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Tierboten

Was uns Begegnungen mit Tieren sagen. Mythologie, Spiritualität, Träume. Mit 100 heimischen Tieren

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Wenn ein leuchtend weisses Schleiereulenpärchen in der Nacht über einem Spaziergänger ruhig seine Kreise zieht, wenn mitten am hellen Tag ein strahlend weisses Hermelin unseren Weg kreuzt … Fast jeder hat schon ungewöhnliche Begegnungen mit Tieren erfahren. Angela Kämpers Tierbotenlexikon interpretiert die geistige Bedeutung unserer heimischen Tiere auf der Basis schamanischer Erfahrungen und entschlüsselt deren Botschaft für uns.

Portrait
Kämper, Angela
Angela Kämper, geboren 1957 in Essen, arbeitete zunächst als Erzieherin, um nach ihrem anschliessenden Abitur Biologie zu studieren. Nach ihrer Promotion wurde sie freie Wissenschaftsautorin und Redakteurin. Dr. Angela Kämper lebt heute am Stadtrand von Hamburg, wo sie sich neben einheimischen Tieren und ihrer spirituellen Bedeutung mit der traditionellen chinesischen Medizin beschäftigt.
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  • EINLEITUNG

    Erste spirituelle Erfahrungen
    Begegnung mit einem Tierboten
    Wie man besondere Begegnungen mit heimischen Wildtieren erkennt
    Die Bedeutung von Farben

    Mythologie

    Tiere in der Mythologie | Die Wurzeln unserer Mythologie | Die Germanen | Germanische Mythologie | Die Kelten | Die Druiden | Die Anderswelt | Die Zahl drei bei den Kelten | Griechische und römische Mythologie | Märchen |

    TRAUMDEUTUNG

    DIE TIERBOTEN

    Wirbellose Tiere
    INSEKTEN – Gegenwart

    AMEISEN – Ganzheitlichkeit
    - Braune Wiesen- oder Rasenameise – Dringende Ganzheitlichkeit
    - Grosse Rote Waldameise – Ruhiges Zusammenführen

    KÄFER – Angemessenheit
    - Bockkäfer – Empfindsamkeit
    - Glühwürmchen (Leuchtkäfer, Johanniskäfer) – Sanftes Beleuchten
    - Hirschkäfer – Durchsetzungskraft
    - Maikäfer – Gefühlsausbruch
    - Marienkäfer – Glück
    - Pillendreher – Vergeblichkeit

    SCHMETTERLINGE – Psychische Transformation
    - Bläulinge – Transformation in Blau
    - Kohlweissling (Grosser Kohlweissling) – Transformation in Weiss
    - Nachtfalter – Energetische Beeinträchtigung
    - Tagpfauenauge – Seelenspiegel
    - Zitronenfalter – Transformation in Gelb

    ANDERE INSEKTEN
    Biene (Honigbiene) – Fleiss
    Fliege (Grosse Stubenfliege) – Aufmunterung und Ansporn
    Heuschrecke (Grosses Grünes Heupferd) – Grosse Sprünge
    Libellen – Rundumsicht und Beweglichkeit
    Mücken (Stechmücken) – Teilen und Hergeben
    Wespe (Feldwespe) – Hektik und Stress

    ANDERE WIRBELLOSE TIERE

    Einsiedlerkrebs – Emotionales Wachstum schützen

    SCHNECKEN – Bedächtigkeit und Faulheit
    - Gehäuseschnecken – Vorankommen durch Bedächtigkeit
    - Nacktschnecken – Trägheit und Faulheit

    SPINNEN – Spirituelle Verbindung
    - Kreuzspinne – Wächterin und Öffnerin eines Schutzraumes
    - Springspinnen – Mut zu der Verbindung
    - Wolfsspinnen – Aktivierung der Verbindung
    - Zitterspinnen – Undeutliche Verbindung

