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Über Tyrannei

Zwanzig Lektionen für den Widerstand

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Wir sind nicht klüger als die Menschen, die erlebt haben, wie überall in Europa die Demokratie unterging und Faschismus, Nationalsozialismus und Kommunismus kamen. Aber einen Vorteil haben wir. Wir können aus ihren Erfahrungen lernen.

„Leiste keinen vorauseilenden Gehorsam.“ So lautet die erste von 20 Lektionen für den Widerstand, mit denen Timothy Snyder die Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika vorbereitet auf das, was gestern noch unvorstellbar zu sein schien: einen Präsidenten, der das Gesicht der Demokratie verstümmelt und eine rechtsradikale Tyrannei errichtet.

Doch nicht nur in den USA sind Populismus und autoritäres Führertum auf dem Vormarsch. Auch in Europa rückt die Gefahr von rechts immer näher – als ob es das 20. Jahrhundert und seine blutigen Lehren niemals gegeben hätte. Snyders historische Lektionen, die international Aufsehen erregt haben, sind ein Leitfaden für alle, die jetzt handeln wollen - und nicht erst, wenn es zu spät ist. Lektion 8: „Setze ein Zeichen.“ Dieses Buch tut es. Tun Sie es auch.

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    1. Leiste keinen vorauseilenden Gehorsam.

    2. Verteidige Institutionen.

    3. Hüte dich vor dem Einparteienstaat.

    4. Übernimm Verantwortung für das Antlitz der Welt.

    5. Denk an deine Berufsehre.

    6. Nimm dich in Acht vor Paramilitärs.

    7. Sei bedächtig, wenn du eine Waffe tragen darfst.

    8. Setze ein Zeichen.

    9. Sei freundlich zu unserer Sprache.

    10. Glaube an die Wahrheit.

    11. Frage nach und überprüfe.

    12. Nimm Blickkontakt auf und unterhalte dich mit anderen.

    13. Praktiziere physische Politik.

    14. Führe ein Privatleben.

    15. Engagiere dich für einen guten Zweck.

    16. Lerne von Gleichgesinnten in anderen Ländern.

    17. Achte auf gefährliche Wörter.

    18. Bleib ruhig, wenn das Undenkbare eintritt.

    19. Sei patriotisch.

    20. Sei so mutig wie möglich.


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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 127
Erscheinungsdatum 15.08.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-71146-6
Verlag C. H. Beck
Maße (L/B/H) 20.5/12.6/1.4 cm
Gewicht 169 g
Originaltitel On tyranny. Twenty lessons from the twentieth century
Auflage 5. Auflage
Übersetzer Andreas Wirthensohn
Verkaufsrang 28656
Buch (Taschenbuch)
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Nicht ganz das, was ich erwartet hatte.
von kvel am 25.05.2017

Meine Meinung: Als ich das Büchlein in den Händen hielt, hatte ich eigentlich ein kleine aber feine allgemeine Abhandlung zu dem Thema erwartet. Erhalten habe ich Ratschläge wie man sich am besten verhalten sollte oder eben nicht verhalten sollte (mit jeweils weiteren Ausführungen dazu). Einige Thesen empfand ich fast schon... Meine Meinung: Als ich das Büchlein in den Händen hielt, hatte ich eigentlich ein kleine aber feine allgemeine Abhandlung zu dem Thema erwartet. Erhalten habe ich Ratschläge wie man sich am besten verhalten sollte oder eben nicht verhalten sollte (mit jeweils weiteren Ausführungen dazu). Einige Thesen empfand ich fast schon als sehr banal. Ok, man könnte nun einwenden, dass nur weil etwas banal sei, es deswegen noch lange nicht weniger wahr wäre. Ja, das mag sein, und dem würde ich ebenfalls zustimmen. Aber es war halt nicht unbedingt das, was ich von dieser Lektionen-Sammlung erwartet hatte. So manches Mal hätte ich mir eine bessere textuelle Überarbeitung gewünscht, sowohl bzgl. des Schreibstils als auch um für mich als Leser klarer zu machen, wer wann in welcher Situation gemeint war. Ehrlich gesagt konnte ich mich nicht so ganz des Eindrucks erwehren, dass das Büchlein schnell noch rechtzeitig zu Beginn von Trumps Präsidentschaft herauskommen sollte – um dann später, falls die Präsidentschaft von Donald Trump auf irgendeine Weise schief laufen oder aus dem Ruder laufen sollte, dass man dann später sagen könne, dass man es damals in diesem Büchlein schon vorhergesagt bzw. davor gewarnt habe. Textauszüge: Kapitel 7: „Sei bedächtig, wenn du eine Waffe tragen darfst. Wenn du im Staatsdienst eine Waffe trägst, möge Gott mir dir sein und dich beschützen. Aber denk daran, dass zu den Übeln der Vergangenheit auch gehörte, dass Polizisten und Soldaten eines Tages plötzlich irreguläre Dinge taten. Sei bereit Nein zu sagen.“ Kapitel 13: „Praktiziere physische Politik. Macht will, dass es sich dein Körper in einem Sessel bequem macht und deine Gefühle sich vor der Mattscheibe auflösen. Geh hinaus. Bewege deinen Körper an unvertraute Orte mit nicht vertrauten Menschen. Gewinne neue Freunde und marschiere gemeinsam mit ihnen.“ Drei Sterne habe ich aber dann doch vergeben, da die weiterführenden Erläuterungen doch so manche gute Stelle aufweisen konnten. „Hätten sich Juristen an die Norm gehalten, dass es ohne Prozess keine Hinrichtung gibt, hätten Ärzte die Regel akzeptiert, dass ohne Zustimmung des Patienten keine Behandlung möglich ist, hätten Unternehmer das Verbot der Sklaverei beachtet, hätten sich Bürokraten geweigert, den Papierkram in Sachen Mord zu erledigen, dann hätte sich das NS-Regime viel schwerer damit getan, die Gräueltaten zu begehen, für die es uns in Erinnerung geblieben ist.“ (S. 39)