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Ein Mann der Tat

Roman

Eigentlich sollte das Memorial-Day-Wochende für alle Bewohner von North Barth eine Zeit der Ruhe und Besinnung sein. Aber in diesem Jahr ist es, als hätte jemand ungebeten die Büchse der Pandora geöffnet. Chief Raymer, der Leiter der Polizeidirektion, kollabiert auf einer Beerdigung, fällt ins offene Grab und verliert dabei das einzige Beweisstück dafür, dass seine Frau ihn betrogen hat. Die Wand eines Gebäudes, das der impotente Bauunternehmer Carl errichtet hat, stürzt ein. Sein ehemaliger Kontrahent Sully hat alle Hände voll damit zu tun, eine schwere Krankheit vor den Menschen, die er liebt, zu verheimlichen. Und zu allem Übel ist auch noch eine illegal gehaltene Giftschlange entwichen und irgendwo in den Strassen der Kleinstadt an der Ostküste unterwegs.
Chief Raymer, dem es eigentlich am liebsten ist, wenn die Dinge so bleiben, wie sie immer waren, wird aktiv: Er schreitet zur Tat, um wieder Ordnung in das verheerende Chaos zu bringen. Und um dem Mann auf die Schliche zu kommen, der ihn gehörnt hat. Aber auch die anderen Bewohner der Stadt müssen an diesem Wochenende Farbe bekennen und von ihren gewohnten Mustern abweichen ...
Rezension
»Richard Russo zeigt in seinen preisgekrönten Romanen jenes abgehängte Amerika, über das seit der Wahl von Präsident Trump alle reden. Er kennt diese Welt, ihren Stolz, ihre Träume.«
Anne Haeming, SPIEGEL ONLINE

»Einer der besten Schriftsteller der USA.«
Martin Ebel, TAGES-ANZEIGER

»Russo erzählt auf meisterhafte Weise und voller Empathie für seine Figuren von Menschenkomödien und Beziehungstragödien in einer Kleinstadt.«
BÜCHERMAGAZIN

»Richard Russo erzählt seit 30 Jahren wie kein Zweiter aus der Provinz, seiner Heimat.«
Judith Liere, STERN

»Für mich war das Fernsehserie als Buch und ich muss sagen, ich habe ein paar Mal wirklich laut gelacht. […] Ein sehr gutes Buch.«
Gert Scobel, 3SAT BUCHZEIT

»Wenige Autoren schreiben so brillant über den amerikanischen Kleinstadtalltag wie Richard Russo. Sein neuer Roman ist eine feine, erzählerische Grosstat.«
Christoph Schröder, ZEIT ONLINE

»Es hat ein paar Kapitel in ›Ein Mann der Tat‹, die könnten ohne Weiteres als Kurzgeschichte für sich stehen: Feine Beobachtungen, sorgfältige, einfühlsame Porträts von Menschen, die nicht arm sind, aber viel näher bei der Armut als beim Reichtum.«
Markus Wüest, BASLER ZEITUNG

»Unglaublich elegant erzählt.«
Sandra Kegel, 3SAT BUCHZEIT

»688 Seiten und jede Einzelne lesenswert – das lässt sich über ›Ein Mann der Tat‹ des 1949 geborenen amerikanischen Schriftstellers Richard Russo sagen.«
Andreas Schröter, RUHR NACHRICHTEN

»Beim Lesen von Richard Russos Büchern muss man oft laut lachen. Und sein neustes ist sein bestes«
Thomas Bodmer, TAGES-ANZEIGER

»Grossartige Unterhaltung [...] irgendwann hatte er mich als Geisel. Ich musste weitermachen, musste wissen, wie es weitergeht, wie es sich auflöst.«
Dr. Katrin Schumacher, 3SAT BUCHZEIT

»Russos Roman ist ein kritisches Porträt dieser kleinen Welten jenseits der mächtigen Fassaden und eine Liebeserklärung ausserdem.«
Eberhard Falcke, SWR Forum Buch

»[Richard Russo ist ein] Menschenforscher mit äusserst präzisem Blick, der zugleich weiss, dass auf dem Grund aller Tragik immer auch ein Fünkchen Komik lebt. […] Richard Russos wundervoller Roman ist der pure Existenzialismus.«
Peter Henning, ROLLING STONE

»Kein anderer amerikanischer Autor stellt das mangelnde Selbstwertgefühl seiner Protagonisten so sehr in den Fokus seiner Romane wie Richard Russo.«
Simone Hamm, WDR 3

»›Ein Mann der Tat‹ hat das Zeug, zum Buch des Jahres zu werden.«
Welf Grombacher, AACHENER ZEITUNG

»›Ein Mann der Tat‹ ist viel mehr noch als ein morbides Provinzstück eine auf viel Situations- und Dialogkomik beruhende Geschichte.
Und dabei eine hochsentimentale Angelegenheit.«
Thomas Andre, HAMBURGER ABENDBLATT

»Kein anderer amerikanischer Autor stellt das mangelnde Selbstwertgefühl seiner Protagonisten so sehr in den Fokus seiner Romane wie Richard Russo.«
Simone Hamm, DEUTSCHLANDFUNK Büchermarkt

»Richard Russo ist ein Meister der Schilderung kleinstädtischer Verhältnisse«
Katja Lückert, NDR.DE

»So was können wirklich nur Amerikaner. So leichtfüssig mit Tiefgang erzählen und gerade in aberwitziger, satirischer Überzeichnung das wahre Leben treffen. […] Ein Leserausch.«
Stefanie Wirsching, AUGSBURGER ALLGEMEINE