    WIRBELTIERE

    LURCHE – Wandlung
    Feuersalamander – Transformationsschritt vor der Wandlung
    Frösche – Spirituelle Wandlung
    Kröten – Irdische Wandlung
    KRIECHTIERE – Überidentifikation und Schutz
    Eidechse – Überidentifikation
    SCHLANGEN – Schutz
    - Kreuzotter – Schützerin des Heiligen
    - Ringelnatter – Schützerin des Kindes
    FISCHE – Tiefes Unterbewusstsein
    Aal – Massiver Neid
    Forelle (Bachforelle) – Sehnsucht nach tiefer Geborgenheit
    Hecht – Macht
    Karpfen – Tiefe Reinigung
    Lachs – Vertiefung der Intuition
    VÖGEL – Mittler zur geistigen Welt
    Das Ei – Wachstumsschutz
    Die Feder – Energieantenne
    Amsel (Schwarzdrossel) – Selbstbewusstsein
    Buchfink – Ordnung
    Dompfaff (Gimpel) – Eitelkeit
    Eisvogel – Überraschung
    Eulen – Die Seherin
    - Schleiereule – Spirituelle Weisheit
    - Steinkauz – Spiritualität im Alltag
    - Uhu – Seherin auf höherer Ebene
    - Waldkauz – Spiritualität im Alltag
    Graugans – Treue
    Graureiher (Fischreiher) – Geduld
    Greifvögel – Kraft der geistigen Ebene
    - Adler – Spirituelles Selbstbewusstsein
    - Bussard (Mäusebussard) – Überblick
    - Falken – Eine Gelegenheit ergreifen
    - Habicht – Unter Obacht und Schutz
    Kleiber – Auf und Ab
    Kormoran – Einflussnahme
    Kranich – Spiritueller Hochmut
    Kreuzschnabel – Unglücksabsorber
    Kuckuck – Beharrlichkeit
    Lerche (Feldlerche) – Beten
    Meisen – Unverdrossenheit
    Möwen – Die Finderin
    Nachtigall – Sehnsucht
    Rabenvögel – Wahrheit
    - Eichelhäher – Wächter und Warner
    - Elster – Unglauben
    - Krähen (Saat-, Rabenkrähe und Dohle) – Seelenbotschaft
    - Rabe (Kolkrabe) – Aussprechen der Wahrheit
    Rotkehlchen – Abschied und Loslassen
    Schwan (Höckerschwan) – Lichtvolle Klarheit
    Schwalben – Wiederkehr des Augenblicks
    Singdrossel – Freudebringerin
    Spatz (Sperling) – Geschwätzigkeit
    Spechte – Heimführer
    - Buntspecht – Heimführer auf körperlicher Ebene
    - Grünspecht – Heimführer auf spiritueller Ebene
    - Schwarzspecht – Heimführer auf psychischer Ebene
    Stockente – Soziale Vielfalt
    Storch (Weissstorch) – Zuwachs
    Tauben – Neue Liebe
    Wacholderdrossel – Freudebringerin
    Zaunkönig – Innere Grösse

    SÄUGETIERE
    Alpenschneehase – Angsttransformation
    Biber – Umbau
    Dachs – Verbergen hinter Griesgrämigkeit
    Eichhörnchen – Streit
    Feldhamster – Sammeln
    Fischotter – Spielerische Leichtigkeit
    Fledermäuse – Orientierung zwischen Licht und Schatten
    Fuchs (Rotfuchs) – Täuschung
    Hase (Feldhase) – Angstwandler
    Hermelin (Grosses Mauswiesel) – Ein besonderer Ort
    Hirsch (Rothirsch) – Vertrauen in die höhere geistige Führung
    Igel – Verborgene Intelligenz
    Kaninchen (Wildkaninchen) – Angst
    Marder (Baum- und Steinmarder) – Heimlichkeit
    Maulwurf – Erdverbindung
    Mäuse – Innere Bescheidenheit
    Murmeltier (Alpenmurmeltier) – Familie
    Ratte – Sich verbünden
    Reh – Abstand wahren
    Schweinswal – Toleranz
    Seehund – Verbindung mit dem Unterbewussten
    Siebenschläfer – Ausruhen und auftanken
    Steinbock (Alpensteinbock) – Einsame Wegstrecke
    Wildkatze – Eigenwilligkeit bewahren
    Wildschwein – Kraft
    Wolf – Familiärer Begleiter

