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Anleitung zum Unglücklichsein. Vom Schlechten des Guten

Zwei Bestseller in einem Band

Mit seinen wunderbar hintergründigen Geschichten hat Paul Watzlawick bereits Millionen von Menschen erreicht. Und das Leserpotenzial ist, so lehrt uns das tägliche Leben, unerschöpflich. Denn jeder von uns steht grundsätzlich in der falschen Schlange an, macht Erfahrungen mit selbst erfüllenden Prophezeiungen oder befolgt auf der Suche nach Lösungen genau die Ratschläge, die seinem Glück im Weg stehen.
Rezension
»Watzlawick ist ein Forscher in Sachen Glück, Wirklichkeit und Kommunikation. Ein Spürhund auf der Fährte des Paradoxen und ein brillanter Kopf mit Witz und Charme: Der Erfolgsautor und Philosoph Paul Watzlawick verleiht der Unbill menschlicher Existenz Unterhaltungswert.« (annabelle)
Portrait
Watzlawick, Paul
Paul Watzlawick, geboren 1921 in Villach/Kärnten, studierte Philosophie und Sprachen. Psychotherapeutische Ausbildung am C.G. Jung-Institut in Zürich. 1957 bis 1960 Professor für Psychotherapie in El Salvador, später lehrte er an der Stanford University. Er starb 2007 in Palo Alto, Kalifornien. Zahlreiche Veröffentlichungen, darunter Anleitung zum Unglücklichsein.
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  • Man kann Paul Watzlawicks Buch mit einem lachenden und einem weinenden Auge lesen. Jeder Leser dürfte etwas von sich selbst in diesem Buch wiederfinden nämlich seine eigene Art und Weise, den Alltag unerträglich und das Triviale enorm zu machen.
    Darüber hinaus ist dieses Buch obwohl der Autor dies nirgends zugibt eine einzige grosse "Symptomverschreibung", eine therapeutische Doppelbindung ganz im Stile der sogenannten Palo-Alto-Gruppe . Und deshalb wird der Psychotherapeut oder Berater zwischen den Zeilen dieser maliziösen Seiten so manches herauslesen können, was unmittelbare Bedeutung für den therapeutischen Dialog hat: Metaphern, Vignetten, Witze, hintergründige Geschichten und gewisse andere "rechtshemisphärische" Sprachformen, die ungleich wirkungsvoller sind als tierisch ernste Deutungen menschlicher Fehlhaltungen.
    Paul Watzlawick ist seit 196o Forschungsbeauftragter am Mental Research Institute in Palo Alto, Kalifornien.
    Einleitung
    "Was kann man nun von einem Menschen erwarten? Überschütten Sie ihn mit allen Erdengütern, versenken Sie ihn in Glück bis über die Ohren, bis über den Kopf, so dass an die Oberfläche des Glücks wie zum Wasserspiegel nur noch Bläschen aufsteigen, geben Sie ihm ein pekuniäres Auskommen, dass ihm nichts anderes zu tun übrigbleibt, als zu schlafen, Lebkuchen zu vertilgen und für den Fortbestand der Menschheit zu sorgen so wird er doch, dieser selbe Mensch, Ihnen auf der Stelle aus purer Undankbarkeit, einzig aus Schmähsucht einen Streich spielen. Er wird sogar die Lebkuchen aufs Spiel setzen und sich vielleicht den verderblichsten Unsinn wünschen, den allerunökonomischsten Blödsinn, einzig um in diese ganze
    positive Vernünftigkeit sein eigenes unheilbringendes phantastisches Element beizumischen. Gerade seine phantastischen Einfälle, seine banale Dummheit wird er behalten wollen "
    Diese Worte stammen aus der Feder des Mannes, den Friedrich Nietzsche für den grössten Psychologen aller Zeiten hielt: Fjodor Michailowitsch Dostojewski. Und doch drücken sie, wenn auch in beredterer Sprache, nur das aus, was die Volksweisheit seit eh und je weiss: Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen.
    Es ist höchste Zeit, mit dem jahrtausendealten Ammenmärchen aufzuräumen, wonach Glück, Glücklichkeit und Glücklichsein erstrebenswerte Lebensziele sind. Zu lange hat man uns eingeredet und haben wir treuherzig geglaubt , dass die Suche nach dem Glück uns schliesslich das Glück bescheren wird.
    Dabei ist der Begriff des Glücks nicht einmal definierbar. So wurden zum Beispiel die Hörer der 7. Folge des Abendstudios des Hessischen Rundfunks im September 1972 Zeugen der zweifellos befremdenden Diskussion zum Thema "Was ist Glück?" [11] , in deren Verlauf es vier Vertretern verschiedener Weltanschauungen und Disziplinen nicht gelang, sich auf die Bedeutung dieses scheinbar so selbstverständlichen Begriffs zu einigen und das trotz der Bemühungen des eminent vernünftigen (und geduldigen) Gesprächsleiters.
    Das sollte uns eigentlich nicht überraschen. "Worin das Glück besteht, darüber waren die Meinungen immer geteilt", lesen wir in einem Essay des Philosophen Robert Spaemann über das glückliche Leben [22]: "289 Ansichten zählte Terentius Varro und ihm folgend Augustinus. Alle Menschen wollen glücklich sein, sagt Aristoteles." Und Spaemann erwähnt dann die Weisheit eines jüdischen Witzes vom Sohn, der dem Vater eröffnet, er wolle Fräulein Katz heiraten. "Der Vater widerspricht. Fräulein Katz bringe nichts mit. Der Sohn erwidert, er könne nur mit Fräulein Katz glücklich sein. Darauf der Vater: Glücklich sein, und was hast du schon davon? "
    In eckige Klammern gesetzte Ziffern verweisen auf das Literaturverzeichnis auf S. 133 ff.
    Die Weltliteratur allein schon hätte uns längst misstrauisch machen sollen. Unglück, Tragödie, Katastrophe, Verbrechen, Sünde, Wahn, Gefahr das ist der Stoff, aus dem die grossen Schöpfungen bestehen.