»Für fast jede Figur weckt er eine anfangs kaum vorstellbare Liebe auf den zweiten Blick. So werden sie alle Kronzeugen der menschlichen Misere wie des raren Glücks und machen das höchstens drittklassige North Bath zur Weltbühne.«
Hartmut Wilmes, KÖLNISCHE RUNDSCHAU

»Das ist ebenso komisch wie spannend geschrieben, aber das Beste an ›Ein Mann der Tat‹ sind die mit grosser Detailfreude, Wahrhaftigkeit und Sensibilität gezeichneten Figuren, die sich beim Lesen nachhaltig einprägen.«
Andreas Frane, NÜRNGERBER ZEITUNG

»Russo liefert durch seine plastische Erzählweise Filme in Buchform; soghaft, reich an doppelbödiger Ironie und kleinen Tragödien, die doch ein grosses Ganzes ergeben. Ein Wunderwerk.«
Werner Krause, KLEINE ZEITUNG
Portrait
Richard Russo, geboren 1949 in Johnstown, New York, studierte Philosophie und Creative Writing und lehrte an verschiedenen amerikanischen Universitäten. Für >Diese gottverdammten Träume< (DuMont 2016) erhielt er 2002 den Pulitzer-Preis. Bei DuMont erschienen ausserdem >Diese alte Sehnsucht< (2010) sowie >Ein grundzufriedener Mann< und >Ein Mann der Tat< (beide 2017).
Monika Köpfer war Lektorin bei zwei Münchener Publikumsverlagen und ist heute freie Lektorin und Übersetzerin. Zu den von ihr übersetzten Autoren zählen u. a. Naomi J. Williams, Richard C. Morais, Milena Agus, Fabio Stassi, Theresa Révay, Mohsin Hamid, Richard Russo und J. L. Carr.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 688 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 18.05.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783832189426
Verlag DuMont Buchverlag
Originaltitel Everybody's Fool
Dateigröße 1535 KB
Übersetzer Monika Köpfer
Verkaufsrang 15208
eBook
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Fr. 18.90
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 17.07.2018
Bewertet: anderes Format

Ein großer Roman in bzw über eine kleine amerikanischen Stadt und ein Wochenende, dass es in sich hat. Tolle Sprache und starke Charaktere!

Amerikanische Unterhaltung der Extraklasse
von einer Kundin/einem Kunden am 11.07.2018
Bewertet: Einband: Paperback

Plötzlich überschlagen sich an einem Wochenende die Ereignisse in einer kleinen amerikanischen Stadt. Hier erwartet Sie ein Schmöker voller Wendungen und ein wenig Humor. Den Büchern von Richard Russo wünscht man ein großes Publikum.

Drei Tage in North Bath
von einer Kundin/einem Kunden am 07.03.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

"Es war ein schlimmer Tag für ihn." Carl gab ein abfälliges Schnauben von sich. "Wenn jemand einen schlimmen Tag hatte, dann wohl ich." "Heute morgen ist er ohnmächtig in ein offenes Grab gestürzt", sagte Sully. "Und heute Nacht wurde er vom Blitz getroffen." Carl ließ sich das Gesagte kurz durch den Kopf gehen und zuckte dann d... "Es war ein schlimmer Tag für ihn." Carl gab ein abfälliges Schnauben von sich. "Wenn jemand einen schlimmen Tag hatte, dann wohl ich." "Heute morgen ist er ohnmächtig in ein offenes Grab gestürzt", sagte Sully. "Und heute Nacht wurde er vom Blitz getroffen." Carl ließ sich das Gesagte kurz durch den Kopf gehen und zuckte dann die Schultern. "Okay, ich gebe mich geschlagen..." Es ist das Memorial-Day-Wochenende in North Bath, einer Kleinstadt im Staat New York. Und in der Tat, es lief wirklich alles gegen Chief Raymer! Das obige Zitat ist nur ein kleiner Teil des Schreckens, der ihm und seiner Stadt unruhige Tage beschert. Denn außer dem Grabsturz und dem Blitzschlag ist da noch die aufgelassene Fabrik, die zu Teilen einstürzt und einen stadtbekannten Schläger unter sich begräbt (der daraufhin Rache an allem und jedem schwört...), die mehr als giftige chemische Altlast, die dann aus den Trümmern fließt und nicht nur fürchterlich riecht, da ist auch der zu Teilen weggespülte Friedhof, der nicht nur Grabanlagen zerstört, sondern auch für eine unerwünschte Rückkehr der Toten in ihren Särgen sorgt! Was das alles mit der verstorbenen, untreuen Ehefrau des Chiefs zu tun hat, welche Rolle die Impotenz des korrupten Bauunternehmers Carl spielt, und warum es einen Hund gibt, der partout versucht seinen eigenen Penis zu fressen, das, ja das müssen Sie einfach selbst lesen - eine Zusammenfassung würde den Rahmen der Besprechungen hier durchaus sprengen... Ich verspreche Ihnen Unterhaltung vom Feinsten, von einem Autor, der ein ganz großer Chronist des ländlichen Amerikas ist, und der genau die Mischung von literarischer Anarchie und schriftstellerischem Talent hat (der Mann ist immerhin Pulitzer Preisträger...), die andere Autoren, wie zum Beispiel John Irving oder T. C. Boyle, längst verloren haben...