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Was vom Tage übrig blieb

Roman

Stevens dient als Butler in Darlington Hall. Er sorgt für einen tadellosen Haushalt und ist die Verschwiegenheit in Person: Niemals würde er auch nur ein Wort über die merkwürdigen Vorgänge im Herrenhaus verlieren. Er stellt sein Leben voll und ganz in den Dienst seines Herrn. Auch die vorsichtigen Annäherungsversuche von Miss Kenton, der Haushälterin, weist er brüsk zurück. Viele Jahre lang lebt ergeben in seiner Welt, bis ihn eines Tages die Vergangenheit einholt. Das kritische Portrait einer von Klasse und Hierarchien geprägten Gesellschaft und eine bittersüsse Liebesgeschichte, erzählt von einem, der seinen Stand nie hinterfragt und der nie auch nur geahnt hat, dass er liebte.

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Portrait
Kazuo Ishiguro, 1954 in Nagasaki geboren, kam 1960 nach London, wo er später Englisch und Philosophie studierte. 1989 erhielt er für seinen Weltbestseller »Was vom Tage übrigblieb«, der von James Ivory verfilmt wurde, den Booker Prize. Kazuo Ishiguros Werk wurde bisher in 50 Sprachen übersetzt. Er erhielt 2017 den Nobelpreis für Literatur. Der Autor lebt in London.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 288 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 14.11.2016
Sprache Deutsch, Englisch
EAN 9783641202156
Verlag Random House ebook
Originaltitel The Remains of the Day
Dateigröße 1080 KB
Übersetzer Hermann Stiehl
Verkaufsrang 8269
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
23 Bewertungen
Übersicht
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Was vom Tage übrig blieb
von einer Kundin/einem Kunden aus Nürnberg am 27.09.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Dieser Roman gibt tiefe Einblicke in die Lebens- und Gedankenwelt eines britischen Butlers. Mr Stevens stellte sein ganzes Sein in den Dienst seines Herren, strebte stets nach Perfektion und Würde, über deren Definition ausgiebig reflektiert wurde. Teilweise verlor sich die Geschichte in ausgiebigen Schilderungen über "perfekte ... Dieser Roman gibt tiefe Einblicke in die Lebens- und Gedankenwelt eines britischen Butlers. Mr Stevens stellte sein ganzes Sein in den Dienst seines Herren, strebte stets nach Perfektion und Würde, über deren Definition ausgiebig reflektiert wurde. Teilweise verlor sich die Geschichte in ausgiebigen Schilderungen über "perfekte Butler" oder über politische Schachzüge. Allerdings gelang dem Autor durch seine sehr an die Hauptperson angepasste Schreibweise, eine plastische Darstellung des Butlerlebens.

von einer Kundin/einem Kunden am 03.03.2019
Bewertet: anderes Format

Eine wunderschöne Geschichte, welche es schafft Sozialkritik mit einer liebevollen Handlung zu verknüpfen. Klug und authentisch.

Ein Butler, der nichts preisgeben will, erzählt.
von einer Kundin/einem Kunden am 23.09.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Die Upstairs/Downstairs-Lebenswelt der englischen Aristokratie fasziniert auch heute immer wieder. Lang bevor Julian Fellowes das mit "Gosford Park" und "Downton Abbey" auskostete, gab uns Kazuo Ishiguro "Was vom Tage übrig blieb". Im Wesentlichen besteht das Buch aus Rückblenden im Kopf des Butlers Stevens, während er auf dem W... Die Upstairs/Downstairs-Lebenswelt der englischen Aristokratie fasziniert auch heute immer wieder. Lang bevor Julian Fellowes das mit "Gosford Park" und "Downton Abbey" auskostete, gab uns Kazuo Ishiguro "Was vom Tage übrig blieb". Im Wesentlichen besteht das Buch aus Rückblenden im Kopf des Butlers Stevens, während er auf dem Weg ist herauszufinden, ob die ehemalige Haushälterin Miss Kenton bereit ist, ins Haus zurückzukehren. Es ist faszinierend, wie gut das Buch funktioniert, obwohl es komplett aus Stevens' Perspektive erzählt wird, der ein frustrierender Erzähler ist. Seine Maxime ist, dass ein Butler als Mensch komplett hinter seiner Rolle zurücktreten müsse, und er bleibt auch dem Leser gegenüber dieser Rolle verhaftet. Das heißt, Stevens lässt uns Anteil haben an dem, was geschieht, seine zusätzlichen Bewertungen geben aber nur seine Meinungen zu Manieren wieder, keinerlei emotionale Offenbarungen. Ishiguro schafft es dennoch, den Leser hinter die Fassade blicken zu lassen, indem er gegen Stevens' Widerstand plastisch macht, was hinter seinem stoischen Äußeren brodelt. Man möchte ihn als Leser teilweise schütteln und schreien "sag was" - und sicherlich geht es Miss Kenton ähnlich. Trotz dieser frustrierenden Komponente ist "Was vom Tage übrig blieb" aber ein Buch, das durchaus auch in den Humortopf greift und genau in den Bereich fällt, was das Synonym für Belletristik ist: Schöne Literatur!