    | Anhang | Glossar | Dank | Bibliographie | Register |

    EINLEITUNG

    ERSTE SPIRITUELLE ERFAHRUNGEN
    An einem gewöhnlichen Wochentag ging ich mit meinem Hund Djoscha eine der üblichen Runden durch unsere parkähnlichen Grünanlagen am Rande einer mittleren Grossstadt. Ein Weg, den ich bis zu diesem Tag sicherlich schon Hunderte Male in unseren gemeinsam verbrachten Jahren mit den täglichen Hundespaziergängen gegangen war. Rechter Hand lagen die ordentlich gestalteten Schrebergärten, und links des Schotterwegs, hinter einer meiner Lieblingswiesen mit dem violetten Hauch unzähliger Kuckuckslichtnelken, mäanderte der vor einigen Jahren renaturierte Bach. Vor mir in einem Abstand von etwa zwanzig Metern ging ein weiterer Spaziergänger mit seinem Vierbeiner.
    Plötzlich vernahm ich um mich herum ein ungeheuer lautes Tuscheln. Über der gesamten Wiese, bis tief in die Grasnarbe hinein, in den Büschen und Bäumen, über dem Schotter des Fussweges, in dem Raum zwischen der Erde und den Baumwipfeln, einfach überall bewegte es sich; und alles, der gesamte von mir einsehbare Abschnitt des Parks, war erfüllt von ungeheuer lebendigem Wispern. Tausende Wesen, Energien, Geister oder Naturgeister – wie immer ich sie nennen will – waren hier versammelt: zahllose eigenständige Quellen einer ganz eigenen Form von Kommunikation. Zwar waren keine konkreten Worte einer mir als menschlich bekannten Sprache zu verstehen, doch spürte ich ganz genau, dass all diese unzähligen Wesen miteinander in Verbindung standen, sich miteinander im Austausch befanden.
    In dem kleinen »Zeitfenster«, das mir dieser kurze Einblick gewährte, hörte ich sie mehr, als dass ich sie sah: viele Tausende dieser Energien oder Naturgeister. Sie erfüllten die ganze Natur, die einzelnen Pflanzen, füllten aber auch den gesamten Raum zwischen den realen, materiellen Pflanzen aus. Zu meinem eigenen Erstaunen war mir Naturwissenschaftlerin sofort deutlich vor Augen, dass höchstwahrscheinlich unsere gesamte Erde in einer anderen Seinsebene auf diese Weise belebt ist. Ich hatte es zuvor schon als abstrakte Beschreibung gelesen. Nun stand ich selbst mittendrin. Für meinen Verstand höchst verwunderlich, war dieses Erlebnis für meine Seele, mein Herz und mein Gefühl in keiner Weise beängstigend oder beunruhigend.
    Die Welt um mich herum war so unfassbar voll, dass ich schnell dankbar war, diese für mich ungeheuerliche und überwältigende Wahrnehmung nur für einige Sekunden gehabt zu haben. Ich schaute kurz auf den Hundebegleiter vor mir, ein wenig dankbar für eine Orientierung in meiner vertrauten Welt. Ich merkte sofort, dass er von dieser energetisch belebten Fülle hier an der Wiese nichts mitbekommen hatte. Ich war sehr klar und wusste sofort, dass mir die Möglichkeit gegeben worden war, gewissermassen als Geschenk, einen winzigen Blick auf eine andere Ebene dieser Welt zu werfen – zunächst ohne zu begreifen, wozu dies gut sein sollte. Durch all meine Erfahrungen in den darauf folgenden Jahren und nicht zuletzt bei der Arbeit an diesem Buch hat sich diese Frage längst beantwortet.

