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El Akkad, O: American War

Roman

"American War" - das Buch der Stunde. "Ein gewaltiger Roman", schreibt die renommierteste Literaturkritikerin der USA, Michiko Kakutani. Ein Roman über den nächsten amerikanischen Bürgerkrieg und das dramatische Schicksal einer Familie. Was wird sein, wenn die erschütternde Realität der Gegenwart - Drohnenangriffe, Folter, Selbstmordattentate und die Folgen von Umweltkatastrophen - mit aller Gewalt in die USA zurückkehrt? Vor diesem Hintergrund entfaltet Omar El Akkad mit grosser erzählerischer Kraft den dramatischen Kampf der jungen Sarat Chestnut, die beschliesst, mit allen Mitteln für das Überleben zu kämpfen. "American War" ist in den USA ein literarisches Ereignis, das schon jetzt mit Cormac McCarthy "Die Strasse" und Philip Roth "Verschwörung gegen Amerika" verglichen wird.
Rezension
[...] ein Schocker [...] samt einer Hauptfigur, der jungen Sarat Chestnut aus Lousiana, deren Schicksal der Menschheit schon jetzt eine Lehre sein sollte. Angela Wittmann Brigitte 20170719
Portrait
El Akkad, Omar
Omar El Akkad war Kind, als seine Eltern Ägypten verliessen und nach Kanada auswanderten. Der Journalist reist rund um die Welt, um über den Krieg in Afghanistan, die Prozesse in Guantanamo, die Black Lives Matter Bewegung in Ferguson zu berichten. Omar El Akkad lebt mit seiner Familie in Portland, Oregon. 'American War' ist sein erster Roman.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 448
Erscheinungsdatum 27.07.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-10-397319-8
Verlag S. Fischer Verlag
Maße (L/B/H) 22.1/14.9/3.8 cm
Gewicht 649 g
Auflage 2
Übersetzer Manfred Allié, Gabriele Kempf-Allie
Verkaufsrang 63660
Buch (gebundene Ausgabe)
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Fr. 33.90
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
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Sehr interessante Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden am 26.10.2018
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Ein sehr düsterer Blick in eine kriegerische Zukunft der USA. Die Geschwichte beginnt eher schwerfällig nimmt dann jedoch erheblich an Spannung und Tempo auf. Negativ sind die teilweise zu üppigen und ausführlichen Situations- und Landschaftsbeschreibungen. Insgesamt absolut lesenswert.

„Ein Roman über den nächsten amerikanischen Bürgerkrieg ...“
von kvel am 09.09.2018

