürs Thema interessieren und einfach diejenigen, die über den Tellerrand schauen möchten. 5 wohl verdiente Sterne und eine klare Leseempfehlung!