    BEGEGNUNG MIT EINEM TIERBOTEN

    Versunken in Gedanken, was mich in diesem Abschnitt meines Lebens wohl an diesen Ort hier, den Stadtrand einer Grossstadt, getrieben hatte, ging ich – wiederum mit meinem Hund Djoscha – auf einem der längst vertrauten Wege spazieren. Es nieselte leicht, und der Aufprall der Regentropfen auf Ästen, Laub und Boden verursachte ein leichtes akustisches Tremolo. So war ich zunächst nicht verwundert, ein befelltes weisses Tier fast vor meinen Füssen durch das Laub huschen zu sehen, das mich seinerseits gar nicht zu bemerken schien.
    Mein erster Gedanke war, dass es doch sehr achtlos war, eine weisse Laborratte, die man nun nicht mehr gebrauchen konnte, einfach in der freien Wildbahn auszusetzen. Auch wenn jetzt Winter war – der ein so leuchtend weisses Tier tarnende Schnee war in unseren Breiten ja nun wirklich eher selten. Diese Ratte würde so gut wie keine Überlebenschancen haben. Doch bei näherem Hinsehen entdeckte ich an seinem Hinterende einen mit weissem Fell buschig besetzten Schwanz. Aus meiner Laborzeit als Biologin war mir noch gut vertraut, dass Ratten einen fast nackten Schwanz haben. Dieses weisse Wesen konnte folglich keine ausgesetzte Ratte sein.
    Ich schaute nun genauer hin und erkannte einen lang gestreckten schlanken Körper, insgesamt mit weissem Fell bedeckt. Lediglich die Schwanzspitze war markant dunkel abgesetzt. Das Wesen bewegte sich flink und geschmeidig wie ein Marder durch das Unterholz. Bestimmt zehn Minuten konnte ich es in aller Ruhe beobachten. Durch das Nieseln schien das Tier weder mich noch meinen Hund Djoscha zu hören. Wer jemals ein vollkommen weisses Tier in freier Natur hat beobachten können, wird nachvollziehen können, dass ich völlig fasziniert seinem wieselflinken Treiben zuschaute. Es wurde mir sofort klar, dass dieses Tier etwas Besonderes war. Und erst als mein Hund sich ihm auf wenige Meter näherte, ergriff es die Flucht und verschwand im Unterholz.
    Noch völlig ergriffen von meiner Begegnung, schlug ich zu Hause in meinen Bestimmungsbüchern nach. Es handelte sich tatsächlich und eindeutig um ein Hermelin. Dieses Mitglied der Marderfamilie trägt im Winter ein vollständig weisses Fellkleid, wohingegen nur die leicht buschige Schwanzspitze schwarz bleibt. Im Gegensatz zum Sommer ist das Hermelin interessanterweise im Winter fast ausschliesslich nachtaktiv. Mir war das weisse Hermelin allerdings mitten am Tag begegnet – recht ungewöhnlich. Es war ein Bote der geistigen Welten, um mir mitzuteilen, dass ich an einem besonderen Ort angekommen bin – an dem übrigens dieses Buch entstehen konnte.

    WIE MAN BESONDERE BEGEGNUNGEN MIT HEIMISCHEN WILDTIEREN ERKENNT

    Wenn, wie es mir ebenfalls geschehen ist, ein geradezu leuchtend weisses Schleiereulenpärchen in der Nacht über dir seine Kreise zieht, wenn sich die sonst scheue Libelle an einem warmen Tag auf deine Schulter setzt oder dich der Habicht auf einem Ast in Augenhöhe in 3 Meter Entfernung gelassen ansieht; wenn das Rotkehlchen, das dich sonst vertraut von einem Baum aus ansingt, nun zwischen deinen Beinen auf dem Boden herumhüpft oder der Frosch, den du schon einige Male hinausgetragen hast, zum wiederholten Male in deiner Wohnung auftaucht; wenn sich abends eine Fledermaus in deine Etagenwohnung zu verirren scheint oder du morgens in einer Wohnung voller Maikäfer aufwachst …
    … dann haben Tiere den Weg zu dir gesucht, um dir eine spirituelle Botschaft zu bringen. Du wirst es spüren, denn irgendetwas an dem Zusammentreffen, an der Beobachtung ist anders. Du bist auf eine ungewöhnliche Art verwundert oder erstaunt, berührt oder angerührt.
    Dabei konfrontiert dich natürlich nicht jedes Kaninchen, das du siehst, mit deiner Angst, auch kündigt dir nicht jedes Eichhörnchen in deinem Garten oder auf einem Parkspaziergang gerade jetzt Streit an. Und selbstverständlich kann selbst derjenige, der mitten in der Stadt wohnt, völlig unerwartete Überraschungen dieser Art erleben, obwohl ihm dort im Häusermeer wohl kaum ein Eisvogel begegnen wird.

    Die Tierboten sind selbstverständlich nur eine der unzähligen Möglichkeiten, wie bestimmte Hinweise, Informationen oder Hilfestellungen aus der geistigen Welt zu dir gelangen können. Tiere tragen, ähnlich, wie verschiedene Menschen und auch Pflanzen es tun, eine ganz bestimmte Energie in sich. Eine Schlange, die sich dicht über den Boden schlängelt, hat stets Kontakt zum Element Erde. Der Bussard, der hoch im Element Luft seine Kreise zieht, ist hingegen von einer ganz anderen Energie erfüllt. Manche Tiere wechseln im Laufe ihrer Entwicklung das Element – wie die Libelle, die gewissermassen ihre gesamte »Kindheit« ausschliesslich im Wasser verbringt, während sich das geschlechtsreife Fluginsekt geschickt in der Luft zu bewegen weiss. Andere Tiere sind wiederum in mehreren Elementen zu Hause. Wasservögel wie Graugans oder Stockente fliegen, schwimmen und können sich auch an Land bewegen. Eisvogel und Kormoran sind trotz ihrer Flugausstattung sogar geschickte Taucher.
    Manche Tierboten stellen dir regelrecht eine Aufgabe, während andere bestimmte Aspekte in deinem Leben beleuchten wollen. Wiederum andere Tiere teilen dir mit, dass sie dir – meist auf feinstofflicher, geistiger Ebene – eine Last oder Arbeit abnehmen, um dir auf deinem Lebensweg hilfreich zu sein. Sie übernehmen zu deiner Unterstützung ein Stück Energiearbeit für dich. Alle Tierbotschaften – auch wenn sie vielleicht auf den ersten Blick beängstigend wirken mögen, weil sie dich auf Schattenaspekte aufmerksam machen – kommen zu deinem Wohlergehen zu dir.