Inhalt, gemäß Umschlaginnenseite: Amerika 2075 – der Albtraum ist wahr geworden. Der Meeresspiegel steigt, Millionen von Menschen fliehen ins Landesinnere. Der zweite amerikanische Bürgerkrieg spaltet das Land, die Südstaaten sind von Flüchtlingslagern übersät. In einem der Camps hat die Familie Chestnut nach dem tragischen Tod... Inhalt, gemäß Umschlaginnenseite: Amerika 2075 – der Albtraum ist wahr geworden. Der Meeresspiegel steigt, Millionen von Menschen fliehen ins Landesinnere. Der zweite amerikanische Bürgerkrieg spaltet das Land, die Südstaaten sind von Flüchtlingslagern übersät. In einem der Camps hat die Familie Chestnut nach dem tragischen Tod des Vaters Zuflucht gefunden. Zu Beginn des Krieges ist Tochter Sarat noch ein Kind, sie kennt nichts anderes als Stacheldraht und Trockennahrung. Der ältere Bruder Simon hat sich schon längst einer Rebellengruppe angeschlossen. Im Laufe der Jahre wird Sarat unter dem Einfluss des mysteriösen Albert Gaines ihren eigenen Weg einschlagen. Krieg, Korruption und Folter haben sie hart gemacht, und schließlich radikalisiert sich Sarat und setzt mit einer verheerenden Tat das Leben aller aufs Spiel. Text von der Buchrückseite: “American War“ - das Buch der Stunde. Ein Roman über den nächsten amerikanischen Bürgerkrieg und das dramatische Schicksal einer Familie. Was wird sein, wenn die erschütternde Realität der Kriege und die Folgen von Umweltkatastrophen mit aller Gewalt in die USA zurückkehren? Vor diesem Hintergrund entfaltet Omar El Akkad mit großer erzählerischer Kraft den erbitterten Kampf der jungen Sarat Chestnut, die beschließt, mit allen Mitteln für das Überleben zu kämpfen. Spannend bis zur letzten Seite, brisant und akutell. „Ein großartiger Roman.“ The new York Times „Ein Meisterwerk – prägnant, hellsichtig, kraftvoll.“ The Globe and Mail Toronto „Projizieren wir die aktuelle politische Debatte der USA in die Zukunft, dann landen wir genau bei dem, was wir in Omar El Akkad's Roman 'American War' lesen.“ The Washington Post „Ein Roman für alle, die die Trump-Ära umtreibt.“ Washington Post Meine Meinung: Ich muss gestehen, dass ich mich beim Kauf des Buches von den Inhalts- und Klappentexten habe leiten lassen. Das Buch ist meiner Meinung nach vom Marketing hochstilisiert, aber eigentlich nur ein mittelprächtiger Zukunftsroman – weder politisch ambitioniert noch sprach- oder erzähltechnisch eine Glanzleistung. Ich war zwar beim Lesen neugierig worauf die Story am Ende hinauslaufen würde, aber ehrlich gesagt, wurde mir beim Lesen zunehmend langweilig. Ein Grund war, dass ich die Zuordnung von Personengruppen und Ländern bzw. Regionen, nicht immer nachvollziehen konnte, obwohl auf den ersten Seiten Karten der Vereinigten Staaten und der Freien Südstaaten um 2075 dargestellt ist. Es war nicht so, dass es an Details gemangelt hätte; nein, der Autor hat vieles sehr detailliert – und gelungen - beschrieben: „In manchen Winterstürmen suchte die ganze Familie Zuflucht auf der Verandea; das Vordach hing durch, es tropfte, aber es ersparte ihnen den unerträglichen Lärm, der bei schwerem Regen im Inneren des Containers dröhnte, wie die Steeldrums bei einem Calypso.“ (S. 19) Aber die wichtigen logischen Zusammenhänge haben mir oftmals gefehlt. Mein größter Kritikpunkt ist, dass viele Handlungen der Figuren auf der Gefühlsebene dem Leser nicht erläutert wurden, so dass vieles für mich als Leser oftmals nicht nachvollziehbar blieb: Warum schloss sich der Bruder Simon den Rebellen an? Hatte er Langeweile? Hatte er einen neuen Freund oder eine besondere Bezugsperson bei den Rebellen gefunden? Oder war er von dessen Zielen überzeugt? Ähnliche Fragen stellten sich mir bei der Sinneswandlung von Sarat. Dazu möchte ich anmerken, dass die Story eigentlich aus der Sicht des Neffen nach dem Durchforsten von Sarats Nachlässen und anderen historischen Quellen viele Jahre nach den eigentlichen Ereignissen geschrieben wurde. Aber stilistisch wurde dies, meiner Meinung nach, nicht konsequent durchgehalten, so dass sich bei mir so einige Male Verwunderung einstellte. An einigen - wenigen - Stellen konnte der Autor mich mit seinem reflektierten Text positiv überraschen: „'Der Mann, der dieses Buch geschrieben hat, … Er ist der Sohn des ranghöchsten Generals der Blauen.' 'Wieso soll ich ein Buch von einem Nordstaatler lesen?', fragte Sarat. 'Ist doch sowieso alles nur gelogen.' … 'Dieser Mann hat sich vor kurzem entschlossen, in die Politik zu gehen, und wenn jemand wie er für ein höheres Amt kandidiert, ist es üblich, dass er eine große Zahl von Worten auf eine große Zahl von Seiten schreibt und dass er sein Bild auf den Umschlag setzt und das Ganze groß herausbringt. Wenn dann der Wahltag kommt, haben die, die ihre Stimme abgeben sollen, längst eine sorgsam frisierte Version seiner selbst vor Augen. Aber nicht deswegen lesen wir es. Wir lesen es, weil er unser Feind ist. Und die Hälfte dieses Buches, das angeblich von ihm handelt, handelt in Wirklichkeit von uns, weil wir seine Feinde sind. Wir lesen es, um zwischen den Zeilen zu lesen, und daraus erfahren wir, was er an uns fürchtet.'“ (S. 212) „Da Fremdenfeinlichkeit nach dem Schneeballprinzip funktioniert, empfand ich auch nichts außer Verachtung für die Flüchtlinge, die einer ohnehin überforderten Stadt zur Last fielen. Wir standen am Hafen und brüllten, sie sollten nach Hause gehen, obwohl wir genau wussten, dass ihr Zuhause in einem Seuchengebiet lag. Wir trugen Plakate, auf denen wir sie Terroristen und Verbrecher nannten, und wir verwüsteten die Heime, die sie aufnehmen sollten. Ich fühlte mich gut dabei, fühlte mich als Einheimischer; die Tatsache, dass sie nicht dazugehörten, gab mir selbst ein Gefühl der Zugehörigkeit.“ (S. 434). Aber dies reichte leider nicht, um mein Gesamturteil zu retten. Denn ich muss leider sagen, dass das Beste an dem Buch die Marketingtexte sind.

