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Der Zerfall der Demokratie

Wie der Populismus den Rechtsstaat bedroht

Die Demokratie droht zu scheitern. Politikverweigerung und rechtspopulistische Parteien wie AfD, FPÖ und Front National untergraben stabile Regierungen. Der Havard-Politologe Yascha Mounk legt Gründe und Mechanismen offen, die westliche liberale Rechtsstaaten - so auch die USA unter Donald Trump - erodieren lassen. Die Demokratie steckt weltweit in einer tiefen Krise. Die Zahl der Protestwähler steigt, Populisten erstarken, traditionelle Parteiensysteme kollabieren. Der renommierte Politologe Yascha Mounk untersucht diesen alarmierenden Zustand, der zwei Muster erkennen lässt: Entweder werden wie in den USA, Ungarn, Polen und der Türkei Demagogen ins Amt gewählt, die die Rechte von Minderheiten mit Füssen treten, oder eine Regierung verschanzt sich, freiheitliche Rechte garantierend, hinter technokratischen Entscheidungen - und verliert wie in Deutschland, Grossbritannien und Frankreich zunehmend an Volksnähe. Klar und deutlich erklärt Mounk die komplexen Gründe und Mechanismen, die die Demokratie zu Fall bringen können. Er benennt Massnahmen, um bedrohte soziale und politische Werte für die Zukunft zu retten. Dazu gehört, eine breite Koalition gegen Populisten aufzubauen, die Unabhängigkeit der Justiz und Presse zu verteidigen, die Teilhabe der Bevölkerung an politischen Prozessen zu stärken, die soziale Ungleichheit zu bekämpfen - und vor allem die persönliche Komfortzone zu verlassen, um sich im Sinne der Demokratie politisch zu engagieren. Eine brillante und aufrüttelnde Analyse unserer politisch aufgeheizten Gegenwart.
Portrait
Yascha Mounk, 1982 in München geboren, lehrt Politikwissenschaften an der Harvard University, ist Senior Fellow beim German Marshall Fund und Senior Advisor bei Protect Democracz. Sein Forschungsschwerpunkt umfasst Fragen zur Entwicklung der liberalen Demokratie und Eigenverantwortung in der Politik. Mounks Beiträge über europäische und amerikanische Politik erscheinen u. a. in "The New York Times", "The New Yorker", "Foreign Affairs", "Slate" und der "Zeit".
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 01.02.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-27735-5
Verlag Droemer HC
Maße (L/B/H) 22.1/15.4/3.3 cm
Gewicht 561 g
Originaltitel The People vs. Democracy: Why Democracy Is in Danger and How to Save It
Abbildungen 8 schwarz-weiße Fotos
Übersetzer Bernhard Jendricke
Verkaufsrang 45491
Buch (gebundene Ausgabe)
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Sensationell, Antwort auf viele Fragen !
von einer Kundin/einem Kunden aus Dötlingen am 06.03.2018
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Ein wirklicher Kosmopolit schreibt über das wohl wichtigste politische Problem der Gegenwart. Mit viel soziologischer und politischer Kenntnis schreibt Yascha Mounk über das weltweite Aufkommen der "neuen" Rechten. Mit dem profunden Hintergrund eines in Harvard Lehrenden hat er mir außerordentlich geholfen, diesem Problem näherz... Ein wirklicher Kosmopolit schreibt über das wohl wichtigste politische Problem der Gegenwart. Mit viel soziologischer und politischer Kenntnis schreibt Yascha Mounk über das weltweite Aufkommen der "neuen" Rechten. Mit dem profunden Hintergrund eines in Harvard Lehrenden hat er mir außerordentlich geholfen, diesem Problem näherzukommen. Eines der ganz großen Vorteile dieses Buches ist seine Sprache. Ein Könner schreibt in einem ,auch für den nicht wissenschaftlich in der Politik vorgebildetetn Leser, Stil, der begeistert. Ein tolles empfehlenswertes Buch und eine gutes Geschenk für viele Zwecke. Unbeding lesen.