    Der Geist, die Energie eines Tierboten, kann dir beispielsweise ebenso als Vision sowohl im Alltag als auch in der Meditation oder ruhigen Besinnung begegnen, im Wachen wie im Schlafen, beiläufig oder weil du auf der Suche bist. So mag dir der Bote aus der geistigen Welt auch in Gestalt eines Baumstumpfs, Astes, Steins oder Ähnlichem erscheinen. Wenn du mit offenen Sinnen durch die freie Natur oder durch die Stadt gehst, können in Form von Bildern oder anderen Wahrnehmungen Tierboten zu dir kommen. Erst wenn sich dein Verstand einschaltet, lösen sich die Bilder auf; und dahinter erkennst du dann nur noch die reine Baumrinde oder das blanke Mauerwerk.
    Die Tierboten können auf verschiedenen Wegen zu dir kommen, du kannst sie aber auch aktiv aufsuchen. Vielleicht versuchst du, das Tier, mit dessen Energie du dich verbinden möchtest, zu finden. Oder du stellst es dir vor deinem inneren Auge vor und trittst so auf geistiger Ebene mit seiner Kraft in Kontakt. Bitte den Tierboten klar um Hilfe oder trag dein konkretes Anliegen vor. Und bedanke dich nach der Begegnung mit dem Tier. Es wird sein Möglichstes tun, auch wenn du es noch nicht gleich erleben, spüren oder verstehen kannst.

    DIE BEDEUTUNG VON FARBEN

    In bildhaften Vorstellungen (Visualisierungen und Visionen) oder Träumen können auch die einheimischen Tierboten in Farben auftreten, die nichts mit ihrer natürlichen körperlichen Erscheinung zu tun haben. Die Kraft und Energie, die dem Tier innewohnt, oder seine Botschaft erhalten durch solche Überfremdungen wahrscheinlich eine Verstärkung, eine spezielle emotionale Einfärbung oder eine andere Betonung. So können nicht nur die Aborigines in Australien von grünen Ameisen träumen, oder den Sioux in Nordamerika kann ein weisser Hirsch oder Wolf erscheinen – auch die mitteleuropäischen Visionen variieren in den verschiedensten Farben. Beispielsweise sagt man, dass sehr farbige Träume auf ein langes und erfülltes Leben hindeuten.
    Jeder Farbe wird auf feinstofflicher Ebene auch ein menschliches Energiezentrum (Chakra) zugeordnet. Es gibt umfangreiche Literatur zu diesen sich ständig drehenden, feinstofflichen Kraftzentren, die Energie aus dem Kosmos aufnehmen und abgeben. Deshalb möchte ich diese nur kurz aufführen. Tierboten, die in entsprechender Farbe erscheinen, beleuchten speziell das dazu assoziierte Chakra, dessen körperliche oder seelische Hauptfunktionen, wichtigste Lernaufgabe für den Menschen und Wirkung bei seiner Aktivierung.

    Gelb: Im Mittelalter war die Farbe des Goldes und des Lichtes der Sonne eine »Schandfarbe«. So wurde Judas meist in gelben Gewändern abgebildet. Aber auch personifizierten Neid und Eifersucht stellte man in Gelb dar. In der Traumdeutung steht Gelb für Intuition und Glauben, aber auch tiefe Güte. Hier hat die Farbe darüber hinaus einen starken Bezug zu Gesundheit und Wohlbefinden. Schmutzige Gelbtöne bekommen im Traum schnell den unangenehmen Beigeschmack von Neid und Missgunst.
    Gelb ist dem Solarplexus-Chakra, etwa drei Zentimeter oberhalb des Bauchnabels, zugeordnet. Auf Körperebene beeinflusst es das vegetative Nervensystem sowie Leber, Magen und Galle. Das aktive Solarplexus-Chakra löst Emotionen und unterstützt die Bewältigung und Verarbeitung von Erlebnissen und Gefühlen. Über tiefer Kraft und Entschlusskraft liegt hier das Zentrum für die Gestaltung des eigenen Seins. Es stärkt auf diese Weise den Aspekt der Weisheit.