Grau ist alle Theorie
von S.A.W aus Salzburg am 23.02.2018

Ich weiß nicht warum die Literaturprofessoren die armen Autoren nötigen, sich in epischen Beschreibungen von Landschaften, Häusern und Charakteren zu verlieren, um bei literarischen Wettbewerben eine Chance zu haben – für mich wird selbiges zunehmend zur Hürde, um in eine Geschichte hineinzufinden. So auch hier: z. B.. S 19 „Das... Ich weiß nicht warum die Literaturprofessoren die armen Autoren nötigen, sich in epischen Beschreibungen von Landschaften, Häusern und Charakteren zu verlieren, um bei literarischen Wettbewerben eine Chance zu haben – für mich wird selbiges zunehmend zur Hürde, um in eine Geschichte hineinzufinden. So auch hier: z. B.. S 19 „Das Vordach hing durch, es tropfte, aber es ersparte ihnen den unerträglichen Lärm, der bei schwerem Regen im Inneren des Containers dröhnte, wie die Steeldrums bei einem Calypso.“ Das mag man lyrisch finden, ich würde es weglassen. Auf Seite 34 bei der Schilderung des 2. Amerikanischen Bürgerkriegs wird es erstmals interessant. Dafür reichten eineinhalb Seiten, die wären ein guter Einstieg gewesen. Dass die Kinder fröhlich im Schlamm spielen, während ihr Vater getötet wird, dass die Mutter samt Kindern nach Norden flieht, um dem Wahnsinn zu entkommen, das sind Kontraste, die die verkehrte Welt erklären sollen, dass die Ölstaaten nun arm sind und die Sonnenenergiestaaten reich. Gut an diesem Buch ist die Rollenumkehr. Die ehemals reichen Europäer flüchten in das nun mächtige nordafrikanische Reich, die heruntergekommenen Amerikaner versuchen, dem durch Bürgerkrieg und Seuchen entstandenen Elend zu entfliehen. Das ganze Buch ist eine Schilderung dieses Elends, spannend ist das nicht, nur sehr sehr traurig. Der Autor verwendet diesen Umkehrtrick, um den reichen Amerikanern die Lage nahezubringen, in der sich heute die Flüchtlinge aus dem Süden befinden. Das ist legitim und womöglich der einzige Weg, dass wir Gutsituierten überhaupt hinhören. Viel authentischer und überzeugender wäre es, wir würden den zu uns Geflüchteten direkt zuhören – deren Schicksale sind viel überzeugender und berührender als die konstruierte Geschichte der Sarat Chestnut und ihrer Familie, die bei aller Tragik seltsam blutleer bleibt und mich eben nicht gepackt hat. siehe auch: Opelt: Die Kinder des Tantalus.