DER ZERFALL DER DEMOKRATIE - Yascha Mounks sprachlich brillante Analyse des gegenwärtigen Zustands der Welt
von j.h. aus Berlin am 28.02.2018

Der Titel "Zerfall der Demokratie", den der 1982 in München geborene und in Harvard politische Theorie lehrende Yascha Mounk seinem Buch gab, scheint auf den ersten Blick überzogen zu sein. Leben wir nicht in einer funktionierenden Demokratie? Kann ein zunächst unterschwellig und in den letzten Jahren immer offensiver aufkommend... Der Titel "Zerfall der Demokratie", den der 1982 in München geborene und in Harvard politische Theorie lehrende Yascha Mounk seinem Buch gab, scheint auf den ersten Blick überzogen zu sein. Leben wir nicht in einer funktionierenden Demokratie? Kann ein zunächst unterschwellig und in den letzten Jahren immer offensiver aufkommender Populismus tatsächlich den Rechtsstaat bedrohen - mithin die Fundamente einer in Deutschland seit nunmehr 60 Jahren bewährten freiheitlich-demokratischen Grundordnung mit einem Grundgesetz, dessen erster Satz die Würde des Menschen als unantastbar festschreibt? "Manchmal kriecht die Geschichte jahrzehntelang vor sich hin. ... Dann, ganz plötzlich, verändert sich innerhalb weniger Jahre alles auf einmal. Politische Neulinge stürmen die Bühne. Wähler erheben radikale Forderungen, die bis vor Kurzem noch undenkbar waren. Soziale Spannungen, die lange unter der Oberfläche vor sich hin brodelten, verschaffen sich in gewaltigen Explosionen Luft. Ein Regierungssystem, das lange unerschütterlich schien, gerät ins Wanken. In einem solchen Moment befinden wir uns gerade." (S. 7) Yascha Mounk will den Leser mit seiner sprachlich brillanten Analyse des gegenwärtigen Zustandes der Welt aufrütteln: Äußerst anschaulich legt er dar, wie es Populisten insbesondere seit Beginn des 21. Jahrhunderts immer weitreichender gelingen konnte, die öffentliche Meinung maßgebend zu bestimmen. Und dazu gehört natürlich zuerst die Analyse der Fehler jener etablierten Parteien und Politiker, die durch zunehmende Entfernung von ihren Wählern und deren legitimer Interessen jene Entwicklung nahezu offensiv gefördert haben. Schließlich war man noch die Zeiten vor Social Media gewohnt, in denen dem politischen System verbundene Gatekeeper öffentliche Diskussionen weitestgehend bestimmten. Das Buch ist in 3 Hauptteile gegliedert: Zunächst wird die Krise der liberalen Demokratie (Demokratie ohne Recht vs. Recht ohne Demokratie) anschaulich beschrieben. Im Folgenden werden als wesentliche Ursachen Soziale Medien, Wirtschaftliche Ängste und Identität herausgearbeitet. Als Gegenmittel benennt Mounk schließlich Zähmen des Nationalismus, Sanieren der Wirtschaft und Erneuerung des Glaubens an die Demokratie. Gerade die Gegenmittel klingen in der hier erfolgten Aufzählung sehr plakativ - dennoch bietet auch dieses Kapitel ausreichend Stoff zum Nachdenken und für Diskussionen. Das im amerikanischen Original "The People vs. Democracy: Why Our Freedom Is in Danger and How To Save It" 2018 erschienene und für die deutsche Ausgabe bei DROEMER (Übersetzung: Bernhard Jendricke) von Yascha Mounk überarbeitete und erweiterte Buch schließt inhaltlich mit der Bundestagswahl im September 2017. Der politische Stillstand seither und das nunmehr womöglich für vier Jahre zu befürchtende Festhalten an einer scheinbar "alternativlosen" Politik des verwalteten Stillstands wird den Populismus nicht eindämmen, ganz im Gegenteil ...

Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 25.02.2018

Ich habe das Buch noch nicht gelesen,deshalb auch keine Bewertung. Belieferung war prompt! Der Hinweis auf mehr Wörter ist nicht angenehm. Ich habe nicht die Absicht als Rezensent zu wrken. Danke L.H.