  • Inhalt

    Vorbemerkung des Verlags

    Einleitung

    Vor allem eins: Dir selbst sei treu …

    Vier Spiele mit der Vergangenheit

    1. Die Verherrlichung der Vergangenheit

    2. Frau Lot

    3. Das schicksalhafte Glas Bier

    4. Der verlorene Schlüssel oder »mehr desselben«

    Russen und Amerikaner

    Die Geschichte mit dem Hammer

    Die Bohnen in der Hand

    Die verscheuchten Elefanten

    Selbsterfüllende Prophezeiungen

    Vor Ankommen wird gewarnt

    Wenn du mich wirklich liebtest, würdest du gern Knoblauch essen

    »Sei spontan!«

    Wer mich liebt, mit dem stimmt etwas nicht

    Edel sei der Mensch, hilfreich und gut

    Diese verrückten Ausländer

    Das Leben als Spiel

    Epilog

    Literaturverzeichnis

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 254
Erscheinungsdatum 01.07.2005
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-24441-1
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 18.9/12.1/2.5 cm
Gewicht 242 g
Auflage 20. Auflage
Verkaufsrang 13475
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
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Fehlgriff
von einer Kundin/einem Kunden aus Böblingen am 26.08.2019

Ich kann mich leider meinen Vorrednern nicht anschließen. Vorab, das Buch ist in zwei Teile/Bücher aufgeteilt: "Anleitung zum Unglücklichsein" und "Vom Schlechten des Guten". Als ich dieses Buch erwarb, ging ich davon aus, dass der Titel des ersten Teils purer Sarkasmus ist und keine wirkliche Anleitung zum Unglücklichsein. All... Ich kann mich leider meinen Vorrednern nicht anschließen. Vorab, das Buch ist in zwei Teile/Bücher aufgeteilt: "Anleitung zum Unglücklichsein" und "Vom Schlechten des Guten". Als ich dieses Buch erwarb, ging ich davon aus, dass der Titel des ersten Teils purer Sarkasmus ist und keine wirkliche Anleitung zum Unglücklichsein. Allerdings zeigt der Autor in der Tat stellenweise vollkommen abstrakte und realitätsferne Beispiele auf, die einen unglücklich machen würden. Sogesehen kann man das Lesen auch gleich bleiben lassen, was ich dann auch tat. Der zweite Teil ist deutlich interessanter und dessen Inhalte erinnern mich an das Buch "Der Mann der glücklich sein wollte" von Laurent Gounelle, das ich wärmstens empfehlen kann (5/5 Sterne), kann jedoch nicht ansatzweise damit mithalten. Der Schreibstil des Autors ist überdies sehr gewöhnungsbedürftig, ich kann mich damit jedenfalls nicht anfreunden. Abschließend möchte ich Ihnen sagen, dass ich Ihnen nicht unbedingt vom Kauf abraten möchte, Sie würden andererseits aber auch nicht viel verpassen...

Der Klassiker
von Josef Kerschner aus Grünwald am 03.02.2010

Ein "must read". 5 von 5 Punkten. Der Leser setzt bewusst die negative Brille auf, um die wahre Lösung des Problems zu erkennen.

Genial!
von Tobias aus Heidelberg am 27.08.2005

Zwei Bestseller von Paul Watzlawick in einem Buch. Mit Ironie und Sarkasmus zeigt er uns wie wir uns selber im Weg stehen und das Leben komplizierter machen als es ist. Ich musste mich zuerst an den Stil gewöhnen, hatte dann aber umso mehr Freude daran. Habe es bereits zwei mal gelesen und werde es mit Sicherheit auch noch we... Zwei Bestseller von Paul Watzlawick in einem Buch. Mit Ironie und Sarkasmus zeigt er uns wie wir uns selber im Weg stehen und das Leben komplizierter machen als es ist. Ich musste mich zuerst an den Stil gewöhnen, hatte dann aber umso mehr Freude daran. Habe es bereits zwei mal gelesen und werde es mit Sicherheit auch noch weitere Male lesen.