    Orange: Als eine der Farben des Feuers vermittelt Orange ein Gefühl von Wärme und Behaglichkeit. In der Traumdeutung gilt Orange als Farbe der Begeisterungsfähigkeit sowie der sozialen Aktivität und Vergnügung.
    Mit Orange schwingt das mittig kurz oberhalb der Schamhaargrenze liegende Sakral-Chakra, das Zentrum für Kreativität und Beziehung. Seine Energie aktiviert den gesamten Energiefluss im Körper und regt unter anderem den Appetit und die Verdauung an. Gleichzeitig ist es mit allen Fortpflanzungsorganen verbunden und verstärkt die erotische und sinnliche Komponente der Sexualität. Hier wurzeln auch Staunen und Begeisterung.

    Rot: Rot steht als Herzensfarbe gemeinhin für Liebesbelange. Ihre Kehrseite bilden Begierde, Laster, Aggression und das Teuflische. Wiederum ist Rot die Farbe der reinigenden Flamme und der Flamme des Heiligen Geistes. Damit wird sie zum Symbol spiritueller Wiedergeburt. Als Farbe des Feuers und des Blutes steht sie im Traum meist für etwas Positives und symbolisiert Vitalität, Liebe und sexuelle Energie.
    Rot, vor allem feuriges Rot, wird mit dem Basis- oder Wurzel-Chakra verbunden, das als tiefster Punkt des Rumpfes mittig zwischen den Genitalien und dem Anus liegt. Es ist das Zentrum der tiefen Lebensenergie und aktiviert als solches sowohl das Urvertrauen in das menschliche Dasein und die Verbundenheit mit der Erde als auch Lebenswillen, Durchsetzungskraft und die körperliche Komponente der Sexualität. Es ist das wesentliche Chakra für das Sein in der materiellen Welt. Vor allem das Skelettsystem, insbesondere die Wirbelsäule und die Beine, aber auch der Darm, das Blut und die Nebennieren werden dem Wurzel-Chakra zugeordnet.

    Grün: Die verbreitetste Farbe der Natur ist im Farbspektrum zwischen Gelb und Blau angeordnet.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 448
Erscheinungsdatum 01.03.2005
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-21706-9
Verlag Goldmann
Maße (L/B/H) 20.9/14.1/3.9 cm
Gewicht 510 g
Abbildungen mit Abbildungen 21 cm
Illustrator Grit Schwerdtfeger
Buch (Taschenbuch)
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Tierboten
von einer Kundin/einem Kunden aus Großenaspe am 22.07.2017

Einfach zu bestellen und wurde sehr schnell geliefert. Übersichtliche Webseite und viele andere interessannte Bücher zu finden. Gute Sache mit der Grußkarte. Vor allem weil ich im Ausland bin und die Post sonst nicht mehr angekommen wäre.

was uns Tiere sagen...
von einer Kundin/einem Kunden am 02.07.2012

Ein wirklich tolles Buch in dem alle Ansätze - Mythos, Traumdeutung, Spirituelle Botschaft und Biologie der jeweiligen Tiere - kurz aber prägnant beschrieben werden. Wenn man diesen Buch einmal hat, dann legt man es nicht mehr weit weg! Nicht nur für Tierfreunde eine inspierierende Alltags-Lektüre!

Darf eigentlich in keinem Haushalt fehlen!
von einer Kundin/einem Kunden aus der Nähe von Lüneburg am 27.07.2009

Abgesehen davon, dass die spirituelle Bedeutung (mein erstes tiefgreifendes Tiererlebnis lag Jahre zurück, bis ich dieses Buch erstanden habe - ich habe also die Vergangenheit nachgelesen und es traf voll zu) praktisch immer ins Schwarze trifft, finde ich die Biologie, die Frau Kämper in Ihrem Buch einfließen lässt so schön, d... Abgesehen davon, dass die spirituelle Bedeutung (mein erstes tiefgreifendes Tiererlebnis lag Jahre zurück, bis ich dieses Buch erstanden habe - ich habe also die Vergangenheit nachgelesen und es traf voll zu) praktisch immer ins Schwarze trifft, finde ich die Biologie, die Frau Kämper in Ihrem Buch einfließen lässt so schön, dass ich es auch sehr gerne als "normales" Nachschlagewerk nutze!